501: Joerg Am 2. September 2008 um 08:15 Uhr Hallo Herr Thomas Roth,
es gefällt mir und vielen anderen mündigen Zuschauern und Bürgern nicht die Art wie Sie, die Zuschauer bevormundend und an und für sich unzulässig an dem Material Veränderungen vornehmen um die ‘westliche Sicht auf Russland’ zu stützen.
Die Frage darf erlaubt sein: Sind Sie, Thomas Roth, am ‘Kalten Krieg’ interessiert? Wie sonst ist es zu erklären, dass es Ihnen nicht anders gelingt Putins Variante des Kaukasus Konflikts zu zu kontrastieren, als mit den grob vereinfachenden Mitteln der Weglassungen und Kürzungen?
In Ihren Fragen findet sich kein Versuch einer objektiven Betrachtung nach den wahren Gründen und Hintergründen für dort zum Vorschein gekommene Kriegshandlungen.
Sie vertreten die in den westlichen Medien verbreitete Ansicht von Russlands Hegemonial Ansprüchen, und vor diesem Hintergrund geraten Ihre Fragen geraten Ihre Fragen so vereinfachend, dass Putin Ihnen eine Nachhilfestunde erteilt, indem er explizit seinen Standpunkt erklärt. Interessanter wäre es, Putin nach seinen Interessen an anderen ehemaligen Satelliten zu fragen. Kürzungen zeigen einen Stil der Meinungsbildung und nicht des journalistischen Auftrages nach objektiver Berichterstattung. Sorry, eine vier minus und setzen!
502: Adalbert Rabich Am 2. September 2008 um 08:17 Uhr Sehr geehrte Redaktion, ich habe mir die Sendung um 6.20 angesehen und daraus das aus dem Dritten Reich gelernt: was andere nicht sagen…das sollte gesondert gesendet werden. Das haben Sie getan und aus dem, was gestrichen war, die Einstellung eines Journalisten erkannt, der weder unbefangen noch unprovokativ einen anderen interviewt. In der Presseschau vom Sonntag das gleiche: die Geschichtskenntnisse von Herrn Roth über die Lande in Georgien sind schlecht und – man gibt das nicht einmal zu! Das heißt eine journalistische Blamage produzieren, schade. Ähnliches: Putin fordert zur Stellungnahme heraus: warum haben gewisse Journalisten damals beim Kosovo-Fall geschwiegen? Es hätte dem Fernsehen besser getan, die Grundsätze einer ehrlichen Diskussion zu wahren: lass den anderen reden und achte dessen Argumente. Auf denn: werdet besser!
leider wird auch bei mir der bittere Nachgeschmack bleiben, und wenn Sie noch so eloquente Begründungen finden sollten.
Ein paar Hauptkritikpunkte an der von der ARD vorgenommenen Kürzung sind auch hier zusammengefasst: http://www.spiegelfechter.com/…..-interview
Und um mich meinen Vorrednern anzuschließen, eine vernünftige Gegendarstellung zu einer annehmbaren Sendezeite wäre das einzige, was den Vorwurf einer Manipulation auch nur annährend besänftigen könnte! Die Wiederholung gegen 6 Uhr ist einfach zum Kopfschütteln. Ebenso wie der Termin um 14 Uhr zu einer Chatrunde. Entweder schlafen oder arbeitet zu beiden Zeiten der Großteil der arbeitenden Bevölkerung. Wobei ich fest daran glaube, dass der Chat überrannt werden wird mit Interessenten und entweder zusammenbricht oder nach 10 Minuten voll sein wird. Und das eventuell gegebene gute Erläuterungen zum Vorfall höchstens in der Blogwelt und nicht in der Tagesschau zu finden sind…
das vollständige Interview mit W.Putin finden Sie auf
“russland.ru”/ Politik. Den Text in russischer Sprache habe ich
am nächsten Tag nach der Aussendung sofort gefunden.
Die Übersetzung für meine deutschen Freunde musste ich
allerdings lange suchen. Ich kann mich wenigstens auf russisch
informieren, aber meine Nachbarn und Freunde tun mir
richtig leid. Dass die deutschen Bürger von allen Massen-
medien irregeführt werden, darf man nicht so stehen lassen.
Die einzigen von der alten journalistischen Garde -
Fr.Dr. Gabriele Krone-Schmalz und Hr.Peter Scholl-Latour -
hatten den Mut, eine souveräne Meinung zum Kaukasus-Kon-
flikt in der Sendung von Maischberger zu sagen. Sonst niemand… Fr.Maischberger selbst hat die Sendung miserabel
moderiert, die Gäste jedesmal unterbrochen, wenn ihr
eine Antwort als unerwünscht erschien. Ist das Qualitäts-
journalismus?! Und das im 21.Jahrhundert!
Der schwedische Außenminister Bildt hat neulich gesagt, dass
Russland ins 19.Jh. zurückgekehrt ist… Er hat da wohl etwas
verwechselt. Russland ist wirtschaftlich und außenpolitisch
voll und ganz in der Gegenwart angekommen. Wohin aber
Schweden und Deutschland mit dieser Außenpolitik und media-
ler Hetze gegenüber Russland steuern, kann man nicht genau
sagen…
Übrigens, “Presseschau nachgefragt” im Phönix habe ich auch
gesehen und mich sehr gewundert, wie eine unbequeme Frage
an Herrn Roth mit einer “technischen Panne” gelöscht wurde.
Zum Thema “Protest gegen gesteuerte Massenmedien in
einer alten Demokratie”:
Ich habe mein Zeit-Abo gekündigt. Die Russophobie der
Zeitungsredaktion war für mich, eine langjährige Leserin,
nicht mehr zu ertragen. Man kann auch auf solche Weise
protestieren…
Noch zwei Informationsquellen: “ria novosti.ru” und
“russiatoday.ru” (TV-Sender im Kabel-tv).
die Stellungnahme von Herrn Roth hat mich auf diesen Blog aufmerksam gemacht und dazu bewegt, dass Interview in aller Länge noch einmal nachzuvollziehen.
Vielleicht ist es auch einigen Lesern möglich gewesen, das Beckmann-Interview mit Gerd Ruge letzte Nacht zu sehen, was zum Teil die Aussagen zum Interview stark bekräftigt und durch Erfahrungen belegt, mit denen das ARD-Team in Moskau gut mithalten kann.
Dass ein Interview zu hinterfragen ist, sollte nicht zur Debatte stehen. Dieser journalistische Beitrag ist lediglich ein Puzzleteil im gesamten Kaukasus-Konflikt.
Über die Art und Weise, Journalismus zu betreiben in Russland kann ich dem ARD-Studio in Moskau mit Abstand nur mein Kompliment aussprechen, das nicht zum ersten Mal die Chance zu einem derart aussagekräftigen Interview hatte, was im Übrigen sehr gut im aktuellen Buch von T. Roth veranschaulicht ist.
Die Gegenreaktion bzw. einmal das Wort der anderen Seite zu hören, war ein guter Zug auf dem Weg, ein klares Bild zu vermitteln. Klarheit pur … wird sich in diesem Konflikt nur schwer vermitteln lassen. Putin ist hier ein erfahrener Fuchs in der Rhetorik, der auf einen erfahrenen Hasen des Journalismus traf.
Und immerhin hat der Blog – mal abgesehen von flachen Kinoformatkommentaren – doch eines gebracht: Das gesamte Interview in Ton und Schrift, wofür mE zukünftig tagesschau.de grds. schon eine gute Plattform ist.
506: roger Am 2. September 2008 um 08:51 Uhr Wird hier im Blog inzwischen auch zensiert?
Habe schon zweimal gepostet-nix erscheint, hat jemand ähnliches
bemerkt?? Dann schreibe ich eben Herrn Putin, dass er einfach
cool bleiben soll, er sieht ja: in Deutschland gibt es auch
kluge köpfchen, die nicht auf alles reinfallen.
Zum Glück findet man ja hier seine Adresse.
507: 6 vor 9 » medienlese.com Am 2. September 2008 um 08:54 Uhr [...] Journalist, der Putin für die ARD interviewt hat, meldet sich nach bisher 494, zum Teil empörten Kommentaren im Tagesschau-Blog zu Wort. Das ganze, sehr interessante Interview werde dann ausgestrahlt, wenn alle schlafen, [...]
508: Daniel Am 2. September 2008 um 08:57 Uhr Beim Durchlesen der mittlerweile knapp 500 Beiträge in nur 2,5 Tagen, die in der großen Mehrzahl Kritik an der Art des Putin- Interviews im Speziellen aber auch an der Berichterstattung über den Konflikt im Allgemeinen üben, kommen mir schon Zweifel, ob sich die Verantwortlichen bei ARD und ZDF in diesem konkreten Fall noch ihres Auftrages bewusst sind.
Der besteht u.a. darin, objektiv zu informieren. Eine Meinung können sich die meisten Zuschauer (und auch Schreiber hier im Block) schon selber bilden. Dazu brauchen wir Herrn Roth und andere nicht.
Das, was da aus dem Interview rausgeschnitten wurde, waren in Teilen Richtigstellungen Putins, wer diesen aktuellen Konflikt eigentlich begann und Erklärungen Putins, warum sich die Russen so und nicht anders verhalten haben. Diese Auffassungen kann man teilen oder auch nicht (Ich teile vieles davon nicht !) . Aber den Anspruch, Putins Meinung in unserem Fernsehen zu sehen, den habe ich schon. Und ich hätte mir gewünscht, dass es dazu nicht dieser Protestwelle hier bedurft hätte.
Das was man uns zunächst als die Originalfassung des Interviews servierte, war Thomas Roth’s Meinung, die sich im Wesentlichen – purer Zufall natürlich – mit dem Agieren unserer Kanzlerin in diesem Konflikt deckte. Die wollte ja bekanntlich noch vor einigen Tagen keine Ursachenforschung betreiben, Russland als den Bösewicht hinstellen und Georgien als das unschuldige Opfer präsentieren, das natürlich auch in die NATO könne, wenn es das wolle.
Das alles ist mir viel zu platt, schwarz weiß und wird der wirklich komplizierten Lage in dieser Region überhaupt nicht gerecht. Und über die objektiv zu informieren, daran sollten sich Fernsehmacher ab und an mal wieder erinnern und sich nicht zum Lautsprecher unserer Regierung degradieren.
509: Groucho Am 2. September 2008 um 09:02 Uhr Ich habe gleich Lunte gerochen, als ich sah, dass Putin im gesendeten Teil – trotz erkennbar schwelender Wut – letzendlich so vergleichsweise handzahm blieb und der Eindruck eines verdächtig friedlich-freundlichen Treffens zurückblieb. Und bingo, bei der Langversion war’s anders, ich sah sie zuerst auf russisch und verstand relativ wenig, aber schon das Nonverbale machte mich so neugierig, dass ich auf eine übersetzte Vollversion auch im Fernsehen wartete. Und wartete… Heute um sechs wusste ich noch von nichts. Toll! Verpasst! Naja, es gibt ja zum Glück noch die Youtube-Fassung, endlich mit Untertiteln, für mich zugänglich, aber das reicht nicht! Ich bin ja im Prinzip auch der Meinung, dass eine zeitnah gesendete Kurzfassung besser ist als eine zu spät gesendete Langfassung, aber inzwischen ist mir auch klar, dass das mit einer bewussten Verschleierung der Tatsachen verbunden war, traurig! Es wäre wünschenswert, dass noch einmal über einen besseren Sendeplatz nachgedacht wird, so dass sich jeder (!) angemessen informieren kann. Übermorgen zum Chat habe ich leider auch keine Zeit (Arbeitszeit für die meisten), es soll nicht sein. Schade… Immerhin, eine passende Geste.
510: Linux user Am 2. September 2008 um 09:03 Uhr Wenn man nicht genug Sendezeit für das ganze Interview hat dann kann man dieses doch wenigstens ungeschnitten (Unzensiert) im Internet veröffentlichen.
Damit würden dann auch die Zensurvorwürfe gegen das ZDF entkräftet werden.
es ist immer schwierig, richtig zu kürzen. Im vorliegenden Interview wurde leider sinnentstellend und irreführend gekürzt. Zumindest hatte ich diesen Eindruck. Woran es lag, weiß ich nicht. Vielleicht an einer “inneren Schere”. Zensur findet meist als eine Art “innere Schere” im eigenen Kopf statt, manchmal, ohne dass man es bemerkt. Diese Art Zensur war hier offensichtlich vorhanden. Im vorliegenden Fall wurde teilweise so gekürzt, dass der entgegengesetzte Sinn herauskam, zumindest in emotionaler Hinsicht.
Die Wirkung ist eine zunehmende Feindlichkeit gegen die russische Kultur, die sich auch darin zeigt, dass fast keine russischen Filme mehr gezeigt werden, und dass viele Filme, von denen es eigentlich alte Synchronisationen gibt, heute nur in russischen Originalfassungen erhältlich sind. Insbesondere fällt der Unterschied auf, wenn man es mit der Menge an amerikanischen Filmen vergleicht.
Wir dürfen einfach nicht vergessen, wie die deutschen Medien in anderen Fällen berichtet haben (im Fall Kosovo wurden die Bombardierungen als Hilfe dargestellt und die Abspaltung begrüßt.)
Man sieht immer den Splitter im anderen Auge, den Pflock im eigenen sieht man nicht. (Es kann auch sein, dass mir das hier bei meiner Antwort so geht.)
Es bringt keinerlei langfristige Vorteile, jemanden verächtlich zu machen. Ich glaube nicht, dass Sie das wollten, aber das Interview in der geschnittenen Fassung wirkte so.
Kann man die vollständige Fassung in einer offiziellen Form im Internet finden?
vielen Dank für das Interview und die Mühe, es zu kürzen. In Gegensatz zu dem, was hier viele unwissend behaupten, hätten sich natürlich viel weniger Menschen das komplette Interview angesehen – dafür ist der Journalist ja da, dafür sind Nachrichten ja da. Natürlich muss die Auswahl neutral erfolgen, aber da habe ich bei der ARD und speziell bei Ihnen keine Zweifel, gerade auch, nachdem ich den (angelich) kompletten Text irgendwo anders gelesen habe. Also lassen Sie sich nicht ärgern von den paar hundert Wirrköpfen hier, und machen Sie weiter Ihre sehr gute Arbeit!
513: Robert Am 2. September 2008 um 09:16 Uhr Na, dann stelle ich meinen heute früh um 08:04 Uhr erstellten und nicht veröffentlichten Kommentar eben noch einmal rein und lasse das Max-Liebermann-Zitat am Ende weg. Max Liebermann, Sie wissen schon, der sagte mal: “Ich kann gar nicht soviel essen, …”
“WDR-Videotext, Texttafel 301, da steht das heutige Morgenprogramm. Jetzt immer noch. Und hinter 6.20 Uhr steht “Lokalzeit aus Bonn Stereo”
Im laufenden Programm des vergangenen Tages habe ich keinen Hinweis auf die vollständige Ausstrahlung des Putin-Interviews gesehen oder gehört, im ARD-Blog wurde es am gestrigen Tage nach 17 Uhr angekündigt, auf der WDR-Webseite gegen 21 Uhr und auf Videotext offenbar gar nicht.”
Nunmehr empfinde ich es als peinlich, zuzugeben, treu die GEZ-Gebühren zu zahlen, da ich nun sehe, das ich dadurch meine eigene Manipulation finanziert habe.
Es ist einfach nur peinlich !
Versuchen Sie bitte, anhand eines Vergleiches der geschnittenen (zensierten) Version mit der ungekürzten Fassung des Interviews, jemanden zu erklären, das es sich um eine OBJEKTIVE und NICHT-MEINUNGSLENKENDE, durch schlichtes weglassen der im Zusammenhang stehenden und zum Verständnis unkürzbaren Aussagen Putins, handele. Sie werden schnell bemerken, das man einen meinungslenkenden Journalismus nicht mehr wegdiskutieren kann.
ARD, ZDF und alle im Zusammenhang stehenden Sender habe ich jedenfalls soeben aus meiner Programmliste entfernt.
Herr Roth, ich habe auf Wikipedia gelesen, das sie nächstes Jahr das ARD-Studio in den USA (New York) leiten werden. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, aber es könnte der Eindruck entstehen, das es nur von Vorteil wäre, im voraus nicht unbedingt als “Russland-freundlich” (was in diesem Fall einfach nur einer neutralen Berichterstattung entsprechen würde) aufzufallen… Ich möchte Ihnen ausdrücklich nichts unterstellen, aber dieser Eindruck kann entstehen, wenn man diesen Umstand in direktem Bezug zum zensiertem Interview OBJEKTIV betrachtet !
MfG.
516: Dmitri Am 2. September 2008 um 09:24 Uhr Ich habe mir ebenso erlaubt, mir die vollständige russische Version im YOUTUBE anzugucken.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei Herrn Rotn asdrücklich bedanken. Sein Bemühen, Putin aus dem vorbereiteten Textpassagen rauszulocken, hat funktioniert. Auch wenn es Herrn Rozh nicht immer gelngen ist, einen Journalisten von einem Publizisten in sich z trennen.
So oder so, das Interview ist zu einem ehrlichen Meinungsaustausch geworden, mit vielen deutschen Normalverbraucher-Zuschauer unangenehmen Wendungen, die dann erwartungsgemäß rausgeschnitten wurden (wie z.B. Putins Bezeichnung von verbleibenden Ami-Truppen in Deutschland als Besatzungstruppen). Mir ist aber bewußt, daß dies redaktionell erfolgte und Herr Roth dabei wenig Einflußmöglichkeiten hatte.
Gemessen am herrschenden Gleichschaltungsgrad in den deutschen Medien ist Zeigen der Vollversion des Interviews ein mutiger Schritt.
517: Ulf Am 2. September 2008 um 09:28 Uhr Hat jemand das volle Interview als mpeg2-stream? Dann könnte man das etwas bearbeiten, sowohl tontechnisch als auch deutlich machen, was alles rausgeschnitten wurde.
518: Maus Am 2. September 2008 um 09:29 Uhr Nunmehr empfinde ich es als peinlich, zuzugeben, treu die GEZ-Gebühren zu zahlen, da ich nun sehe, das ich dadurch meine eigene Manipulation finanziert habe.
Es ist einfach nur peinlich !
Versuchen Sie bitte, anhand eines Vergleiches der geschnittenen (zensierten) Version mit der ungekürzten Fassung des Interviews, jemanden zu erklären, das es sich um eine OBJEKTIVE und NICHT-MEINUNGSLENKENDE, durch schlichtes weglassen der im Zusammenhang stehenden und zum Verständnis unkürzbaren Aussagen Putins, handele. Sie werden schnell bemerken, das man einen meinungslenkenden Journalismus nicht mehr wegdiskutieren kann.
ARD, ZDF und alle im Zusammenhang stehenden Sender habe ich jedenfalls soeben aus meiner Programmliste entfernt.
519: Krixus Am 2. September 2008 um 09:30 Uhr Nachdem ich den ganzen Text des Interwievs gelesen und mit den Stümpfen verglichen habe, welche Sie den Zuschauern (obendrein z. T. bis zur Fast- Unkenntlichkeit verstümmelt vorgesetzt haben, kann ich nur sagen: Ihre Ausreden sind einfach jämmerlich! Meinen Sie eigentlich, es mit unmündigen Kindern zu tun zu haben, welche Ihnen die technischen und zeitlichen Zwänge als Grund für diese offensichtliche Zensur abnehmen??? Das ist eine eine Schande und eine grobe Verletzung der Informationspflicht der ARD! Sie sollten nie wieder die Medien eines anderen Landes der Parteilichkeit bezichtigen – das, was Sie da abgeliefert haben ist ein Schulbeispiel von Zensur und Manipulation!
Wäre ich Putin, ich würde dafür sorgen, dass Sie nie wieder ein Interview bekommen! Die herrschende Clique in Deutschland wird Sie ja eh mit einem warmen Pöstchen für dergleichen Kriecherei belohnen. So verdammt Leid es mir auch tut: meine bisherige Hochachtung haben Sie endgültig verspielt. Aber damit können Sie ja sicher leben….
520: Zerotime Am 2. September 2008 um 09:31 Uhr Naja lieber Herr Roth, Sie müssen wohl gedacht haben, dass man es ja mal versuchen kann. Aber die überhastete Entscheidung das Interview um 6.20 Uhr auf WDR zu senden, ändert nun nichts an der Tatsache, dass Sie ein Interview manipuliert haben. Im Übrigen hatten Sie offenbar Zeit genug, einzelne Worte aus Putins Sätzen zu schneiden, aber nicht, eine ordentliche Übersetzung über die MAZ sprechen zu lassen und diese dann auch auf der ARD-Website zu veröffentlichen. Das ist alles andere als glaubwürdig. Hinzu kommt noch Ihre Einlassung auf das Prozedere. Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie es gar nicht in der Hand hatten, dass die russischen Fernsehsender mitschneiden durften. Wahrscheinlich wäre der Termin geplatzt, wenn Sie sich hier quergestellt hätten. Die Verantwortlichen in Russland wissen genauso gut wie Sie, wie Medien funktionieren und was mit dem Rohmaterial angestellt werden kann.
Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis das vollständige Interview auf Ihrer Website zu finden sein wird. Bislang (09:30) ist das nämlich nicht der Fall. Und ich gehe mal davon aus, dass Sie die Übersetzung bereits schriftlich haben. Wenn nicht, dann können Sie sich ja mal mit den hier zitierten Bloggern in Verbindung setzen, die diese (eigentliche Ihre) Arbeit bereits gemacht haben. Und was ist eigentlich mit dem vollständigen Video? Wird das dann auch wie die gekürzte Version auf der Website veröffentlicht?
Ich möchte nur kurz auf mein obiges Argument (#282) zurückkommen. Durch dieses Verhalten haben Sie und die Tagesschau-Redaktion dem Ansehen der Presse in Deutschland einen Bärendienst erwiesen. Jede weitere mediensystemkritische Frage, die Sie und Ihre Kollegen in der Zukunft an russische Interviewpartner stellen, wird bedeutungs- und wirkungslos verpuffen angesichts solcher doppelten Standards. Genau das ist es, was so problematisch an Ihrem Verhalten ist. Sie desavouieren demokratische Werte und Normen und machen diese dadurch vollends beliebig.
522: Miguel Am 2. September 2008 um 09:40 Uhr Einige Kommentatoren schreiben zum “Roth-Putin-Fall”: “Schämen Sie sich, Herr Roth!”. Ich greife das hier gerne auf. Oder glauben Sie wirklich, Thomas Roth, dass man Ihnen Ihre “Gegendarstellung” abnimmt. Sie hätten genug Zeit gehabt, eine ordentliche Übersetzung zu machen. Sie hätten genug Sendezeit gehabt, das Interview in voller Länge zu zeigen – wenn Ihre “Anstalt” (welch treffender Name) gewollt hätte. Denn wen interessiert schon ein amerikanischer Wahlparteitag, oder dass Kerner kocht, oder die Wettervorhersage, die eh nie stimmt. Wobei letzteres übrigens gut ins Bild passt …
523: Freie Presse gibt es nicht Am 2. September 2008 um 09:50 Uhr Heute morgen hieß es in der Tagesschau in etwa wie folgt:
“Die USA zeigten sich über die Ergebnisse des EU-Sondergipfels zufrieden”.
Das fasst in einem Satz zusammen, worum es eigentlich geht. Nicht um Georgien, nicht um Afghanistan, nicht um Tibet, sondern nur um die Interessen der USA und ihrer willfährigen Vasallen, von denen Großbritannien nach wie vor der willfährigste ist, aber gleich danach kommen schon wir. Und die Medien? Statt wenigstens von sich aus mal auf den Präzedenzfall Kosovo hinzuweisen und vor allem auf die Öl-, Gas- und Pipeline-Problematik, redet man völlig unkritisch einem neuen “Kalten Krieg” das Wort und unterstützt so auch noch die Kriegstreiber in Washington. Auch Herr Roth soll sich nichts auf seine “kritischen Fragen” einbilden, solange er nicht auf die Punkte kommt, um die es geht.
524: Konstantin Am 2. September 2008 um 09:53 Uhr Was mich am meisten bestürzt ist die Tatsache, dass dieses handfestes journalistisches Eklat in keinsterweise in anderen “unabhängigen” Medien beleuchtet wird.
wer Ahnung vom Fach hat, weiß, dass Redaktionen kürzen müssen. Ich selbst habe das in meiner Zeit als Redakteur mit x Artikeln gemacht. Meine eigenen Beiträge als freier Journalist, sei es für die Zeit, sei es für den Stern, wurden von verantwortlichen Redakteuren gekürzt. Das ist völlig normal. Wer das Zensur nennt hat, keine Ahnung, wovon er redet (oder schreibt). ABER: Es kommt immer darauf an, WIE gekürzt wird. Immer dann, wenn Her Putin Zusammenhänge herstellt, mit denen ziemlich eindeutig eine Doppelmoral der US-Regierung und der NATO entlarvt werden, schnappte die Kürzungsschere zu. Das ist ZUMINDEST merkwürdig. Nur ein Beispiel von vielen: Putin erwähnt die Anerkennung des Kosovo als Gegenbeispiel zur russischen Anerkennung von Südossetien und Abchasien. Schnitt. Es gibt noch viel gravierendere Passagen.
Wer die zwischenzeitlich im Netz kursierende Langfassung des Interviews mit der gesendeten vergleicht, kann sich eines Eindrucks nicht erwehren: Wenn schon nicht beabsichtigte Zensur die Kürzungen diktierte, dann offenbar die eingebaute “Schere im Kopf”. Mich überrascht das allerdings nicht, angesichts der deutschen Medienentwicklung der letzten Jahre. Aber zum Glück gibt es ein funktionierendes Internet…
Hochachtungsvoll
Werner Schlegel
526: Stefan Am 2. September 2008 um 10:01 Uhr Man sollte sich den 30.08.2008 gut merken und das ganze Interview, in dem die gekürzten Stellen sichtbar sind, ausdrucken und gut aufheben. Ich befürchte der ARD ist nicht klar, was sie damit angestellt hat.
Duch Internetblogs bin ich auf diese Zenzur aufmerksam geworden (Radiohörer) – nicht nur das sie ihre Journalisten Kollegen in Russland, die ihr Leben für (relativ) frei Berichte verhöhnen und damit Herrn Putin in die Hand spielen, das einbischen Zensur ok ist – nein es ist auch Fatal für Deutschland.
Nach Bildblog.de ist jetzt wohl ardblog.de nötig.
Erschreckend finde ich, das scheinbar kein einzige Tageszeitung diesen Vorfall aufgreift.
Statt Brennpunkte mit schön schrecklichen Bildern sollte die ARD gute Sendungen aus aktuellen Anlässen wiederholen, bzw einkaufen und zeigen – z.B. Artes “Mit offenen Karten” zu Georgien um Hintergründe aufzuzeigen – und nicht alles auf 2-3 Minuten zusammenzukürzen und nur Eindruck und Oberfläche zu vermitteln – oder gar MEINUNG wie es die Bild tut. TV=Opium-fürs-Volk – ARD als Informationsquelle unbrauchbar. Wir bräuchten in Deutschland soetwas wie DemocracyNow! jedoch siehts in den USA auch nicht gut aus – Amy Goodman wurde gestern verhaftet. Freie Medien/Journalismus ade?
Erst Vorratspeicherung, denmächst Internetzensur und Verfolgung von Bloggern, die Systemkritisch sind? Man muss wohl Doppeldenk üben und stärker darauf achten, was nicht gesagt wird.
ARD, wie wäre es das Interview um 20:15 ungekürzt zu zeigen und mit einem roten Rand am Bildschirm die ursprünglich weggeschnittenen Passagen zu kennzeichnen?
Vielleicht mit einer anschließenden Sendung/Diskussion Zenzur/Medienmanipulation. Medienkompetenz ist ein beliebtes Buzzwort – dazu gehört auch die Fähigkeit Manipulative Berichterstattung zu erkennen. Die ARD hat einen Informations und Bildungsauftrag – also nicht nur Sport, Soap, Unterhaltung…. seit ehrlich und Offen, der Schnitt dieses Interviews war ein großer Fehler!
527: Raik Brachwitz Am 2. September 2008 um 10:10 Uhr Sehr geehrte Damen und Herren der Tagesschauredaktion,
was Sie als Thomas Roths Interview mit dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin abgeliefert haben ist mutwillige und gezielte Meinungsmache. Ich werde hier nicht auf die vielen bereits angesprochenen und kritisierten „Schwächen“ und „Fehler“ bei der öffentlichen Präsentation des Interviews eingehen (siehe oben). Grundsätzlich meine ich, dass die sogenannten Fehler oder Schwächen des Interviews weder zeitlich, technisch noch personell bedingt oder zu entschuldigen sind. Anders gesagt, die Wiedergabe des Interviews und in der Folge weitere Reaktionen widerspiegelt Probleme bei den beteiligten und vor allem verantwortlichen Machern der Sendung, die nicht in der Lage sind echten Journalismus, noch dazu auf einen öffentlich-rechtlichen Sender (GEZ!), zu betreiben, betreiben zu wollen? Das von Ihnen Abgelieferte war keine Arbeit für Ihre Zuschauer, diente nicht der Aufklärung und Analyse, und war leider auch nicht nur schlecht gemacht. Nein, Sie verstehen ihr Handwerk, Mittel und Methodik passten zum Zweck, aber dieser Zweck passt, wie ich sehe, vielen Zuschauern nicht. Raik B.
528: Robert Am 2. September 2008 um 10:12 Uhr WDR-Videotext Tafel 301 mit dem heutigen Morgenprogramm.
Dort steht jetzt (10:11 Uhr) immer noch unter 6:20 Uhr “Lokalzeit aus Bonn Stereo”
Wer, sehr geehrte Damen und Herren von der ARD, sollte denn bei dieser Ihrer Informationspolitik das Putin-Interview auf diesem Regionalsender finden?
das ging ja wohl richtig nach hinten los. Ein besseres Podium konnten Sie dem russischem Ministerpräsidenten nicht liefern. Lächerlicher konnten Sie die europäischen Massenmedien nicht machen. Es ist schon schlecht, wenn man mit einem gebildeten Menschen diskutieren muss und selbst keine Fakten kennt, sondern nur die eingebläute Ideologie aus dem Abitur, dann bleibt nachher nur das massive Schneiden des Gegenübers zu einem ebenso belanglosem Gesprächspartner über. Gut, das es diesmal nicht geklappt hat!
Herzliche Grüße,
kh.
530: Krixus Am 2. September 2008 um 10:21 Uhr Fehler? Versehen? Zufall? Oh nein! Erinnert sich noch jemand an die Rede, welche Putin vor gut einem Jahr auf Teltschicks Sicherheitskonferenz in München hielt? Ü b e r welche Tonnen Druckerschwärze und Kilometer Fernsehmaterial an den Kopf des deutschen “Souveräns” geschmissen wurden? Während man den Text selbst sorgsamst unter Verschluss hielt? Warum wohl? Damit der deutsche Michel nicht merkt, dass das, was der Mann zu sagen hatte, durchaus Sinn machte und nachvollziehbar war?? Oder an den in allen Blättern und auf allen Kanälen mit gut gespielter Empörung gescholtenen und verurteilten Hohmann-Brief? Den man dem unmündigen deutschen Bürger auch nicht zumuten wollte? Oder an den Flyer, der Möllemann das Leben kostete – und der, obwohl wochenlang Top-Thema in allen Medien, nur zwei-drei Mal im Fernsehen kurz vor unserer Nase hermgewedelt wurde, so, dass man zwar das Kotterfei des Herrn Friedmann, jedoch kein einziges Fetzelchen des Textes zu sehen bekam? Und, und und? Ja warum glauben Sie wohl, möchten die deutschen “Demokraten” auch das Internet unter ihre Kontrolle bringen? Um uns vor Terroristen zu schützen? Wer’s glaubt, kommt in Franz-Josefs Patenhimmel!
Jedoch: verdient der sogenannte deutsche “Souverän” in seiner überwiegenden Mehrheit nicht genau das? Oder hören Sie irgendwo Massenproteste gegen die allgegenwärtige und offensichtliche Manipulation???
531: Meinung aus Moskau Am 2. September 2008 um 10:28 Uhr Gestern hat der russische Aussenminister Lawrow in der Hochschule fuer internationale Beziehungen vor den kuenftigen russischen Diplomaten (jetzt vorerst mal Studenten) aufgetreten. Nach dem Auftritt gab es Fragen, darunter auch ueber dieses Interview: wie es moeglich sei, dass der Premierminister einem Roth eine Stunde Zeit zur Verfuegung stellt, um dann gegenueber der deutschen Oeffentlichkeit gefaelscht zu werden.
Die Antwort lautete: “Unsere historische Aussoehung mit Deutschland fand schon seit laengerer Zeit statt und keinem gelingt es mehr, einen Keil zwischen Beziehungen der beiden Voelker zu treiben”.
Ihre Meinung zu dieser Aussage Lawrow’s, Herr Roth?
Geben Sie ihm Recht?
Ich denke, Sie haben das Problem auf den Punkt gebracht. Sie kritisieren nämlich das Weglassen der Passagen, wo Putin die “NATO entlarvt” hat, also etwa beim Vergleich mit dem Kosovo. Ich finde durchaus, dass man sich mit diesem Argument beschäftigen muss. Habe es selber in einem Blog getan und es ist auch ein Teil der öffentlichen Debatte. Nur journalistisch ist dieses Argument Russlands in fast jeder Tagesschau-Sendung gebracht worden. Es kann also keine Rede davon sein, dass es unter dem Tisch gefallen ist. Wie man die Stichhaltigkeit des Argments beurteilt, ist eine andere Frage. Ob im Westen darüber sinnvoll gestritten worden ist, wage ich auch zu bezweifeln. Nur für das Putin-Interview kann das wohl kaum ein journalistisches Kriterium bei der Kürzung sein. Und nur darum kann es bei der Beurteilung des Interviews gehen. Es sei denn, der eigene Focus liegt auf der Entlarvung der Nato … . Scheren im Kopf können durchaus auch anders funktionieren. Und genau das ist der eigentliche Punkt in der Empörung: Die Leute finden in Putin ihre eigene Überzeugung wieder. Die hat Roth rausgeschnitten – und deshalb wittern sie jetzt Manipulation und Skandal.Tatsächlich kann man über die Berichterstattung diskutieren. Man kann sich auch kritisch mit der westlichen Russland-Politik beschäftigen. Nur das an diesem Interview festzumachen, ist hanebüchener Unsinn. Es sei denn, “Die Entlarvung der NATO” wäre auf einmal eine journalistische Kategorie bei einem Interview mit dem russsischen Ministerpräsidenten. Putin bekam Gelegenheit, seine Position zu formulieren und etwas über die zukünftige Entwicklung zu sagen. Journalistisch betrachtet ist das Interessanter als seine Ausführungen über die Doppelmoral des Westens. Wenn man also kürzen muss, ist es durchaus gerechtfertigt, es an dieser Stelle zu tun. Die russische Regierung Russland hat sich auch nicht darüber beschwert.
Bei der Beurteilung der Kürzung kann es nur um diese Frage gehen – und nicht um “Entlarvung” von Sonstwem. Eine ganz andere Geschichte ist es allerdings wie hier in diesem Blog argumentiert wird. Die stimmt tatsächlich nachdenklich.
534: Slevin Am 2. September 2008 um 10:47 Uhr Auch ich bin erst durch einen Internetblog auf diese ganze Manipulation aufmerksam geworden und verfolge das ganze seit einpaar Tagen. Wie kann Herr Roth in seiner Stellungnahme davon sprechen, dass von Zensur keine Rede sein kann? Daher Frage ich mich, ob wir ein falsches Weltbild haben oder Sie?
Wer die gesendete Version und die Version im Internet vergleicht, kann doch hier nur eine Zensur feststellen. Entweder sendet man so ein wichtiges Interview entweder GANZ oder GARNICHT! Zumindestens ins Internet hätte man eine Vollständige Version stellen können! Meinet wegen auch nur ein Transskript.
Außerdem ist es lächerlich, dass die ARD, mMn, so einem wichtigen Interview keine 30 Minuten Sendeplatz einräumen kann, aber dann die ganze Nacht vom “Kampf ums Weiße Haus” berichtet. Hierbei handelt sich es mMn um gezielte Zensur und MEinungsmache. Es ist mir schon desöfteren in der Deutschenmedienlandschaft aufgefallen.
Auffällig ist auch zudem, dass die Zeitung voll davon sind, wenn die ARD die Deutschlandflagge einmal falsch abgebildet sendet und es ein riesen Skandal daraus wird, obwohl es mMn absolut lächerlich ist, da nunmal da ein Mensch am Werk war und dann sowas vorkommen kann. Bei diesem Thema gibt es aber null Reaktionen in den Zeitungen.
Hilfe! Langsame beginne ich den Verschwörungstheoretikern zu glauben, weil diese Art von Journalismus nicht mehr anders erklären kann.
535: Krixus Am 2. September 2008 um 10:51 Uhr Zum Schluss darf eines nicht ungesagt bleiben: bei aller berechtigten Schelte muß man der ARD zugute halten, dass sie die doch recht harrsche Kritik auch veröffentlicht! Was in der ach! so freien deutschen Medienlandschaft heute eher die Ausnahme ist – man nehme nur den ehemaligen “Wachhund der Demokratie” der nach Augsteins Ende zum Jubel-Pudel des Neocon-Ablegers Bertelsmann-Stiftung wurde…
Sollte eventuell doch noch nicht alles verloren sein? Müssten wir, die wir doch die Zwangs-Finanzierer der öffentlich-rechtlichen Medien sind, nur einfach öfter und lauter und härter den Mund auf- um das Steuer in extremis noch mal rumzureissen???
Schön wär’s! Ich selber mag es nicht glauben: zu sehr habe ich alle -ismen des vergangenen und dieses Jahrhunderts am eignen Leibe zu spüren bekommen….
ich moechte ihnen nicht wie viele meine Vorredner mutmaßliche Meinungsmache vorwerfen, denn das kann ich nicht belegen, Fakt ist jedoch, dass diesem sehr wertvollen Interview entscheidende Teile fehlen, Teile, in denen Putin durch seine Aussagen klar widerlegt, was man hierzulande ueber ihn denkt, da muss ich mich doch fragen: warum? dass eine Kuerzung aufgrund von Sendezeiten notwendig war sehe ich ein, aber es kann doch meiner Meinung nach nicht angehen, dass dabei der groeßte Teil der Wahrheit auf der Strecke bleibt, nicht im Öffentlich rechtlichen Fernsehen.
Tatsaechlich sind das Methoden, die an Zensur erinnern, vorallem aber wirft es zwei Fragen auf:
Warum fehlen die entscheidenden Teile?
und:
Werden Interviews oefters derart ungluecklich gekuerzt?
Auch die Stellungnahme von Herrn Roth brignt hier keine Klarheit, sie verstaerkt eher noch den Zensur-Eindruck, denn die Wiederholung auf WDR zur unguenstigen Zeit von 6.20 klingt nciht gerade danach, also sollten damit viele Menschen erreicht werden, die Onlineveroeffentlichung wird auch nicht alle erreichen, die sich ihre Meinung aufgrund der gekuerzten Version gebildet haben.
Leider muss ich hierbei auch an die Berichterstattung der Tagesthemen (06.04.08) ueber die Schwarzen Loecher am LHC beim CERN in Genf denken, diesem Thema wurden 3 Minuten gewidmet, sie wurden dem Problem in keinster Weise gerecht, im Gegenteil, sie schufen ebenfalls jede Menge gefaehrliches Halbwiwsssen, auf die Seite der CERN Forscher und deren Hauptargument wurde dabei auch nicht eingegangen, dieser Beitrag sorgte im Fachbereich Physik der hiesigen Universitaet fuer blankes Entsetzen. Gerade stelle ich fest, dass der ARD Hoerfunk am 16.08.08 einen erklaerenden beitrag veroeffentlich hat, der aber immer noch einen sachlichen Fehler enthaelt (diese Mini Black Holes am LHC haben mit den Dingern wie wir sie aus dem Kosmos kennen nichts zu tun).
Angesichts solcher Journalistischer Fehlleistungen frage ich mich dann als drittes:
wofuer bezahle ich GEZ?
537: Joe Am 2. September 2008 um 11:00 Uhr Man muß sowohl der ARD, wie auch dem ZDF eine nicht dem Rundfunkstaatsvertrag entsprechende Berichterstattung konstatieren. Es geht hier nicht um journalistische Freiheit, sondern es geht um Manipulation der öffentlichen Meinungsbildung. Sowohl hinsichtlich der Bush-Administration, wie auch aktuell in diesem Fall, wird ganz gezielt in eine Richtung berichtet- und das ist nicht der erste Beitrag von Herrn Roth, bei dem man von vornherein weiß, welche Tendenz zu erwarten ist. Bei Herrn Roth, dessen “Moskauer” Arbeit ich früher übrigens sehr schätzte, wünsche ich mir, daß er seine journalistischen Fähigkeiten gegenüber deutschen Politikern ausspielen würde – hier entpuppt er sich als “zahnloser Tiger”.
Ein politischer Journalist hat eben andere Anforderungen zu erfüllen, als der Moderator einer (übrigens extrem peinlichen) Energiesparsendung.
538: Tim Karsten, Berlin Am 2. September 2008 um 11:01 Uhr das Problem ist: nach solchen – leider nicht einmaligen – Medienmanipulationen werden sich immer mehr Menschen von den öffentlich-rechtlichen abwenden, wie schon von der Politik.
Was aber bleibt dann? private Medienkonzerne und Internet.
Letzteres erreicht eine verschwindend kleine Zahl kritischer Bürger.
Die Masse wird mit Tittytainment zugekleistert, selbständiges, kritisches Denken unerwünscht.
539: Tim Karsten, Berlin Am 2. September 2008 um 11:06 Uhr das Problem mit solchen – leider nicht einmaligen – Medienmanipulationen:
immer mehr kritische Bürger wenden sich ab von den öffentlich-rechtlichen. Was aber bleibt dann? private Konzerne und Internet.
Letzteres erreicht eine verschwindend kleine Zahl kritischer Bürger. Die Masse wird mit Tittytainment zugekleistert, selbständiges, kritisches Denken unerwünscht.
540: jens.albertII Am 2. September 2008 um 11:09 Uhr ARD, ich erwarte von Ihnen und Ihrem Mitarbeiter (Herr Roth) eine öffentliche Entschuldigung für die Verbreitung von offensichtlich manipuliertem Material zum Zwecke einer propagandistischen Berichterstattung. Desweiteren erwarte ich als (noch) Gebührenzahler, dass diese Entschuldigung zu einer Sendezeit erfolgt, die es einem arbeitenden Zuschauer erlaubt, diese entgegenzunehmen.
Ich hoffe, dass diese Angelegenheit noch weitere Kreise ziehen wird, um zukünftig von derartig manipulierten und somit falschen Sendungen verschont zu bleiben.
Ich will keine vergefertigte Fokussierung, durch wen auch immer …
MfG jens.albertII
541: Daniel Am 2. September 2008 um 11:18 Uhr Herr Putin ist einer der Hauptprotagonisten dieser “Show”. Das Interview mit dem zu kürzen ist eine politisch gewagte Aktion. Man kann doch nicht in dieser Situation (Propagandakrieg usw.) erwarten, dass es übersehen wird und/oder ignoriert oder als unwesentlich eingestuft wird? Jedes wort diesen Mannes wird bereits analysiert, da die Zukunft vieler von seinen Handlungen abhängt. Mich wundert nur, dass ich mich darüber hier noch ausführen muss…
Warscheinlich deswegen gibt es jetzt so viele verschiedene Interpretationen davon, was Putin gesagt hat?
Ich fand z.b. seine Position stark, seine Argumente nicht schlechter als seiner Opponenten. Die meisten hier im Blog aber nicht. Ist das vielleicht ihre Schuld, Herr Rot? Kann es sein dass Sie, mit so viel Erfahrung immer noch so naiv sind zu glauben, dass es derart Abkürzungen sich nicht auf öffentliche Meinung auswirken? Oder sind Sie oder Ihre Vorgesetzten auch von Propaganda betroffen?
Mein Gott wass ist das denn für eine Übersetzung? Das kann man ja kaum aushalten. Musste zuerst lachen, aber es ist mehr als ärgerlich was da einem zugemutet wird.
Die Klischees müssen natürlich bedient werden, wo kämen wir hin ohne das bild vom russen was der Übersetzer vermittelt.
Ich frage mich wie man mit so einer Stimme als Übersetzer arbeiten kann und gar Staatsmänner dolmetschen darf?
Schon komisch das Putin selbst akzentfreier deutsch sprechen kann.
543: lupus Am 2. September 2008 um 11:23 Uhr GEZ zahlen wir, damit solche Leute sich wichtig vorkommen können und in Ihrem beamtsicheren Job Mist bauen dürfen bis die Schwarte kracht – hauptsache, der Rubel rollt!
die Russen und die Deutschen sind die zwei größten Völker in Europa. Dementsprechend ist es außerordentlich wichtig, dass Vorurteile, Feindbilder und gegenseitiges Unverständnis abgebaut werden. Stattdessen brauchen wir mehr Zusammenarbeit und Kenntnis voneinander. Die Russen und die Deutschen können sehr viel voneinander lernen, sich sehr gut ergänzen.
In dieser Situation fällt einem Mann in Ihrer Position, der als einer der wenigen Russland-Reporter, Experten und Slawisten das Russland-Bild der Deutschen prägt, eine besondere Verantwortung zu. Es ist eine historische Aufgabe, die beiden Völker einander näher zu bringen, aber Sie tun meines Erachtens zu wenig dafür. Ich will damit nicht sagen, dass man alles in Russland schönreden soll. Man sollte aber auch nicht verzerren, lügen und tendenziös berichten. Ihre Reportage aus dem “schwer zerstörten” Gori war eine maßlose Übertreibung und sorgte für ein schiefes Bild dieses Konflikts. Ähnliches war schon früher oft zu beobachten.
Halten Sie ein, fragen Sie sich, ob Sie eine positive Rolle in dieser Welt gespielt haben, wenn Sie nicht mehr da sind. Welche Rolle ist ehrenhafter: die des Brückenbauers und des Versöhners oder die des Zahnrädchens in einer Propagandamaschine? Erst recht, da Sie immer behaupten, das Land angeblich zu mögen.
Auch ich gehöre zu denen, die sich wegen der Art und Weise der Berichterstattung vor den Kopf gestoßen fühlen. Dies um so mehr, als dass Sie mit Ihrem Kommentar “Von Zensur kann keine Rede sein” den Vorwurf der bewußten Manipulation KEINESWEGS entkräftet haben. Allein durch das Weglassen ganzer Passagen hat das Interview den von Ihnen gewünschten Effekt erziehlt. Mehr noch, Ihre Absicht manifestiert sich insbesondere in dem Aufwand, einzelne Wortgruppen, ja sogar einzelner Wörter aus Putins Darstellungen so zu streichen, dass Sätze eine genau gegenteilige Aussage erhielten.
Da stellt sich die Frage, was wollten Sie mit einem derat zurechtgestutzten Interview erreichen? War das DER Beitrag der ARD im Vorfeld des EU-Gipfels zur Kaukasus-Krise? Cui bono?
Nun gut – auch ich sehe dieses teil-teil-ausgestrahlte Interview nur als absolute Spitze eines gewaltigen Eisberges an Desinformation, Manipulation und Lüge. Längst ist auch die ARD Teil eines “Mediensystems” geworden, das sich tükisch und aufdringlich als Barriere zwischen den so genannten Normalbürger und die Realität stellt. Für immer mehr Menschen wird es immer schwieriger, die real existierende Welt so wahrzunehmen und verstehen, wie sie ist. Sollte es nicht Ihre Aufgabe sein, aufzuklären anstatt zu vernebeln?
TV? Nein, Danke!
U.N. – Billiglohnarbeiter in einem Heuschreckenunternehmen
Wie Feige die ÖR sind, Herr Roth sowieso, zeigt sich darin, ich hatte gestern am 01. September 2008 um 17:49 einen Kommemtar geschrieben, der ausdrückte was bisher das sagt, wie die Reaktionen im blog sind.
Wann wird er gefeuert? Wozu noch GEZ wenn laufend der Verfassungsauftrag mißachtet wird.
Wer kennt die Sendung “Der schwarze Kanal” und Karl Eduard von Schnitzler”, dermache sich sein Bild von ARD und ZDF.
Ach ja, sollte sich Herr Roth beleidigt fühlen, was ja in seinen Kommemtar von gestern anklang, es gibt ein altes Sprichwort
” Wie du mir, so ich dir”.
549: Rainer Am 2. September 2008 um 11:43 Uhr Leider haben Sie immer noch ein Teil des Interviews, nämlich am Schluss nicht gebracht unter http://www.tagesschau.de/multi…..71414.html
Herr Putin bedankt sich ebenfalls für das Interview. Diese Sequenz wurde abgeschnitten. Dies ist mindenstens als Unhöflichkeit zu werten. Wenn der Zuschauer erst mit immensen Druck hinter jeder VOLLSTÄNDIGEN Veröffentlichung herlaufen muss, ist dies unangenehm.
552: loew Am 2. September 2008 um 11:48 Uhr Ich möchte hiermit alle die, die einen entwickelten sprachanalytischen Sinn haben, dazu anregen, daß wir uns in dezidierter Analyse solcher Verstöße gegen Wahrheit und Wirklichkeit gemeinsam und energischer annehmen.
Und die Zwangsmitglieder der GEZ könnten einen guten Grund erkennen, die Zahlung der Rundfunkgebühren vom kommenden Rechnungszeitraum an mit der Begründung einzustellen, daß eine dermaßen verfälschende intrigante Meinungsmache der öffentlich rechtlichen ARD und ihrer Tagesschau, wie sie sich am gegebenen Beispiel selbst entlarvt, förderhin nicht hingenommen werden kann. Liegt in ihr offenbar nicht nur nichts Gutes, sondern eine vitale Schädigung des öffentlichen Bewußtseins und der Moralität, wäre ein nächster Schritt die Geltendmachung von Schadensersatz in praktisch unbegrenzter Höhe, zahlbar an ihre Millionen von Opfern, uns alle.
Wenn Journalisten des Mainstreams sich zunftgemäß mit Kriegstreibern, Betrügern oder Massenmördern einlassen, ja verbrüdern, entsteht eine Form von Hurerei, die nicht nur nicht geduldet werden kann, sondern bestraft werden muß.
Die Unverschämtheit einer vorgeblichen Reportage findet indes – welch eine Steigerung! – noch ihren einsamen Höhepunkt, wenn Stuchlik in Form eines hypothetischen Urteils suggeriert, die Russen würden in Südossetien einen Genozid veranstalten, also genau das machen, was in Wahrheit die Georgier unter US-Anleitung den Südosseten angetan hatten. Originalton Stuchlik: «Wenn das, was wir sehen konnten, wirklich in großem Maßstab und systematisch passiert, dann ist das Wort von der ethnischen Säuberung im Kaukasus nicht zu hoch gegriffen.»
Dieser Satz, diese infame wenn-dann-Konstrukion, ist es wert, einmal genauer betrachtet zu werden. Denn nicht nur suggeriert Stuchlik in ihr das krasse Gegenteil dessen, was wirklich geschah, Stuchlik outet sich auch als ein Sprachrohr Geoge W. Bushs, der nach dem Prinzip «selber doof» in primitiver Umkehrung dessen, was wirklich geschah, den Russen einfach das angelastet hatte, was die Georgier mit US Hilfe in Südossetion selbst veranstaltet hatten, einen Genozid nämlich. Nur macht es Stuchlik nicht ganz so primitiv wie Bush, denn das wäre zu leicht als falsch entlarvt. Er benutzt einmal das hypothetische «Wenn-dann», aber nicht, um anschließend, und sei es nur in dieser logisch abhängigen Form, die Sache einer ethnischen Säuberung tatsächlich zu behaupten, sondern um einmal mehr ins rein Sprachliche abzudriften und zu verkünden, dann sei das «Wort» von der ethnischen Säuberung im Kaukasus «nicht zu hoch gegriffen».
554: sergiy Am 2. September 2008 um 11:56 Uhr Also,ich bin selbst Russe und ich kann euch sagen das ihr “übersetzer” übersetzt volle gegenteil von wörter die Putin gesagt hatt.Wo haben sie ihn gefunden?Kann er überhaupt Russisch verstehen?Weil wehn mann Apfel sagt,dann übersetzt mann nicht die bedeutung von apfel sondern Wort im Wort apfel=apfel.
Also ich kann nur sagen das ich nieeeee mehr Ard news gucken werde,solche mühl und propoganda, möchte ich nicht ansehen.UND DAS NOCH FÜR MEINE!GELD.
Tja da sieht man wie unzensiert tatsächlich ihre Europas und Usa zeitungen sind.
555: Matthias S. Am 2. September 2008 um 11:58 Uhr Sehr geehrter Herr Roth,
Zuallererst, ich fand das geführte Interview von Ihnen sehr gut und aufschlussreich. Immerhin sind Sie als Journalist eine der wenigen Personen, welche überhaupt die Möglichkeit haben, öffentlich solche Fragen stellen zu können (wie und ob diese dann beantwortet werden, ist ja wieder ein thema für sich). Ich weiß, dass Sie nicht von Zensur sprechen wollen (http://www.tagesschau.de/ausland/roth100.html), und trotzdem sind dann zumindest “Fehler” bei der Berichterstattung passiert, die das Gefühl einer Zensur aufkommen ließen. Ein Beispiel: von dem o.g. Link führt ein weiterer Link auf der rechten Spalte zu “Das am 29.08.2008 ausgestrahlte Interview mit Wladimir Putin im Wortlaut”. Dort angekommen lautet die Seitenüberschrift nur noch “Das Interview mit Wladimir Putin im Wortlaut” bzw. “Neun Minuten Interview mit Wladimir Putin im Wortlaut” (siehe http://www.tagesschau.de/ausland/putin172.html). Plötzlich wird dadurch suggeriert, es sei das komplette Interview, was – wie wir mittlerweile alle wissen – nicht stimmt.
Meine Bitte an Sie: Achten Sie bitte in Zukunft auch auf diese Details, denn immerhin können durch solche “Kleinigkeiten” komplett unterschiedliche Meinungen gebildet werden, die aber dann leider nicht mehr den wahren Tatsachen entsprechen. Auch hätte ich mir gewünscht, von Anfang an, zumindest in größerem Maße darauf hingewiesen worden zu sein, dass das Interview nicht vollständig ist. Auch hätte ich mir gewünscht, dass Interviews wie dieses in ihrer vollen Länge früher veröffentlicht werden, denn heute sieht die Welt schon wieder anders aus, und das Interview ist nichts anderes mehr als ein Geschichtsdokument, das keinen großen Einfluß mehr auf das aktuelle Geschehen nehmen wird (übrigens genauso wenig, wie auf die Millionen Zuschauer, die nur die andere Fassung des Interviews kennen). Für mich bleibt das hier ein Fall von vielleicht unbeabsichtigter Zensur, der bei der tagesschau nicht passieren sollte.
Mit freundlichen Grüßen,
Matthias S.
P.S: Hier (http://www.russland.ru/rupol0010/morenews.php?iditem=20483) habe ich noch eine andere Transkription des kompletten Interviews gefunden, zusammen mit einem Artikel über die Zensur bei der ARD. Auch wenn ich mit diesem Artikel nicht übereinstimme, so ist es doch auch interessant, die Ansichten “der anderen Seite” zu kennen.
556: Xvostoff Am 2. September 2008 um 12:06 Uhr Ich kann, eigentlich, nichts mehr beifügen. Europa hat Angst. Angst vor den USA. Deswegen werden die Sachen so umgedreht, wie es, an der ersten Stelle, den Amerikaner passt… ARD lebt von unserem Geld und erlaubt sich noch sowas..
Und, noch was, da sagte einer, der Saakashwili ist den Russen überlegen – er kann Englisch und den spricht er auch die ganze Zeit, wenn er rumbettelt. Aber nicht vergessen, Putin kann deutsch.. Er sprichts aber nicht mit den Deutschen Journalisten – warum nicht? Es gibt eine klare Antwort.
MfG
557: kuwa Am 2. September 2008 um 12:10 Uhr ich habe Putins Interview gegenüber ARD leider nicht gesehen. Dafür habe ich sein Interview gegenüber CNN in voller länge gesehen. In dem Interview erzählt Putin, dass nach dem Angriff der Georgier auf SO, er persönlich versucht hat die Georgische Führung telefonisch zu erreichen. Als dieses nicht klappte, hat er den Amerikanischen Präsidenten angerufen und ihn gebeten/aufgefordert mit Saakaschwilli zu reden und den Angriff zu stoppen. Doch nichts geschah.
Jetzt stellt sich die Frage:
Wenn Putin gelogen haben soll, dann wäre es doch ein Gefundenes Fressen für die westliche Welt Putin als Lügner darzustellen? Oder sehe ich das falsch?
Warum taucht diese Aussage Putins überhaupt nicht auf? Nirgends.
558: inetuser Am 2. September 2008 um 12:11 Uhr Es bleibt zu hoffen, dass die Journaille endlich einsieht, dass die Menschen dazu fähig sind, einen Webbrowser anzuwerfen um Berichte oder Interviews selbsttätig zu verifizieren. Es macht Mut in Zeiten von illegalen Kriegen, Finanzkrisen und der Ausrottung des Mittelstandes.
Kein Wunder möchten gewisse Kräfte in DE das Internet einschränken oder filtern lassen. Aber das ist – glücklicherweise – unmöglich.
559: Heiko Hartung Am 2. September 2008 um 12:13 Uhr Lieber Herr Roth, liebe Redaktion im ARD und ZDF,
ich würde mir wünschen, daß in Zukunft die Berichterstattung wieder ein aktzeptables geistiges und objektives Nivau erreicht und sich eben nicht zwangsläufig von der amerikanischen, europäischen und deutschen Außenpolitik leiten lassen sollte. Mit dem Ausblenden essentieller Informationen schaden Sie unserer wertvollen Demokratie. Zeigen Sie Courage und lassen Sie sich schon garnicht in die Abhängigkeit politischer Interessen bringen, die keine lange Haltbarkeit haben! Der Umgang mit dem Putin-Interview hat leider offenbart, daß unsere Medienwelt nicht imstande ist, ernsthaft mit den Problemen unserer Zeit umzugehen. Ich bedauere diesen Sachverhalt und vor allem den “Widerspruch” zwischen dem Schein (Freiheit) und dem “Sein” (”Zensur”) im Spiegel unserer Gesellschaft.
Der Herr Roth nimm sich eine ganze Stunde für das Interview, davon werden aber nur 10 minute gezeigt. Sehr wichtiges Material, meiner Meinung nach..
Und der Demokraten Versammlung in Denver werden vier!!! Tage geschenkt und es wird immer noch davon berichtet..
In dem Interview mit ARD sagte der Putin – “Wenn das so weiter geht, müssen wir Europäischen Fragen mit Washington bereden”, ich glaube es stimmt auch..
561: Tatanka Am 2. September 2008 um 12:18 Uhr Lieber Herr Roth, liebe Kontrollstelle in der Redaktion,
vielen Dank für die Bestätigung, dass weiter kritische Zuschriften zensiert werden. Schade, dass auch satirische Betrachtungen hier nicht erlaubt sind, das Leben ist doch ernst genug.
Dann eben mein Beitrag in trockenen Worten:
Herr Roth hat schlechte Arbeit für seine Zuschauer und Leser, aber gute Arbeit für Merkel, Bush und Co. gemacht. Angefügt hatte ich noch, dass wir mit etwas früher Merkel und ohne Schröder in noch mehr Kriegen verstrickt wären. Liebe Leute, fragt bei solchen Dingen immer, wem nützt es, da könnt ihr euch selber eine Meinung bilden. Aber die allermeisten hier im Blog wissen das sowieso. Das Problem bleibt die bestehende Falschinformation von Leuten, die keine Möglichkeit haben, sich anders zu informieren und die darum auf einigermaßen wahre Information der öffentlichen Sender vertrauen. Ich meine nicht die Leute, die Bild und ähnliche Blätter lesen. Bei denen ist nichts mehr zu machen.
Grüße an die Kontrollkommission
562: sulukol Am 2. September 2008 um 12:19 Uhr Zum Glück des Russischen im ausreichenden Maße mächtig, habe ich das Interview in der Langfassung des russischen Fernsehens genossen. Und man mag Putin glauben oder nicht, seine Statements unterscheiden sich wohltuend von den gelackten Interviews unserer Mainstreampolitiker. Ich hatte das Gefühl, dass er den Menschen, und nicht nur den Medien etwas sagen wollte und die Zuhörer nicht für dumm verkauft hat. Dies ist schon ein Wert an sich, selbst wenn man mit dem, was da gesagt wurde nicht einverstanden ist. Da wäre es schon vom Interesse, dies komplett zu senden.Die Haltung der ARD ist ja durch die Fragen von Herrn Roth deutlich geworden und hätte auch bei An- und Abmoderation zum Ausdruck gebracht werden können.
Das dies nicht gemacht wurde ist für mich keine Zensur. Auch an bewußte Manipulation glaube ich nicht. Bewußte Manipulation setzt voraus, dass man sich darüber im klaren ist, dass man die Wahrheit verdreht. Ich vermute jedoch, dass sich die Herren Roth und Co. nicht darüber im Klaren sind. Ihrer festen Überzeugung nach wissen sie, was richtig und was falsch ist. Noch bevor Herr Putin auch ein Wort gesprochen hat, ist das Urteil über seine Aussage schon gefällt. Die Zusammenfassung erscheint den Verantwortlichen als bloße Kürzung ohne inhaltliche Entstellungen, da sie den Inhal gar nicht zur Kenntnis genommen haben. Sie nehmen unbewußt alles, was zu ihrer vorgefassten Meinung passt und lassen alles andere als (ihre Meinung nach) nicht zu Kern der Putin’schen Aussage gehörend weg. Das ist weder Zensur noch bewußte Manipulation, sondern schlicht die Unfähigkeit, die eigene Position zu hinterfragen. Passiert uns allen mal, nur dass die meisten von uns dafür nicht bezahlt werden.
Und noch etwas zu dem angeblichen Grund der massiven Kürzung: der fehlenden Sendezeit. Das glaube ich sofort. Auch hier kein Zensurvorwurf. Es ist für einen ARD-Redakteur schlicht selbstverständlich, dass man stundenlang mit nichtssagenden Berichten über einen Nominierungsparteitag eines US-Präsidentschaftskandidaten berichtet (der sich von einem Parteitag der sowjetischen Kommunisten aus den 70-er nur dadurch unterscheidet, dass er bunter und lauter ist, ansonsten ist beides bis ins Kleinste inszeniert) und dem russischen Ministerpräsidenten auch in der größten Krise 10 min zur Verfügung stellt. Das sind die ungeschriebene Gesetze unserer öffentlich-rechtlichen. Nach dem Motto: Putin sollte froh sein, überhaupt zu Wort gekommen zu sein.
Nur eine Frage lässt mir keine Ruhe: was stand so lange einer Veröffentlichung im Internet im Wege?
Wer davon profitiert sollte mittlerweile klar sein.
Aufwachen und handeln !!!
564: Sebastian Müller Am 2. September 2008 um 12:25 Uhr Ich bin ebenfalls sehr enttäuscht von diesem Interview, auch der Kommentar von Herrn Roth ändert daran nichts. Was bitte soll eine vollständige Version, die morgens um 6.20 Uhr gesendet wird bewirken? Niemand wird das sehen. Relevant ist bzw. war die Sendung der gekürzten Fassung zur Prime Time und sonst nichts, das läßt sich jetzt auch nicht mehr nachträglich verbessern.
Das Argument, dass natürlich immer gekürzt wurde und wird, ist keines. Das ändert nämlich nichts daran, dass bestimmte Teile offenbar gezielt weggelassen wurden, dass diese inhaltlich so zusammenhängend sind legt doch nahe, dass dies mit einer bestimmten Strategie gemacht wurde. Hätte man ein interesse an objektiver Berichterstattung gehabt, so hätte man diese Inhalte in der Zusammenfassung auch mit einigen Sätzen zusammenfassen können. Dies erfolgte nicht, es bestand offenbar kein Interesse daran.
Warum zahlen wir überhaupt GEZ Gebühren, wenn nicht mal unsere öffentlich-rechtlichen Sender unabhängig berichten und Hofberichterstattung betreiben?
Enttäuscht,
Sebastian Müller
565: ben Am 2. September 2008 um 12:29 Uhr applaus, ard! um 6:20 uhr wird das interview gezeigt! das ist ja fast ebenbürtig zu 320 minuten prime-time über den us-wahlkampf in all seinen ausprägungen. aber herr roth wird ja auch nicht chef des auslandsbüros in moskau…
ich werde mir also einen wecker stellen und mein frühstück vor dem fernseher einnehmen. vielen dank für so viel unabhängigen journalismus…
566: @Matthias S Am 2. September 2008 um 12:30 Uhr Sie schreiben :”
und trotzdem sind dann zumindest “Fehler” bei der Berichterstattung passiert”
Fehler passieren,die Tatsache aber wie es hier ablief hat mit den Fehlern zumindest unbeachsichtigten aber wirklich nicht das geringste zutun.
Es geht doch im Endeffekt darum “was” aus dem Interview rausgeschnitten wurde.Erst danach wird es jedem klar,warum wohl auch am Anfang nicht gleich gesagt wurde,dass es nicht das ganze Interview ist,erst danach wird es klar,warum es (nach so viel Kritik vor allem hier im Blog) es um “6.20 UHR”
im “WDR” ausgestrahlt wurde.Haben Sie sich überhaupt die geschnittene und die ungeschnittene Videoversion angeschaut?
Lesen Sie sich mal bitte das Kommentar Nr 375 durch.
Mfg
567: Elke B. Am 2. September 2008 um 12:30 Uhr In einem Beitrag hier im Blog wurde geschrieben: Welchem Interview können wir noch glauben? Ist das evtl. auch eine gekürzte Fassung?
Liebe ARD, Sie wissen gar nicht, wie sehr Sie bei politisch Interessierten den Wahrheitsgehalt Ihrer politischen Sendungen und auch der Tagesschau (die ja täglich zu den meistgesehenen Sendungen des Fernsehens gehört) in Frage gestellt haben.
568: sadchikow Am 2. September 2008 um 12:31 Uhr Leute, lest Spiegelfechter, dort ist viel Wahrheit. Ich kann nur bestätigen was hier gesagt wurde.
Sehr geehrter Herr Roth sie haben mit diesem Interviev die deutschen Bürger manipuliert und der Medienkrieg gehr ja weiter, was ist ihr nächstes Ziel?
569: NKo Am 2. September 2008 um 12:33 Uhr Wie naiv ihr alle seid! Seid ihr erst jetzt wach geworden? Man muss viel tiefer suchen. Das ist doch westliches und auch deutsches politisches System, dass gegen Russlang mit allen Mitteln kämpft, erlaubten und unerlaubten.
Ich lebe schon mit meiner Familie 14 Jahre in Deutschland. Noch nie habe ich hier weder einen objektiven Bericht über Russland noch über uns, hier lebende Russlandsdeutsche, gelesen. Das wirkt sich drastisch auf uns und das schlimmste, auf unsere Kinder aus. Das ist doch die Politik der Volksaufhetzung, wenn sogar Lehrer in der Schule unseren Kindern nur negative Aufmerksamkeit schenken und mit allen Mitteln versuchen, unsere Kinder aus Gymnasien rauszuschmeißen, Noten nach unten zu drücken, mit den man nicht zum Studium zugelassen wird oder gar nicht zu dieser Schulform zuzulassen. Deutsche Lehrer gönnen unseren Kindern keine gute Bildung und setzen sie unter psychologischen Druck. Mit Schrecken erinnere ich mich an die 8 Jahre Gymnasium meiner Tochter. Ein einziges Beispiel aus sehr Vielen: Meine Tochter in der 5. Klasse bringt ein Diktat mit Eins oder Zwei nach Hause und erzält mir: Mama, die Lehrerin hält mein Heft in der Hand und fragt:”Holst du etwa Nachhilfe?” Tochter:”Nein, wir üben zu Hause mit der Mama.” Die Lehrerin:” Na ja, der Diktat war sehr leicht, den nächsten wirst du bestimmt nicht so schreiben!” Anstatt zu sagen, gut Mädchen, mach weiter so! Die Schulleiterin hat auf meine Beschwede wörtlich so geantwortet:”Sie sind ja aber eine empfindliche Mutter!” Ich kann darüber bestimmt einen Roman in Vollversion schreiben und nicht nur aus meiner Erfahrung.
Was jetzt passiert ist, ist nur die Fortsetzung dieser Politik und unsere paar Stimmen werden nichts ändern, weil so viel Zeit, um dieser Diskussion im Internet zu verfolgen, haben die Wenigsten. Und wenn wir wieder den ARD-Sender schalten, sehen wir wieder die Berichte von Herrn Roth in seiner traditionellen Auffassung, als ob nichts passiert ist.
572: Stanislav Am 2. September 2008 um 12:51 Uhr Ich zitiere: “Das Interview selbst war erheblich länger, was übrigens durchaus häufig vorkommt. Fernsehen, Radio, aber auch Zeitungen stellen in einem solchen Fall eine redaktionelle Fassung her, die dann in dem vorbesprochenen Rahmen auch veröffentlicht wird. Mit Zensur hat das nicht das geringste zu tun.”
- In diesem Fall hat die “redaktionelle Fassung” (Wer sitzt in dieser Redaktion? Hier bitte ich um die Namen aller Beteiligten) ganz offensichtlich die Aussage des Interviews geändert – das ist Zensur! Beruhigend ist das nicht, wenn eine Zusammenfassung auf diese Art und Weise “häufig vorkommt”.
573: Bernd Am 2. September 2008 um 12:58 Uhr Die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland behandeln Russland und Georgien ebenso wie die EU-Spitzen.
Von der EU bekommt der Angreifer – Georgien – wie beschlossen Geld und die Gegenangreifer – Russland – eine Rüge und eine Sanktionsdrohung.
Vom ZDF bekommt Sakaschwili – der Angreifer – die Chance zur Teilnahme an einer TV-Diskussion (unser Mann mit EU-Fahne im Hintergrund. Schon geheimerweise aufgenommen?) und Putin – der Gegenangreifer – von der ARD eine heimliche Verstümmelung seines Interviews mit miserabler Übersetzung des kümmerlichen Restes.
Soll das eine ausgewogene Berichterstattung sein? Wenn ja, warum lese ich heute zumindest bei Ihnen nichts über den Einsatz von Streubomben durch die Georgier im Krieg – nach einer Feststellung von “Human Rights Watch”? Andere bringen sowas:
Den Kommentar zu Ihrer Art der Berichterstattung aus dem Putin-Interview haben Sie ja dann auch gleich sorgsam herausgetrennt. Nicht, dass noch jemand merkt, dass der böse Mann hier vielleicht sogar mal die Wahrheit spricht.
Sehr geehrter Herr Roth, liebes ARD-Russland-Team,
ich verzichte ab sofort auf Beiträge von Ihnen über die Pressefreiheit in Russland. Wer selbst eine Schere im Kopf hat und Propaganda betreibt – bereits seit Kriegsbeginn – darf nicht mit Steinen werfen, wenn andere das ebenfalls tun. Die Berichterstattung der russischen Presse war während der Krise natürlich ebenfalls einseitig, Ihre war aber keinen Deut besser. Eine armseelige Bilanz und ich schäme mich selbst für die öffentlich-rechtliche Presse, dass ich das so schreiben muss.
Ich verzichte denn auch im Weiteren auf den Genuss Ihrer Berichterstattung über diese bedauerliche Krise, wenn ich mir die Hälfte der Wahrheit erst im Internet suchen muss. Das kann ich ja dann auch mit der anderen Hälfte so machen.
Die ARD als Fackelträger der freien Presse und unabhängigen Berichterstattung? Dass ich nicht lache.
575: Leipziger Am 2. September 2008 um 13:17 Uhr Hallo ihr lieben Mitarbeiter der Redaktion,
warum wurde mein Eintrag von heute früh gegen 2.00 nicht veröffentlicht ?
hier nochmals:
- In wikipedia gibt es noch keinerlei Eintrag zu Deutschland und Zensur, warum nicht ? …(http://de.wikipedia.org/wiki/Zensur_(Informationskontrolle)#Einzelnachweise)
- Ich habe soeben meine Rundfunkgeräte abgemeldet, da ich eh keinen TV habe und am Sonntag mir mein Auto (Autoradio) zu Schrott gefahren wurde und ich nicht einsehe für einen PC und für solche “Zuschnitte” zu bezahlen.
mwfg. von einem Menschen der Angst vor dem kommenden Kieg hat, der durch Machenschafften angeheizt wird !
ich finde es sehr traurig, wenn ein seriöser Sender, welcher mit öffentlichen Mitteln finanziert wird, auf diese Art und Weise Interviews kürzt!
Was soll das? Darf sich der Steuerzahler kein eigenes Bild machen?
Wenn man selbst nicht jeder Nachricht auf den Grund geht und die ‘ganze’ Geschichte aus eigener Kraft in Erfahrung bringen muss, dann sind es keine Nachrichten oder Informationen, sondern fast schon Propaganda!
dem Wunsch das vollständige Interview GUT ÜBERSETZT auf der TAGESSCHAU Site bereitzustellen, sind sie bis jetzt nicht nachgekommen.
Ich würde mir sehr wünschen, innerhalb der nächsten 24 Stunden, selbiges in akzeptabler Tonqualität, in der “Topliste” wiederzufinden.
Falls das nicht möglich sein sollte, weshalb auch immer, fordere ich Sie meine lieben Blogger dazu auf, ein deutschlandweites GEZ Boykott durchzuführen.
Ich hoffe inständig dass das Interview sowie auch zukünftige in voller Länge und gut übersetzt zur Verfügung gestellt werden.
Anderenfalls sind die “Öffentlich-Rechtlichen” für mich Geschichte.
Liebe und Frieden
Christoph Hartmann
578: Ein Mehsch Am 2. September 2008 um 13:21 Uhr Hi, Leute!
Zuerst bin ich sehr zufrieden dass wollten Sie alles immer richtig wissen.
Dann möchte ich feststellen, da dieses Fehler mit dem Interview nicht nur als persönliche Fehler von Herr Roth akzeptieren muss sein.
Herr Roth hat sehr wichtige und korreckte Fragen gestellt, die Antworten sind sehr wichtig zum alles zu verstehen.
Verantwortlich sind alle, wer macht die Nachrichten und die “kastrierte” Interviews als Propaganda gegen… dieses Mal gegen Russen. Und wer kann als der Folgende sein? Wieder die Russen? -:)
Natürlich eine Sperre gegen “abgekürtzte” Interview von Herr Roth könnte besser sein, aber ich denke das unmöglich war.
Trotzden volles Interview ist wie ein “Licht ins Dunkel”.
Danke und meine Entschuldigung für alle für meine schlechte Deutsch.
579: Rouzbeh Am 2. September 2008 um 13:36 Uhr Als gebuertiger Iraner in London habe ich mich schon seit langem ueber die allgemein sehr einseitige und unkritische Berichterstattung der deutschen Medien zu internationalen Themen gewundert. Insbesondere die Berichterstattung der ARD empfand ich als sehr enttaeuschend, da ich besonders grosse Erwartungen und Hoffnungen in diese zu haben pflegte.
Das ist sehr bedauerlich und auch etwas peinlich, besonders im Vergleich zu Medien wie der BBC.
Meine allgemeine Enttaeuschung ueber Falschberichte und grosse Einseitigkeit begann mit der Berichterstattung zum Iran, wuchs weiter mit den Vorfaellen in Tibet und hat nun ihren Gipfel gefunden in den Vorfaellen um Russland und Georgien (das Land meiner Vorfahren). Waehrend ich frueher mit meiner Meinung zu Ihrer einseitigen Berichterstattung eher allein war, sind mittlerweile viele indische, russische, chinesische, britische und amerikanische Freunde und Kollegen der selben Meinung.
Die Weglassungen in ihrem Interview und tendenzielle Russlandfeindlichkeit im Allgemeinen erinnern zu sehr an die staatlichen iranischen, russichen oder chinesischen Medien, die ich nunmehr bei der Glaubwuerdigkeit mit der ARD absolut auf Augenhoehe betrachte.
Jemand fragte, ob es noch andere Bloger gibt deren Kommentare zensiert wurden sind.
Mein erster Kommentar erschien auch nicht!!!!!!!!!!!
Aber na ja, vielleicht sind die Moderatoren einfach durch die Masse der Kommentare überfordert. Zum Interview. Der Herr Roth hatte in seiner Stellungnahme angegeben,
ich zitiere:
„Die etwas eingeschränkte technische Qualität war dem ungeheuer hohen Zeitdruck an diesem Abend geschuldet. Das hätten wir natürlich gerne noch besser hinbekommen. Der russische Simultanübersetzer ist selbstverständlich ein diplomierter Übersetzer, der schon viele hochrangige Persönlichkeiten, übrigens auch Wladimir Putin, übersetzt hat. Mit etwas weniger Zeitdruck wären wir sicher noch zu einer mehr umgangssprachlichen Übersetzung gekommen, als das an diesem Abend gelungen ist.“
Jedenfalls hatte dieser Übersetzer, dies nicht simultan übersetzt den Putin war mit seinem Satz noch gar nicht am ende, der Übersetzer aber schon fällt gerade am Ende de Interviews stark auf. Also hallte ich die Ausrede es lag am Zeitdruck, für sehr fragwürdig.
Mit freundlichen Grüßen.
R.G.
übrigens war dieser Block wieder ca. 1h 45min offline
es ist ja eigentlich schon alles in den bis jetzt geschriebenen Kommentaren gesagt worden.
Wenn Ihnen noch ein Funke Anstand geblieben ist senden Sie dieses Interview vollständig und sauber synchronisiert nach der Tagesschau um 20:15 Uhr. Auch wenn es nicht mehr brandaktuell ist.
Den Schaden können Sie sonst nicht mehr gut machen.
Ich kann nur jedem, der hier in diesem Blog schreibt, die Enpfehlung mit auf den Weg geben, auch sonstigen Personen (seien es Verwandte, Bekannte oder auch nur Passanten) von dieser, hier in dieser Anstalt geschehenen, Ungeheuerlichkeit zu berichten. Dies darf nicht in den Weiten des Internets verschwinden ohne publik geworden zu sein.
MfG, Thomas
582: Politik Am 2. September 2008 um 14:26 Uhr Obiges Beispiel zeigt in flagranter Weise, in welche Richtung die Bevölkerung in Deutschland gedungen werden soll. Grob gesagt sind über 90% der Berichterstattungen in Deutschland “zweckgerichtet” – oder man darf gerne auch sagen: grob gefälscht.
Und wenn heute als Negativbeispiele “Neues Deutschland” oder “Der Völkische Beobachter” genannt werden, so ließe sich ebenso gut die nahezu GESAMTE deutsche Medienlandschaft in diese selbe Kategorie einreihen. In dem Artikel bei PG wurde auch das Beispiel des Kommentars der Springer-Zeitung “WELT ONLINE” zumindest im ersten Teil wiedergegeben – ihn vollständig wiederzugeben widerstrebte mir zutiefst – Lügen braucht man nicht noch weiter zu propagieren. Nur Wahrheit kann den Menschen eine Rückbesinnung auf wirkliche Ziele vermitteln. Es ist nicht nur eine BILD-Zeitung, die oberflächlichste und primitivste Propaganda macht – längst sind auch die davon betroffen, die meinen in ihrer täglichen Zeitung “steckt immer ein kluger Kopf” oder wenn sie ein Magazin lesen “wüßten sie mehr”.
Und eben in der Vermittlung von Wahrheit sind die privaten Medien im Internet gewachsen, getragen von Idealisten, die weder Kosten noch Mühen scheuen, sich für eben diese Wahrheit einzusetzen. Obenstehendes Interview, von dem ich aktuell aus rein technischen Problemen nicht rechtzeitig erfuhr (PC und Netz), zeigt jedoch in Übernahme von ‘Der Spiegelfechter’ mit welch perfiden Methoden die Bürger auch über die öffentlich rechtlichen Medien belogen werden. Herr Roth besaß (und besitzt?) die Chuzbe die Gastfreundschaft in einem Land zu genießen – und dennoch über Zensur Aussagen zu entstellen und zu verfälschen, auf daß der Bundesbürger glaube, die USA seien unser Freund und Russland sei ganz etwas Übles.
Das genaue Gegenteil ist der Fall. Auch ich kenne Russland ein bißchen und spreche fließend Russisch. Und wenn man trotz mancher Erfahrungen Russlands in der Vergangenheit in eben diesen Russen Freunde findet, so sind dies dann keine westlichen Lippenbekenntnisse, wie: “my friend” oder “mon ami” – in Russland heißt es “товарищ” (Kamerad) und hat damit eine tiefere Bedeutung. Zwar gibt es auch die Übersetzung “мой друг” aber es wird nicht in gleicher Art verwendet. Um deutsche “Journalisten” die in Russland ihren Dienst versehen, werde ich auf jeden Fall einen großen Bogen machen, denn sie dürften mehr Probleme mit ihrem Gewissen haben, so sie denn noch eins haben – genau wie der Werbefachmann, der gentechnisch modifiziertes Tierfutter bewirbt – wohl wissend welchen Schaden er Mensch und Tier zufügt.
583: Europäer Am 2. September 2008 um 14:31 Uhr Ich möchte hier nicht alles bereits Geschriebene, wovon ich das meiste unterstütze, wiederholen. Nur noch so viel: ARD und ZDF haben sich durch totale Einseitigkeit, vielfach praktizierte Manipulation und Desinformation (die Sache mit dem Putin-Interview ist nämlich nur eine von vielen) nun vollends disqualifiziert.
Als in der DDR aufgewachsener Deutscher waren gerade diese beiden öffentlich-rechtlichen Sender neben Radio-Sendern wie dem NDR für mich mal eine sehr geschätzte Informationsquelle. Fest steht jetzt für mich: sie waren es die längste Zeit! Ich schenke deren Worten und Bildern keinen Glauben mehr!
Zum EU-Gipfel: Diese mehr in Amerikas Interesse handelnden Politiker haben nicht die geringste Kritik an Georgien geübt und der für die ganzen Toten und Schäden ursächlich verantwortliche Saakaschwili bekommt nun auch noch unsere Steuergelder als Prämie obendrauf. Im Gegensatz zu seinem und den anderen Völkern kann der sich nun richtig freuen und für die nächsten Untaten stärken.
Was haben wir bloß für Medien und Politiker! Na dann mal Gute Nacht!
584: Stefan Am 2. September 2008 um 14:33 Uhr @Robert #570 – Ich denke nicht das soviele Kommentare unveröffendlicht sind z.b. sucht man hier einen Kommentar mit der nummer 31783 wird man ihn nicht finden – Lücke von 31781-31784. Diese Zweite Nummer sind wohl ein Zähler der insgesammt veröffentlichen Kommentare. Komentar#31783 findet man in einem
andern Blog: http://blog.tagesschau.de/?p=1506#comment-31783
Dennoch einen weiten Kommentar, den ich eben schrieb, ging verlohren – ob gelöscht oder Serverprobleme- keine Ahnung.
Jedoch ist die Tagesschau-Onlineredaktion unabhänig von der Tagesschauredation und diesem Online-Team möchte ich hier ausdrücklich Danken!
585: Henkel Am 2. September 2008 um 14:33 Uhr Jämerlich, einfach jämerlich. DAas Gespräch wirde im Sinne der US Propaganda zurechtgeschnitten. Aber , was mich am meisten verblüft hab… Es wurden nicht nur einzelne sätze, bzw. Fragen rausgeschnitten, sondern auch EINZELNE Wörter. So könnte der Sinn der Aussagen komplet veränder werdet. Als beispiel: ein satz fängt mit Vielleicht an (…. vieleicht hätten wir eingegrifen…) Vielleich wird rausgeschnitten ( richtige Feinarbeit, da merkt man wie “groß” der zeitlich Druck war). Am Ende erhalten wir aus einer Vermutung eine Behauptung (…. hätten wir eingegrifen…). Und natüüüüürlich war das nur um die Information objektiv darzustellen. ARD; ZDF, WDR tun sie das bitte nie wieder, alle anderen Blogs haben höhstent 10-15 Kommentare, dieses han schon über 500. Solche Methoden sind dank des Internets nich mehr wirkungsvoll.
586: Europäer Am 2. September 2008 um 14:36 Uhr Ich möchte hier nicht alles bereits Geschriebene, wovon ich das meiste unterstütze, wiederholen. Nur noch so viel: ARD und ZDF haben sich durch totale Einseitigkeit, vielfach praktizierte Manipulation und Desinformation (die Sache mit dem Putin-Interview ist nämlich nur eine von vielen) nun vollends disqualifiziert. Als in der DDR aufgewachsener Deutscher waren gerade diese beiden öffentlich-rechtlichen Sender neben Radio-Sendern wie dem NDR für mich mal eine sehr geschätzte Informationsquelle. Fest steht jetzt für mich: sie waren es die längste Zeit! Ich schenke deren Worten und Bildern keinen Glauben mehr!
Zum EU-Gipfel: Diese mehr in Amerikas Interesse handelnden Politiker haben nicht die geringste Kritik an Georgien geübt und der für die ganzen Toten und Schäden ursächlich verantwortliche Saakaschwili bekommt nun auch noch unsere Steuergelder als Prämie obendrauf. Im Gegensatz zu seinem und den anderen Völkern kann der sich nun richtig freuen und für die nächsten Untaten stärken.
Was haben wir bloß für Medien und Politiker! Na dann mal Gute Nacht!
587: Maria v. Boisse Am 2. September 2008 um 14:38 Uhr Ich habe soeben folgende Mail an den Vorsitzenden der ARD, Fritz Raff, gesendet, welcher aufgrund einer Dienstreise erst ab Donnerstag wieder im Haus ist:
Sehr geehrter Herr Fritz Raff,
ich gehe davon aus, dass Sie um die Vorgänge des “gekürzten” Interviews des Herrn Thomas Roth mit Herrn Wladimir Putin Bescheid wissen. Dazu habe ich einige Fragen an Sie:
1. Warum gibt es zu den Vorfällen keine öffentliche Stellungnahme der ARD und/oder des Herrn Roth, z.B. in Form einer dem immer umfangreicheren Protest gegen die Vorgänge Rechnung tragenden Gegendarstellung in medial gleicher Form – Sendezeit und -ort – wie bei dem “gekürzten” Interview?
2. Warum wurde das Interview nicht vorab und mit entsprechenden Hinweisen in voller Länge z.B. im Internet zur Verfügung gestellt?
3. Warum erweckte man sowohl im Fernsehen, als auch im Internet, den Eindruck, das gekürzte Interview sei nicht gekürzt, sondern vollständig?
4. Warum wurde das Interview nicht in voller Länge auf einem Spartensender gezeigt?
5. Ist es dem durchaus brisanten Inhalt angemessen, der sich bei den Zuschauern und Lesern eines überaus großen Interesses erfreut, um 6.20 auf einem Regionalsender gezeigt zu werden und diese Ankündigung erst einige Stunden vorher zu veröffentlichen?
6. Warum war es bei der durch den öffentlichenDruck erzeugten Ausstrahlung am 02. September um 6:20 nicht möglich, in einer An- oder Abmoderation auf die Vorgänge und Vorwürfe gegenüber der ARD einzugehen?
7. Wie gedenkt die ARD den für diese inakzeptablen Vorgänge verantwortlichen Herrn Thomas Roth zu dieser Verantwortung zu ziehen?
Ich bitte Sie um die Beantwortung dieser Fragen, welche mein Grundverständnis für freie Medienarbeit, sowie des Artikels 5 Abs.1 GG erheblich in Frage stellen.
Ich denke, dass in diesem Falle Ihre Stellungnahme durchaus von Wert hinsichtlich des Vertrauens jener um die Pressefreiheit besorgten Bürger dieses Landes ist, welche durch ihre Gebühren diese, also auch Ihre Arbeit finanzieren und damit ein Recht auf objektive Berichterstattung haben.
mit freundlichen Grüßen,
Maria v. Boisse
588: Wolfgang Am 2. September 2008 um 14:39 Uhr Hab ich richtig gelesen?…um 6:20 Uhr (!) wird das vollständige Interview gesendet? Ihre journalistischen Grundsätze und Gepflogenheiten in Ehren, Herr Roth, aber finden Sie das nicht selbst ein bißchen lächerlich? Wird die eigene Arbeit nicht entwertet, wenn sie so lieblos weggesendet wird? Warum räumt man einem Interview mit einem der mächtigsten Menschen der Erde (man kann sonst von Putin halten, was man will, aber das kann man kaum leugnen), zudem im Rahmen einer erheblichen internationalen Krise, keinen Sendeplatz um 20:15 ein? Sonst wird zu jedem Unsinn ein Brennpunkt gesendet, auch wenn die Reporter selbst noch keine Informationen haben, aber hier, Fehlanzeige. Über die vergleichsweise langweiligen und unwichtigen Auswüchse des amerikanischen Wahlkampfs wird teilweise nächtelang das Programm gestaltet. Nein, Herr Roth, Sie können das begründen wie Sie wollen, diesmal haben Sie und die ARD auf ganzer Linie versagt!
589: Brigitte Am 2. September 2008 um 14:47 Uhr Das vollständige Putin -Interview zeigt auf, welche Fakten in der Erstausstrahlung am 29.8.2008 durch Herrn Roth und die ARD entstellt, weggelassen und verzehrt wurden.
Erst im Vergleich wird das gesamte Ausmaß sichtbar.
Nun ist Herr Putin kein Wurstverkäufer, sondern Ministerpräsident einer Großmacht, die gleichzeitig Konfliktpartei ist, in dessen Interview Veränderungen vorgenommen wurden.
Die Geschichte zeigt, dass solche Aussagenentstellungen zur Verschärfung von Konflikten führen können
Ein gefährliches Treiben.
Deshalb kann diese Verhaltenweise der ARD keine Tolerierung finden.
Ich möchte hier erinnern, dass die NATO 90 Tage Jugoslawien bombardiert hat.
Hier wurden Sendeanstalten, Brücken Betriebe und Krankenhäuser zerstört.
Wenn heute wieder Bundeswehrsoldaten im Rahmen von NATO-Übungen als Fallschirmspringer über der Krim abspringen, dann ist es nicht verwunderlich, dass Russland energisch reagiert, wenn es durch eine vom Westen aufgerüstete Armee angegriffen wird.
Die aktuelle Einkreisungspolitik der USA gegenüber Russland ist ein gefährliches Spiel, auf welches Putin in seinem Interview aufmerksam machen wollte.
Wie hätte die ARD und Herr Roth reagiert, wenn das russische Fernsehen ein Interview von Bundeskanzlerin Merkel so entstellt hätte?
590: Kurt Am 2. September 2008 um 14:48 Uhr Was soll denn die Ausstrahlung des ganzen Interviews um die unmögliche Zeit von 6.20 Uhr? Das Interview muss zu einer besseren Zeit gesendet werden!
Hier könnte wiederum der Verdacht der Manipulation aufkommen.
Ist eigentlich das ARD der Hofberichterstatter von Merkel und Co?
591: Bai Yungao Am 2. September 2008 um 14:50 Uhr Danke der ARD für das ganze Interview. Herr Roths Fragen waren gut gestellt und provokativ. Auch wenn ich seine Meinung der Ereignisse nicht teile, finde ich die letzte Frage, auf die der Ministerpräsident Putin nicht eingeht, die Wichtigste: Weiß der Mann im Kreml noch, was wirklich vorfiel? Wieweit ist es für ihn möglich, an wirklich richtige Informationen zu gelangen, ich meine objektive Informationen? Wenn überall doch nur die Nachricht erwartet wird, die die Obrigen gerne sehen.
Ich selbst habe in letzter Zeit viel und oft die Medien in der BRD kritisiert, weil sie natürlich auch eine erzieherische Funktion wahrnehmen, das aber nicht zugeben. In Herrn Roths Augen ist das, von Putin verbreitete Missinformationen (die zum Teil einfach nur Behauptungen sind) nicht zu senden.
Das aber die Kosovo Frage herausgeschnitten wurde liegt daran, dass es dem Zuschauer nicht mehr klarzumachen ist, was der Unterschied zu Ossetien sein soll. Fakt ist, dass die Anerkennung des Kosovos gegen eine UN Resolution verstiess, und der Angriff auf den Irak gegen das Völkerrecht. Daher kann man Frau Merkel nicht mehr trauen, wenn sie vom Völkerrecht spricht. Deshalb war die ganze Debatte darum den deutschen Medien vielleicht etwas zu brisant. Schade.
Ihre Stellungnahme auf der ARD Web-Site räumt keinen der wichtigen Punkte der zahlreichen Kritik an ihrem manipulierten Putin-Interview aus.
Sie schreiben: Sie zensieren nicht, Sie streichen nur.
Sie sind ein intelligenter Mann:
Sie wissen sicher: Gestrichene, geschwärzte Zeilen auf einer Textseite sind das bildliche Symbol für Zensur. Bei einem so wichtigen Interview ist das nicht anders.
Entscheidend ist dabei aber, wie Sie richtig sagen, was gestrichen wird: Streichen Sie z.B., daß ihnen Putin zwischendrin einen Kaffee anbietet, dann wird das niemand bemängeln.
Sie haben allerdings vier wesentliche inhaltliche Punkte systematisch an mehreren Stellen gestrichen:
- Dort, wo Putin auf den primären Angriff der georgischen Armee auf die südossetische Hauptstadt zu sprechen kommt, und Sie diesen Angriff als Auslöser der russischen Militäraktion zugeben. Dies ist umso gravierender, da die Berichterstattung der meisten Medien in Deutschland es in den ersten Tagen des Konflikts noch nichtmals geschafft hat, auch nur die Chronologie der Ereignisse wahrheitsgemäss wiederzugeben.
- Dort wo Putin die militärische Aufrüstung Georgiens durch den Westen problematrisiert und die mögliche Anwesenheit US-amerikanischer Militärberater in der militärischen Konfliktzone erwähnt.
- Und dort, wo Putin mehrfach vergleichbares militärisches Handeln der NATO zitiert und wo er fragt, ob die russischen Friedenstruppen in Südossetien sich hätten verkrümeln sollen und wegschauen, wie es die niederländischen Truppen beim Massaker von Srebenica taten.
- Auch dort, wo Putin den Vergleich mit der Anerkennung des Kosovo duch viele EU Staaten (nicht alle!) und die USA macht.
Offensichtlich sollen aus Ihrer Sicht die deutschen Zuschauer so etwas nicht hören.
Dabei sind es aber wichtige und starke Argumente für das russische Vorgehen, welche Sie dem deutschen Fernsehzuschauer damit vorenthalten. Dadurch wird Putins Argumentation im Interview inhaltlich massiv geschwächt. Dies stellt eine inhaltliche Manipulation dar.
Dass Sie noch nicht einmal gekennzeichnet haben, daß das Interview gekürzt war, zeigt, wie unverfroren – Sie würden es sicher souverän nennen – Sie solcherlei „Streichungen“ handhaben. Nach Ihrem Bekunden ist das „ganz normal“.
In Ihrer Stellungnahme auf der Tagesschau Website geben Sie keinerlei Erklärung für Ihre Manipulationen. Sie weisen nur pauschal den Tatbestand der Zensur zurück. Ich muß also davon ausgehen, daß Sie auch in Zukunft stets weiter so verfahren werden wie in diesem Interview.
Sie schreiben ferner, daß das vollständige Interview mit Putin nun, nachdem es massiven Protest gab, im WDR am 2. Sept. um 6:20 Uhr früh gesendet wird.
Kann ich davon ausgehen, daß auch alle anderen Interviews zum Georgienkonflikt zukünftig alle um 6:20 Uhr gesendet werden?
Herr Roth: Ich habe Sie bisher immer für einen seriösen Korrespondenten gehalten. Ich bin Jahrgang 1951, habe also die Zeit des Kalten Krieges mit wachem politischen Bewußtsein miterlebt. Selbst in dieser Zeit wurde dem „politischen Gegner“, der damaligen Sovietunion, von Seiten unserer Medien mehr Respekt entgegengebracht im Sinne einer wahrheitsgemässen und fairen Berichterstattung.
Ich hätte es nie für möglich gehalten, daß ich einmal ein Interview eines (west)deutschen öffentlichen Senders unmanipuliert ausgerechnet nur im russischen Fernsehen sehen kann!
Sind wir so tief gesunken, was eine unabhängige Berichterstattung angeht, welche die Pflicht hat beide Seiten eines Konflikts zu Wort kommen zu lassen?
Seriöse Berichterstattung präsentiert die Argumente beider Seiten und ermöglicht dem Zuschauer damit ein eigenes Urteil zu entwickeln. Haben Sie das vergessen, oder gar nie gelernt?
Zudem kontrstiert Ihr arrogantes Auftreten im Interview – das Sie sich so nie gegenüber einem Repräsentaten einer US-Regierung geleistet haben – unschön zu Ihrer unseriösen Manipulation des Interviews.
Ihren Reportagen werde ich jedenfalls in Zukunft nur mit dem größten Mißtrauen begegnen.
Hochachtungsvoll.
Dr. F. Lendzian, Berlin
P.S.
Als Antwort auf meine e-mail Beschwerde schickte mir das ARD eine Serien-e-mail in der mir mitgeteilt wird, dass ich wohl aus Gründen meiner politischen Weltanschauung nicht mit der ARD Berichterstattung über den Kaukasus-Konflikt einverstanden wäre. Man signalisiert sogar Verständnis dafür.
Wer mit Ihrer einseitigen Berichterstattung nicht einverstanden ist und fordert, dass die gegenseite in einem Konflikt ausreichend zu Wort kommt, der besitzt wohl die falsche “Weltanschauung”?
weiter heisst es hingegen “… verfolgen unsere politischen Berichterstatter und Moderatoren den Anspruch, seriöse öffentlich-rechtliche Arbeit zu leisten.”
Leider hapert es erheblich an diesem Anspruch.
Sie sollten es aufgeben, die Defizite bei unabhängiger Recherche und seriöser Berichterstattung durch ein Übermass an Arroganz zu kompensieren. Es tut mit Leid. ich kann dafür leider kein Verständnis aufbringen.
593: HGT Am 2. September 2008 um 14:57 Uhr Herr Roth und die ARD haben der Demokratie und der Pressefreiheit einen Bärendienst erwiesen. Die Verfahrensweise eines öffentlich-rechtlichen Senders in einem demokratischen Staat werden uns die Diktatoren und Zensoren dieser Welt immer und immer wieder als Spiegel entgegenhalten.
Ich bin entsetzt über die ARD aber ebenso über die anderen Medien, die diesen Skandal nicht thematisieren.
Herr Roths Qualifikation muß in Zweifel gezogen werden. Entweder er hat wissentlich zensiert – dann ist er an dieser Stelle nicht mehr tragbar. Oder er hat unwissentlich zensiert – dann wären seine journalistischen Fähigkeiten dermaßen ungenügend, dass er ebenfalls nicht mehr tragbar ist. Zwischen diesen beiden Varianten kann die ARD wählen.
594: Ado Am 2. September 2008 um 15:06 Uhr Zensur beim Staatsfernsehn ARD, nein Danke?!
Wir zahelen ab sofort keine GEZ mehr, für solche zensierten Berichte.
Ungehorsam ist die beste Strategie, damit man mal wach wird.
CU
ich gehe davon aus, dass Sie um die Vorgänge des “gekürzten” Interviews des Herrn Thomas Roth mit Herrn Wladimir Putin Bescheid wissen. Dazu habe ich einige Fragen an Sie:
1. Warum gibt es zu den Vorfällen keine öffentliche Stellungnahme der ARD und/oder des Herrn Roth, z.B. in Form einer dem immer umfangreicheren Protest gegen die Vorgänge Rechnung tragenden Gegendarstellung in medial gleicher Form – Sendezeit und -ort – wie bei dem “gekürzten” Interview?
2. Warum wurde das Interview nicht vorab und mit entsprechenden Hinweisen in voller Länge z.B. im Internet zur Verfügung gestellt?
3. Warum erweckte man sowohl im Fernsehen, als auch im Internet, den Eindruck, das gekürzte Interview sei nicht gekürzt, sondern vollständig?
4. Warum wurde das Interview nicht in voller Länge auf einem Spartensender gezeigt?
5. Ist es dem durchaus brisanten Inhalt angemessen, der sich bei den Zuschauern und Lesern eines überaus großen Interesses erfreut, um 6.20 auf einem Regionalsender gezeigt zu werden und diese Ankündigung erst einige Stunden vorher zu veröffentlichen?
6. Warum war es bei der durch den öffentlichenDruck erzeugten Ausstrahlung am 02. September um 6:20 nicht möglich, in einer An- oder Abmoderation auf die Vorgänge und Vorwürfe gegenüber der ARD einzugehen?
7. Wie gedenkt die ARD den für diese inakzeptablen Vorgänge verantwortlichen Herrn Thomas Roth zu dieser Verantwortung zu ziehen?
Ich bitte Sie um die Beantwortung dieser Fragen, welche mein Grundverständnis für freie Medienarbeit, sowie des Artikels 5 Abs.1 GG erheblich in Frage stellen.
Ich denke, dass in diesem Falle Ihre Stellungnahme durchaus von Wert hinsichtlich des Vertrauens jener um die Pressefreiheit besorgten Bürger dieses Landes ist, welche durch ihre Gebühren diese, also auch Ihre Arbeit finanzieren und damit ein Recht auf objektive Berichterstattung haben.
596: Cosmo Kramer Am 2. September 2008 um 15:20 Uhr Für diese Propaganda werde ich keine GEZ mehr zahlen.
Meine gerät melde ich ab, da ich jetzt auch kein Vertrauen in die öffentlich rechtlichen Sender mehr habe.
Wenn selbst die für politische Machtspiele missbraucht werden
ist in diesem Land etwas schief gelaufen.
Die Geschichte lehrt wohl doch nicht.
597: Daniel Lindner Am 2. September 2008 um 15:22 Uhr Wer bis hierher geglaubt hat, dass unsere Medien die Wahrheit berichten und sich dieser, und nur dieser, verpflichtet wissen, der lebte bis jetzt in Wolkenkuckucksheim.
Und wer da noch glaubt, dass unsere Medien ideologisch, politisch und wirtschaftlich unabhängig sind, der lebt jetzt noch in Wolkenkuckucksheim.
Dieser Vorfall ist einer von unendlich vielen Vorfällen, die obiges erneut bestätigen. Die Wahrheit wird zur Lüge gemacht – jeder darf sich darüber Gedanken machen, wem das alles wozu wohl von Nutzen ist.
598: Namal Am 2. September 2008 um 15:23 Uhr So einen “fokus” darf man nicht noch durch eigenes Geld unterstützen. Meldet eure Geräte ab.
Den Abmeldeformular für die GEZ Gebüren findet man unter http://www.gez.de —> auf der linken Seite “ändern” und dann “abmelden”
599: LOVE DU Am 2. September 2008 um 15:36 Uhr Also, Herr Roth, was soll denn so etwas. Selbst nach Ihrer Erklärung stellt sich doch die Frage, muss man ein solches Interview führen? Haben Sie auch nur eine Sekunde gedacht, Herr Putin würde sich aus der Opferrolle heraus wagen? Wollten Sie einen Gegenpart zu Illners Sendung mit Saakaswili produzieren? Sind Sie mit Herrn Putin vielleicht persönlcih befreundet? Solche Interview – welche dann auch noch fragwürdig übersetzt werden – braucht kein Mensch, denn Sie dienen nur der Propaganda der jeweiligen Seite. Georgier und Russen haben gleichsam Mist gebaut, ca. 2.500 Menschen sind insgesamt gestorben und Sie stellen Fragen, die Putin doch nur so beantworten kann, wie er es getan. Sorry Herr Roth, aber das war leider peinlich…
600: Michi Am 2. September 2008 um 15:40 Uhr Zitat des Moderators: “Die russischen Kollegen haben ebenfalls Auszüge des insgesamt einstündigen Interviews veröffentlicht. Diese finden sich jetzt im Internet, unter anderem bei YouTube.”
Warum bei YouTube? Verfügt die ARD nicht über eine eigene Internetpräsenz?!
Zitat von Thomas Roth: “Letzter Punkt: Selbstverständlich ist unser journalistisches Interesse, das ganze Interview zu veröffentlichen. Das geschieht am Dienstag, den 2. September, um 6:20 Uhr im WDR-Fernsehen und wird danach auf http://www.tagesschau.de auch in schriftlicher Form veröffentlicht.”
Warum ist die Fassung von heute nur 28 Minuten lang? Das ist immer noch nicht das Interview in gesamter Länge, wenn man den Aussagen des Moderators Glauben schencken soll.
Dieser Blog möchte die vielfältigen und vorwiegend kritischen Zuschauerreaktionen auf das gekürzte Interview mit dem russischen Ministerrpräsidenten Putin zum Kaukasus-Konflikt archivieren.
Stand: 8.9.08, 13:00
Am 2. September 2008 um 08:15 Uhr Hallo Herr Thomas Roth,
es gefällt mir und vielen anderen mündigen Zuschauern und Bürgern nicht die Art wie Sie, die Zuschauer bevormundend und an und für sich unzulässig an dem Material Veränderungen vornehmen um die ‘westliche Sicht auf Russland’ zu stützen.
Die Frage darf erlaubt sein: Sind Sie, Thomas Roth, am ‘Kalten Krieg’ interessiert? Wie sonst ist es zu erklären, dass es Ihnen nicht anders gelingt Putins Variante des Kaukasus Konflikts zu zu kontrastieren, als mit den grob vereinfachenden Mitteln der Weglassungen und Kürzungen?
In Ihren Fragen findet sich kein Versuch einer objektiven Betrachtung nach den wahren Gründen und Hintergründen für dort zum Vorschein gekommene Kriegshandlungen.
Sie vertreten die in den westlichen Medien verbreitete Ansicht von Russlands Hegemonial Ansprüchen, und vor diesem Hintergrund geraten Ihre Fragen geraten Ihre Fragen so vereinfachend, dass Putin Ihnen eine Nachhilfestunde erteilt, indem er explizit seinen Standpunkt erklärt. Interessanter wäre es, Putin nach seinen Interessen an anderen ehemaligen Satelliten zu fragen. Kürzungen zeigen einen Stil der Meinungsbildung und nicht des journalistischen Auftrages nach objektiver Berichterstattung. Sorry, eine vier minus und setzen!
Am 2. September 2008 um 08:17 Uhr Sehr geehrte Redaktion, ich habe mir die Sendung um 6.20 angesehen und daraus das aus dem Dritten Reich gelernt: was andere nicht sagen…das sollte gesondert gesendet werden. Das haben Sie getan und aus dem, was gestrichen war, die Einstellung eines Journalisten erkannt, der weder unbefangen noch unprovokativ einen anderen interviewt. In der Presseschau vom Sonntag das gleiche: die Geschichtskenntnisse von Herrn Roth über die Lande in Georgien sind schlecht und – man gibt das nicht einmal zu! Das heißt eine journalistische Blamage produzieren, schade. Ähnliches: Putin fordert zur Stellungnahme heraus: warum haben gewisse Journalisten damals beim Kosovo-Fall geschwiegen? Es hätte dem Fernsehen besser getan, die Grundsätze einer ehrlichen Diskussion zu wahren: lass den anderen reden und achte dessen Argumente. Auf denn: werdet besser!
Am 2. September 2008 um 08:18 Uhr Sehr geehrte Moderation,
leider wird auch bei mir der bittere Nachgeschmack bleiben, und wenn Sie noch so eloquente Begründungen finden sollten.
Ein paar Hauptkritikpunkte an der von der ARD vorgenommenen Kürzung sind auch hier zusammengefasst:
http://www.spiegelfechter.com/…..-interview
Und um mich meinen Vorrednern anzuschließen, eine vernünftige Gegendarstellung zu einer annehmbaren Sendezeite wäre das einzige, was den Vorwurf einer Manipulation auch nur annährend besänftigen könnte! Die Wiederholung gegen 6 Uhr ist einfach zum Kopfschütteln. Ebenso wie der Termin um 14 Uhr zu einer Chatrunde. Entweder schlafen oder arbeitet zu beiden Zeiten der Großteil der arbeitenden Bevölkerung. Wobei ich fest daran glaube, dass der Chat überrannt werden wird mit Interessenten und entweder zusammenbricht oder nach 10 Minuten voll sein wird. Und das eventuell gegebene gute Erläuterungen zum Vorfall höchstens in der Blogwelt und nicht in der Tagesschau zu finden sind…
Am 2. September 2008 um 08:30 Uhr Liebe Zuschauer und Leser,
das vollständige Interview mit W.Putin finden Sie auf
“russland.ru”/ Politik. Den Text in russischer Sprache habe ich
am nächsten Tag nach der Aussendung sofort gefunden.
Die Übersetzung für meine deutschen Freunde musste ich
allerdings lange suchen. Ich kann mich wenigstens auf russisch
informieren, aber meine Nachbarn und Freunde tun mir
richtig leid. Dass die deutschen Bürger von allen Massen-
medien irregeführt werden, darf man nicht so stehen lassen.
Die einzigen von der alten journalistischen Garde -
Fr.Dr. Gabriele Krone-Schmalz und Hr.Peter Scholl-Latour -
hatten den Mut, eine souveräne Meinung zum Kaukasus-Kon-
flikt in der Sendung von Maischberger zu sagen. Sonst niemand… Fr.Maischberger selbst hat die Sendung miserabel
moderiert, die Gäste jedesmal unterbrochen, wenn ihr
eine Antwort als unerwünscht erschien. Ist das Qualitäts-
journalismus?! Und das im 21.Jahrhundert!
Der schwedische Außenminister Bildt hat neulich gesagt, dass
Russland ins 19.Jh. zurückgekehrt ist… Er hat da wohl etwas
verwechselt. Russland ist wirtschaftlich und außenpolitisch
voll und ganz in der Gegenwart angekommen. Wohin aber
Schweden und Deutschland mit dieser Außenpolitik und media-
ler Hetze gegenüber Russland steuern, kann man nicht genau
sagen…
Übrigens, “Presseschau nachgefragt” im Phönix habe ich auch
gesehen und mich sehr gewundert, wie eine unbequeme Frage
an Herrn Roth mit einer “technischen Panne” gelöscht wurde.
Zum Thema “Protest gegen gesteuerte Massenmedien in
einer alten Demokratie”:
Ich habe mein Zeit-Abo gekündigt. Die Russophobie der
Zeitungsredaktion war für mich, eine langjährige Leserin,
nicht mehr zu ertragen. Man kann auch auf solche Weise
protestieren…
Noch zwei Informationsquellen: “ria novosti.ru” und
“russiatoday.ru” (TV-Sender im Kabel-tv).
Am 2. September 2008 um 08:47 Uhr Guten Morgen,
die Stellungnahme von Herrn Roth hat mich auf diesen Blog aufmerksam gemacht und dazu bewegt, dass Interview in aller Länge noch einmal nachzuvollziehen.
Vielleicht ist es auch einigen Lesern möglich gewesen, das Beckmann-Interview mit Gerd Ruge letzte Nacht zu sehen, was zum Teil die Aussagen zum Interview stark bekräftigt und durch Erfahrungen belegt, mit denen das ARD-Team in Moskau gut mithalten kann.
Dass ein Interview zu hinterfragen ist, sollte nicht zur Debatte stehen. Dieser journalistische Beitrag ist lediglich ein Puzzleteil im gesamten Kaukasus-Konflikt.
Über die Art und Weise, Journalismus zu betreiben in Russland kann ich dem ARD-Studio in Moskau mit Abstand nur mein Kompliment aussprechen, das nicht zum ersten Mal die Chance zu einem derart aussagekräftigen Interview hatte, was im Übrigen sehr gut im aktuellen Buch von T. Roth veranschaulicht ist.
Die Gegenreaktion bzw. einmal das Wort der anderen Seite zu hören, war ein guter Zug auf dem Weg, ein klares Bild zu vermitteln. Klarheit pur … wird sich in diesem Konflikt nur schwer vermitteln lassen. Putin ist hier ein erfahrener Fuchs in der Rhetorik, der auf einen erfahrenen Hasen des Journalismus traf.
Und immerhin hat der Blog – mal abgesehen von flachen Kinoformatkommentaren – doch eines gebracht: Das gesamte Interview in Ton und Schrift, wofür mE zukünftig tagesschau.de grds. schon eine gute Plattform ist.
Am 2. September 2008 um 08:51 Uhr Wird hier im Blog inzwischen auch zensiert?
Habe schon zweimal gepostet-nix erscheint, hat jemand ähnliches
bemerkt?? Dann schreibe ich eben Herrn Putin, dass er einfach
cool bleiben soll, er sieht ja: in Deutschland gibt es auch
kluge köpfchen, die nicht auf alles reinfallen.
Zum Glück findet man ja hier seine Adresse.
Am 2. September 2008 um 08:54 Uhr [...] Journalist, der Putin für die ARD interviewt hat, meldet sich nach bisher 494, zum Teil empörten Kommentaren im Tagesschau-Blog zu Wort. Das ganze, sehr interessante Interview werde dann ausgestrahlt, wenn alle schlafen, [...]
Am 2. September 2008 um 08:57 Uhr Beim Durchlesen der mittlerweile knapp 500 Beiträge in nur 2,5 Tagen, die in der großen Mehrzahl Kritik an der Art des Putin- Interviews im Speziellen aber auch an der Berichterstattung über den Konflikt im Allgemeinen üben, kommen mir schon Zweifel, ob sich die Verantwortlichen bei ARD und ZDF in diesem konkreten Fall noch ihres Auftrages bewusst sind.
Der besteht u.a. darin, objektiv zu informieren. Eine Meinung können sich die meisten Zuschauer (und auch Schreiber hier im Block) schon selber bilden. Dazu brauchen wir Herrn Roth und andere nicht.
Das, was da aus dem Interview rausgeschnitten wurde, waren in Teilen Richtigstellungen Putins, wer diesen aktuellen Konflikt eigentlich begann und Erklärungen Putins, warum sich die Russen so und nicht anders verhalten haben. Diese Auffassungen kann man teilen oder auch nicht (Ich teile vieles davon nicht !) . Aber den Anspruch, Putins Meinung in unserem Fernsehen zu sehen, den habe ich schon. Und ich hätte mir gewünscht, dass es dazu nicht dieser Protestwelle hier bedurft hätte.
Das was man uns zunächst als die Originalfassung des Interviews servierte, war Thomas Roth’s Meinung, die sich im Wesentlichen – purer Zufall natürlich – mit dem Agieren unserer Kanzlerin in diesem Konflikt deckte. Die wollte ja bekanntlich noch vor einigen Tagen keine Ursachenforschung betreiben, Russland als den Bösewicht hinstellen und Georgien als das unschuldige Opfer präsentieren, das natürlich auch in die NATO könne, wenn es das wolle.
Das alles ist mir viel zu platt, schwarz weiß und wird der wirklich komplizierten Lage in dieser Region überhaupt nicht gerecht. Und über die objektiv zu informieren, daran sollten sich Fernsehmacher ab und an mal wieder erinnern und sich nicht zum Lautsprecher unserer Regierung degradieren.
Am 2. September 2008 um 09:02 Uhr Ich habe gleich Lunte gerochen, als ich sah, dass Putin im gesendeten Teil – trotz erkennbar schwelender Wut – letzendlich so vergleichsweise handzahm blieb und der Eindruck eines verdächtig friedlich-freundlichen Treffens zurückblieb. Und bingo, bei der Langversion war’s anders, ich sah sie zuerst auf russisch und verstand relativ wenig, aber schon das Nonverbale machte mich so neugierig, dass ich auf eine übersetzte Vollversion auch im Fernsehen wartete. Und wartete… Heute um sechs wusste ich noch von nichts. Toll! Verpasst! Naja, es gibt ja zum Glück noch die Youtube-Fassung, endlich mit Untertiteln, für mich zugänglich, aber das reicht nicht! Ich bin ja im Prinzip auch der Meinung, dass eine zeitnah gesendete Kurzfassung besser ist als eine zu spät gesendete Langfassung, aber inzwischen ist mir auch klar, dass das mit einer bewussten Verschleierung der Tatsachen verbunden war, traurig! Es wäre wünschenswert, dass noch einmal über einen besseren Sendeplatz nachgedacht wird, so dass sich jeder (!) angemessen informieren kann. Übermorgen zum Chat habe ich leider auch keine Zeit (Arbeitszeit für die meisten), es soll nicht sein. Schade… Immerhin, eine passende Geste.
Am 2. September 2008 um 09:03 Uhr Wenn man nicht genug Sendezeit für das ganze Interview hat dann kann man dieses doch wenigstens ungeschnitten (Unzensiert) im Internet veröffentlichen.
Damit würden dann auch die Zensurvorwürfe gegen das ZDF entkräftet werden.
Am 2. September 2008 um 09:09 Uhr Sehr geehrter Herr Roth,
es ist immer schwierig, richtig zu kürzen. Im vorliegenden Interview wurde leider sinnentstellend und irreführend gekürzt. Zumindest hatte ich diesen Eindruck. Woran es lag, weiß ich nicht. Vielleicht an einer “inneren Schere”. Zensur findet meist als eine Art “innere Schere” im eigenen Kopf statt, manchmal, ohne dass man es bemerkt. Diese Art Zensur war hier offensichtlich vorhanden. Im vorliegenden Fall wurde teilweise so gekürzt, dass der entgegengesetzte Sinn herauskam, zumindest in emotionaler Hinsicht.
Die Wirkung ist eine zunehmende Feindlichkeit gegen die russische Kultur, die sich auch darin zeigt, dass fast keine russischen Filme mehr gezeigt werden, und dass viele Filme, von denen es eigentlich alte Synchronisationen gibt, heute nur in russischen Originalfassungen erhältlich sind. Insbesondere fällt der Unterschied auf, wenn man es mit der Menge an amerikanischen Filmen vergleicht.
Wir dürfen einfach nicht vergessen, wie die deutschen Medien in anderen Fällen berichtet haben (im Fall Kosovo wurden die Bombardierungen als Hilfe dargestellt und die Abspaltung begrüßt.)
Man sieht immer den Splitter im anderen Auge, den Pflock im eigenen sieht man nicht. (Es kann auch sein, dass mir das hier bei meiner Antwort so geht.)
Es bringt keinerlei langfristige Vorteile, jemanden verächtlich zu machen. Ich glaube nicht, dass Sie das wollten, aber das Interview in der geschnittenen Fassung wirkte so.
Kann man die vollständige Fassung in einer offiziellen Form im Internet finden?
Viele Grüße von Bernd
Am 2. September 2008 um 09:12 Uhr Lieber Thomas Roth,
vielen Dank für das Interview und die Mühe, es zu kürzen. In Gegensatz zu dem, was hier viele unwissend behaupten, hätten sich natürlich viel weniger Menschen das komplette Interview angesehen – dafür ist der Journalist ja da, dafür sind Nachrichten ja da. Natürlich muss die Auswahl neutral erfolgen, aber da habe ich bei der ARD und speziell bei Ihnen keine Zweifel, gerade auch, nachdem ich den (angelich) kompletten Text irgendwo anders gelesen habe. Also lassen Sie sich nicht ärgern von den paar hundert Wirrköpfen hier, und machen Sie weiter Ihre sehr gute Arbeit!
Am 2. September 2008 um 09:16 Uhr Na, dann stelle ich meinen heute früh um 08:04 Uhr erstellten und nicht veröffentlichten Kommentar eben noch einmal rein und lasse das Max-Liebermann-Zitat am Ende weg. Max Liebermann, Sie wissen schon, der sagte mal: “Ich kann gar nicht soviel essen, …”
“WDR-Videotext, Texttafel 301, da steht das heutige Morgenprogramm. Jetzt immer noch. Und hinter 6.20 Uhr steht “Lokalzeit aus Bonn Stereo”
Im laufenden Programm des vergangenen Tages habe ich keinen Hinweis auf die vollständige Ausstrahlung des Putin-Interviews gesehen oder gehört, im ARD-Blog wurde es am gestrigen Tage nach 17 Uhr angekündigt, auf der WDR-Webseite gegen 21 Uhr und auf Videotext offenbar gar nicht.”
Am 2. September 2008 um 09:16 Uhr [...] dass Kürzungen auf spezifische Sendeformate doch ganz normal seien. Unzählige Mails, Blog-Kommentare und Reaktionsartikel haben immerhin Wirkung gezeigt, so dass zumindest in diesem Fall “der [...]
Am 2. September 2008 um 09:23 Uhr Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrter Herr Roth,
Nunmehr empfinde ich es als peinlich, zuzugeben, treu die GEZ-Gebühren zu zahlen, da ich nun sehe, das ich dadurch meine eigene Manipulation finanziert habe.
Es ist einfach nur peinlich !
Versuchen Sie bitte, anhand eines Vergleiches der geschnittenen (zensierten) Version mit der ungekürzten Fassung des Interviews, jemanden zu erklären, das es sich um eine OBJEKTIVE und NICHT-MEINUNGSLENKENDE, durch schlichtes weglassen der im Zusammenhang stehenden und zum Verständnis unkürzbaren Aussagen Putins, handele. Sie werden schnell bemerken, das man einen meinungslenkenden Journalismus nicht mehr wegdiskutieren kann.
ARD, ZDF und alle im Zusammenhang stehenden Sender habe ich jedenfalls soeben aus meiner Programmliste entfernt.
Herr Roth, ich habe auf Wikipedia gelesen, das sie nächstes Jahr das ARD-Studio in den USA (New York) leiten werden. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, aber es könnte der Eindruck entstehen, das es nur von Vorteil wäre, im voraus nicht unbedingt als “Russland-freundlich” (was in diesem Fall einfach nur einer neutralen Berichterstattung entsprechen würde) aufzufallen… Ich möchte Ihnen ausdrücklich nichts unterstellen, aber dieser Eindruck kann entstehen, wenn man diesen Umstand in direktem Bezug zum zensiertem Interview OBJEKTIV betrachtet !
MfG.
Am 2. September 2008 um 09:24 Uhr Ich habe mir ebenso erlaubt, mir die vollständige russische Version im YOUTUBE anzugucken.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei Herrn Rotn asdrücklich bedanken. Sein Bemühen, Putin aus dem vorbereiteten Textpassagen rauszulocken, hat funktioniert. Auch wenn es Herrn Rozh nicht immer gelngen ist, einen Journalisten von einem Publizisten in sich z trennen.
So oder so, das Interview ist zu einem ehrlichen Meinungsaustausch geworden, mit vielen deutschen Normalverbraucher-Zuschauer unangenehmen Wendungen, die dann erwartungsgemäß rausgeschnitten wurden (wie z.B. Putins Bezeichnung von verbleibenden Ami-Truppen in Deutschland als Besatzungstruppen). Mir ist aber bewußt, daß dies redaktionell erfolgte und Herr Roth dabei wenig Einflußmöglichkeiten hatte.
Gemessen am herrschenden Gleichschaltungsgrad in den deutschen Medien ist Zeigen der Vollversion des Interviews ein mutiger Schritt.
Am 2. September 2008 um 09:28 Uhr Hat jemand das volle Interview als mpeg2-stream? Dann könnte man das etwas bearbeiten, sowohl tontechnisch als auch deutlich machen, was alles rausgeschnitten wurde.
Am 2. September 2008 um 09:29 Uhr Nunmehr empfinde ich es als peinlich, zuzugeben, treu die GEZ-Gebühren zu zahlen, da ich nun sehe, das ich dadurch meine eigene Manipulation finanziert habe.
Es ist einfach nur peinlich !
Versuchen Sie bitte, anhand eines Vergleiches der geschnittenen (zensierten) Version mit der ungekürzten Fassung des Interviews, jemanden zu erklären, das es sich um eine OBJEKTIVE und NICHT-MEINUNGSLENKENDE, durch schlichtes weglassen der im Zusammenhang stehenden und zum Verständnis unkürzbaren Aussagen Putins, handele. Sie werden schnell bemerken, das man einen meinungslenkenden Journalismus nicht mehr wegdiskutieren kann.
ARD, ZDF und alle im Zusammenhang stehenden Sender habe ich jedenfalls soeben aus meiner Programmliste entfernt.
Am 2. September 2008 um 09:30 Uhr Nachdem ich den ganzen Text des Interwievs gelesen und mit den Stümpfen verglichen habe, welche Sie den Zuschauern (obendrein z. T. bis zur Fast- Unkenntlichkeit verstümmelt vorgesetzt haben, kann ich nur sagen: Ihre Ausreden sind einfach jämmerlich! Meinen Sie eigentlich, es mit unmündigen Kindern zu tun zu haben, welche Ihnen die technischen und zeitlichen Zwänge als Grund für diese offensichtliche Zensur abnehmen??? Das ist eine eine Schande und eine grobe Verletzung der Informationspflicht der ARD! Sie sollten nie wieder die Medien eines anderen Landes der Parteilichkeit bezichtigen – das, was Sie da abgeliefert haben ist ein Schulbeispiel von Zensur und Manipulation!
Wäre ich Putin, ich würde dafür sorgen, dass Sie nie wieder ein Interview bekommen! Die herrschende Clique in Deutschland wird Sie ja eh mit einem warmen Pöstchen für dergleichen Kriecherei belohnen. So verdammt Leid es mir auch tut: meine bisherige Hochachtung haben Sie endgültig verspielt. Aber damit können Sie ja sicher leben….
Am 2. September 2008 um 09:31 Uhr Naja lieber Herr Roth, Sie müssen wohl gedacht haben, dass man es ja mal versuchen kann. Aber die überhastete Entscheidung das Interview um 6.20 Uhr auf WDR zu senden, ändert nun nichts an der Tatsache, dass Sie ein Interview manipuliert haben. Im Übrigen hatten Sie offenbar Zeit genug, einzelne Worte aus Putins Sätzen zu schneiden, aber nicht, eine ordentliche Übersetzung über die MAZ sprechen zu lassen und diese dann auch auf der ARD-Website zu veröffentlichen. Das ist alles andere als glaubwürdig. Hinzu kommt noch Ihre Einlassung auf das Prozedere. Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie es gar nicht in der Hand hatten, dass die russischen Fernsehsender mitschneiden durften. Wahrscheinlich wäre der Termin geplatzt, wenn Sie sich hier quergestellt hätten. Die Verantwortlichen in Russland wissen genauso gut wie Sie, wie Medien funktionieren und was mit dem Rohmaterial angestellt werden kann.
Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis das vollständige Interview auf Ihrer Website zu finden sein wird. Bislang (09:30) ist das nämlich nicht der Fall. Und ich gehe mal davon aus, dass Sie die Übersetzung bereits schriftlich haben. Wenn nicht, dann können Sie sich ja mal mit den hier zitierten Bloggern in Verbindung setzen, die diese (eigentliche Ihre) Arbeit bereits gemacht haben. Und was ist eigentlich mit dem vollständigen Video? Wird das dann auch wie die gekürzte Version auf der Website veröffentlicht?
Ich möchte nur kurz auf mein obiges Argument (#282) zurückkommen. Durch dieses Verhalten haben Sie und die Tagesschau-Redaktion dem Ansehen der Presse in Deutschland einen Bärendienst erwiesen. Jede weitere mediensystemkritische Frage, die Sie und Ihre Kollegen in der Zukunft an russische Interviewpartner stellen, wird bedeutungs- und wirkungslos verpuffen angesichts solcher doppelten Standards. Genau das ist es, was so problematisch an Ihrem Verhalten ist. Sie desavouieren demokratische Werte und Normen und machen diese dadurch vollends beliebig.
Am 2. September 2008 um 09:37 Uhr [...] Gespeichert unter: Allgemeines — Marc @ 7:37 Uhr vormittags Die Tagesthemenmacher bekommen zur Zeit verbale Haue im Tagesschau-Blog. Sie hatten stolz ein Interview mit Wladimir Putin angekündigt und dann eine gekürzte Fassung [...]
Am 2. September 2008 um 09:40 Uhr Einige Kommentatoren schreiben zum “Roth-Putin-Fall”: “Schämen Sie sich, Herr Roth!”. Ich greife das hier gerne auf. Oder glauben Sie wirklich, Thomas Roth, dass man Ihnen Ihre “Gegendarstellung” abnimmt. Sie hätten genug Zeit gehabt, eine ordentliche Übersetzung zu machen. Sie hätten genug Sendezeit gehabt, das Interview in voller Länge zu zeigen – wenn Ihre “Anstalt” (welch treffender Name) gewollt hätte. Denn wen interessiert schon ein amerikanischer Wahlparteitag, oder dass Kerner kocht, oder die Wettervorhersage, die eh nie stimmt. Wobei letzteres übrigens gut ins Bild passt …
Am 2. September 2008 um 09:50 Uhr Heute morgen hieß es in der Tagesschau in etwa wie folgt:
“Die USA zeigten sich über die Ergebnisse des EU-Sondergipfels zufrieden”.
Das fasst in einem Satz zusammen, worum es eigentlich geht. Nicht um Georgien, nicht um Afghanistan, nicht um Tibet, sondern nur um die Interessen der USA und ihrer willfährigen Vasallen, von denen Großbritannien nach wie vor der willfährigste ist, aber gleich danach kommen schon wir. Und die Medien? Statt wenigstens von sich aus mal auf den Präzedenzfall Kosovo hinzuweisen und vor allem auf die Öl-, Gas- und Pipeline-Problematik, redet man völlig unkritisch einem neuen “Kalten Krieg” das Wort und unterstützt so auch noch die Kriegstreiber in Washington. Auch Herr Roth soll sich nichts auf seine “kritischen Fragen” einbilden, solange er nicht auf die Punkte kommt, um die es geht.
Am 2. September 2008 um 09:53 Uhr Was mich am meisten bestürzt ist die Tatsache, dass dieses handfestes journalistisches Eklat in keinsterweise in anderen “unabhängigen” Medien beleuchtet wird.
Eine Schande für die deutsche Medienlandschaft
Am 2. September 2008 um 09:56 Uhr Sehr geehrter Herr Roth,
wer Ahnung vom Fach hat, weiß, dass Redaktionen kürzen müssen. Ich selbst habe das in meiner Zeit als Redakteur mit x Artikeln gemacht. Meine eigenen Beiträge als freier Journalist, sei es für die Zeit, sei es für den Stern, wurden von verantwortlichen Redakteuren gekürzt. Das ist völlig normal. Wer das Zensur nennt hat, keine Ahnung, wovon er redet (oder schreibt). ABER: Es kommt immer darauf an, WIE gekürzt wird. Immer dann, wenn Her Putin Zusammenhänge herstellt, mit denen ziemlich eindeutig eine Doppelmoral der US-Regierung und der NATO entlarvt werden, schnappte die Kürzungsschere zu. Das ist ZUMINDEST merkwürdig. Nur ein Beispiel von vielen: Putin erwähnt die Anerkennung des Kosovo als Gegenbeispiel zur russischen Anerkennung von Südossetien und Abchasien. Schnitt. Es gibt noch viel gravierendere Passagen.
Wer die zwischenzeitlich im Netz kursierende Langfassung des Interviews mit der gesendeten vergleicht, kann sich eines Eindrucks nicht erwehren: Wenn schon nicht beabsichtigte Zensur die Kürzungen diktierte, dann offenbar die eingebaute “Schere im Kopf”. Mich überrascht das allerdings nicht, angesichts der deutschen Medienentwicklung der letzten Jahre. Aber zum Glück gibt es ein funktionierendes Internet…
Hochachtungsvoll
Werner Schlegel
Am 2. September 2008 um 10:01 Uhr Man sollte sich den 30.08.2008 gut merken und das ganze Interview, in dem die gekürzten Stellen sichtbar sind, ausdrucken und gut aufheben. Ich befürchte der ARD ist nicht klar, was sie damit angestellt hat.
Duch Internetblogs bin ich auf diese Zenzur aufmerksam geworden (Radiohörer) – nicht nur das sie ihre Journalisten Kollegen in Russland, die ihr Leben für (relativ) frei Berichte verhöhnen und damit Herrn Putin in die Hand spielen, das einbischen Zensur ok ist – nein es ist auch Fatal für Deutschland.
Nach Bildblog.de ist jetzt wohl ardblog.de nötig.
Erschreckend finde ich, das scheinbar kein einzige Tageszeitung diesen Vorfall aufgreift.
Statt Brennpunkte mit schön schrecklichen Bildern sollte die ARD gute Sendungen aus aktuellen Anlässen wiederholen, bzw einkaufen und zeigen – z.B. Artes “Mit offenen Karten” zu Georgien um Hintergründe aufzuzeigen – und nicht alles auf 2-3 Minuten zusammenzukürzen und nur Eindruck und Oberfläche zu vermitteln – oder gar MEINUNG wie es die Bild tut. TV=Opium-fürs-Volk – ARD als Informationsquelle unbrauchbar. Wir bräuchten in Deutschland soetwas wie DemocracyNow! jedoch siehts in den USA auch nicht gut aus – Amy Goodman wurde gestern verhaftet. Freie Medien/Journalismus ade?
Erst Vorratspeicherung, denmächst Internetzensur und Verfolgung von Bloggern, die Systemkritisch sind? Man muss wohl Doppeldenk üben und stärker darauf achten, was nicht gesagt wird.
ARD, wie wäre es das Interview um 20:15 ungekürzt zu zeigen und mit einem roten Rand am Bildschirm die ursprünglich weggeschnittenen Passagen zu kennzeichnen?
Vielleicht mit einer anschließenden Sendung/Diskussion Zenzur/Medienmanipulation. Medienkompetenz ist ein beliebtes Buzzwort – dazu gehört auch die Fähigkeit Manipulative Berichterstattung zu erkennen. Die ARD hat einen Informations und Bildungsauftrag – also nicht nur Sport, Soap, Unterhaltung…. seit ehrlich und Offen, der Schnitt dieses Interviews war ein großer Fehler!
Am 2. September 2008 um 10:10 Uhr Sehr geehrte Damen und Herren der Tagesschauredaktion,
was Sie als Thomas Roths Interview mit dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin abgeliefert haben ist mutwillige und gezielte Meinungsmache. Ich werde hier nicht auf die vielen bereits angesprochenen und kritisierten „Schwächen“ und „Fehler“ bei der öffentlichen Präsentation des Interviews eingehen (siehe oben). Grundsätzlich meine ich, dass die sogenannten Fehler oder Schwächen des Interviews weder zeitlich, technisch noch personell bedingt oder zu entschuldigen sind. Anders gesagt, die Wiedergabe des Interviews und in der Folge weitere Reaktionen widerspiegelt Probleme bei den beteiligten und vor allem verantwortlichen Machern der Sendung, die nicht in der Lage sind echten Journalismus, noch dazu auf einen öffentlich-rechtlichen Sender (GEZ!), zu betreiben, betreiben zu wollen? Das von Ihnen Abgelieferte war keine Arbeit für Ihre Zuschauer, diente nicht der Aufklärung und Analyse, und war leider auch nicht nur schlecht gemacht. Nein, Sie verstehen ihr Handwerk, Mittel und Methodik passten zum Zweck, aber dieser Zweck passt, wie ich sehe, vielen Zuschauern nicht. Raik B.
Am 2. September 2008 um 10:12 Uhr WDR-Videotext Tafel 301 mit dem heutigen Morgenprogramm.
Dort steht jetzt (10:11 Uhr) immer noch unter 6:20 Uhr “Lokalzeit aus Bonn Stereo”
Wer, sehr geehrte Damen und Herren von der ARD, sollte denn bei dieser Ihrer Informationspolitik das Putin-Interview auf diesem Regionalsender finden?
Am 2. September 2008 um 10:13 Uhr Lieber Herr Roth,
das ging ja wohl richtig nach hinten los. Ein besseres Podium konnten Sie dem russischem Ministerpräsidenten nicht liefern. Lächerlicher konnten Sie die europäischen Massenmedien nicht machen. Es ist schon schlecht, wenn man mit einem gebildeten Menschen diskutieren muss und selbst keine Fakten kennt, sondern nur die eingebläute Ideologie aus dem Abitur, dann bleibt nachher nur das massive Schneiden des Gegenübers zu einem ebenso belanglosem Gesprächspartner über. Gut, das es diesmal nicht geklappt hat!
Herzliche Grüße,
kh.
Am 2. September 2008 um 10:21 Uhr Fehler? Versehen? Zufall? Oh nein! Erinnert sich noch jemand an die Rede, welche Putin vor gut einem Jahr auf Teltschicks Sicherheitskonferenz in München hielt? Ü b e r welche Tonnen Druckerschwärze und Kilometer Fernsehmaterial an den Kopf des deutschen “Souveräns” geschmissen wurden? Während man den Text selbst sorgsamst unter Verschluss hielt? Warum wohl? Damit der deutsche Michel nicht merkt, dass das, was der Mann zu sagen hatte, durchaus Sinn machte und nachvollziehbar war?? Oder an den in allen Blättern und auf allen Kanälen mit gut gespielter Empörung gescholtenen und verurteilten Hohmann-Brief? Den man dem unmündigen deutschen Bürger auch nicht zumuten wollte? Oder an den Flyer, der Möllemann das Leben kostete – und der, obwohl wochenlang Top-Thema in allen Medien, nur zwei-drei Mal im Fernsehen kurz vor unserer Nase hermgewedelt wurde, so, dass man zwar das Kotterfei des Herrn Friedmann, jedoch kein einziges Fetzelchen des Textes zu sehen bekam? Und, und und? Ja warum glauben Sie wohl, möchten die deutschen “Demokraten” auch das Internet unter ihre Kontrolle bringen? Um uns vor Terroristen zu schützen? Wer’s glaubt, kommt in Franz-Josefs Patenhimmel!
Jedoch: verdient der sogenannte deutsche “Souverän” in seiner überwiegenden Mehrheit nicht genau das? Oder hören Sie irgendwo Massenproteste gegen die allgegenwärtige und offensichtliche Manipulation???
Am 2. September 2008 um 10:28 Uhr Gestern hat der russische Aussenminister Lawrow in der Hochschule fuer internationale Beziehungen vor den kuenftigen russischen Diplomaten (jetzt vorerst mal Studenten) aufgetreten. Nach dem Auftritt gab es Fragen, darunter auch ueber dieses Interview: wie es moeglich sei, dass der Premierminister einem Roth eine Stunde Zeit zur Verfuegung stellt, um dann gegenueber der deutschen Oeffentlichkeit gefaelscht zu werden.
Die Antwort lautete: “Unsere historische Aussoehung mit Deutschland fand schon seit laengerer Zeit statt und keinem gelingt es mehr, einen Keil zwischen Beziehungen der beiden Voelker zu treiben”.
Ihre Meinung zu dieser Aussage Lawrow’s, Herr Roth?
Geben Sie ihm Recht?
MfG
Juri
Moskau
Am 2. September 2008 um 10:37 Uhr Die ARD hat das Video nun auf ihren Webseiten veröffentlicht:
http://www.tagesschau.de/multi…..71414.html
Glückwunsch an den Übersetzer! Ein guter Weg, Putins ernsthafte Anschuldigungen ins Lächerliche zu ziehen…
Am 2. September 2008 um 10:46 Uhr Werner Schlegel
Ich denke, Sie haben das Problem auf den Punkt gebracht. Sie kritisieren nämlich das Weglassen der Passagen, wo Putin die “NATO entlarvt” hat, also etwa beim Vergleich mit dem Kosovo. Ich finde durchaus, dass man sich mit diesem Argument beschäftigen muss. Habe es selber in einem Blog getan und es ist auch ein Teil der öffentlichen Debatte. Nur journalistisch ist dieses Argument Russlands in fast jeder Tagesschau-Sendung gebracht worden. Es kann also keine Rede davon sein, dass es unter dem Tisch gefallen ist. Wie man die Stichhaltigkeit des Argments beurteilt, ist eine andere Frage. Ob im Westen darüber sinnvoll gestritten worden ist, wage ich auch zu bezweifeln. Nur für das Putin-Interview kann das wohl kaum ein journalistisches Kriterium bei der Kürzung sein. Und nur darum kann es bei der Beurteilung des Interviews gehen. Es sei denn, der eigene Focus liegt auf der Entlarvung der Nato … . Scheren im Kopf können durchaus auch anders funktionieren. Und genau das ist der eigentliche Punkt in der Empörung: Die Leute finden in Putin ihre eigene Überzeugung wieder. Die hat Roth rausgeschnitten – und deshalb wittern sie jetzt Manipulation und Skandal.Tatsächlich kann man über die Berichterstattung diskutieren. Man kann sich auch kritisch mit der westlichen Russland-Politik beschäftigen. Nur das an diesem Interview festzumachen, ist hanebüchener Unsinn. Es sei denn, “Die Entlarvung der NATO” wäre auf einmal eine journalistische Kategorie bei einem Interview mit dem russsischen Ministerpräsidenten. Putin bekam Gelegenheit, seine Position zu formulieren und etwas über die zukünftige Entwicklung zu sagen. Journalistisch betrachtet ist das Interessanter als seine Ausführungen über die Doppelmoral des Westens. Wenn man also kürzen muss, ist es durchaus gerechtfertigt, es an dieser Stelle zu tun. Die russische Regierung Russland hat sich auch nicht darüber beschwert.
Bei der Beurteilung der Kürzung kann es nur um diese Frage gehen – und nicht um “Entlarvung” von Sonstwem. Eine ganz andere Geschichte ist es allerdings wie hier in diesem Blog argumentiert wird. Die stimmt tatsächlich nachdenklich.
Am 2. September 2008 um 10:47 Uhr Auch ich bin erst durch einen Internetblog auf diese ganze Manipulation aufmerksam geworden und verfolge das ganze seit einpaar Tagen. Wie kann Herr Roth in seiner Stellungnahme davon sprechen, dass von Zensur keine Rede sein kann? Daher Frage ich mich, ob wir ein falsches Weltbild haben oder Sie?
Wer die gesendete Version und die Version im Internet vergleicht, kann doch hier nur eine Zensur feststellen. Entweder sendet man so ein wichtiges Interview entweder GANZ oder GARNICHT! Zumindestens ins Internet hätte man eine Vollständige Version stellen können! Meinet wegen auch nur ein Transskript.
Außerdem ist es lächerlich, dass die ARD, mMn, so einem wichtigen Interview keine 30 Minuten Sendeplatz einräumen kann, aber dann die ganze Nacht vom “Kampf ums Weiße Haus” berichtet. Hierbei handelt sich es mMn um gezielte Zensur und MEinungsmache. Es ist mir schon desöfteren in der Deutschenmedienlandschaft aufgefallen.
Auffällig ist auch zudem, dass die Zeitung voll davon sind, wenn die ARD die Deutschlandflagge einmal falsch abgebildet sendet und es ein riesen Skandal daraus wird, obwohl es mMn absolut lächerlich ist, da nunmal da ein Mensch am Werk war und dann sowas vorkommen kann. Bei diesem Thema gibt es aber null Reaktionen in den Zeitungen.
Hilfe! Langsame beginne ich den Verschwörungstheoretikern zu glauben, weil diese Art von Journalismus nicht mehr anders erklären kann.
Am 2. September 2008 um 10:51 Uhr Zum Schluss darf eines nicht ungesagt bleiben: bei aller berechtigten Schelte muß man der ARD zugute halten, dass sie die doch recht harrsche Kritik auch veröffentlicht! Was in der ach! so freien deutschen Medienlandschaft heute eher die Ausnahme ist – man nehme nur den ehemaligen “Wachhund der Demokratie” der nach Augsteins Ende zum Jubel-Pudel des Neocon-Ablegers Bertelsmann-Stiftung wurde…
Sollte eventuell doch noch nicht alles verloren sein? Müssten wir, die wir doch die Zwangs-Finanzierer der öffentlich-rechtlichen Medien sind, nur einfach öfter und lauter und härter den Mund auf- um das Steuer in extremis noch mal rumzureissen???
Schön wär’s! Ich selber mag es nicht glauben: zu sehr habe ich alle -ismen des vergangenen und dieses Jahrhunderts am eignen Leibe zu spüren bekommen….
Am 2. September 2008 um 10:52 Uhr Sehr geehrte Damen und Herren,
ich moechte ihnen nicht wie viele meine Vorredner mutmaßliche Meinungsmache vorwerfen, denn das kann ich nicht belegen, Fakt ist jedoch, dass diesem sehr wertvollen Interview entscheidende Teile fehlen, Teile, in denen Putin durch seine Aussagen klar widerlegt, was man hierzulande ueber ihn denkt, da muss ich mich doch fragen: warum? dass eine Kuerzung aufgrund von Sendezeiten notwendig war sehe ich ein, aber es kann doch meiner Meinung nach nicht angehen, dass dabei der groeßte Teil der Wahrheit auf der Strecke bleibt, nicht im Öffentlich rechtlichen Fernsehen.
Tatsaechlich sind das Methoden, die an Zensur erinnern, vorallem aber wirft es zwei Fragen auf:
Warum fehlen die entscheidenden Teile?
und:
Werden Interviews oefters derart ungluecklich gekuerzt?
Auch die Stellungnahme von Herrn Roth brignt hier keine Klarheit, sie verstaerkt eher noch den Zensur-Eindruck, denn die Wiederholung auf WDR zur unguenstigen Zeit von 6.20 klingt nciht gerade danach, also sollten damit viele Menschen erreicht werden, die Onlineveroeffentlichung wird auch nicht alle erreichen, die sich ihre Meinung aufgrund der gekuerzten Version gebildet haben.
Leider muss ich hierbei auch an die Berichterstattung der Tagesthemen (06.04.08) ueber die Schwarzen Loecher am LHC beim CERN in Genf denken, diesem Thema wurden 3 Minuten gewidmet, sie wurden dem Problem in keinster Weise gerecht, im Gegenteil, sie schufen ebenfalls jede Menge gefaehrliches Halbwiwsssen, auf die Seite der CERN Forscher und deren Hauptargument wurde dabei auch nicht eingegangen, dieser Beitrag sorgte im Fachbereich Physik der hiesigen Universitaet fuer blankes Entsetzen. Gerade stelle ich fest, dass der ARD Hoerfunk am 16.08.08 einen erklaerenden beitrag veroeffentlich hat, der aber immer noch einen sachlichen Fehler enthaelt (diese Mini Black Holes am LHC haben mit den Dingern wie wir sie aus dem Kosmos kennen nichts zu tun).
Angesichts solcher Journalistischer Fehlleistungen frage ich mich dann als drittes:
wofuer bezahle ich GEZ?
Am 2. September 2008 um 11:00 Uhr Man muß sowohl der ARD, wie auch dem ZDF eine nicht dem Rundfunkstaatsvertrag entsprechende Berichterstattung konstatieren. Es geht hier nicht um journalistische Freiheit, sondern es geht um Manipulation der öffentlichen Meinungsbildung. Sowohl hinsichtlich der Bush-Administration, wie auch aktuell in diesem Fall, wird ganz gezielt in eine Richtung berichtet- und das ist nicht der erste Beitrag von Herrn Roth, bei dem man von vornherein weiß, welche Tendenz zu erwarten ist. Bei Herrn Roth, dessen “Moskauer” Arbeit ich früher übrigens sehr schätzte, wünsche ich mir, daß er seine journalistischen Fähigkeiten gegenüber deutschen Politikern ausspielen würde – hier entpuppt er sich als “zahnloser Tiger”.
Ein politischer Journalist hat eben andere Anforderungen zu erfüllen, als der Moderator einer (übrigens extrem peinlichen) Energiesparsendung.
Am 2. September 2008 um 11:01 Uhr das Problem ist: nach solchen – leider nicht einmaligen – Medienmanipulationen werden sich immer mehr Menschen von den öffentlich-rechtlichen abwenden, wie schon von der Politik.
Was aber bleibt dann? private Medienkonzerne und Internet.
Letzteres erreicht eine verschwindend kleine Zahl kritischer Bürger.
Die Masse wird mit Tittytainment zugekleistert, selbständiges, kritisches Denken unerwünscht.
Am 2. September 2008 um 11:06 Uhr das Problem mit solchen – leider nicht einmaligen – Medienmanipulationen:
immer mehr kritische Bürger wenden sich ab von den öffentlich-rechtlichen. Was aber bleibt dann? private Konzerne und Internet.
Letzteres erreicht eine verschwindend kleine Zahl kritischer Bürger. Die Masse wird mit Tittytainment zugekleistert, selbständiges, kritisches Denken unerwünscht.
Am 2. September 2008 um 11:09 Uhr ARD, ich erwarte von Ihnen und Ihrem Mitarbeiter (Herr Roth) eine öffentliche Entschuldigung für die Verbreitung von offensichtlich manipuliertem Material zum Zwecke einer propagandistischen Berichterstattung. Desweiteren erwarte ich als (noch) Gebührenzahler, dass diese Entschuldigung zu einer Sendezeit erfolgt, die es einem arbeitenden Zuschauer erlaubt, diese entgegenzunehmen.
Ich hoffe, dass diese Angelegenheit noch weitere Kreise ziehen wird, um zukünftig von derartig manipulierten und somit falschen Sendungen verschont zu bleiben.
Ich will keine vergefertigte Fokussierung, durch wen auch immer …
MfG jens.albertII
Am 2. September 2008 um 11:18 Uhr Herr Putin ist einer der Hauptprotagonisten dieser “Show”. Das Interview mit dem zu kürzen ist eine politisch gewagte Aktion. Man kann doch nicht in dieser Situation (Propagandakrieg usw.) erwarten, dass es übersehen wird und/oder ignoriert oder als unwesentlich eingestuft wird? Jedes wort diesen Mannes wird bereits analysiert, da die Zukunft vieler von seinen Handlungen abhängt. Mich wundert nur, dass ich mich darüber hier noch ausführen muss…
Warscheinlich deswegen gibt es jetzt so viele verschiedene Interpretationen davon, was Putin gesagt hat?
Ich fand z.b. seine Position stark, seine Argumente nicht schlechter als seiner Opponenten. Die meisten hier im Blog aber nicht. Ist das vielleicht ihre Schuld, Herr Rot? Kann es sein dass Sie, mit so viel Erfahrung immer noch so naiv sind zu glauben, dass es derart Abkürzungen sich nicht auf öffentliche Meinung auswirken? Oder sind Sie oder Ihre Vorgesetzten auch von Propaganda betroffen?
Am 2. September 2008 um 11:20 Uhr http://www.tagesschau.de/multi…..71414.html
Mein Gott wass ist das denn für eine Übersetzung? Das kann man ja kaum aushalten. Musste zuerst lachen, aber es ist mehr als ärgerlich was da einem zugemutet wird.
Die Klischees müssen natürlich bedient werden, wo kämen wir hin ohne das bild vom russen was der Übersetzer vermittelt.
Ich frage mich wie man mit so einer Stimme als Übersetzer arbeiten kann und gar Staatsmänner dolmetschen darf?
Schon komisch das Putin selbst akzentfreier deutsch sprechen kann.
Am 2. September 2008 um 11:23 Uhr GEZ zahlen wir, damit solche Leute sich wichtig vorkommen können und in Ihrem beamtsicheren Job Mist bauen dürfen bis die Schwarte kracht – hauptsache, der Rubel rollt!
Am 2. September 2008 um 11:25 Uhr Herr Roth hat mitgeteilt, dass in voller Länge dauert es 40Minuten
Warum hat ARD wieder gekürzt ausgestrahlt – nur 29Minuten.
Am 2. September 2008 um 11:28 Uhr Sehr geehrter Herr Roth,
die Russen und die Deutschen sind die zwei größten Völker in Europa. Dementsprechend ist es außerordentlich wichtig, dass Vorurteile, Feindbilder und gegenseitiges Unverständnis abgebaut werden. Stattdessen brauchen wir mehr Zusammenarbeit und Kenntnis voneinander. Die Russen und die Deutschen können sehr viel voneinander lernen, sich sehr gut ergänzen.
In dieser Situation fällt einem Mann in Ihrer Position, der als einer der wenigen Russland-Reporter, Experten und Slawisten das Russland-Bild der Deutschen prägt, eine besondere Verantwortung zu. Es ist eine historische Aufgabe, die beiden Völker einander näher zu bringen, aber Sie tun meines Erachtens zu wenig dafür. Ich will damit nicht sagen, dass man alles in Russland schönreden soll. Man sollte aber auch nicht verzerren, lügen und tendenziös berichten. Ihre Reportage aus dem “schwer zerstörten” Gori war eine maßlose Übertreibung und sorgte für ein schiefes Bild dieses Konflikts. Ähnliches war schon früher oft zu beobachten.
Halten Sie ein, fragen Sie sich, ob Sie eine positive Rolle in dieser Welt gespielt haben, wenn Sie nicht mehr da sind. Welche Rolle ist ehrenhafter: die des Brückenbauers und des Versöhners oder die des Zahnrädchens in einer Propagandamaschine? Erst recht, da Sie immer behaupten, das Land angeblich zu mögen.
Denken Sie bitte nach.
Am 2. September 2008 um 11:32 Uhr [...] http://blog.tagesschau.de/?p=1380 [...]
Am 2. September 2008 um 11:33 Uhr Sehr geehrter Herr Roth,
Auch ich gehöre zu denen, die sich wegen der Art und Weise der Berichterstattung vor den Kopf gestoßen fühlen. Dies um so mehr, als dass Sie mit Ihrem Kommentar “Von Zensur kann keine Rede sein” den Vorwurf der bewußten Manipulation KEINESWEGS entkräftet haben. Allein durch das Weglassen ganzer Passagen hat das Interview den von Ihnen gewünschten Effekt erziehlt. Mehr noch, Ihre Absicht manifestiert sich insbesondere in dem Aufwand, einzelne Wortgruppen, ja sogar einzelner Wörter aus Putins Darstellungen so zu streichen, dass Sätze eine genau gegenteilige Aussage erhielten.
Da stellt sich die Frage, was wollten Sie mit einem derat zurechtgestutzten Interview erreichen? War das DER Beitrag der ARD im Vorfeld des EU-Gipfels zur Kaukasus-Krise? Cui bono?
Nun gut – auch ich sehe dieses teil-teil-ausgestrahlte Interview nur als absolute Spitze eines gewaltigen Eisberges an Desinformation, Manipulation und Lüge. Längst ist auch die ARD Teil eines “Mediensystems” geworden, das sich tükisch und aufdringlich als Barriere zwischen den so genannten Normalbürger und die Realität stellt. Für immer mehr Menschen wird es immer schwieriger, die real existierende Welt so wahrzunehmen und verstehen, wie sie ist. Sollte es nicht Ihre Aufgabe sein, aufzuklären anstatt zu vernebeln?
TV? Nein, Danke!
U.N. – Billiglohnarbeiter in einem Heuschreckenunternehmen
Am 2. September 2008 um 11:41 Uhr Hallo und Willkommen im Club !!!
Wie Feige die ÖR sind, Herr Roth sowieso, zeigt sich darin, ich hatte gestern am 01. September 2008 um 17:49 einen Kommemtar geschrieben, der ausdrückte was bisher das sagt, wie die Reaktionen im blog sind.
Wann wird er gefeuert? Wozu noch GEZ wenn laufend der Verfassungsauftrag mißachtet wird.
Wer kennt die Sendung “Der schwarze Kanal” und Karl Eduard von Schnitzler”, dermache sich sein Bild von ARD und ZDF.
Ach ja, sollte sich Herr Roth beleidigt fühlen, was ja in seinen Kommemtar von gestern anklang, es gibt ein altes Sprichwort
” Wie du mir, so ich dir”.
Am 2. September 2008 um 11:43 Uhr Leider haben Sie immer noch ein Teil des Interviews, nämlich am Schluss nicht gebracht unter
http://www.tagesschau.de/multi…..71414.html
Herr Putin bedankt sich ebenfalls für das Interview. Diese Sequenz wurde abgeschnitten. Dies ist mindenstens als Unhöflichkeit zu werten. Wenn der Zuschauer erst mit immensen Druck hinter jeder VOLLSTÄNDIGEN Veröffentlichung herlaufen muss, ist dies unangenehm.
Am 2. September 2008 um 11:45 Uhr [...] Heute werden wir mehr über bloggen sprechen. Als Beispiel wurde über den Blog von Tagesschau diskutiert. Der Interview mit Putin auf dieser Seite wurde als ein erfolgreicher Beitrag [...]
Am 2. September 2008 um 11:46 Uhr [...] dann, nach einer sauberen Bearbeitung, die vollständige im Internet, so wären nicht bisher 536 Kommentare im Blogbeitrag sowie unzählige Blogeinträge aufgelaufen, von denen einer dem anderen “Zensur, [...]
Am 2. September 2008 um 11:48 Uhr Ich möchte hiermit alle die, die einen entwickelten sprachanalytischen Sinn haben, dazu anregen, daß wir uns in dezidierter Analyse solcher Verstöße gegen Wahrheit und Wirklichkeit gemeinsam und energischer annehmen.
Und die Zwangsmitglieder der GEZ könnten einen guten Grund erkennen, die Zahlung der Rundfunkgebühren vom kommenden Rechnungszeitraum an mit der Begründung einzustellen, daß eine dermaßen verfälschende intrigante Meinungsmache der öffentlich rechtlichen ARD und ihrer Tagesschau, wie sie sich am gegebenen Beispiel selbst entlarvt, förderhin nicht hingenommen werden kann. Liegt in ihr offenbar nicht nur nichts Gutes, sondern eine vitale Schädigung des öffentlichen Bewußtseins und der Moralität, wäre ein nächster Schritt die Geltendmachung von Schadensersatz in praktisch unbegrenzter Höhe, zahlbar an ihre Millionen von Opfern, uns alle.
Wenn Journalisten des Mainstreams sich zunftgemäß mit Kriegstreibern, Betrügern oder Massenmördern einlassen, ja verbrüdern, entsteht eine Form von Hurerei, die nicht nur nicht geduldet werden kann, sondern bestraft werden muß.
Die Unverschämtheit einer vorgeblichen Reportage findet indes – welch eine Steigerung! – noch ihren einsamen Höhepunkt, wenn Stuchlik in Form eines hypothetischen Urteils suggeriert, die Russen würden in Südossetien einen Genozid veranstalten, also genau das machen, was in Wahrheit die Georgier unter US-Anleitung den Südosseten angetan hatten. Originalton Stuchlik: «Wenn das, was wir sehen konnten, wirklich in großem Maßstab und systematisch passiert, dann ist das Wort von der ethnischen Säuberung im Kaukasus nicht zu hoch gegriffen.»
Dieser Satz, diese infame wenn-dann-Konstrukion, ist es wert, einmal genauer betrachtet zu werden. Denn nicht nur suggeriert Stuchlik in ihr das krasse Gegenteil dessen, was wirklich geschah, Stuchlik outet sich auch als ein Sprachrohr Geoge W. Bushs, der nach dem Prinzip «selber doof» in primitiver Umkehrung dessen, was wirklich geschah, den Russen einfach das angelastet hatte, was die Georgier mit US Hilfe in Südossetion selbst veranstaltet hatten, einen Genozid nämlich. Nur macht es Stuchlik nicht ganz so primitiv wie Bush, denn das wäre zu leicht als falsch entlarvt. Er benutzt einmal das hypothetische «Wenn-dann», aber nicht, um anschließend, und sei es nur in dieser logisch abhängigen Form, die Sache einer ethnischen Säuberung tatsächlich zu behaupten, sondern um einmal mehr ins rein Sprachliche abzudriften und zu verkünden, dann sei das «Wort» von der ethnischen Säuberung im Kaukasus «nicht zu hoch gegriffen».
Am 2. September 2008 um 11:48 Uhr [...] erbricht sich der Zorn der GEZ-Zahler nun seit Tagen über dem Blogeintrag der Tagesschau. Auch wenn in denn hunderten von Kommentaren keine Stellungnahme der ARD oder von [...]
Am 2. September 2008 um 11:56 Uhr Also,ich bin selbst Russe und ich kann euch sagen das ihr “übersetzer” übersetzt volle gegenteil von wörter die Putin gesagt hatt.Wo haben sie ihn gefunden?Kann er überhaupt Russisch verstehen?Weil wehn mann Apfel sagt,dann übersetzt mann nicht die bedeutung von apfel sondern Wort im Wort apfel=apfel.
Also ich kann nur sagen das ich nieeeee mehr Ard news gucken werde,solche mühl und propoganda, möchte ich nicht ansehen.UND DAS NOCH FÜR MEINE!GELD.
Tja da sieht man wie unzensiert tatsächlich ihre Europas und Usa zeitungen sind.
Am 2. September 2008 um 11:58 Uhr Sehr geehrter Herr Roth,
Zuallererst, ich fand das geführte Interview von Ihnen sehr gut und aufschlussreich. Immerhin sind Sie als Journalist eine der wenigen Personen, welche überhaupt die Möglichkeit haben, öffentlich solche Fragen stellen zu können (wie und ob diese dann beantwortet werden, ist ja wieder ein thema für sich). Ich weiß, dass Sie nicht von Zensur sprechen wollen (http://www.tagesschau.de/ausland/roth100.html), und trotzdem sind dann zumindest “Fehler” bei der Berichterstattung passiert, die das Gefühl einer Zensur aufkommen ließen. Ein Beispiel: von dem o.g. Link führt ein weiterer Link auf der rechten Spalte zu “Das am 29.08.2008 ausgestrahlte Interview mit Wladimir Putin im Wortlaut”. Dort angekommen lautet die Seitenüberschrift nur noch “Das Interview mit Wladimir Putin im Wortlaut” bzw. “Neun Minuten Interview mit Wladimir Putin im Wortlaut” (siehe http://www.tagesschau.de/ausland/putin172.html). Plötzlich wird dadurch suggeriert, es sei das komplette Interview, was – wie wir mittlerweile alle wissen – nicht stimmt.
Meine Bitte an Sie: Achten Sie bitte in Zukunft auch auf diese Details, denn immerhin können durch solche “Kleinigkeiten” komplett unterschiedliche Meinungen gebildet werden, die aber dann leider nicht mehr den wahren Tatsachen entsprechen. Auch hätte ich mir gewünscht, von Anfang an, zumindest in größerem Maße darauf hingewiesen worden zu sein, dass das Interview nicht vollständig ist. Auch hätte ich mir gewünscht, dass Interviews wie dieses in ihrer vollen Länge früher veröffentlicht werden, denn heute sieht die Welt schon wieder anders aus, und das Interview ist nichts anderes mehr als ein Geschichtsdokument, das keinen großen Einfluß mehr auf das aktuelle Geschehen nehmen wird (übrigens genauso wenig, wie auf die Millionen Zuschauer, die nur die andere Fassung des Interviews kennen). Für mich bleibt das hier ein Fall von vielleicht unbeabsichtigter Zensur, der bei der tagesschau nicht passieren sollte.
Mit freundlichen Grüßen,
Matthias S.
P.S: Hier (http://www.russland.ru/rupol0010/morenews.php?iditem=20483) habe ich noch eine andere Transkription des kompletten Interviews gefunden, zusammen mit einem Artikel über die Zensur bei der ARD. Auch wenn ich mit diesem Artikel nicht übereinstimme, so ist es doch auch interessant, die Ansichten “der anderen Seite” zu kennen.
Am 2. September 2008 um 12:06 Uhr Ich kann, eigentlich, nichts mehr beifügen. Europa hat Angst. Angst vor den USA. Deswegen werden die Sachen so umgedreht, wie es, an der ersten Stelle, den Amerikaner passt… ARD lebt von unserem Geld und erlaubt sich noch sowas..
Und, noch was, da sagte einer, der Saakashwili ist den Russen überlegen – er kann Englisch und den spricht er auch die ganze Zeit, wenn er rumbettelt. Aber nicht vergessen, Putin kann deutsch.. Er sprichts aber nicht mit den Deutschen Journalisten – warum nicht? Es gibt eine klare Antwort.
MfG
Am 2. September 2008 um 12:10 Uhr ich habe Putins Interview gegenüber ARD leider nicht gesehen. Dafür habe ich sein Interview gegenüber CNN in voller länge gesehen. In dem Interview erzählt Putin, dass nach dem Angriff der Georgier auf SO, er persönlich versucht hat die Georgische Führung telefonisch zu erreichen. Als dieses nicht klappte, hat er den Amerikanischen Präsidenten angerufen und ihn gebeten/aufgefordert mit Saakaschwilli zu reden und den Angriff zu stoppen. Doch nichts geschah.
Jetzt stellt sich die Frage:
Wenn Putin gelogen haben soll, dann wäre es doch ein Gefundenes Fressen für die westliche Welt Putin als Lügner darzustellen? Oder sehe ich das falsch?
Warum taucht diese Aussage Putins überhaupt nicht auf? Nirgends.
Am 2. September 2008 um 12:11 Uhr Es bleibt zu hoffen, dass die Journaille endlich einsieht, dass die Menschen dazu fähig sind, einen Webbrowser anzuwerfen um Berichte oder Interviews selbsttätig zu verifizieren. Es macht Mut in Zeiten von illegalen Kriegen, Finanzkrisen und der Ausrottung des Mittelstandes.
Kein Wunder möchten gewisse Kräfte in DE das Internet einschränken oder filtern lassen. Aber das ist – glücklicherweise – unmöglich.
Am 2. September 2008 um 12:13 Uhr Lieber Herr Roth, liebe Redaktion im ARD und ZDF,
ich würde mir wünschen, daß in Zukunft die Berichterstattung wieder ein aktzeptables geistiges und objektives Nivau erreicht und sich eben nicht zwangsläufig von der amerikanischen, europäischen und deutschen Außenpolitik leiten lassen sollte. Mit dem Ausblenden essentieller Informationen schaden Sie unserer wertvollen Demokratie. Zeigen Sie Courage und lassen Sie sich schon garnicht in die Abhängigkeit politischer Interessen bringen, die keine lange Haltbarkeit haben! Der Umgang mit dem Putin-Interview hat leider offenbart, daß unsere Medienwelt nicht imstande ist, ernsthaft mit den Problemen unserer Zeit umzugehen. Ich bedauere diesen Sachverhalt und vor allem den “Widerspruch” zwischen dem Schein (Freiheit) und dem “Sein” (”Zensur”) im Spiegel unserer Gesellschaft.
Freundliche Grüße
Heiko Hartung
Am 2. September 2008 um 12:15 Uhr .. und noch was.
Der Herr Roth nimm sich eine ganze Stunde für das Interview, davon werden aber nur 10 minute gezeigt. Sehr wichtiges Material, meiner Meinung nach..
Und der Demokraten Versammlung in Denver werden vier!!! Tage geschenkt und es wird immer noch davon berichtet..
In dem Interview mit ARD sagte der Putin – “Wenn das so weiter geht, müssen wir Europäischen Fragen mit Washington bereden”, ich glaube es stimmt auch..
Am 2. September 2008 um 12:18 Uhr Lieber Herr Roth, liebe Kontrollstelle in der Redaktion,
vielen Dank für die Bestätigung, dass weiter kritische Zuschriften zensiert werden. Schade, dass auch satirische Betrachtungen hier nicht erlaubt sind, das Leben ist doch ernst genug.
Dann eben mein Beitrag in trockenen Worten:
Herr Roth hat schlechte Arbeit für seine Zuschauer und Leser, aber gute Arbeit für Merkel, Bush und Co. gemacht. Angefügt hatte ich noch, dass wir mit etwas früher Merkel und ohne Schröder in noch mehr Kriegen verstrickt wären. Liebe Leute, fragt bei solchen Dingen immer, wem nützt es, da könnt ihr euch selber eine Meinung bilden. Aber die allermeisten hier im Blog wissen das sowieso. Das Problem bleibt die bestehende Falschinformation von Leuten, die keine Möglichkeit haben, sich anders zu informieren und die darum auf einigermaßen wahre Information der öffentlichen Sender vertrauen. Ich meine nicht die Leute, die Bild und ähnliche Blätter lesen. Bei denen ist nichts mehr zu machen.
Grüße an die Kontrollkommission
Am 2. September 2008 um 12:19 Uhr Zum Glück des Russischen im ausreichenden Maße mächtig, habe ich das Interview in der Langfassung des russischen Fernsehens genossen. Und man mag Putin glauben oder nicht, seine Statements unterscheiden sich wohltuend von den gelackten Interviews unserer Mainstreampolitiker. Ich hatte das Gefühl, dass er den Menschen, und nicht nur den Medien etwas sagen wollte und die Zuhörer nicht für dumm verkauft hat. Dies ist schon ein Wert an sich, selbst wenn man mit dem, was da gesagt wurde nicht einverstanden ist. Da wäre es schon vom Interesse, dies komplett zu senden.Die Haltung der ARD ist ja durch die Fragen von Herrn Roth deutlich geworden und hätte auch bei An- und Abmoderation zum Ausdruck gebracht werden können.
Das dies nicht gemacht wurde ist für mich keine Zensur. Auch an bewußte Manipulation glaube ich nicht. Bewußte Manipulation setzt voraus, dass man sich darüber im klaren ist, dass man die Wahrheit verdreht. Ich vermute jedoch, dass sich die Herren Roth und Co. nicht darüber im Klaren sind. Ihrer festen Überzeugung nach wissen sie, was richtig und was falsch ist. Noch bevor Herr Putin auch ein Wort gesprochen hat, ist das Urteil über seine Aussage schon gefällt. Die Zusammenfassung erscheint den Verantwortlichen als bloße Kürzung ohne inhaltliche Entstellungen, da sie den Inhal gar nicht zur Kenntnis genommen haben. Sie nehmen unbewußt alles, was zu ihrer vorgefassten Meinung passt und lassen alles andere als (ihre Meinung nach) nicht zu Kern der Putin’schen Aussage gehörend weg. Das ist weder Zensur noch bewußte Manipulation, sondern schlicht die Unfähigkeit, die eigene Position zu hinterfragen. Passiert uns allen mal, nur dass die meisten von uns dafür nicht bezahlt werden.
Und noch etwas zu dem angeblichen Grund der massiven Kürzung: der fehlenden Sendezeit. Das glaube ich sofort. Auch hier kein Zensurvorwurf. Es ist für einen ARD-Redakteur schlicht selbstverständlich, dass man stundenlang mit nichtssagenden Berichten über einen Nominierungsparteitag eines US-Präsidentschaftskandidaten berichtet (der sich von einem Parteitag der sowjetischen Kommunisten aus den 70-er nur dadurch unterscheidet, dass er bunter und lauter ist, ansonsten ist beides bis ins Kleinste inszeniert) und dem russischen Ministerpräsidenten auch in der größten Krise 10 min zur Verfügung stellt. Das sind die ungeschriebene Gesetze unserer öffentlich-rechtlichen. Nach dem Motto: Putin sollte froh sein, überhaupt zu Wort gekommen zu sein.
Nur eine Frage lässt mir keine Ruhe: was stand so lange einer Veröffentlichung im Internet im Wege?
Am 2. September 2008 um 12:24 Uhr Das ist bewusste Manipulation der mündigen Bürger.
Wer davon profitiert sollte mittlerweile klar sein.
Aufwachen und handeln !!!
Am 2. September 2008 um 12:25 Uhr Ich bin ebenfalls sehr enttäuscht von diesem Interview, auch der Kommentar von Herrn Roth ändert daran nichts. Was bitte soll eine vollständige Version, die morgens um 6.20 Uhr gesendet wird bewirken? Niemand wird das sehen. Relevant ist bzw. war die Sendung der gekürzten Fassung zur Prime Time und sonst nichts, das läßt sich jetzt auch nicht mehr nachträglich verbessern.
Das Argument, dass natürlich immer gekürzt wurde und wird, ist keines. Das ändert nämlich nichts daran, dass bestimmte Teile offenbar gezielt weggelassen wurden, dass diese inhaltlich so zusammenhängend sind legt doch nahe, dass dies mit einer bestimmten Strategie gemacht wurde. Hätte man ein interesse an objektiver Berichterstattung gehabt, so hätte man diese Inhalte in der Zusammenfassung auch mit einigen Sätzen zusammenfassen können. Dies erfolgte nicht, es bestand offenbar kein Interesse daran.
Warum zahlen wir überhaupt GEZ Gebühren, wenn nicht mal unsere öffentlich-rechtlichen Sender unabhängig berichten und Hofberichterstattung betreiben?
Enttäuscht,
Sebastian Müller
Am 2. September 2008 um 12:29 Uhr applaus, ard! um 6:20 uhr wird das interview gezeigt! das ist ja fast ebenbürtig zu 320 minuten prime-time über den us-wahlkampf in all seinen ausprägungen. aber herr roth wird ja auch nicht chef des auslandsbüros in moskau…
ich werde mir also einen wecker stellen und mein frühstück vor dem fernseher einnehmen. vielen dank für so viel unabhängigen journalismus…
Am 2. September 2008 um 12:30 Uhr Sie schreiben :”
und trotzdem sind dann zumindest “Fehler” bei der Berichterstattung passiert”
Fehler passieren,die Tatsache aber wie es hier ablief hat mit den Fehlern zumindest unbeachsichtigten aber wirklich nicht das geringste zutun.
Es geht doch im Endeffekt darum “was” aus dem Interview rausgeschnitten wurde.Erst danach wird es jedem klar,warum wohl auch am Anfang nicht gleich gesagt wurde,dass es nicht das ganze Interview ist,erst danach wird es klar,warum es (nach so viel Kritik vor allem hier im Blog) es um “6.20 UHR”
im “WDR” ausgestrahlt wurde.Haben Sie sich überhaupt die geschnittene und die ungeschnittene Videoversion angeschaut?
Lesen Sie sich mal bitte das Kommentar Nr 375 durch.
Mfg
Am 2. September 2008 um 12:30 Uhr In einem Beitrag hier im Blog wurde geschrieben: Welchem Interview können wir noch glauben? Ist das evtl. auch eine gekürzte Fassung?
Liebe ARD, Sie wissen gar nicht, wie sehr Sie bei politisch Interessierten den Wahrheitsgehalt Ihrer politischen Sendungen und auch der Tagesschau (die ja täglich zu den meistgesehenen Sendungen des Fernsehens gehört) in Frage gestellt haben.
Am 2. September 2008 um 12:31 Uhr Leute, lest Spiegelfechter, dort ist viel Wahrheit. Ich kann nur bestätigen was hier gesagt wurde.
Sehr geehrter Herr Roth sie haben mit diesem Interviev die deutschen Bürger manipuliert und der Medienkrieg gehr ja weiter, was ist ihr nächstes Ziel?
Am 2. September 2008 um 12:33 Uhr Wie naiv ihr alle seid! Seid ihr erst jetzt wach geworden? Man muss viel tiefer suchen. Das ist doch westliches und auch deutsches politisches System, dass gegen Russlang mit allen Mitteln kämpft, erlaubten und unerlaubten.
Ich lebe schon mit meiner Familie 14 Jahre in Deutschland. Noch nie habe ich hier weder einen objektiven Bericht über Russland noch über uns, hier lebende Russlandsdeutsche, gelesen. Das wirkt sich drastisch auf uns und das schlimmste, auf unsere Kinder aus. Das ist doch die Politik der Volksaufhetzung, wenn sogar Lehrer in der Schule unseren Kindern nur negative Aufmerksamkeit schenken und mit allen Mitteln versuchen, unsere Kinder aus Gymnasien rauszuschmeißen, Noten nach unten zu drücken, mit den man nicht zum Studium zugelassen wird oder gar nicht zu dieser Schulform zuzulassen. Deutsche Lehrer gönnen unseren Kindern keine gute Bildung und setzen sie unter psychologischen Druck. Mit Schrecken erinnere ich mich an die 8 Jahre Gymnasium meiner Tochter. Ein einziges Beispiel aus sehr Vielen: Meine Tochter in der 5. Klasse bringt ein Diktat mit Eins oder Zwei nach Hause und erzält mir: Mama, die Lehrerin hält mein Heft in der Hand und fragt:”Holst du etwa Nachhilfe?” Tochter:”Nein, wir üben zu Hause mit der Mama.” Die Lehrerin:” Na ja, der Diktat war sehr leicht, den nächsten wirst du bestimmt nicht so schreiben!” Anstatt zu sagen, gut Mädchen, mach weiter so! Die Schulleiterin hat auf meine Beschwede wörtlich so geantwortet:”Sie sind ja aber eine empfindliche Mutter!” Ich kann darüber bestimmt einen Roman in Vollversion schreiben und nicht nur aus meiner Erfahrung.
Was jetzt passiert ist, ist nur die Fortsetzung dieser Politik und unsere paar Stimmen werden nichts ändern, weil so viel Zeit, um dieser Diskussion im Internet zu verfolgen, haben die Wenigsten. Und wenn wir wieder den ARD-Sender schalten, sehen wir wieder die Berichte von Herrn Roth in seiner traditionellen Auffassung, als ob nichts passiert ist.
Am 2. September 2008 um 12:37 Uhr Was ich interessant finde an diesem Blog:
Jeder Kommentar hat zwei Nummern, einmal eine fortlaufende im Blog, z.B bei kuwa die Nr. 557, und dann och eine weitere, die sich hier findet und für kuwa lautet http://blog.tagesschau.de/?p=1380#comment-31752. Man kann das für verschiedene Kommentare ausprobieren. Dann sieht man, dass z.B. Kommentar Nr. 1 in diesem Blog die zweite Nr. http://blog.tagesschau.de/?p=1380#comment-30945 hat.
Daraus schließe ich, dass von gut 800 an die Tagesschau geschickten Kommentaren nur gut 550 veröffentlicht worden sind, also etwa jedes Dritte nicht.
Bitte um Korrektur, wenn ich das falsch sehe.
Am 2. September 2008 um 12:50 Uhr Hochachtung von Putin !
Herr Roth, Sie sind für ihn nur eine Nummer,mehr nicht.
Am 2. September 2008 um 12:51 Uhr Ich zitiere: “Das Interview selbst war erheblich länger, was übrigens durchaus häufig vorkommt. Fernsehen, Radio, aber auch Zeitungen stellen in einem solchen Fall eine redaktionelle Fassung her, die dann in dem vorbesprochenen Rahmen auch veröffentlicht wird. Mit Zensur hat das nicht das geringste zu tun.”
- In diesem Fall hat die “redaktionelle Fassung” (Wer sitzt in dieser Redaktion? Hier bitte ich um die Namen aller Beteiligten) ganz offensichtlich die Aussage des Interviews geändert – das ist Zensur! Beruhigend ist das nicht, wenn eine Zusammenfassung auf diese Art und Weise “häufig vorkommt”.
Am 2. September 2008 um 12:58 Uhr Die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland behandeln Russland und Georgien ebenso wie die EU-Spitzen.
Von der EU bekommt der Angreifer – Georgien – wie beschlossen Geld und die Gegenangreifer – Russland – eine Rüge und eine Sanktionsdrohung.
Vom ZDF bekommt Sakaschwili – der Angreifer – die Chance zur Teilnahme an einer TV-Diskussion (unser Mann mit EU-Fahne im Hintergrund. Schon geheimerweise aufgenommen?) und Putin – der Gegenangreifer – von der ARD eine heimliche Verstümmelung seines Interviews mit miserabler Übersetzung des kümmerlichen Restes.
Soll das eine ausgewogene Berichterstattung sein? Wenn ja, warum lese ich heute zumindest bei Ihnen nichts über den Einsatz von Streubomben durch die Georgier im Krieg – nach einer Feststellung von “Human Rights Watch”? Andere bringen sowas:
http://www.russland.ru/mainmor…..ditem=1991
Den Kommentar zu Ihrer Art der Berichterstattung aus dem Putin-Interview haben Sie ja dann auch gleich sorgsam herausgetrennt. Nicht, dass noch jemand merkt, dass der böse Mann hier vielleicht sogar mal die Wahrheit spricht.
Sehr geehrter Herr Roth, liebes ARD-Russland-Team,
ich verzichte ab sofort auf Beiträge von Ihnen über die Pressefreiheit in Russland. Wer selbst eine Schere im Kopf hat und Propaganda betreibt – bereits seit Kriegsbeginn – darf nicht mit Steinen werfen, wenn andere das ebenfalls tun. Die Berichterstattung der russischen Presse war während der Krise natürlich ebenfalls einseitig, Ihre war aber keinen Deut besser. Eine armseelige Bilanz und ich schäme mich selbst für die öffentlich-rechtliche Presse, dass ich das so schreiben muss.
Ich verzichte denn auch im Weiteren auf den Genuss Ihrer Berichterstattung über diese bedauerliche Krise, wenn ich mir die Hälfte der Wahrheit erst im Internet suchen muss. Das kann ich ja dann auch mit der anderen Hälfte so machen.
Die ARD als Fackelträger der freien Presse und unabhängigen Berichterstattung? Dass ich nicht lache.
Eine ehemaliger Zuschauer
Am 2. September 2008 um 13:11 Uhr [...] die in der deutschen Version nicht enthaltenen Teile des Interviews gesendet worden – setzte es im Tagesschau-Blog mächtig Prügel für die Verantwortlichen, die so heftig waren, dass sich die Redaktion zu einem [...]
Am 2. September 2008 um 13:17 Uhr Hallo ihr lieben Mitarbeiter der Redaktion,
warum wurde mein Eintrag von heute früh gegen 2.00 nicht veröffentlicht ?
hier nochmals:
- In wikipedia gibt es noch keinerlei Eintrag zu Deutschland und Zensur, warum nicht ? …(http://de.wikipedia.org/wiki/Zensur_(Informationskontrolle)#Einzelnachweise)
- Ich habe soeben meine Rundfunkgeräte abgemeldet, da ich eh keinen TV habe und am Sonntag mir mein Auto (Autoradio) zu Schrott gefahren wurde und ich nicht einsehe für einen PC und für solche “Zuschnitte” zu bezahlen.
mwfg. von einem Menschen der Angst vor dem kommenden Kieg hat, der durch Machenschafften angeheizt wird !
Am 2. September 2008 um 13:18 Uhr Hallo,
ich finde es sehr traurig, wenn ein seriöser Sender, welcher mit öffentlichen Mitteln finanziert wird, auf diese Art und Weise Interviews kürzt!
Was soll das? Darf sich der Steuerzahler kein eigenes Bild machen?
Wenn man selbst nicht jeder Nachricht auf den Grund geht und die ‘ganze’ Geschichte aus eigener Kraft in Erfahrung bringen muss, dann sind es keine Nachrichten oder Informationen, sondern fast schon Propaganda!
Schämen Sie sich!
Am 2. September 2008 um 13:19 Uhr Sehr geehrte ARD’ler,
dem Wunsch das vollständige Interview GUT ÜBERSETZT auf der TAGESSCHAU Site bereitzustellen, sind sie bis jetzt nicht nachgekommen.
Ich würde mir sehr wünschen, innerhalb der nächsten 24 Stunden, selbiges in akzeptabler Tonqualität, in der “Topliste” wiederzufinden.
Falls das nicht möglich sein sollte, weshalb auch immer, fordere ich Sie meine lieben Blogger dazu auf, ein deutschlandweites GEZ Boykott durchzuführen.
Ich hoffe inständig dass das Interview sowie auch zukünftige in voller Länge und gut übersetzt zur Verfügung gestellt werden.
Anderenfalls sind die “Öffentlich-Rechtlichen” für mich Geschichte.
Liebe und Frieden
Christoph Hartmann
Am 2. September 2008 um 13:21 Uhr Hi, Leute!
Zuerst bin ich sehr zufrieden dass wollten Sie alles immer richtig wissen.
Dann möchte ich feststellen, da dieses Fehler mit dem Interview nicht nur als persönliche Fehler von Herr Roth akzeptieren muss sein.
Herr Roth hat sehr wichtige und korreckte Fragen gestellt, die Antworten sind sehr wichtig zum alles zu verstehen.
Verantwortlich sind alle, wer macht die Nachrichten und die “kastrierte” Interviews als Propaganda gegen… dieses Mal gegen Russen. Und wer kann als der Folgende sein? Wieder die Russen? -:)
Natürlich eine Sperre gegen “abgekürtzte” Interview von Herr Roth könnte besser sein, aber ich denke das unmöglich war.
Trotzden volles Interview ist wie ein “Licht ins Dunkel”.
Danke und meine Entschuldigung für alle für meine schlechte Deutsch.
Am 2. September 2008 um 13:36 Uhr Als gebuertiger Iraner in London habe ich mich schon seit langem ueber die allgemein sehr einseitige und unkritische Berichterstattung der deutschen Medien zu internationalen Themen gewundert. Insbesondere die Berichterstattung der ARD empfand ich als sehr enttaeuschend, da ich besonders grosse Erwartungen und Hoffnungen in diese zu haben pflegte.
Das ist sehr bedauerlich und auch etwas peinlich, besonders im Vergleich zu Medien wie der BBC.
Meine allgemeine Enttaeuschung ueber Falschberichte und grosse Einseitigkeit begann mit der Berichterstattung zum Iran, wuchs weiter mit den Vorfaellen in Tibet und hat nun ihren Gipfel gefunden in den Vorfaellen um Russland und Georgien (das Land meiner Vorfahren). Waehrend ich frueher mit meiner Meinung zu Ihrer einseitigen Berichterstattung eher allein war, sind mittlerweile viele indische, russische, chinesische, britische und amerikanische Freunde und Kollegen der selben Meinung.
Die Weglassungen in ihrem Interview und tendenzielle Russlandfeindlichkeit im Allgemeinen erinnern zu sehr an die staatlichen iranischen, russichen oder chinesischen Medien, die ich nunmehr bei der Glaubwuerdigkeit mit der ARD absolut auf Augenhoehe betrachte.
Am 2. September 2008 um 13:47 Uhr Hallo!
Jemand fragte, ob es noch andere Bloger gibt deren Kommentare zensiert wurden sind.
Mein erster Kommentar erschien auch nicht!!!!!!!!!!!
Aber na ja, vielleicht sind die Moderatoren einfach durch die Masse der Kommentare überfordert. Zum Interview. Der Herr Roth hatte in seiner Stellungnahme angegeben,
ich zitiere:
„Die etwas eingeschränkte technische Qualität war dem ungeheuer hohen Zeitdruck an diesem Abend geschuldet. Das hätten wir natürlich gerne noch besser hinbekommen. Der russische Simultanübersetzer ist selbstverständlich ein diplomierter Übersetzer, der schon viele hochrangige Persönlichkeiten, übrigens auch Wladimir Putin, übersetzt hat. Mit etwas weniger Zeitdruck wären wir sicher noch zu einer mehr umgangssprachlichen Übersetzung gekommen, als das an diesem Abend gelungen ist.“
Jedenfalls hatte dieser Übersetzer, dies nicht simultan übersetzt den Putin war mit seinem Satz noch gar nicht am ende, der Übersetzer aber schon fällt gerade am Ende de Interviews stark auf. Also hallte ich die Ausrede es lag am Zeitdruck, für sehr fragwürdig.
Mit freundlichen Grüßen.
R.G.
übrigens war dieser Block wieder ca. 1h 45min offline
Am 2. September 2008 um 14:22 Uhr Sehr geehrte ARD,
es ist ja eigentlich schon alles in den bis jetzt geschriebenen Kommentaren gesagt worden.
Wenn Ihnen noch ein Funke Anstand geblieben ist senden Sie dieses Interview vollständig und sauber synchronisiert nach der Tagesschau um 20:15 Uhr. Auch wenn es nicht mehr brandaktuell ist.
Den Schaden können Sie sonst nicht mehr gut machen.
Ich kann nur jedem, der hier in diesem Blog schreibt, die Enpfehlung mit auf den Weg geben, auch sonstigen Personen (seien es Verwandte, Bekannte oder auch nur Passanten) von dieser, hier in dieser Anstalt geschehenen, Ungeheuerlichkeit zu berichten. Dies darf nicht in den Weiten des Internets verschwinden ohne publik geworden zu sein.
MfG, Thomas
Am 2. September 2008 um 14:26 Uhr Obiges Beispiel zeigt in flagranter Weise, in welche Richtung die Bevölkerung in Deutschland gedungen werden soll. Grob gesagt sind über 90% der Berichterstattungen in Deutschland “zweckgerichtet” – oder man darf gerne auch sagen: grob gefälscht.
Und wenn heute als Negativbeispiele “Neues Deutschland” oder “Der Völkische Beobachter” genannt werden, so ließe sich ebenso gut die nahezu GESAMTE deutsche Medienlandschaft in diese selbe Kategorie einreihen. In dem Artikel bei PG wurde auch das Beispiel des Kommentars der Springer-Zeitung “WELT ONLINE” zumindest im ersten Teil wiedergegeben – ihn vollständig wiederzugeben widerstrebte mir zutiefst – Lügen braucht man nicht noch weiter zu propagieren. Nur Wahrheit kann den Menschen eine Rückbesinnung auf wirkliche Ziele vermitteln. Es ist nicht nur eine BILD-Zeitung, die oberflächlichste und primitivste Propaganda macht – längst sind auch die davon betroffen, die meinen in ihrer täglichen Zeitung “steckt immer ein kluger Kopf” oder wenn sie ein Magazin lesen “wüßten sie mehr”.
Und eben in der Vermittlung von Wahrheit sind die privaten Medien im Internet gewachsen, getragen von Idealisten, die weder Kosten noch Mühen scheuen, sich für eben diese Wahrheit einzusetzen. Obenstehendes Interview, von dem ich aktuell aus rein technischen Problemen nicht rechtzeitig erfuhr (PC und Netz), zeigt jedoch in Übernahme von ‘Der Spiegelfechter’ mit welch perfiden Methoden die Bürger auch über die öffentlich rechtlichen Medien belogen werden. Herr Roth besaß (und besitzt?) die Chuzbe die Gastfreundschaft in einem Land zu genießen – und dennoch über Zensur Aussagen zu entstellen und zu verfälschen, auf daß der Bundesbürger glaube, die USA seien unser Freund und Russland sei ganz etwas Übles.
Das genaue Gegenteil ist der Fall. Auch ich kenne Russland ein bißchen und spreche fließend Russisch. Und wenn man trotz mancher Erfahrungen Russlands in der Vergangenheit in eben diesen Russen Freunde findet, so sind dies dann keine westlichen Lippenbekenntnisse, wie: “my friend” oder “mon ami” – in Russland heißt es “товарищ” (Kamerad) und hat damit eine tiefere Bedeutung. Zwar gibt es auch die Übersetzung “мой друг” aber es wird nicht in gleicher Art verwendet. Um deutsche “Journalisten” die in Russland ihren Dienst versehen, werde ich auf jeden Fall einen großen Bogen machen, denn sie dürften mehr Probleme mit ihrem Gewissen haben, so sie denn noch eins haben – genau wie der Werbefachmann, der gentechnisch modifiziertes Tierfutter bewirbt – wohl wissend welchen Schaden er Mensch und Tier zufügt.
@ http://www.politik-global.net/
Am 2. September 2008 um 14:31 Uhr Ich möchte hier nicht alles bereits Geschriebene, wovon ich das meiste unterstütze, wiederholen. Nur noch so viel: ARD und ZDF haben sich durch totale Einseitigkeit, vielfach praktizierte Manipulation und Desinformation (die Sache mit dem Putin-Interview ist nämlich nur eine von vielen) nun vollends disqualifiziert.
Als in der DDR aufgewachsener Deutscher waren gerade diese beiden öffentlich-rechtlichen Sender neben Radio-Sendern wie dem NDR für mich mal eine sehr geschätzte Informationsquelle. Fest steht jetzt für mich: sie waren es die längste Zeit! Ich schenke deren Worten und Bildern keinen Glauben mehr!
Zum EU-Gipfel: Diese mehr in Amerikas Interesse handelnden Politiker haben nicht die geringste Kritik an Georgien geübt und der für die ganzen Toten und Schäden ursächlich verantwortliche Saakaschwili bekommt nun auch noch unsere Steuergelder als Prämie obendrauf. Im Gegensatz zu seinem und den anderen Völkern kann der sich nun richtig freuen und für die nächsten Untaten stärken.
Was haben wir bloß für Medien und Politiker! Na dann mal Gute Nacht!
Am 2. September 2008 um 14:33 Uhr @Robert #570 – Ich denke nicht das soviele Kommentare unveröffendlicht sind z.b. sucht man hier einen Kommentar mit der nummer 31783 wird man ihn nicht finden – Lücke von 31781-31784. Diese Zweite Nummer sind wohl ein Zähler der insgesammt veröffentlichen Kommentare. Komentar#31783 findet man in einem
andern Blog:
http://blog.tagesschau.de/?p=1506#comment-31783
Dennoch einen weiten Kommentar, den ich eben schrieb, ging verlohren – ob gelöscht oder Serverprobleme- keine Ahnung.
Jedoch ist die Tagesschau-Onlineredaktion unabhänig von der Tagesschauredation und diesem Online-Team möchte ich hier ausdrücklich Danken!
Am 2. September 2008 um 14:33 Uhr Jämerlich, einfach jämerlich. DAas Gespräch wirde im Sinne der US Propaganda zurechtgeschnitten. Aber , was mich am meisten verblüft hab… Es wurden nicht nur einzelne sätze, bzw. Fragen rausgeschnitten, sondern auch EINZELNE Wörter. So könnte der Sinn der Aussagen komplet veränder werdet. Als beispiel: ein satz fängt mit Vielleicht an (…. vieleicht hätten wir eingegrifen…) Vielleich wird rausgeschnitten ( richtige Feinarbeit, da merkt man wie “groß” der zeitlich Druck war). Am Ende erhalten wir aus einer Vermutung eine Behauptung (…. hätten wir eingegrifen…). Und natüüüüürlich war das nur um die Information objektiv darzustellen. ARD; ZDF, WDR tun sie das bitte nie wieder, alle anderen Blogs haben höhstent 10-15 Kommentare, dieses han schon über 500. Solche Methoden sind dank des Internets nich mehr wirkungsvoll.
Am 2. September 2008 um 14:36 Uhr Ich möchte hier nicht alles bereits Geschriebene, wovon ich das meiste unterstütze, wiederholen. Nur noch so viel: ARD und ZDF haben sich durch totale Einseitigkeit, vielfach praktizierte Manipulation und Desinformation (die Sache mit dem Putin-Interview ist nämlich nur eine von vielen) nun vollends disqualifiziert. Als in der DDR aufgewachsener Deutscher waren gerade diese beiden öffentlich-rechtlichen Sender neben Radio-Sendern wie dem NDR für mich mal eine sehr geschätzte Informationsquelle. Fest steht jetzt für mich: sie waren es die längste Zeit! Ich schenke deren Worten und Bildern keinen Glauben mehr!
Zum EU-Gipfel: Diese mehr in Amerikas Interesse handelnden Politiker haben nicht die geringste Kritik an Georgien geübt und der für die ganzen Toten und Schäden ursächlich verantwortliche Saakaschwili bekommt nun auch noch unsere Steuergelder als Prämie obendrauf. Im Gegensatz zu seinem und den anderen Völkern kann der sich nun richtig freuen und für die nächsten Untaten stärken.
Was haben wir bloß für Medien und Politiker! Na dann mal Gute Nacht!
Am 2. September 2008 um 14:38 Uhr Ich habe soeben folgende Mail an den Vorsitzenden der ARD, Fritz Raff, gesendet, welcher aufgrund einer Dienstreise erst ab Donnerstag wieder im Haus ist:
Sehr geehrter Herr Fritz Raff,
ich gehe davon aus, dass Sie um die Vorgänge des “gekürzten” Interviews des Herrn Thomas Roth mit Herrn Wladimir Putin Bescheid wissen. Dazu habe ich einige Fragen an Sie:
1. Warum gibt es zu den Vorfällen keine öffentliche Stellungnahme der ARD und/oder des Herrn Roth, z.B. in Form einer dem immer umfangreicheren Protest gegen die Vorgänge Rechnung tragenden Gegendarstellung in medial gleicher Form – Sendezeit und -ort – wie bei dem “gekürzten” Interview?
2. Warum wurde das Interview nicht vorab und mit entsprechenden Hinweisen in voller Länge z.B. im Internet zur Verfügung gestellt?
3. Warum erweckte man sowohl im Fernsehen, als auch im Internet, den Eindruck, das gekürzte Interview sei nicht gekürzt, sondern vollständig?
4. Warum wurde das Interview nicht in voller Länge auf einem Spartensender gezeigt?
5. Ist es dem durchaus brisanten Inhalt angemessen, der sich bei den Zuschauern und Lesern eines überaus großen Interesses erfreut, um 6.20 auf einem Regionalsender gezeigt zu werden und diese Ankündigung erst einige Stunden vorher zu veröffentlichen?
6. Warum war es bei der durch den öffentlichenDruck erzeugten Ausstrahlung am 02. September um 6:20 nicht möglich, in einer An- oder Abmoderation auf die Vorgänge und Vorwürfe gegenüber der ARD einzugehen?
7. Wie gedenkt die ARD den für diese inakzeptablen Vorgänge verantwortlichen Herrn Thomas Roth zu dieser Verantwortung zu ziehen?
Ich bitte Sie um die Beantwortung dieser Fragen, welche mein Grundverständnis für freie Medienarbeit, sowie des Artikels 5 Abs.1 GG erheblich in Frage stellen.
Ich denke, dass in diesem Falle Ihre Stellungnahme durchaus von Wert hinsichtlich des Vertrauens jener um die Pressefreiheit besorgten Bürger dieses Landes ist, welche durch ihre Gebühren diese, also auch Ihre Arbeit finanzieren und damit ein Recht auf objektive Berichterstattung haben.
mit freundlichen Grüßen,
Maria v. Boisse
Am 2. September 2008 um 14:39 Uhr Hab ich richtig gelesen?…um 6:20 Uhr (!) wird das vollständige Interview gesendet? Ihre journalistischen Grundsätze und Gepflogenheiten in Ehren, Herr Roth, aber finden Sie das nicht selbst ein bißchen lächerlich? Wird die eigene Arbeit nicht entwertet, wenn sie so lieblos weggesendet wird? Warum räumt man einem Interview mit einem der mächtigsten Menschen der Erde (man kann sonst von Putin halten, was man will, aber das kann man kaum leugnen), zudem im Rahmen einer erheblichen internationalen Krise, keinen Sendeplatz um 20:15 ein? Sonst wird zu jedem Unsinn ein Brennpunkt gesendet, auch wenn die Reporter selbst noch keine Informationen haben, aber hier, Fehlanzeige. Über die vergleichsweise langweiligen und unwichtigen Auswüchse des amerikanischen Wahlkampfs wird teilweise nächtelang das Programm gestaltet. Nein, Herr Roth, Sie können das begründen wie Sie wollen, diesmal haben Sie und die ARD auf ganzer Linie versagt!
Am 2. September 2008 um 14:47 Uhr Das vollständige Putin -Interview zeigt auf, welche Fakten in der Erstausstrahlung am 29.8.2008 durch Herrn Roth und die ARD entstellt, weggelassen und verzehrt wurden.
Erst im Vergleich wird das gesamte Ausmaß sichtbar.
Nun ist Herr Putin kein Wurstverkäufer, sondern Ministerpräsident einer Großmacht, die gleichzeitig Konfliktpartei ist, in dessen Interview Veränderungen vorgenommen wurden.
Die Geschichte zeigt, dass solche Aussagenentstellungen zur Verschärfung von Konflikten führen können
Ein gefährliches Treiben.
Deshalb kann diese Verhaltenweise der ARD keine Tolerierung finden.
Ich möchte hier erinnern, dass die NATO 90 Tage Jugoslawien bombardiert hat.
Hier wurden Sendeanstalten, Brücken Betriebe und Krankenhäuser zerstört.
Wenn heute wieder Bundeswehrsoldaten im Rahmen von NATO-Übungen als Fallschirmspringer über der Krim abspringen, dann ist es nicht verwunderlich, dass Russland energisch reagiert, wenn es durch eine vom Westen aufgerüstete Armee angegriffen wird.
Die aktuelle Einkreisungspolitik der USA gegenüber Russland ist ein gefährliches Spiel, auf welches Putin in seinem Interview aufmerksam machen wollte.
Wie hätte die ARD und Herr Roth reagiert, wenn das russische Fernsehen ein Interview von Bundeskanzlerin Merkel so entstellt hätte?
Am 2. September 2008 um 14:48 Uhr Was soll denn die Ausstrahlung des ganzen Interviews um die unmögliche Zeit von 6.20 Uhr? Das Interview muss zu einer besseren Zeit gesendet werden!
Hier könnte wiederum der Verdacht der Manipulation aufkommen.
Ist eigentlich das ARD der Hofberichterstatter von Merkel und Co?
Am 2. September 2008 um 14:50 Uhr Danke der ARD für das ganze Interview. Herr Roths Fragen waren gut gestellt und provokativ. Auch wenn ich seine Meinung der Ereignisse nicht teile, finde ich die letzte Frage, auf die der Ministerpräsident Putin nicht eingeht, die Wichtigste: Weiß der Mann im Kreml noch, was wirklich vorfiel? Wieweit ist es für ihn möglich, an wirklich richtige Informationen zu gelangen, ich meine objektive Informationen? Wenn überall doch nur die Nachricht erwartet wird, die die Obrigen gerne sehen.
Ich selbst habe in letzter Zeit viel und oft die Medien in der BRD kritisiert, weil sie natürlich auch eine erzieherische Funktion wahrnehmen, das aber nicht zugeben. In Herrn Roths Augen ist das, von Putin verbreitete Missinformationen (die zum Teil einfach nur Behauptungen sind) nicht zu senden.
Das aber die Kosovo Frage herausgeschnitten wurde liegt daran, dass es dem Zuschauer nicht mehr klarzumachen ist, was der Unterschied zu Ossetien sein soll. Fakt ist, dass die Anerkennung des Kosovos gegen eine UN Resolution verstiess, und der Angriff auf den Irak gegen das Völkerrecht. Daher kann man Frau Merkel nicht mehr trauen, wenn sie vom Völkerrecht spricht. Deshalb war die ganze Debatte darum den deutschen Medien vielleicht etwas zu brisant. Schade.
Am 2. September 2008 um 14:56 Uhr Offener Brief an Herrn Roth:
Sehr geehrter Herr Roth,
Ihre Stellungnahme auf der ARD Web-Site räumt keinen der wichtigen Punkte der zahlreichen Kritik an ihrem manipulierten Putin-Interview aus.
Sie schreiben: Sie zensieren nicht, Sie streichen nur.
Sie sind ein intelligenter Mann:
Sie wissen sicher: Gestrichene, geschwärzte Zeilen auf einer Textseite sind das bildliche Symbol für Zensur. Bei einem so wichtigen Interview ist das nicht anders.
Entscheidend ist dabei aber, wie Sie richtig sagen, was gestrichen wird: Streichen Sie z.B., daß ihnen Putin zwischendrin einen Kaffee anbietet, dann wird das niemand bemängeln.
Sie haben allerdings vier wesentliche inhaltliche Punkte systematisch an mehreren Stellen gestrichen:
- Dort, wo Putin auf den primären Angriff der georgischen Armee auf die südossetische Hauptstadt zu sprechen kommt, und Sie diesen Angriff als Auslöser der russischen Militäraktion zugeben. Dies ist umso gravierender, da die Berichterstattung der meisten Medien in Deutschland es in den ersten Tagen des Konflikts noch nichtmals geschafft hat, auch nur die Chronologie der Ereignisse wahrheitsgemäss wiederzugeben.
- Dort wo Putin die militärische Aufrüstung Georgiens durch den Westen problematrisiert und die mögliche Anwesenheit US-amerikanischer Militärberater in der militärischen Konfliktzone erwähnt.
- Und dort, wo Putin mehrfach vergleichbares militärisches Handeln der NATO zitiert und wo er fragt, ob die russischen Friedenstruppen in Südossetien sich hätten verkrümeln sollen und wegschauen, wie es die niederländischen Truppen beim Massaker von Srebenica taten.
- Auch dort, wo Putin den Vergleich mit der Anerkennung des Kosovo duch viele EU Staaten (nicht alle!) und die USA macht.
Offensichtlich sollen aus Ihrer Sicht die deutschen Zuschauer so etwas nicht hören.
Dabei sind es aber wichtige und starke Argumente für das russische Vorgehen, welche Sie dem deutschen Fernsehzuschauer damit vorenthalten. Dadurch wird Putins Argumentation im Interview inhaltlich massiv geschwächt. Dies stellt eine inhaltliche Manipulation dar.
Dass Sie noch nicht einmal gekennzeichnet haben, daß das Interview gekürzt war, zeigt, wie unverfroren – Sie würden es sicher souverän nennen – Sie solcherlei „Streichungen“ handhaben. Nach Ihrem Bekunden ist das „ganz normal“.
In Ihrer Stellungnahme auf der Tagesschau Website geben Sie keinerlei Erklärung für Ihre Manipulationen. Sie weisen nur pauschal den Tatbestand der Zensur zurück. Ich muß also davon ausgehen, daß Sie auch in Zukunft stets weiter so verfahren werden wie in diesem Interview.
Sie schreiben ferner, daß das vollständige Interview mit Putin nun, nachdem es massiven Protest gab, im WDR am 2. Sept. um 6:20 Uhr früh gesendet wird.
Kann ich davon ausgehen, daß auch alle anderen Interviews zum Georgienkonflikt zukünftig alle um 6:20 Uhr gesendet werden?
Herr Roth: Ich habe Sie bisher immer für einen seriösen Korrespondenten gehalten. Ich bin Jahrgang 1951, habe also die Zeit des Kalten Krieges mit wachem politischen Bewußtsein miterlebt. Selbst in dieser Zeit wurde dem „politischen Gegner“, der damaligen Sovietunion, von Seiten unserer Medien mehr Respekt entgegengebracht im Sinne einer wahrheitsgemässen und fairen Berichterstattung.
Ich hätte es nie für möglich gehalten, daß ich einmal ein Interview eines (west)deutschen öffentlichen Senders unmanipuliert ausgerechnet nur im russischen Fernsehen sehen kann!
Sind wir so tief gesunken, was eine unabhängige Berichterstattung angeht, welche die Pflicht hat beide Seiten eines Konflikts zu Wort kommen zu lassen?
Seriöse Berichterstattung präsentiert die Argumente beider Seiten und ermöglicht dem Zuschauer damit ein eigenes Urteil zu entwickeln. Haben Sie das vergessen, oder gar nie gelernt?
Zudem kontrstiert Ihr arrogantes Auftreten im Interview – das Sie sich so nie gegenüber einem Repräsentaten einer US-Regierung geleistet haben – unschön zu Ihrer unseriösen Manipulation des Interviews.
Ihren Reportagen werde ich jedenfalls in Zukunft nur mit dem größten Mißtrauen begegnen.
Hochachtungsvoll.
Dr. F. Lendzian, Berlin
P.S.
Als Antwort auf meine e-mail Beschwerde schickte mir das ARD eine Serien-e-mail in der mir mitgeteilt wird, dass ich wohl aus Gründen meiner politischen Weltanschauung nicht mit der ARD Berichterstattung über den Kaukasus-Konflikt einverstanden wäre. Man signalisiert sogar Verständnis dafür.
Wer mit Ihrer einseitigen Berichterstattung nicht einverstanden ist und fordert, dass die gegenseite in einem Konflikt ausreichend zu Wort kommt, der besitzt wohl die falsche “Weltanschauung”?
weiter heisst es hingegen “… verfolgen unsere politischen Berichterstatter und Moderatoren den Anspruch, seriöse öffentlich-rechtliche Arbeit zu leisten.”
Leider hapert es erheblich an diesem Anspruch.
Sie sollten es aufgeben, die Defizite bei unabhängiger Recherche und seriöser Berichterstattung durch ein Übermass an Arroganz zu kompensieren. Es tut mit Leid. ich kann dafür leider kein Verständnis aufbringen.
Am 2. September 2008 um 14:57 Uhr Herr Roth und die ARD haben der Demokratie und der Pressefreiheit einen Bärendienst erwiesen. Die Verfahrensweise eines öffentlich-rechtlichen Senders in einem demokratischen Staat werden uns die Diktatoren und Zensoren dieser Welt immer und immer wieder als Spiegel entgegenhalten.
Ich bin entsetzt über die ARD aber ebenso über die anderen Medien, die diesen Skandal nicht thematisieren.
Herr Roths Qualifikation muß in Zweifel gezogen werden. Entweder er hat wissentlich zensiert – dann ist er an dieser Stelle nicht mehr tragbar. Oder er hat unwissentlich zensiert – dann wären seine journalistischen Fähigkeiten dermaßen ungenügend, dass er ebenfalls nicht mehr tragbar ist. Zwischen diesen beiden Varianten kann die ARD wählen.
Am 2. September 2008 um 15:06 Uhr Zensur beim Staatsfernsehn ARD, nein Danke?!
Wir zahelen ab sofort keine GEZ mehr, für solche zensierten Berichte.
Ungehorsam ist die beste Strategie, damit man mal wach wird.
CU
Am 2. September 2008 um 15:10 Uhr An den Intendanten der ARD
Sehr geehrter Herr Fritz Raff,
ich gehe davon aus, dass Sie um die Vorgänge des “gekürzten” Interviews des Herrn Thomas Roth mit Herrn Wladimir Putin Bescheid wissen. Dazu habe ich einige Fragen an Sie:
1. Warum gibt es zu den Vorfällen keine öffentliche Stellungnahme der ARD und/oder des Herrn Roth, z.B. in Form einer dem immer umfangreicheren Protest gegen die Vorgänge Rechnung tragenden Gegendarstellung in medial gleicher Form – Sendezeit und -ort – wie bei dem “gekürzten” Interview?
2. Warum wurde das Interview nicht vorab und mit entsprechenden Hinweisen in voller Länge z.B. im Internet zur Verfügung gestellt?
3. Warum erweckte man sowohl im Fernsehen, als auch im Internet, den Eindruck, das gekürzte Interview sei nicht gekürzt, sondern vollständig?
4. Warum wurde das Interview nicht in voller Länge auf einem Spartensender gezeigt?
5. Ist es dem durchaus brisanten Inhalt angemessen, der sich bei den Zuschauern und Lesern eines überaus großen Interesses erfreut, um 6.20 auf einem Regionalsender gezeigt zu werden und diese Ankündigung erst einige Stunden vorher zu veröffentlichen?
6. Warum war es bei der durch den öffentlichenDruck erzeugten Ausstrahlung am 02. September um 6:20 nicht möglich, in einer An- oder Abmoderation auf die Vorgänge und Vorwürfe gegenüber der ARD einzugehen?
7. Wie gedenkt die ARD den für diese inakzeptablen Vorgänge verantwortlichen Herrn Thomas Roth zu dieser Verantwortung zu ziehen?
Ich bitte Sie um die Beantwortung dieser Fragen, welche mein Grundverständnis für freie Medienarbeit, sowie des Artikels 5 Abs.1 GG erheblich in Frage stellen.
Ich denke, dass in diesem Falle Ihre Stellungnahme durchaus von Wert hinsichtlich des Vertrauens jener um die Pressefreiheit besorgten Bürger dieses Landes ist, welche durch ihre Gebühren diese, also auch Ihre Arbeit finanzieren und damit ein Recht auf objektive Berichterstattung haben.
mit freundlichen Grüßen,
Maria v. Boisse
gefunden bei: http://volkszustandsbericht.wo…..r-laemmer/
Am 2. September 2008 um 15:20 Uhr Für diese Propaganda werde ich keine GEZ mehr zahlen.
Meine gerät melde ich ab, da ich jetzt auch kein Vertrauen in die öffentlich rechtlichen Sender mehr habe.
Wenn selbst die für politische Machtspiele missbraucht werden
ist in diesem Land etwas schief gelaufen.
Die Geschichte lehrt wohl doch nicht.
Am 2. September 2008 um 15:22 Uhr Wer bis hierher geglaubt hat, dass unsere Medien die Wahrheit berichten und sich dieser, und nur dieser, verpflichtet wissen, der lebte bis jetzt in Wolkenkuckucksheim.
Und wer da noch glaubt, dass unsere Medien ideologisch, politisch und wirtschaftlich unabhängig sind, der lebt jetzt noch in Wolkenkuckucksheim.
Dieser Vorfall ist einer von unendlich vielen Vorfällen, die obiges erneut bestätigen. Die Wahrheit wird zur Lüge gemacht – jeder darf sich darüber Gedanken machen, wem das alles wozu wohl von Nutzen ist.
Am 2. September 2008 um 15:23 Uhr So einen “fokus” darf man nicht noch durch eigenes Geld unterstützen. Meldet eure Geräte ab.
Den Abmeldeformular für die GEZ Gebüren findet man unter
http://www.gez.de —> auf der linken Seite “ändern” und dann “abmelden”
Am 2. September 2008 um 15:36 Uhr Also, Herr Roth, was soll denn so etwas. Selbst nach Ihrer Erklärung stellt sich doch die Frage, muss man ein solches Interview führen? Haben Sie auch nur eine Sekunde gedacht, Herr Putin würde sich aus der Opferrolle heraus wagen? Wollten Sie einen Gegenpart zu Illners Sendung mit Saakaswili produzieren? Sind Sie mit Herrn Putin vielleicht persönlcih befreundet? Solche Interview – welche dann auch noch fragwürdig übersetzt werden – braucht kein Mensch, denn Sie dienen nur der Propaganda der jeweiligen Seite. Georgier und Russen haben gleichsam Mist gebaut, ca. 2.500 Menschen sind insgesamt gestorben und Sie stellen Fragen, die Putin doch nur so beantworten kann, wie er es getan. Sorry Herr Roth, aber das war leider peinlich…
Am 2. September 2008 um 15:40 Uhr Zitat des Moderators: “Die russischen Kollegen haben ebenfalls Auszüge des insgesamt einstündigen Interviews veröffentlicht. Diese finden sich jetzt im Internet, unter anderem bei YouTube.”
Warum bei YouTube? Verfügt die ARD nicht über eine eigene Internetpräsenz?!
Zitat von Thomas Roth: “Letzter Punkt: Selbstverständlich ist unser journalistisches Interesse, das ganze Interview zu veröffentlichen. Das geschieht am Dienstag, den 2. September, um 6:20 Uhr im WDR-Fernsehen und wird danach auf http://www.tagesschau.de auch in schriftlicher Form veröffentlicht.”
Warum ist die Fassung von heute nur 28 Minuten lang? Das ist immer noch nicht das Interview in gesamter Länge, wenn man den Aussagen des Moderators Glauben schencken soll.