Die Berichte von Georgien, Berichte von China haben nur eins gezeigt: “Man sieht z.B. den Dorn im Auge eines anderen Menschen, dem man helfen will, nicht aber den Balken im eigenen Auge”. Kalte Krieg, Imperialismus, englisch sprächender vor eigenen Leuten Präsident Saakashvili, in Live Reportagen falsche Übersetzung (die nur dijenige verstehen, die Sprache sprechen), mehrere Tag furchtbare Meldung, dass die Georgier hungern in Gori – und nur ein kleine Reportage am Ende dieser Tage, dass wohl die sauberen Straßen und volle Laden mit Essen, “demokratische” Baltische Staaten, die neuen Vorbilder von “Demokratie” mit Ihrem “Wohlstand” (wenn sehr große Teil Bevölkerung von Lettland längst in Irland eigene Partei, Schuhlen zu gründen versucht, weil so gut und wohl, wie Sie in diesen Tag Berichten (was hat das nur mit Georien Krise zu tun), in eigenem Lande geht) die Besserwisser für ganze Alte Europa, “Musterregionen der USA”, die in eigenem Land “Genozid Betreiben”, wo Freiheit längst im Jahr 1991 geblieben ist, “Die Richtigen Esten” habt ihr auch gezeigt. (Der Ausdruck “Richtige Esten” wurde wörtlich von Nachricht entnommen). Haben Sie jetz andere Bürger der Estland jetzt als unrichtig abgeschtempelt? Ich habe bestimmt was falsch verstanden…Was hat das mit Georgien zu tun? Ein Kaffee in Estland, mit “Richtigen Esten”? (Bei Besuch von Frau Merkel, Reportage)
Warum zeigen Sie immer nur eine Seite, die euch passt,wenn Sie Vorbild der Demokratie sind? Warum teilen Sie die Menschen, die wegen Sowjetische Geschichte, einen Georgie, der in Russland lebt, einen Lette, der zu 50% “Okkupant” (vom Wort:Okkupatzion) und zu 50 %”Nazionalist” laut heutige Politik in “demokratischen” Lettland ist, eine Oma Ukrainerin, die lettische Enkel hat, aber ein LETTISCHES “Nichtbürger Pass” hat in einem EU LAND….das sind nur paar Stichworte, die ich in einem Zusammenhang mit Georgien in Nachrichten festgestellt habe und erweitert mit ritorischen Fragen..
Es gibt viele Meinungen, viel unrecht geschieht, und Eure Aufgabe ist (1. Kanal, Nachrichten) Fakten darszustellen. Es ist ihre Verpflichtung, demokratischen Idealen zu dienen, um nicht Mitten drin in der Vergangenheit zu leben, aber Lehre aus der Vergangenheit für die Zukunft nehmen, um es besser zu machen. Macht bitte einfach Euren JOB, so wie jeder Arzt, jede Lehrerin, jeder Polizist in diesem Land…Je besser Ihr das macht, desto weniger wird zur keine unnötige unwiederkehrende Eskalation führen.
Aber momentan, seid Ihr nicht besser entweder als China, oder als Rußland.. in Entwicklung..nur welche Richtung?
..Man sieht den Dorn im Auge eines anderen Menschen, dem man helfen will, nicht aber den Balken im eigenen Auge sehen..
Für die Rechtschreibung möchte ich mich Entschuldigen bei den Lesern, daran wird noch gearbeitet
Mit besten Wünschen
Bürger der “demokratischen” EU Staates Lettland, ausgewandert nach Deutschland wg. “genozide Politik” in Lettland, der friedlich gegen Beteiligung, Einsatz von Soldaten der Baltischen Staaten in IRAK, in GEORGIEN und unverantwortliche Handeln der Baltischen Staaten in Weltkrisen auftritt
702: S.Andree Am 2. September 2008 um 23:57 Uhr Sehr geehrter Herr Roth,
Vielen Dank fuer Ihren journalistischen Einsatz und das sehr professionelle Interview mit Russlands Ministerpraesident. Ich habe die Langfassung des Interviews gelesen, (die von auf http://www.tagesschau.de fuer jedermann frei zugaenglich ist) und kann mich Beitrag 1 von Herrn Beisswenger nur anschliessen.
Mit grossem Respekt stehe ich Ihrer sorgfaeltigen Wortwahl und aeussersten Zurueckhaltung gegenueber, wenn ich bedenke, dass Sie selbst waehrend der russischen Bombardierung georgischer Gebiete am Ort des Geschehens waren wobei westliche Journalisten (vor laufender Kamera) z.T. von russischen Soldaten mit der Waffe bedroht und attackiert wurden und in Gori sogar einem gezielten russischen Angriff zum Opfer gefallen sind. An diesen Tatsachen laesst sich wie ich meine schon gut erkennen, wer in dieser Krise eigentlich eine wirklich objektive oder auch nur von Russland unabhaengige Berichterstattung zu verhindern versucht.
Durch Ihr mit grosser Besonnenheit gefuehrtes Interview haben Sie, wie ich finde, Ministerpraesident Putin dazu gebracht, durch alle Propaganda und Polemik hindurch auch einen Teil seiner wirklichen Ansichten und Absichten preis zu geben.
Bei aller wohl zurecht gelegter Erklärung Putins ueber den Einmarsch russischer Truppen in Georgien und die Bombardierung des Landes geht meiner Ansicht nach aus seiner Art der Argumentation klar hervor, dass Russlands Fuehrung Suedossetien und Abchasien doch eher benutzt als beschuetzt.
Warum die staendigen Vergleiche mit anderen Krisenregionen wie Irak oder Serbien? Wie kan man den allen Ernstes das eigene Handeln damit rechtfertigen wollen, man tue jetzt einfach genau das, was die Welt inclusive Russlands bei anderen Staaten niemals haette tolerieren sollen? Damit unterstreicht Putin doch nur, dass das eigene Vorgehen im Grunde unrechtmaessig ist.
Anstatt zu beweisen, dass Russland ein verlaesslicher Partner fuer Europa sein kann, versucht der Kreml zu zeigen, dass er sich ebenso wie Washington in der Lage ist, sich ueber internationales Recht hinweg zu setzen. Mit einer solchen Verhaltensweise schafft man kein Vertrauen und ich kann nur hoffen, dass die internationale Empörung ueber Russlands Vorgehen in Georgien nicht schon bald in ein leises unwilliges Murmeln übergeht.
wie soll es sich erklären, dass man unter dem Zeitdruck einzelne Wörter und Satzzüge rausgeschnitten hat z.B. diese:
vielleicht; wie sie selbst sagten; die diese verbrecherische Aktion durchgeführt hatte. Dabei hat man nur 5 sekunden Sendezeit gespart. Unter dem Zeitdruck macht man so was bestimmt nicht. Da sollte schon die Richtlinie vorgegeben sein.
“W.Putin: Was meinen Sie, wer hat den Krieg begonnen?
T.Roth: Der letzte Auslöser war der georgische Angriff auf Zchinwali
W.Putin: Der französische Aussenminister war in Nordossetien und hat sich mit Flüchtlingen getroffen. Die Augenzeugen berichten, dass die georgischen Streitkräfte mit Panzern Frauen und Kinder überfahren haben, die Leute in die Häuser getrieben und lebendig verbrannt haben. Georgische Soldaten haben, als sie nach Zchinwali kamen, – so im vorbeigehen Granaten in die Keller und Bunker geworfen, wo Frauen und Kinder sich versteckt hatten. Wie kann man so etwas anders nennen als Genozid?”
Herr Roth, ist diese Information unwichtig???
Aber die Zeit für Kommentare auf die Vermutungen des französischen Außenminister´s hat man gelassen. Das hat jetzt mit dem Konflikt kaum was zu tun.
Also, vergleicht man volle und gekürzte Fassung des Interview´s, dann kann nur von der Zensur die Rede sein.
Oder Herr Roth, mit welchen Worten lässt sich erklären, dass die Banane rot ist? Für Juornalisten von heute muss bestimmt machbar sein.
704: Markus H. Am 3. September 2008 um 01:11 Uhr Also ich fand das Interview gut. Ich finde auch die Lösung richtig, zur Prime Time eine Zusammenfassung zu zeigen und am Rande das gesamte Material zu veröffentlichen.
Den Eindruck einiger Blogger, dass “kriegsentscheidende” Informationen aus der Kurzversion herausgeschnitten wurden, teile ich nicht. Die entsprechenden Behauptungen behandeln in der Regel einzelne Aspekte oder bleiben diffus. Eine Verschwörung erscheint mir nicht hinreichend begründet.
Vielen Dank für dieses Interview, bitte mehr davon!
705: Disakzeptable Am 3. September 2008 um 01:38 Uhr Hallo, wenn ich das hier alles so lese, werde ich richtig traurig.
Was soll ich meinen Kindern sagen, wenn die im Fernsehen zufällig, was selten vorkommt, Berichterstattungen und nachrichten sehen. Ich verbiete ihen schon größtenteils Sendungen die von Gewalt und Demütigungen handeln. Ist es nun an der Zeit auch Nachrichtensendungen nicht mehr zu schauen weil vieles “erlogen und erstunken” (sorry für meine Wortwahl) ist ?
Auch die “Stellungnahmen” der Verantwortlichen bzw. Mitverantwortlichen sind so etwas von arogant, es ist nicht zu fassen !! Haben diese Herrschaften keine Kinder und keine Angst um deren Leben, wenn sie schon so arogant sind und ihre eigene Zukunft ignorieren, sollten sie mal lieber an diese denken und mit ihrer Überheblichkeit, Lügereien endlich Aufhören und “Stellung” zu ihren “Fehrfehlungen” beziehen, und das in der Öffentlichkeit. Ansonsten kann es bald wieder so weit sein, wo Menschen wie ich und meine Kinder auf die Strasse gehne und rufen “WIR SIND DAS VOLK”.
An die Internetspetziealisten hier: Ich habe bei Wikipedia einmal unter Zensur geschaut, leider keinerlei Eintrag für die BRD gefunden. Nur DDR und Algerien. Was mich verwundert hat und in mir die Fragen aufkommen lässt, gibt es bei uns kein Zensur, war dies keine Zensur, oder wurde dort auch schon Einträge zensiert, oder interessiert das niemanden. Leider habe ich keinerlei Ahnung wie man dort etwas veröffenlichen kann. Ich bin der Meinung das dieser Vorfall eine Nennung für unser Nachwelt “Wert” ist, und nicht nach 10 Tagen verschwindet.
Also ihr lieben, hoffen wir das es auch in den Medien noch Menschen geben wird die offen und aufrichtig ihre Arbeit tun und zu ihren Kindern und Kindeskindern sagen können, ich habe diese Machenschaften wiedersprochen.
Denn Kriege fangen immer mit Lügen und Hetzkampanien an !
traurig, traurig,traurig
ein deutsche Mutter mit 2 kleinen Kindern die Angst um deren Zukunft hat
wie ich gerade feststellte, ist das Interview in der Langfassung inzwischen auf der ARD-Internetseite als Video abrufbar und der Text des (O-Ton) kompletten Interviews ist ebenfalls ins Netz gestellt. Danke für diesen überfälligen Schritt, zu dem sich Ihre Sendeanstalt entschlossen hat nach der von Ihnen sicher vollkommen unerwarteten Flut von mehrheitlich aufgebrachten Blogeinträgen. Anderes, etwa eine Talkrunde zum Thema “Medien- und Meinungspluralismus am Beispiel des Putin-Interviews” mit Persönlichkeiten unterschiedlichster Provenienz, wäre großartig und eine wohltuende Neuheit im ÖRF, vielleicht ja eine Anregung??
Lassen Sie mich zwei Bemerkungen hinzufügen, die mir am Herzen liegen:
1. Einem Menschen, sei er auch Journalist, der nur durch Glück vor wenigen Tagen dem Bombentod durch russische Kampfflugzeuge entronnen ist, muss dies in den Knochen stecken – dafür ist er ein Mensch. Jeder fühlende Mensch wird hierfür Verständnis haben. Schlussfolgerungen hieraus will ich Ihnen persönlich und anderen überlassen, dies ist jetzt nicht mein Thema.
2. All die Blogbeiträge, ihre Autoren, sie zeigen doch nur die Spitze eines Eisberges: Halten Sie und wir alle uns doch einmal vor Augen, auf was es uns in “unserem” Deutschland hinweist:
- auf ein erschreckend großes Defizit an unabhängiger, freier journalistischer Rede;
- auf ein lähmendes und vielfach ignoriertes Vakuum dort, wo es viele Stimmen gibt und je nach Perspektive ganz unterschiedliche “Wahrheiten”;
- auf die Notwendigkeit von Ohren und Augen und den Willen, diese unvoreingenommen zu gebrauchen;
- auf viel blindes Vertrauen, das sich ent-täuscht fühlt;
- auf Menschen, die aufwachen und beginnen, Sakrosanktes infrage zu stellen.
- auf andere, die sich bereits längst in die innere Emigration verabschiedet haben, weil ihre Stimmen kein Gehör finden, bzw. sich in der deutschen “öffentlichen Meinung” nirgends aufgehoben oder reflektiert sehen….
Ich wünschte mir ein rasches Erwachen. Nur dort wo du ernst genommen wirst, kannst du dich auch zuhause fühlen. Dies ist ein legitimer Anspruch. Auch davon handelt dieser Blog.
der vollständige Wortlaut auf ihrer Homepage ist in Ordnung. Auch der vollständige Wortlaut muss natürlich redaktionell überarbeitet werden. Aber es bleibt anzumerken, das die erste gekürzte Fassung selektiv und einseitig ausgewählt wurde und keinem journalistischen Anspruch standhält. Schon gar nicht einem der freien Presse.
Erst als der Blogerdruck anstieg, haben Sie oder die Redaktion entschlossen, doch das ganze Interview zu zeigen. Ich unterstelle ihnen ganz direkt, dass diese zweite Sondersendung so nicht geplant war. Und das ihre Aussage “natürlich liegt es in unserem journalistischen Interesse” damit auch nicht wahrheitsgemäß ist.
Das vollständige Interview dann am frühsten Morgen zu senden und dann auch kaum anzukündigen, lässt die Sache weiterhin anrüchig bleiben. Die einzelnen, die hier dieses Vorgehen auch noch loben, sind Kandidaten, wie sie diese sich zurecht bilden wollen. Sie haben gar kein Interesse die andere Seite zu hören. Die Meinungen sind schon abgepackt. Eine Debatte über solches Vorgehen, soll trotz dieser massenhaften Kritik hinter verschlossen Türen im Chat stattfinden. Auf der großen Medienbühne ist für solche Anrüchigkeiten kein Platz, da gibt es heute nur abgpacktes. Die Debattenkultur haben wir in Deutschland auch überwunden. Die Masse darf eben nicht mehr öffentlich nachdenken und kritisieren. Ich würde sie in Zukunft bitten, nicht mehr das Wort der Pressefreiheit in den Mund zu nehmen, versuchen sie einfach ihre Arbeit wertneutral zu erledigen. Wenn sie das aber nicht schaffen sollten, dann lassen sie einfach die Hände von solch heißen Themen, wie dem Kaukasus. Beschränken Sie sich einfach auf leichtere Themen, wo man nicht soviel falsch machen kann, wie z.B. “Leben und Pflegen im Vogelpark Walsrode”
Nach diesen groben Fehlentscheidungen der Interviewveröffentlichung, ist das eher ihre Wellenlänge. Lassen sie blos die Finger von Themen wie “Kommt jetzt der Kalte Krieg”. Sie machen ehh alles falsch, weil zuviele Schranken im Kopf und zu wenig Wissen vorhanden sind. Wie sollen sie denn auch wertneutral berichten, wenn sie in jedem Krisengebiet von “Beschützer” begleitet werden und nicht von ihrer Seite weiche dürfen. Deswegen waren sie auch nicht in Zchinwali, sondern haben sich in einem Wohnblock versteckt. Gerade, weil es heute kaum journalisten gibt, die sich die Finger dreckig machen würden, gehen diese Leute auch keiner Sache auf den Grund. Was kann man schon von einem Wohnblock aus sehen, naja zumindest, dass tatsächlich Krieg ist. Die Meldung hätte auch gereicht ist wertneutral, da können sie auch nichts falsch machen…”Es ist Krieg im Kaukasus Punkt!” Wenn Sie ein richtiger Journalist werden wollen, dann sprechen sie mal mit Peter Scholl-Latour darüber, wie das geht.
Mit meiner Kritik meine ich nicht unbedingt Herrn Roth, sondern Denjenigen, der für das ganze hier verantwortlich ist.
Also ich fand das Interview gut. Ich finde auch die Lösung richtig, zur Prime Time eine Zusammenfassung zu zeigen und am Rande das gesamte Material zu veröffentlichen. [/Zitat]
Dieser Beitrag ist ein Kennzeichen dafür, dass sich in unserem Leben Dinge vermischen. Nach einem gewissen Zeitabstand werden Zeitfolgen und daraus resultierende Ergebnisse nicht mehr erkannt. Das unvollständige “Nachgeschiebe” des Materials der ARD entstand auf Grund von Druck der Öffentlichkeit, sprich dieses Blogs.
Das vollständige Material war einzusehen auf ARD-fremden Seiten im Netz.
Auch das ist wichtig, zu berücksichtigen, um Manipulation zu verhindern.
Dream
710: erstaunt Am 3. September 2008 um 04:16 Uhr man kann gewiss geteilter meinung darüber sein, ob die berichterstattung der ard über den georgien-konflikt richtig war. ich selbst bin damit ebenfalls nicht vollkommen einverstanden.
aber: thomas roth war eben nur in gori, was soll der mann denn machen? sich zerreissen? sein kollege stuchlik war in zchinwali, hat darüber eindrückliche reportagen gemacht. was wollen sie denn noch? …
ich teile den unmut darüber, dass nicht angekündigt wurde, wie stark das interview gekürzt wurde. journalistische praxis hin oder her, in diesem fall wäre es richtig und wichtig gewesen. ebenso wäre es richtig gewesen, das gesamte interview sofort im internet bereitzustellen.
nun aber tut die ard das. prima. richtig. die ard zensiert offenbar auch die blogeinträge nicht, ansonsten stünde hier nämlich fast gar nichts…
die eigentliche frage, die sich hier stellt ist doch die, ob internet tatsächlich eine art gegenöffentlichkeit sein kann. was ich aber in blogs, z. b. spiegelfechter et. al. lesen kann, ist nichts, aber auch gar nichts weiter, als das das gegeiferer hier anstandslos zitiert wird. hat mal einer von denen bei der ard auch nur angerufen? ich denke nicht. frage: was hat das mit wahrhaftigkeit zu tun?
verschwörungstheorien haben die schöne eigenschaft, dass sie nicht zu widerlegen sind. die ard kann da machen was sie will, sie, und damit meine ich sie, verehrte geiferer, haben immer recht und zitieren sich solange gegenseitig, bis auch die allerletzte lüge wahrheit wird. sie schämen sich nicht mal, orwell zu bemühen – und wenn ihr tun nicht so widerlich wäre, dann wäre es fast schon wieder lustig.
was sie tun: mit ihren zynischen verschwörungstheorien diskreditieren sie die blog-gemeinde insgesamt. eine gute idee wird einmal mehr im keim erstickt, weil sie, verehrte geiferer, diese gute idee benutzen um die ganz große verschwörung aufzudecken… orwell hat schon ganz recht, nur braucht es keinen staatsapparat zur gleichschaltung. das schafften sie schon prima ganz allein, hätten sie das sagen. haben sie aber nicht. gott sei dank!
lieber thomas roth, haben sie vielen dank für ihren mut. und liebe ard, haben sie vielen dank dafür, das ganze interview ins netz zu stellen. transparenter geht es nicht.
Kritik an der Vorgehensweise soll geäußert werden und der soll auch nachgegangen werden, das ist keine Frage.
Und ich bin ebenfalls keineswegs mit allem einverstanden, was passiert im Haus der ARD und des NDR.
Nur kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß jetzt bei einem verschärften innenpolitischen Richtungs-Streit um die Grundzüge der deutschen Politik im Inneren und nach Außen die großen Medien der Presse und des TV sehr stark kampagnenartig unter Druck gesetzt werden sollen.
Ich will aber keinem der Kommentatoren hier etwas unterstellen.
Zur Kenntnisnahme aber:
In meinem e-mail Account fand ich einmal zwei Rundschreiben mit Boykottaufrufen im Schneeballsystem in einem anderen Sektor, dem Energiesektor.
Zitat hier nur auszugsweise:
………………………………….
Der Benzinpreis
Ich sende diese Mail an etwa 30 Personen.
Wenn es jede dieser Personen an 10 weitere
schickt, erreichen wir schon 300.
Diese 300 senden es an 3.000 Leute…
Die nächste Sendung wird
3 Millionen erreichen usw. …
Verstehen Sie, was ich meine?
………………………………………..
(zitiert aus “Benzinpreis.pdf”)
Das Ganze hatte mich dann doch sehr nachdenklich gemacht.
712: Burgy Zapp Am 3. September 2008 um 05:10 Uhr Ein sehr schwieriges Interview, Journalisten sind nicht fehlerfrei und die meisten Menschen haben noch nicht unter derartigem Zeitdruck gearbeitet. Es ist schwer Fehler genau zu analysieren, daher bin ich sehr froh, dass wir in Deutschland die Rundfunk-Gebühren haben, die zumindest einige Medien wie tagesschau.de sehr glaubhaft machen; weil diese sehr viel weniger von wirtschaftlichen und politischen Interessen abhängen.
Gruß Burgy Zapp
713: bicc Am 3. September 2008 um 08:05 Uhr Es ist doch ein Witz, wenn man 10 Minuten zusätzliche Sendezeit für ein Interview von 1.Std mit einem Staatspräsidenten in einem europäischen Konflikt bereit hält. Die Rede von Obama (einem Präsidentschaftsbewerber) wurde zur besten Sendezeit, live, in voller Länge ausgestrahlt. Es ginge doch, liebe ARD, aktuelle politische Berichterstattung angemessen in das Programm einzubinden (Wozu gibt es eigentlich Phoenix?).
Und das Argument, ob die ARD angebliche Kriegspropaganda von Putin senden sollte halte ich für einen noch größeren Witz. Wenn uns -den Bürgern- die Verantwortlichen der Sender nicht mehr zutrauen dies richtig einzuordnen, dann ist doch etwas ganz gewaltig schiefgelaufen mit dem Öffentlich-rechtlichen Fernsehen.
Ob Herr Roth, der unter dem direkten Eindruck von Kriegshandlungen stand, der richtige Mann für dieses Interview zu diesem Zeitpunkt war sollte man auch reflektieren.
714: Joerg Am 3. September 2008 um 08:38 Uhr Putin hat es beeits in der ersten Sätzen dem Roth ans Revers geheftet: “Und im Gegenteil, ich möchte es nochmal betonen: Wenn Staaten ihre eigene nationale Interessen vernachlässigen, um außenpolitische Interessen anderer Staaten zu bedienen, dann wird die Autorität dieser Länder unabhängig davon, wie sie das auch erklären mögen, nach und nach sinken.”
Wo er recht hat, hat er recht.
Und die Autorität dieses Korrespondenten (und möglicherweise der Sender (Zdf/Ard)) wird ebenfalls sinken, wenn er seine journalistischen Interessen, seine journalistische Arbeit vernachlässigt, um außenpolitische Interessen anderer Staaten zu bedienen.
Wer so einen Umfug macht, wie von T.Roth für unsere Gez Gelder vorzelebriert, sollte dafür auch die fällige Quittung bekommen. Es ist eine Dreistigkeit seinem Job und Auftrag so liederlich nachzukommen, dass es nach Kalibern wie Scholl-Latour schreit. Dieser ungläubige Thomas scheint von Eitelkeit geplagt, da er sich durch das Korrigieren wichtiger Passagen auch noch für sein Faux-pas schämt: “Ich selbst nicht – ich bin Journalist.” – auf die Frage Putins: “Sie haben doch die Unabhängigkeit Kosovos anerkannt. Ja oder Nein?” – Gemeint war der Westen, und T.Roth fhlte sich als ein Teil dessen angesprochen, wand sich jedoch in eine juristisch Begriffsklauberei, da dort seine Ehre nicht sein kann, den Staat Kosovo anerkannt zu haben.
715: Mathias Eimann Am 3. September 2008 um 08:47 Uhr Nach wie Vor eine Frechheit von einzelnen hier die die Tragweite der Auslassung wichtiger Passagen aus dem Interview mit dem Ministerpräsidenten vor dem deutschen Volk als ui-ui-kann-ja-mal-passieren, oder sogar als journalistische Meisterleistung darzustellen versuchen.
An alle die die mit dem Holzhammer Verschwörungstheorie kommen. Gehen Sie in Ihr stilles Kämmerchen und kontemplieren Sie die Masse der Einträge und vorallem deren Inhalt. Eine Lüge wird NICHT wahrer je länger man sie wiederholt. Im Gegenteil eine breite Masse Volk wird sich Bewußter Je länger man sie belügt.
Das ist ein Blowback für die ard sondergleichen. Kein Spindoctor oder Angestellter, Verblendedert, Systemtreuer kann diese Schmach vor Doktoren, Polizisten, Müttern, Vätern, Anwälten, Studenten und Mir rechtfertigen. Das Vertrauen ist verspielt.
Mathias Eimann
716: Brigitte Am 3. September 2008 um 08:56 Uhr Das Putin-Interview macht deutlich, Saakaschwilli hat eindeutig einen Angriffskrieg führen lassen. Will die EU weiter einen Kriegstreiber unterstützen?
Soll er noch mit deutschen Steuergeldern belohnt werden?
Die ukrainische Regierungskoalition ist heute auseinander gebrochen.
siehe:
de.rian.ru/postsowjetischen/20080903/116501281.html
Hier bahnt sich ein nächstes Debakel für die EU-Politik an.
Berichten Sie bitte darüber ausgewogen und objektiv.
Neu im Internet? Es scheint so, denn sonst würden Sie Kettenbriefe und Spam als alltägliche Begleiterscheinung, des Internets, hier nicht in die Diskussion einbringen, deren Fokus auf einem anderen Schwerpunkt liegt.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier ein Nebenkriegsschauplatz eröffnet werden soll…
…so wie unter
“@710: erstaunt” das Motto “haut den Blogger und diskrediert die Szene pauschal”
Auch wenn es schwer fällt liebe Mitdiskutanten: geht darauf nicht weiter ein und bleibt beim Thema.
Wir alle wissen, dass ohne Euch das Thema wahrscheinlich erfolgreich unter dem Teppich liegen würde…
718: Kerstin Am 3. September 2008 um 09:04 Uhr Wie viele andere bin auch ich sehr erbost und enttäuscht, was die ARD da veranstaltet hat. Ein Interview mit Putin hätte um 20.15 in voller Länge ausgestrahlt werden müssen. Das ich gestern zufällig morgens vor der Arbeit die letzten fünf Minuten des vollständigen Interviews im WDR gesehen, empfand ich als die allerletzte Beleidigung des Zuschauers. Wer strahlt so ein Interview morgens um 6.20 ohne Ankündigung auf dem dritten Kanal aus? Wofür zahle ich GEZ-Gebühren? Und wie will die ARD diesen Vertrauensverlust und dieses Desaster wieder wettmachen?
719: Sergej Am 3. September 2008 um 09:08 Uhr … Ich kann es nicht fassen, wie schnell hier der Spieß umgedreht wurde. Nun ist der Herr Roth auch noch der Held des Tages, nachdem sein Interview (von ihm, von anderen?) manipuliert worden war! Nicht gekürzt, wie hier manche “Anwälte” zu behaupten versuchen, sondern eben manipuliert! Denn es wurden Tatsachen verschwiegen, die die ganze Angelegenheit in einem ganz anderen Licht erscheinen ließen! Wenn Sie meinen, anders geht es nicht – bei Kürzungen geht Informationen verloren, dann möchten ich mal darauf antworten: nicht in dieser Sache, wo Blut fließt und ein neuer Kalter Krieg auszubrechen droht!
… Enttäuschend auch die allgemeinde Berichterstattung. Russland sei die neue “Achse des Bösen”. Der Präsident besucht kleine Kinder am 1. September, der Premierminister geht auf Tigerjagd. Sehr “anspruchsvoll”! Wurde der ARD von RTL oder SAt1 aufgekauft? Oder CNN?
720: Groucho Am 3. September 2008 um 09:17 Uhr Ich denke, Herrn Roth ist kein Vorwurf zu machen, er hat in eingeschränktem Rahmen umso gründlichere Arbeit geleistet, das Interview ist in der Tat sehr gut, die schnelle Sendung der Kurzfassung war auch gut, schade ist eben nur, dass die Redaktion die Vollversion so lange zurückhielt. Es blieben wichtige Informationen in der Versenkung, da schließe ich mich den anderen Kommentatoren an. Es wurde ja wirklich so getan, als sei die Kurzfassung das ganze Interview, das gefiel auch mir nicht. Vielen Dank, dass das Ganze jetzt doch hier bei der ARD im Netz zur Verfügung steht, endlich! Ich bleibe jedoch bei der Auffassung, dass sie auch im deutschen Fernsehen – zu einer vernünftigen Zeit – gesendet werden sollte. Das würde dann auch die große Ankündigung (des dann letztlich ziemlich kleinen Ausschnitts) eher rechtfertigen. Eine Talkrunde muss nicht sein, wäre aber in der Tat sehr interessant, ich würde sie mir ansehen.
@ erstaunt :
Es hat mindestens einer der Kommentatoren in diesem Blog mehrfach bei der ARD angerufen (gegen Anfang hat es einer geschrieben,ich kann es so schnell jetzt nicht finden.)
@ Peter:
Zitat: “Vogelpark Walsrode” – vielleicht möchten ja Sie selbst mal darüber berichten? Ich hätte gern ein Interview mit einem Kasuar, und zwar sowohl die übersetzte Vollversion als auch das Original, im Internet und im Fernsehen. Kurzfassung vorab am selben Tag.
I put my foot down, so shall it be – this is the land of the free!
Groucho
721: Helmut Ruch Am 3. September 2008 um 09:19 Uhr Wie schon in einem früheren Beitrag erwähnt, wurde die Zensur des Putin-Interviews in der ARD von einem Leser der Nachdenkseiten (Nachdenkseiten.de, 1.9.2008) als „Manipulation des Monats“ vorgeschlagen.
Wolfgang Müller erwähnt dabei einen Aspekt des Interviews, der hier noch nicht zur Sprache kam:
„Die Körpersprache des Interviewers Roth ist eindeutig: Herr Putin, Sie können sagen, was Sie wollen, Sie sind der Schuldige!“
Das erinnert mich an das diesjährige Sommerinterview der Herrn Deppendorf und Wagner mit Oscar Lafontaine, zu sehen unter
Neben allen inhaltlichen Aspekten des Interviews (Analysen dazu auf Nachdenkseiten.de vom 12.8.2008, Hinweise des Tages, Punkt 11) fällt auch hier die Körpersprache der Interviewer auf: da sind keine unabhängigen Journalisten, die einen Politiker kritisch befragen, sondern Agitatoren, die ihren Hass nur schwer unter Kontrolle halten können, den Interviewten diffamieren anstatt sich mit seinen Argumenten inhaltlich zu beschäftigen.
Es wäre an der Zeit, analog zum bekannten Hans-Joachim-Friedrich-Preis einen „Karl Eduard von Schnitzler-Preis“ zu stiften. In der ARD gibt es eine Reihe von verdienten Anwärtern …
Daß die ARD Thomas Roths Interview mit Rußlands Ministerpräsidenten Wladimir Putin von 27 Minuten auf ganze zehn gekürz hatte, derweil man fünf volle Stunden über den amerikanischen Wahlkampf berichtete, war angesichts der weltpolitischen Bedeutung des Interviews für sich genommen schon eine Ungeheuerlichkeit, daß aber neben anderen wichtigen Aussagen Putins gerade die erste und die Grundlagen des Interview entscheidend bestimmende Gesprächspassage einfach getilgt wurde, ist Ausdruck einer knallharten Zensur, zugleich ein massiver Betrug am Gesprächspartner, eine ekelhafte Täuschung des Zusschauers und ein medienpolitischer Skandal, der deutlich macht, daß die ARD ihrem medialen Auftrag nicht nur nicht nachkommt, sondern ihm in häßlichster und geradezu konspirativer Weise zuwiderhandelt. Der Verantwortliche sollte zumindest abgemahnt, wenn nicht entlassen werden.
723: Norbert Am 3. September 2008 um 09:46 Uhr Seit Tagen verfolge ich diesen Blog und bin einigermaßen schockiert was hier an Meinungen, Theorien und teilweise wüsten Beschimpfungen geäußert wird.
Um eines klar zu stellen, Journalisten, je weiter man auf der Hirarchie nach unten steigt sind genauso subjektiv und fehlerhaft wie alle anderen Menschen auch. Das wird jeder wissen der auf einer Veranstaltung in seinem Heimatort war und davon hinterher in der Lokalpresse gelesen hat.
Doch kann ich an der angeblich so arg zensierten Fassung des Interviews nichts verwerfliches finden. Nach dem Lesen der kompletten Übersetzung finde ich sogar gut das viele Passagen gekürzt wurden, weil Putin genau das tat was die meisten der Blogger der ARD vorwerfen…nämlich Propaganda betreiben.
Schlimm ist das diese Propaganda und Tatsachenverdrehung nun auch noch gesendet worden ist! Dafür habe ich kein Verständnis, den einem Demagogen muss man nicht unnötig auch noch ein Forum zur Produktion geben.
Die Reaktionen hier reichen von russischer Nibelungentreue und patriotischem Geseier auf die tollen russischen Medien und ihren ach so lupenrein demokratischen Präsidenten…bis hin zu Beiträgen die den Titel “Die große Weltverschwörung” tragen könnten.
Viele hier scheinen auch nicht wahr haben zu wollen was nicht wahr sein darf. Denn in den Augen vieler linker Antiamerikanisten darf es eben nicht sein das der liebe russische Kuschelbär auf einmal sein hinter Platitüden und Propaganda lange verstecktes hässliches Gesicht gezeigt hat.
Das Interview mit Putin war keine Zensur, es war entlarvent!
725: stefan.thaens Am 3. September 2008 um 10:00 Uhr …um nochmal auf das heute früh verwendete böse B-Wort einzugehen (googlest du hier: “Deshalb wird dieser Begriff abwertend auch in politischen Diskussionen und Polemiken über Industrieländer wie beispielsweise die Schweiz, Deutschland, Frankreich, Österreich oder Italien verwendet, wenn man ähnliche Praktiken (die teilweise verdeckt oder beschönigt werden) unterstellt oder anprangert”.
Es kann und darf in unserer Gesellschaft nicht sein, dass uns jemand vorschreibt, was wir wissen dürfen und was nicht. Altersbeschränkungen machen Sinn, aber nicht in der politischen Diskussion!
Wir als (Gesamt-)Deutsche dürfen uns nicht einlullen lassen. Das hatten wir in unserer Geschichte schon mehrfach. Das ist auch das, was der amerikanische Freund noch nicht verstanden hat. Hier kann er ausnahmsweise mal von uns lernen.
In der Hoffnung nicht gegen die “Kommentarrichtlinien” verstoßen zu haben: MfG Stefan Thaens
ich glaube, es geht in diesem Blog nicht mal so sehr um westliche unbd östliche Politik und welches denn nun wirklich unsere demokratischen Errungenschaften sind oder nicht. Wenn das Interview in vollem Umfang gesendet worden wäre und Herr Roth es dann mit seiner ureigensten Meinung kommentiert hätte, wäre es für mich okay, ich kann mir dann selbst meine Meinung bilden.
Aber so hat das nichts mit Objektivität der Information zu tun. Auch gestern wurde über Opfer im heutejournal sehr sehr einseitig berichtet…was bitte soll das!!!
727: Margarita Fotiadis Am 3. September 2008 um 10:13 Uhr Lieber Herr Roth,
heute morgen erfuhr ich aus dem Deutschlandfunk, dass Sie wieder ein Interview mit Herrn Putin geführt haben. Daraufhin habe ich es mir angesehen und war furchtbar enttäuscht. Es fällt mir dabei auf, dass gerade bei wichtigen Interviews Effekte und Einschaltquoten die inhaltliche und politische Zweckbindung dieser Programmteile überlagern. Für mich ist das, was Sie da geboten haben, eine Art zahnloser Kampfhundjournalismus. Zahnlos, weil Sie mit großer offensiver Geste beginnen und sich im Verlauf des Interviews von Putin einlullen lassen, obwohl Ihre metasprachliche Kommunikationshaltung im ersten Teil des Interviews ironische Abfälligkeit zum Ausdruck bringt, sich aber im späteren Verlauf in eine Art zaghaft bewundernder Zustimmung verwandelt. Sicherlich werden Sie sich das Interview noch mehrmals ansehen und bestimmt auch auf den emotional-psychologischen Subtext achten, der verrät, dass dieses Interview nicht nur der Informationsabsicht dient, sondern ganz andere Aspekte befriedigen soll, wie in etwa Ihre persönliche Profilierung und die Ihres Heimatsenders. Klar ist dabei auch, dass eine Hand die andere wäscht. In der Position sind Sie offenbar, dass Sie mit Putin Hände waschen dürfen. Die lange Zeit, die Sie in Russland verbracht haben, scheint deshalb weder ihrem journalistischen Ethos noch ihrem Handwerk gut zu tun. Ähnliche Symptome sind bei Ihrer Vorgängerin Gabriele Krone-Schmalz zu beobachten, allerdings sind Sie noch nicht soweit, dass Sie expressis verbis für Russland Partei ergreifen. Dass Herr Putin – wie seinerzeit Stalin – auch nur gefilterte, interessengefärbte Informationen erhält, ist richtig beobachtet und für das russische System elementar. Und da es ja kein wahres Leben im falschen geben kann, frage ich mich: Wie können Sie glauben, von so jemandem, in einem solchen System, jemals etwas Wahres erfahren zu können? Genau das macht das Ganze so unglaubwürdig, eben zu dem, was die antike Rhetorik als “uneigentliche Rede” charakterisiert. Schade, dass Sie sich für so etwas hergeben. Aber der Karriere schadet es gewiss nicht. Nein, nicht weiter so, Herr Roth!
728: megascrotum Am 3. September 2008 um 10:14 Uhr Habe gerade Deutschlandfunk gehört, übrigens auf diesem Blog abrufbar.
Herr Roth, entweder sind Sie nicht fähig die Blogger zu verstehen, oder leben Sie außerhalb der grauen Bürgerwelt. In dem Deutschlandfunk erwähnten Sie den Zeitdruck, Sie wundern sich, was das Volk von Ihnen eigentlich will, denn Sie sind Journalist den intellektuellen Vorsprung haben und genießen. Die Volksmasse, die sowieso so ein schwieriges Thema wie Kaukasus nicht versteht und sich das eigene Bild nicht machen darf.
Im Endeffekt (Deutschlandfunk), alles was falsch gelaufen ist, sind schuld die Anderen, o pardon , da ist doch Nichts schief gelaufen, es ist so, wie es sein sollte!.
Ojej ojej o jej
Ihre Interview war keine Sternstunde des freien Journalismus.
Sie bestehen darauf die Informationen filtern zu dürfen und sie (besser gesagt Ihre Auftraggeber) massen sich an zu wissen, welche Informationen an das Volk, das sie finanziert, weiter gegeben werden dürften. Einige von den Beiträgen äussern sich kritisch bzw. sehr kritisch über Ihre Auswahl, dabei zeigen sie häufig, welche entfernte Passage sie so sehr in dem Auszug vermissen. Es gibt auch natürlich einige, die Sie loben.
Das lässt so mancher zweifeln, ob der Begriff “freie Medien” überhaupt an die Medien in Deutschland anwendbar ist. Wir wurden seit Jahren eingelullt, dass wir freie Medien haben, besonders ist die Freiheit bei den privaten Medien gewährleistet (sic!). Egal wie abenteuerlich ist die Verbindung zwischen “frei” und “privat”, so was wurde den Menschen in die Köpfe auch von ARD eingehämmert.
Jetzt stellen manche fest, dass das Filtern der Informationen bei einem s.g. öffentlich-rechtlichen Sender (also von der Bevölkerung selbst finanzierten) nicht ganz nachvollziehbar ist, siehe z.B. PROPAGANDAKARTELL http://blog.tagesschau.de/?p=1…..ment-31958 . Eine fortschreitende Mimikry zwischen den Privaten und Öffentlich-rechtlichen ist auch nicht zu übersehen.
Ich würde erwarten, dass manche sich von der Illusion der “freien Medien” endlich für immer verabschiedet, der Begriff gehört zu der gleichen absurden Sorte wie:
“friedenserhaltende Einsätze des Militärs”
“Befriedung”, die den anderen Begriff “Pazifizierung” aus dem II Weltkrieg ersetzt hat und der ursprünglich die Zerstörung der Häuser der zivilen Bevölkerung bedeutet.
So sind wir an den II Weltkrieg gekommen.
Ich möchte gern Sie und die ARD-Redaktion daran erinnern, dass ausgerechnet am 69-ten Jahrestags des deutschen Überfalls auf Polen, der der Beginn des II Weltkrieges markiert, haben sich die Vertreter der EU getroffen, um über den Kaukasuskonflikt zu befinden. Über einen Konflikt, der mit den deutsch-israelischen M85 Streubomben ausgefochten wurde. Der Einsatz der Streubomben ist international geahndet. 1 Sept., der Termin wurde sehr schick gewählt.
Aber kurz.
Am 1 September 1939, und nicht am 11 September, hat der II WELTKRIEG begonnen, der über 50 Mio. Menschenleben kosten sollte, die Zahl ist aber nur eine Schätzung. Dieses Ereignis fand ARD und das sämtliche PROPAGANDAKARTELL für nicht genug wichtig, um die Bevölkerung darauf hinzuweisen, das ist besonders bedenklich, wenn die Jugend praktisch KEINE Ahnung von dem Ereignis hat. Es wird sicher manche freuen, der II WK hat nicht begonnen, sie sollen sich bei dem PROPAGANDAKARTELL bedanken. Etwa ähnlich hat man auch in den Medien den Jahrestag von Hiroshima gewürdigt.
Die Aussage von Hr. Spor http://blog.tagesschau.de/?p=1…..ment-32025 macht mich nachdenklich, Sie auch ? Die Bildung eines PROPAGANDAKARTELLS ist schon sehr weit fortgeschritten, wie weit ich das erkennen kann.
730: Andreas Am 3. September 2008 um 10:20 Uhr Bin auch sehr schockiert . Wenn ARD bei Ministerpresident so massiv fälscht ….
Was soll mann den Kindern erzählen ?
Das wir in BRD Politische Zensur haben ?
Und sind wir jetz auf Russische TV angewissen ?
731: asdfg Am 3. September 2008 um 10:29 Uhr @723:
“Schlimm ist das diese Propaganda und Tatsachenverdrehung nun auch noch gesendet worden ist! Dafür habe ich kein Verständnis, den einem Demagogen muss man nicht unnötig auch noch ein Forum zur Produktion geben.”
Sie wären wohl auch dagegen, dass die Massaker im Sudan, die chinesischen Funktionäre, oder Rassen- oder Religions-Fanatiker im Fernsehen zu zeigen, um Ihnen keine Plattform zu bieten. Eine Demokratie muss Meinungsvielfalt aushalten.
Sie haben ein Schwarz-Weiß-Denken, von dem mancher “Antiamerikaner” nur träumen kann.
732: HGT Am 3. September 2008 um 10:31 Uhr @Norbert
Ich glaube, Sie verstehen nicht worum es geht. Es geht hier nicht darum, ob die Russen gut oder böse, Putin ein Kuschelbär oder ein Demagoge ist. Es geht um eine eindeutig tendenziöse Berichterstattung, die Züge einer Zensur tragen. Gerade wir als Land, das die Pressefreiheit verteidigen will, sollten nicht mit erhobenem Zeigefinger durch die Welt reisen und uns selbst solche Entgleisungen leisten.
Ich habe mal Ihr Posting Nr. 723 in ARD-Manier gekürzt. Vielleicht begreifen Sie dann, worum es geht.
Gekürztes Posting 723
“Seit Tagen verfolge ich diesen Blog und bin einigermaßen schockiert. Um eines klar zu stellen, Journalisten, je weiter man auf der Hirarchie nach unten steigt sind genauso subjektiv und fehlerhaft wie alle anderen Menschen auch. Schlimm ist das diese Propaganda und Tatsachenverdrehung nun auch noch gesendet worden ist! Dafür habe ich kein Verständnis, den einem Demagogen muss man nicht unnötig auch noch ein Forum zur Produktion geben.”
733: An Norbert Am 3. September 2008 um 10:32 Uhr @723: Norbert “…Schlimm ist das diese Propaganda und Tatsachenverdrehung nun auch noch gesendet worden ist! Dafür habe ich kein Verständnis, den einem Demagogen muss man nicht unnötig auch noch ein Forum zur Produktion geben…”
Sie meinen sicher den Auftritt Saakaschwilis bei Maybrit Illner im ZDF…
…kopfschüttel.
An diesem Beispiel zeigt sich in aller Deutlichkeit das Messen mit zweierlei Augenmass.
Üble Propaganda?
Richtig! – Folgende Darstellung war in einer Zeitung zu lesen:
“…Damit war der junge, agile Amerika-Fan Saakaschwili in vielerlei Beziehung ein faszinierender Gegenpart zu dem alten, erfahrenen, russischen Diplomaten, den sich Illner als Sprachrohr Moskaus ins Studio geholt hatte…”
Noch Fragen?
734: Tim Karsten, Berlin Am 3. September 2008 um 10:34 Uhr @723 Norbert: wenn die (angebliche) Propaganda Putins so “entlarvend” war, wie Sie schreiben, warum zeigte sie die ARD nicht von Anfang an, sondern erst auf Druck der Blogger?!
735: stefan.thaens Am 3. September 2008 um 10:36 Uhr …Re: [727] Sehr geehrte Frau Fotiadis, auch wenn sich Ihre Meinung deutlich von meiner unterscheidet: es geht in diesem Blog weniger um den Inhalt des Interviews als vielmehr um den völlig illegitimen Versuch, das durch Weglassen zu verschweigen, was der “deutsche Lümmel” nicht hören oder sehen sollte. Ob Herr Roth Herrn Putin mag oder ob Herr Putin uns im Interview möglicherweise einen “russischen Bären” aufgebunden hat: sei’s drum. Jeder hat das Recht, sich eine eigene Meinung zu BILD en. Dafür zahlen wir GEZ. Dafür leben wir in einer freiheitlich orientierten Gesellschaft. Wenn wir solche Machenschaften durchgehen ließen, wird aus unserer Demokratie eine Demokratur…
MfG Stefan Thaens
736: stefan.thaens Am 3. September 2008 um 10:43 Uhr ..RE: [729]: ElBong: …sehr gut! Dieser Zusammenhang war bei mir vor lauter Ärger untergegangen. Nicht nur 01.09.38 sondern auch der komplette Jahrgang 1984 müssen in diesen größeren Zusammenhang gebracht werden. Nicht nur, dass man uns durchsichtiger als Glas haben will: parallel dazu nebelt man uns ein. Woher nehmen wir die peinliche Arroganz, den Chinesen etwas von Pressefreiheit erzählen zu wollen? Mein Unbehagen wächst stündlich…
MfG Stefan Thaens
737: Larissa Timpel Am 3. September 2008 um 10:44 Uhr Sehr geehrter Herr Roth!
Sehr geehrte ARD Redaktion!
Vergeblich wartete ich am vergangenen Wochenende (31.08.2008) auf Interview-Übertragung im Ersten (oder ZDF) des deutschen Fernsehens, dabei habe ich im Russischen Fernsehen “WESTI”-Nachrichtensender das Interview in voller Version gesehen. Meine Enttäuschung wegen nicht Übertragung auf Ihrem Kanal war groß. Dazu noch gekürzte Version auf ARD-Website ein Tag später…
Im Allgemeinen bekam ich Eindruck, dass die Wahrheit über Agression Georgiens und gesetzwidriges Verhalten seines Presidenten Saakaschwili, über Unterstützung seines Regimes durch US-Regierung, überMassenvernichtung kleines ossetischen Volkes durch einseitige Darstellung des kaukasischen Konfliktes in deutschen Medien die deutsche Bevölkerung nicht erreichen kann.
Aber “besser spät als nie”, das Interview wurde gestern veröffentlicht, aber schade, dass Sie eine so ungünstige Uhrzeit, 6:20, für WDR Sendung angeboten haben. Ich habe sie, leider, verpasst, da nur ARD und ZDF meine Hauptsendungen während Frühstücken sind…
In Hoffnung, dass die Zeit alles heilt und die Wahrheit den Menschen die Augen öffnet…
mfg
Larissa Timpel, Fulda
Deutsche Bürgering russischer Herkunft .
738: Unwichtig Am 3. September 2008 um 10:46 Uhr Die Zensur des Interviews ist ein Armutszeugnis für die öffentlich-rechtlichen Medien!
Allein die Tatsache, dass dieses Interview in Hinsicht auf ein Verhindern der negativen Darstellung der Vereinigten Staaten und deren Einfluss auf die Georgienkrise umstrukturiert und gekürzt wurde, ist ein Eingriff in die objektive Meinungsbildung innerhalb eines demokratischen Systems und fördert die Beeinflussung der öffentlichen Meinung zum Nachteil Russlands.
Genau DAS versteht man unter dem Begriff Proppaganda!
Als wäre DAS nicht schon genug, wird diese Zensur von einem im staatlichen Auftrag handelden Sender (ARD) vorgenommen.
ARD = Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland
Mit dem Lesen des kompletten Interviews geht ein uneinschätzbarer Vertrauensverlust einher. Es ist nicht abzusehen, wo die Presse ohne das Internet angekommen wäre. Es handelt sich bei dem (Internet) um die letzte “freie” Informationsstruktur, die sicherlich für den Kampf um Meinungen missbraucht wird, aber wenigstens genauso für den Kampf um die Wahrheit einsteht.
Im Nachhinein ist nicht verwunderlich, warum die olympischen Spiele im Land der Zensur stattfanden. Dort wird eben diese eine verbleibende Institution Internet bereits zensiert. Diesen Schritt haben die hiesigen Organe (zum Glück) verschlafen.
Das “Anprangern” der Zensur innerhalb der öffentlich-rechtlichen Medien ist mehr als fragwürdig, wenn nicht sogar scheinheilig, da nach dem aktuellen Fall keine Möglichkeit besteht, eine Einschätzung vergangener und bereits erfolgter Zensur vorzunehmen.
Hinzu kommt, dass ein Einfluss des Staates zur Förderung der Zensur durch die GEZ-Gebühren nicht mehr abgestritten werden kann.
Warum wurde eigentlich die Begrenzung der GEZ-Gebühren (auf Grundlage von Rechtfertigung zum Sendeprogramm) aufgehoben? Um weiter spottbillige Daily-Soaps aus Südamerika zu finanzieren, die bereits seit Jahren laufen? Oder Sportveranstaltungen zu übertragen, die auch schon die letzten Male in den öffentlich-rechtlichen Medien gesendet wurden?
Als Mitarbeiter eines WH-Unternehmens weiß ich auch sehr gut, dass eine Internetpräsens, selbst mit Medienbibliothek für die Ewigkeit, nicht solche Unmengen von Geld verschlingt!
Die Existenz der öffentlich-rechtlichen Medien sollte in diesen Zusammenhängen dringend überdacht werden.
Zum Abschluss einen Dank an Russland für die Veröffentlichung des kompletten Interviews, ein großartiger Schachzug!! ^_^
739: @all Am 3. September 2008 um 10:47 Uhr Danke ARD,dass ihr immer wisst was rausgeschnitten werden soll und was nicht,danke dass ihr immer wisst was der Wahrheit entpsricht und was nicht,danke, auf euch ist immer Verlaß,alles was ihr rausschneidet kann ja nur politische Propaganda sein,(warum wohl die erste Frage vom Herrn Roth rausgeschnitten wurde? Muss warscheinlich auch Propaganda sein!).Warum wohl die Frage nach der Pressefreiheit in Russland, die Gegenfrage von Putin “warum es in den USA Todestrafe gibt?”(ist ja auch nicht unbedingt demokratisch) auch rausgeschnitten wurde.Ich will Putin nicht als einen lupenreinen Demokraten darstellen,aber das was rausgeschnitten wurde macht mich wirklich nachdenklich.
Die die es anders finden,sollten sich nicht “nur” die verschiedenen Videos anschauen,sondern sich erkundigen wie das ganze von Anfang ablief…angefangen damit,dass “NICHT” gesagt wurde,dass das Interview vollständig war.Und die Tatsache,dass es nur dank diesem Blog und vielen anderen im Internet überhaupt zu einer Gesamtaustrahlung kam…(die ja immer noch nicht ganz ist)
740: EugenT Am 3. September 2008 um 10:50 Uhr Aus der Stellungnahme von Herr Roth folgt, dass so eine Manipulation (Entschuldigung, “redaktionelle Fassung”) etwas ganz N_O_R_M_A_L_E_S ist. Sie fand also immer statt, und es wird auch in der Zukunft so sein. Einfach Klasse!
741: stefan.thaens Am 3. September 2008 um 10:52 Uhr Hoffnung naht! Wenn es dieser Blog in den Deutschlandfunk geschafft hat, hat er das Zeug dazu, auch in die ARD und ins ZDF zu gelangen. Hoffentlich zur PrimeTime oder besser nicht in neudeutsch sondern in deutsch: zur besten Sendezeit! Tagesschau oder Tagesthemen wären geeignete Formate!
MfG Stefan Thaens (mailto: stefan.thaens@fidom.de?subject=ARD-Blog-Roth-Putin-Interview)
Macht euch auch bewußt, dass dies für die Berichterstattung auf alle USA-unabhängigen Staaten zutrifft.
Und vergeßt nicht, dass es auch in Bezug auf die Innenpolitik so abläuft. Ihr wißt ja: “Merkel ist der beliebteste Politiker”
Unser Land ist besetzt.
743: Mathias Eimann Am 3. September 2008 um 10:58 Uhr @norbert : hier ist doch keiner Antiamerikanist oder links nur weil eine offensichtlich falsche Darstellung, die man auch Manipulation oder Zensur nennen könnte, herauskitzelt was die Leute über die Presse und deren Freiheit zu sagen was sie sagen in Frage stellt.
Ich will nur keinen Krieg – das ist weder links noch antiamerikanisch, das ist menschlich – allen die da mit Ihren Holzhämmern kommen kann ich nur entgegen lächeln.
Putin ist fragwürdig – das heißt würdig zu hinterfragen, nur das kann ich nicht wenn ich nicht alle seine Worte höre. Auch die Fragestellung und Körpersprache roths ist fragwürdig, und ich tue das.
Hier scheints eher eine Verschwörungstheorie zu geben das die Blogeinträge gefälscht sind so scheints mir bei einigen Kommentatoren, schonmal darüber nachgedacht.
744: stefan.thaens Am 3. September 2008 um 11:03 Uhr …RE: [711]: beobachter: Von der Sache her nichts gegen einzuwenden. Ich gebe jedoch zu bedenken, dass dieser Blog erst dann zur Ruhe kommen sollte, wenn die ARD den Vorgang öffentlich aufgearbeitet hat. Das schuldet sie in erster Linie sich selbst und ihrer Glaubwürdigkeit. Ich hatte in einem früheren Kommentar(-versuch) das Wort “B_____republik” verwendet und wurde entweder versehentlich gelöscht oder zensiert. Gut, dass es diesen Blog gibt! Und andere natürlich auch
MfG Stefan Thaens
745: Eugen Am 3. September 2008 um 11:07 Uhr Ich habe das Gefühl, Europa (besser gesagt NATO) versucht Russland davon abzuhalten, denselben Fehler wie im Falle Kosovo zu begehen.
Dies konnte man den mehrerer Gesprächsrunden entnehmen, die auch im Ersten ausgestrahlt wurden. Denn jedesmal wenn das Thema zum Vorschein zu kommen schien, wurde das Gespräch vom Moderator gekonnt umgeleitet. Im schlimmsten Falle hieß es “Wir wollen hier nicht über die Vergangenheit reden, man solle sich auf die jetzige Situation im Kaukasus konzentrieren”.
Und was die ganzen Theorien über ein Propaganda seitens Russlands gesagt wurde… Da sage ich nur, man forsche nach, wer den Krieg angefangen hat (Artilleriebeschuss seitens Georgiens auf die südossetische Stadt Zchinwali in der Nacht von 7.8 aus den 8.8). Und dann gleich am 8.8 der Auftritt des georgieschen Präsidenten und dessen Aussage man greife Georgien an…
Manchmal ist besser als die Berichterstattung beider Seiten zu sehen. Aber hier wird es eindeutig einseitig wie auch im Übersee berichtet.
Nur dass hier wie auch drüben Pannen in der Berichterstattung gibt, die die’verbotene ‘ Information durchsickern lassen.
Um sich einen erweitertet Blick und nicht zu Propagandazwecken empfehle auf http://www. spiegelfechter.de unter dem Begriff psychologishe Kriegsführung den Artikel und das Viedomaterial zu sehen.
MfG Eugen
746: Namal Am 3. September 2008 um 11:08 Uhr Herr Roth, wann entschuldigen sie sich endlich bei den Zusaschauern!! Ihre Aussage im Deutschlandfunk verdret wieder die Tatsachen! Ist es mit journalistischer freiheit und Zeitdruck zu erklären, dass sie einzelne Wörter rausschneiden und keinerlei Hinweise darauf machen, dass das Interview nicht vollständig war? Gestehen Sie wenigstens den letzten Fehler ein!
MfG
747: Unwichtig Am 3. September 2008 um 11:29 Uhr Herr Roth sollte sich seiner Verantwortung bewusst werden und die Konsequenzen begreifen. Sein Ruf als Journalist ist mehr als nur hinüber.
Die ARD sollte Schadensbegrenzung betreiben und Herrn Roth den Rücktritt nahelegen.
Das Interview im Deutschlandfunk war als Reaktion auf die hiesiegen Tumulte eine reine Beleidigung und substanzlose Ausrede gegenüber den Kunden (GEZ = Dienstleistungsgebühr) der öffentlich-rechtlichen Medien.
748: Helmut Am 3. September 2008 um 11:35 Uhr Pressemeldung von Heute in einer dt. Tageszeitung:
Brüssel(ddp)
Nach dem EU Sondergipfel mit seiner deutlichen Verurteilung Russlands mehren sich die Stimmen, auch Georgien gegenüber weniger nachsichtig zu sein. Der luxemburgische Außenminister Lean Asselborn, mahnte, die Kritik an der Kaukasus-Krise dürfte sich nicht ausschließlich auf Russland konzentrieren. So sei auf militärischem Gebiet die ganze Wahrheit noch nicht ans Licht gekommen, betonte Asselborn.
Unterdessen wurden von georgischer Seite mögliche Kriegsrechtverletzungen eingeräumt. Die georgische Vize-Außenministerin Nino Kalandaze teilte mit, dass das georgische Militär in Südossetien Streubomben verwendet habe…
Zitat Ende
Saubere Freunde haben sich unsere westlichen Politiker da angelacht!
Hier gibt es doch für die Berichterstatter der ARD eine ganze Menge Arbeit um die Sache völlig aufzuklären. Also an die Arbeit meine Damen und Herren Journalisten und nicht vergessen…
Unsere Demokratie lebt von der korrekten und wahrheitsgemäßen Berichterstattung! Wenn wir Vorbilder sein sollen, dann nur durch investigativen, der Wahrheit verpflichteten, Journalismus und nicht durch manipulativen!
749: Frank Wolfgang Richter Am 3. September 2008 um 11:39 Uhr Sehr geehrte Damen und Herren der oeffentlichen und zwangsweise durch GEZ-bezahlte Medien!
Ich will es kurz machen!
Wenn ich so sehe, was konkret aus der Rede weggeschnitten wurde, dann komme ich NICHT umhin, von Zensur zu sprechen – mit der Absicht, die Zuhoerer zu manipulieren!
Leider ueberrascht mich das ueberhaupt NICHT mehr, da ich seit Jahren NICHTS anderes mehr erwarte!
Erfreulich dabei ist, dass immer mehr Deutsche ebenfalls sehen, dass es sich um Zensur handelt! Ich hoffe nur, dass sie sich nicht erneut – so wie damals – gegen Russland aufhetzen lassen!
750: NIchtsichtbar Am 3. September 2008 um 11:41 Uhr mit einer entschuldigung ist das nicht gut zu machen! aber ich gebe ihnen ein herzliches “dankeschön”.
für das aufwecken und kritischere denken in unserer bevölkerung! besten dank also für diesen masseneffekt auf uns. wen interviewen sie als nächsten? bin gespannt….(und habe ein absolut kritisches auge auf sie und ard geworfen!)
Nach diesem Motto verfahren die “Neuen Deutschen Einheitsmedien” seit Jahren, warum die unmäßige Entstellung des Putin-Interviews nicht wirklich überrascht. Geschichtsverfälschung vor laufender Kamera ist die Devise der “freien” Bertelsmann-Medien, einschließlich der am gleichen Tropf hängenden so genannten “Öffentlich- Rechtlichen”.
752: Hans Am 3. September 2008 um 11:45 Uhr Sehr entlarvend war ja der Kommentar des Moderators hier im Blog. Von wegen die haben einen anderen Fokus…
Ach, und welchen Fokus hat Herr Roth/die ARD?
Warum haben sie überhaupt einen Fokus?
Das Fokussieren sollten sie gefälligst den Zuschauerinnen und Zuschauern überlassen!
Oder sind wir hier in Russland?
753: Herr März Am 3. September 2008 um 12:03 Uhr Könnte es sein das Herr Roth das extra gemacht hat um die Leute darauf aufmerksam zu machen das die Presse heute überall zensiert wird ?
“…nach den üblichen Kriterien… …was ist an diesem Abend journalistisch neu, was die Zuschauer interessieren könnte und was verzerrt insgesamt nicht den Inhalt des Interviews…
.
.
.
…wir haben uns darauf konzentriert, was nachrichtlich das Wichtigste sein könnte…”
Schaut man sich die Kurzfassung an (Länge 8:46min), so vergehen am Anfang lange 23 sec. bevor das Gespräch beginnt, man sieht wie die Gesprächsteilnehmer den Raum betreten und wie das Mikrofon angesteckt wird; alles sehr ausführlich…
…ja, ich bin mir sicher, dass diese inhaltlose Szene für den Zuschauer sehr wichtig war.
Im Anschluss hatte die erste Zwischenfrage Putins ganz zu Beginn des Interviews, in der die georgische Aggression bei Kriegsbeginn zur Sprache kommt, natürlich keinen Platz mehr…
…schon klar, das verstehe ich NATÜRLICH.
Es fällt doch auf, dass dieser Punkt gerne vermieden wird; auf allen Sendern und Zeitungen.
Dies wiederum kann ich -um es mit den Worten Herrn Roths zu sagen- nur schwer nachvollziehen.
755: Joachim Röhl Am 3. September 2008 um 12:19 Uhr Das erinnert alles an die letzten Herzschläge der inzwischen untergegangenen DDR. Auch da wurde bis zuletzt von den Medien auf Teufel komm raus staatsnah gesendet – sprich sehr oft gelogen und verbogen und falls die wachsamen Bürger dies feststellten, kamen von der sanften Abwiegelung über das komplette Negieren bis zu Drohung und offener Gewalt fast alles zum Einsatz. Spannend bleibt die Frage in genau welcher Phase sich die Bundesrepublik aktuell befindet.
756: stefan.thaens Am 3. September 2008 um 12:29 Uhr …geht doch: Am Donnerstag, 4. September, von 13 bis 14 Uhr ist Thomas Roth, ARD-Korrespondent in Moskau, zu Gast im tagesschau-Chat. Thema: das Putin-Interview im Ersten.
MfG Stefan Thaens
757: Hans- Joachim Große Am 3. September 2008 um 12:31 Uhr Hey Leute,
Herr Roth und die ÖR sind doch nur die Spitze des Eisberges,
unsere “Pressefreiheit” ist doch schonlange unter der Erde.
Die Hintermänner und Frau sind wichtig.
Habe gestern einige Mail`s an einige “Volksvertreter” im Bundestag geschickt und auf den Blog aufmerksam gemacht, bisher keine Antwort.
Die haben wichtigeres zu tun, unsere Steuergelder Herrn Saakaschwili zusammen zustellen.
Ein Schelm der Böses denkt.
Hoffe das ich die Kommentarrichtlinen eingehalten habe.
Ärgert es sie nicht, dass ihr hervorragendes Interview im russichen Fernsehen in voller Länge ausgestrahlt wurde – während es im deutschen TV nur nachts auf WDR in voller Länge läuft? Seriöse Sendepolitik über ein so wichtiges Thema sieht anders aus!
In einigen Momenten merkt man, dass sie nicht verstanden haben, wie sehr Europa zum Spielball Amerikas geworden ist. Europa steht reflexhaft zur Politik der USA, und gegen Russland. Das ist historisch vielleicht erklärbar. Aber spätestens seit dem Einmarsch in den Irak völlig überholt. Dort hat Amerika unter massiven Lügen europäische Staaten in dieses Land “gelockt”.
Dieser Völkerrechtsbruch aus Lüge war ein Fanal, woraus Europa dringend lernen sollte. Es geht nicht darum, eventueller russicher Propaganda anheimzufallen. Aber wir sollten uns im klaren sein: die USA vertreten auch handfeste Interessen, die auch mit gezielter Berichterstattung und geheimen Aktivitäten durchgesetzt werden. Machen wir uns über den Lobbyismus von Öl- und Waffen-Firmen nichts vor.
Angela Merkels Zusage an Georgien, über eine NATO-Mitgliedschaft zu verhandeln, erinnerte mich sehr stark an den Ausbruch des letzten Irak-Krieges, als sie, damals noch in der Opposition, strikt zu Amerika stehen wollte. Und den Lügen Amerikas blind traute.
Es gibt Propaganda von beiden Seiten. Europa steht dazwischen und sollte die Wahrheit und einen eignen Weg finden.
759: Krixus Am 3. September 2008 um 12:34 Uhr 606
Entschuldigung: Thomas Roth hat das Interview eigenhändig geschnitten – also nix mit Schlitzohr!
Man müsste eine Unterschriften- oder Email-Aktion starten, um die ARD zu einer Stellungsnahme zu zwingen!
760: Gerhard Am 3. September 2008 um 12:38 Uhr Ich bin tief erschüttert. Was ich schon lange befürchtete,hat sich nun bestätigt.Die Medien bezw. der Chef, der sie leitet,hat alle Macht in der Hand.Er kann die Meinung bilden,die ihm passt.Das sieht man an diesem Interview und auch bei den Berichten vor Wahlen.So wurde auch Schröder abgewählt.
761: stefan.thaens Am 3. September 2008 um 12:39 Uhr …jetzt weiß ich’s: Das einseitige Kürzen war Herrn Roths hinterlistiger Plan, über diesen Umweg doch noch das gesamte, ungekürzte Interview ins erste deutsche Fernsehen zu bekommen. Anders führte da für Ihn kein Weg an der einseitig aufgepeitschten Journaille vorbei. Glückwunsch Herr Roth: geschickt eingefädelt
MfG Stefan Thaens
762: Ulli E. Am 3. September 2008 um 12:44 Uhr Lob auf die neue Medienlandschaft !?
Viele haben schon alles Erwähnenswerte geschrieben und mir bleibt weiterhin die Hoffnung, dass urteilfähige (allseits informierte) Menschen eben diese Urteilsfähigkeit unter Beweis stellen und Korrekturen an “Fehl- und Falschinformationen “erzwingen”.
Wir haben das Ergebnis, wie in diesem Fall, nicht den “öffentlichen” Medien zu verdanken, aber er beweist, dass ein, wenn auch konträrer, Dialog für beide Seiten nützlich ist.
Liebe Kommentatoren, aber gerade weil dieser schöne Zufall öffentlichen Medien lernen lässt und sich diese kein zweites Mal auf die Begleitung andere Medien bei Intwerviews einlassen werden,
(Zitat MA Roth: “Ich habe zugelassen, dass das Interview durch mehrere russische Sender begleitet wird und nach einer vereinbarten Sperrfrist (20:00 Uhr Ortszeit) nach eigener Entscheidung veröffentlicht werden kann. Die russischen Sender haben das in sehr unterschiedlichen Längen getan (von 5 bis zu rund 40 Minuten). Einige haben nur das aus ihrer Sicht Wichtigste veröffentlicht. Verpflichtet waren sie nur zur Quellenangabe: ein Interview der ARD, Erstes Deutsches Fernsehen. Nur zum Verständnis: Hätte die ARD Interesse daran gehabt, irgendetwas nicht zu veröffentlichen, hätten wir uns gar nicht erst auf solche Bedingungen eingelassen. Also nichts durcheinander bringen! )
sollten wir, egal aus welchem Interesse, wach(sam) bleiben. Auch beim Konsum der öffentlich rechtlichen Sender bis nach 23:00 Uhr, denn dann gibt es auch dort ein Stück Wahrheit zu sehen.
Werter Herr Roth, letztendlich noch Kompliment an Sie, indem Sie sich bei den Blockern bedanken. Ich hoffe er war ehrlich, denn die werden Sie und ihre Kollegen auch weiterhin begleiten, ihrer journalistischen Pflicht nachzukommen.
MfG Ullrich E.
PS Der Glaubwürdigkeit ihres Senders zuliebe: Seien sie dankbar für diesen “Fehler” und erhebn sie ihn zur NORM.
763: Erika Am 3. September 2008 um 12:45 Uhr Seit Tagen verfolge ich mit großer Spannung dieses Blog, auf den ich zufällig geraten bin durch meine Kritik am letzten “Presseclub”.
Unter @235 habe ich schon angedeutet, daß ich nicht so recht verstehe, worauf Herr Roth und die Altvorderen in der ARD eigentlich warten bzw.hoffen : daß sich die Diskussion hier totläuft, wenn man die Zeit aussitzt…frei nach großen Vorbildern? Daß es einzelnen (bestellten?) Gegenstimmen gelingt, die Diskussion zu kippen, in dem sie ablenken, von dem, um das es wirklich geht? Es geht doch gar nicht um den Fakt der Kürzung, Herr Roth…sondern darum, wie und was gekürzt wurde…und von einem Sender, der permanent auf andere Länder zeigt und Pressefreiheit einfordert…unlängst in unerträglicher Weise auf China und seit Jahren auf Russland. Sieht so etwa die Pressefreiheit ala’ ARD aus, Herr Roth? Glauben Sie denn wirklich, daß sich der Zorn und die Empörung über diese,( wie Sie selbst zugeben) gängige Praxis sich durch Ihre, in meinen Augen unsäglich arrogante Formulierung…selbstverständlich ist unser jounalistisches Interesse, das ganze Interview zu veröffentlichen…am Di, 2. 9. um 6:20 im WRD!!!…Wir machen das sehr gerne und freuen uns, wenn wir das große Interesse damit zufriedenstellen können…beschwichtigen läßt? Ich jedenfalls fühle mich regelrecht beleidigt und auf dei “Schippe” genommen…nie hätte ich eine so hilflose Reaktion Ihrerseits und der ARD für möglich gehalten…wie “ab gehoben” sind Sie denn?!! An der DDR-Führung hat man das immer bemändelt, daß sie sich zu weit vom Volk entfernt hat und was passiert heut??
Wie gesagt, ich versteh nicht so ganz, worauf Sie warten… “Schwerter zu Pfugscharen” hat auch mal klein angefangen und endete in dem Ruf: Wir sind das Volk!! Sollten Sie das etwa unterschätzt haben? Dazu möchte ich meine Mutter , eine sehr einfache Frau, zitieren…jeder blamiert sich, so gut er kann!
Erika aus Leipzig
P.S. Ich hab allerdings auch kein Rezept, wie die ARD da wieder rauskommen kann…sicher wird es ein Bauernopfer geben… Thomas Roth…mitnichten! Viel zu wertvoll , der Mann !
Sie können das Recht haben… Stimme ich zu..
Da Herr Roth wuste, dass alles in RUS-TV in voller Länge ausgestrahlt wird..
765: berta l. Am 3. September 2008 um 12:49 Uhr im Grunde lenkt das doch alles vom kern ab: Saakashvilly hat einen unrechtmässigen Angriffskrieg geführt, berechnend, mit Unterstützung der USA. Und unserer Unterstützung, da wir den USA hörig sind. Zur Belohnung darf der deutsche Steuerzahler Georgien wieder aufbauen und muss sich hineinziehen lassen in eine westliche Antistimmung gegen Russland.
Nur die Lüge braucht zum Schutz ein Gesetz .
Wahrheit steht auf eigenen Beinen .
in diesen Sinne einfach abschalten . vielen Dank an alle Blocker hier mal .
767: Klaus Am 3. September 2008 um 12:54 Uhr @ 758
1) von welchem hervorragen Interview sprichst du? doch nicht von dem, in dem der Interviewer herablassend provokativ unterstellend und unwahrheiten aufstellte? alleine seine körpersprache sagte mehr als 1000 worte.
2)und wie Herr Roth verstanden hat dass Europa Spielball der USA ist. Er ist ja Teil dieses Systems.
Generell muss ich sagen: wenn man erst einmal begreift dass neutrale berichterstattung gar nicht GEWÜNSCHT ist, dann weiss man warum es hier so zugeht
768: Marc Am 3. September 2008 um 12:55 Uhr Heute morgen habe ich Thomas Roth im Deutschlandfunk so verstanden, dass das mit der 10-Minuten-Version und der nachgeschobenen Vollversion alles geplant war.
Soso. Warum steht dann davon nichts im Blogeintrag? Das hätte man man doch so schön ankündigen können. Nene, das wurde einfach verbaselt, weil man als Reporter alter Schule einfach nicht daran gedacht, hat, dass das was in Russland gesendet wird, heutzutage Minuten später weltweit via Internet zu sehen ist. Früher hätte sich das versendet, aber diese Zeiten sind vorbei.
Aber das ist jetzt auch bei der ARD angekommen.
769: E.R. Am 3. September 2008 um 12:56 Uhr zu 756 “Am Donnerstag, 4. September, von 13 bis 14 Uhr ist Thomas Roth, ARD-Korrespondent in Moskau, zu Gast im Tagesschau-Chat. Thema: das Putin-Interview im Ersten.”
Meiner Meinung nach bringt es nicht viel. Wie viele Leute haben gekürztes Interview angeschaut? – Millionen. Und wie viel haben im Internet die volle Version gesehen? Rechnen wir noch dazu die Leute, die um 6.20 auf WDR volle Interview angeschaut. nur Tausende.
ARD muss öffentlich sich vor die Millionen Zuschauer entschuldigen und Interview in volle Version Abends um 20 Uhr, wo die meisten Leute schon zu Hause sind, zu wiederholen.
770: TTO Am 3. September 2008 um 13:37 Uhr “Selbstverständlich ist unser jounalistisches Interesse, das ganze Interview zu veröffentlichen”, welch ein Hohn!
Andererseits hat der Skandal das Gute an sich, dass wir nun wissen welche Art von Filter dem Staatsfernsehen verordnet wurden.
771: Gerd Speer Am 3. September 2008 um 13:41 Uhr Heute morgen sagte Herr Roth in einem Interview, dass der Deutschlandfunk mit ihm führte: “Es war beabsichtigt, dass das Interview mit Putin nachträglich in voller Länge von der ARD gesendet wird” Das lasse ich einfach mal so stehen.
“Roth: Nein. Es war von Anfang an geplant, von uns jedenfalls, dass wir das Interview in ganzer Länge senden. Es war noch nicht klar, welcher Sender da zugreift. ”
“Klein: Nach welchen Kriterien, Herr Roth, haben Sie die Kurzfassung, diese 10 Minuten aus dem lдngeren Interview ausgewählt?
Roth: Nach den üblichen Kriterien, indem man sagt: was ist an diesem Abend das journalistisch Interessante? Was ist das journalistisch Neue, was die Zuschauer interessieren kцnnte, und was verzerrt insgesamt nicht den Inhalt des Interviews? Da waren viele Stellen drin, die wir an dem Abend leider nicht senden konnten.”
Ja nee, is klar Herr Roth… Die erste Aussage glaube ich rundweg nicht, die zweite ist entlarvend.
773: Alex Klos Am 3. September 2008 um 13:44 Uhr Das, was hier gerade in diesem Blog und generell im Internet bezüglich des Georgienkonfliktes geschieht ist ein Novum in der Geschichte:
Zum ersten Mal können Menschen von überall auf der Welt in echtzeit die Meinungen aller direkt beteiligten ungekürzt und umnzensiert einsehen.
Wir sehen, was Russland wirklcih denkt, und was es auf seinen Sendern verbreitet. Wir sehen, was CNN permanent verbreitet, und wie sehr dies von der US-Politk beeinflusst ist.
Wäre ein Irak Krieg unter diesen Vorraussetzungen noch möglich? Nein, denn das erste was im Krieg BISHER starb war die Wahrheit. Dies ist nun dank internet nicht mehr möglich.
Ich hoffe die ARD findet schnell eine neue, glaubwürdige Rolle, andernfalls endet sie wie CNN als ein Fernsehsender, von dem jeder weis, das er tendenziös und propagandistisch ist.
774: Felix Am 3. September 2008 um 13:49 Uhr Es ist und bleibt erstaunlich … bei vielen Blogeinträgen kann man den russsischen Akzent ja schon “rauslesen”, geschweige denn eine Parteilichkeit. Die Leute schimpfen über Herrn Roth, obwohl er seinen Job gut gemacht hat. Ok, die Fragen an Herrn Putin waren durchaus offensiv. Aber Herr Putin hat sie zu seinen medialen Gunsten genutzt – und viele Blogger hier scheinen ihm zu glauben.
Denken Sie mal an die russischen Medien. Die sind vom Staat beeinflusst und nicht unsere hier. Ich zahle gerne GEZ Gebühr für die Informationen aus ARD und ich fühle mich frei und gut informiert. Das würde mir in Russland nicht so gehen. Denkt mal drüber nach!
Und “nebenbei” in diesem Konflikt gibt es wohl keine “Guten” oder “Bösen”, denn deeskalierend hat hier keiner gewirkt – und das wäre wohl jetzt am wichtigsten.
775: Theater Am 3. September 2008 um 13:53 Uhr Betr. 707: M.A.G. Fischer am 3. September 2008 um 02:11 Uhr
“Einem Menschen, sei er auch Journalist, der nur durch Glück vor wenigen Tagen dem Bombentod durch russische Kampfflugzeuge entronnen ist, muss dies in den Knochen stecken …”
Lieber M.A.G. Fischer, bitte nicht allzu viel Mitgefühl – es gibt Anlaß, Herrn Roth auch das nicht zu glauben (siehe dazu andere Blogeinträge). Denken Sie doch mal an die Szene, als man Saakaschwili und angeblich auch Kouchner vor einem nicht erwiesenen russischen Hubschrauberangriff in Sicherheit gebracht hat – was für ein Fake! Wirklich schön dramatisch zubereitet für die westliche Nachrichtenküche. Trotzdem mies gespielt.
Betr. 721: Helmut Ruch am 3. September 2008 um 09:19 Uhr
“… kein unabhängiger Journalist, der einen Politiker kritisch befragt, sondern Agitator, der seinen Hass nur schwer unter Kontrolle halten kann, den Interviewten diffamiert anstatt sich mit seinen Argumenten inhaltlich zu beschäftigen.”
Lieber Herr Ruch, Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen! Herr Roth sollte wirklich nicht mehr interviewen und berichten dürfen. Selbst CNN hat eine kritische aber seriöse Interviewführung abliefern können. Übrigens war es vermutlich nicht oder nicht nur Hass bei Herrn Roth, sondern Subordination und Karrieregeilheit – er will doch nächstes Jahr in NY arbeiten.
776: stefan.thaens Am 3. September 2008 um 13:56 Uhr 756 an 769: irgendwie wird das meiner Meinung nach so oder so ähnlich kommen: Hauptsendezeit und anschließend die üblichen Verdächtigen voller Betroffenheit. Mir wird schon bei der bloßen Vorstellung dieser Heuchelei übel. Gespannt bin ich nur darauf, zu erfahren, wer und von wem als vermeintlicher “Hintermann” in den Vordergrund geschoben werden wird (Stichwort: Bauernopfer)…
MfG Stefan Thaens
777: Helge Am 3. September 2008 um 14:16 Uhr Von Einsehen keine Spur.
Wenn man über die tagesschau-Seite >Ausland>Konflikt am Kaukasus reinkommt, findet man nach wie vor das gekürzte und verfälschte Interview an erster Stelle. Dies ist somit die einzig legitime Version, die der deutsche Medienkonsument zu erhalten hat. “Informationsauftrag” der öffentlich-rechtlichen Sender? – Wohl eher gezielte Desinformation, nach den Auftraggebern sollte man Herrn Roth im Chat mal explizit fragen. Allen Bloggern empfehle ich, an dem Thema dranzubleiben. Erst vorgestern musste die ARD zugeben, Achmedinedschads Äußerungen (”wipe off the map”) falsch übersetzt wiedergegeben zu haben. Das war mühsame Arbeit, aber die bürokratischen Institutionen (z.B. Presserat) müssen diesen Eingaben nachgehen. Dort kann man sie festnageln, mit ihren eigenen Lügen.
778: Daniel Wagener Am 3. September 2008 um 14:17 Uhr Also meiner Meinung nach war der Fehler von Herrn Roth, nicht gesagt zu haben, dass man das Interview nciht auf 10 minuten kuerzen kann, ohne dass etwas immanent wichtiges verlorengeht, (das ergibt sich aus der Langfassung, zudem hat Herr Roth im Deutschlandfunk selbst gesagt, er haette gerne weniger wegkuerzen muessen), er hat es aber dennoch versucht und dabei kam natuerlich nichts Zufriedenstellendes heraus.
DAS fuehrte dann dazu dass in der wichtigsten Nachrichtensendung im deutschen Fernsehen ein Interview gesendet wurde, dem wichtige Teile fehlten, Putin hat seine gesamte Sichtweise dargelegt, wenn man nur einen Teil davon kennt, wird das Bild was man sich von der Lage macht unvollstaendig bzw fehlerhaft, aber genau dazu fuehrte diese gekuerzte Fassung, die auch noch in den Tagesthemen gesendet wurde, wenn dann bekannt wird, dass in dieser Sendung, die vielen bei ihrer Meinungsbildung extrem wichtig ist bei solch wichtigen Themen solche Fehler passieren, fuehlt sich der Zuschauer (um es wie Herr Putin etwas umgangssprachlich zu sagen) verarscht, gerade in Zeiten in denen Hobbyjournalisten oder jene, die es schon immer wussten (davon tummeln sich hier im Blog ja nicht wenige) die Langfasung wesentlich schneller praesentieren koennen als in der ARD, kommt dann auch der Verdacht auf, das sei bewusst geschehen.
Nun gut, abgesehen von der Verschwoerungstheorie, die sich auch hier im Blog schon herauslesen laesst, ist das Thema bewusste Mainpulation fuer mich erledigt, es bleibt aber das Problem, dass in den Tagesthemen Informationen unvollstaendig wiedergegeben wurden, natuerlich wird es nie vollstaendig sein koennen, aber im diesen speziellen Fall waere es imho besser gewesen nur auf den Sendeplatz der Langfassung zu verweisen, vielleicht mit einer kurzen Inhaltsangabe a la “Putin sieht sich im Recht”, denn dieses Interview ist als ganzes sehr wichtig, es hat keine weniger wichtigen Teile, und erst recht keine, die den Zuschauer nicht interessieren, das gesamte Interview ging um Georgien, wie gesagt, ich halte es fuer unmoeglich, daran etwas zu kuerzen ohne etwas Wichtiges zu verlieren – jetzt, nachdem ich beide Versionen gesehen habe, zwei Naechte darueber geschlafen… wie es Herrn Roth und anderen Verantwortlichen zu den fraglichen Zeitpunkten erging kann ich allerdings nur mutmaßen.
Was bleibt ist die Erkenntnis, dass es auch im oeffentlich rechtlichen Fernsehen, im speziellen bei den Tagesthemen, auch nach Quote geht, nicht nach dem Informationsgehalt – und diese ist nicht gerade neu.
Leider ist das ein bisschen zu naiv gedacht. Auch 2003 gab es schon Blogger und das Internet und nicht nur 2003 die ganze Kriegsanbahnung begann ja schon eher. Die Lügen wurden im Internet weitgehend bereits im Vorfeld entlarvt. In den europäischen Medien wurde nur dank Schröders Wahlkampf wenigstens ein Teil davon aufs Tablett gebracht. In Amerika gar nichts. Den Krieg hat’s trotzdem gegeben und unser “Hosenanzug” hätte am Liebsten mitgemacht. Und heute ist trotz Bekanntsein der Lüge als Kriegsgrund Totenstille zur Rolle der USA. Berichtet wird nur noch über die Anschläge, die dafür sorgen, dass Amerika auch ja schön lange dort unten bleiben muss (solange das Öl nicht versiegt)
Aber als kleiner Tipp für alle Enttäuschten der ÖR Medien:
Ent-Täuschung ist besser als ein Weiter-Täuschen!
780: Sergej Am 3. September 2008 um 14:28 Uhr Der Beitrag 774 spiegelt wohl den Zustand der deutschen Gesellschaft wider. Bzw. den Zustand, der erwünscht ist. Und Millionen von Deutschen wissen immer noch nicht, was Putin eientlich gesagt hat. Aber eins ist ihnen klar: die junge “Demokratie” wurde angegriffen von einem “imperialistischen” Staat.
Ich finde, der ARD schuldet seinen Zuschauern etwas, nämlich dass das Interview in voller Länge und zu einer günstigen Sendezeit gezeigt wird. Damit man die Zuversicht, gut informiert zu sein, auch mal kritisch betrachtet werden könnte…
Aber ich zahle ja keine GEZ-Gebühren in Russland. Und die Nachrichten im staatlichen russischen Fernsehen sehe ich mir auch nicht an. Es gibt hier jede Menge andere Kanäle, wo auch andere Gesichtspunkte, wenn oft auch kritisch, aber dennoch gezeigt werden. Davon hat Herr Felix (Beitrag 774) aber bestimmt nichts gewusst. Und das ist auch der “Pressefreiheit”, mit der der Herr ja “zufrieden” ist, zu verdanken…
781: E.R. Am 3. September 2008 um 14:31 Uhr an 774 Felix
“Denken Sie mal an die russischen Medien. Die sind vom Staat beeinflusst und nicht unsere hier.”
ja, ja. Das sag einer, der nie in Russland war und pro-amerikanischen Märchen auf ARD und ZDF glaubt. Die Leute hier mit “russichen Akzent” können die Nachrichten in mindesten 3 Sprachen verstehen (Ru, De, En). Können Sie sich auf Ru informieren. Also wer hat Nachteile?
“Das würde mir in Russland nicht so gehen.”
genau! In Russland gibt’s deutlich mehr Nachrichten Sendungen als in Deutschland. Und die laufen nicht 5 bis 10 Minuten. Sondern 30-40 Minuten. Und es wird nicht nur über Hurrikan in USA berichtet, sondern auch über wichtige politische Ereignisse
Es geht weder darum, ob Putin jemandem gefällt noch darum ob seine Positionen mit denen anderer Menschen übereinstimmen.
Es geht einfach um eine objektive Berichterstattung und davon kann nach dem Vergleich der gekürzten Version mit der Langfassung keine Rede sein.
Ich hatte es an anderer Stelle schon gesagt, eine komplette Ausstrahlung des Interviews und eine danach auch investigative Auseinandersetzung mit Putins Aussagen, das ist völlig in Ordnung, niemand muss Putin nach dem Munde reden.
783: Verallgemeinerungsfähig Am 3. September 2008 um 14:37 Uhr @777
Hast du Links dafür? Das wäre ja ein Skandal, da die Hetzpropaganda ja bis heute auf den angeblichen Äußerungen aufbaut.
Es ist ein Trauerspiel
784: Sergej Am 3. September 2008 um 14:44 Uhr … Ach so… Und noch zur Info von Herrn Felix (Beitrag 774). Der Sender EURONEWS sendet rund um die Uhr und landesweit in Russland. Zumindest in Moskau und in dem Kaff hinterm Ural, in dem meine Mutter wohnt, ist das der Fall… Deswegen bin ich der Meinung, dass ich besser informiert bin als Sie…
Auch du scheinst nicht verstanden zu haben, dass es hier NICHT darum geht, ob Rußland oder Georgien gut oder böse ist. Hier geht es um verzerrte Berichterstattung, die an Zensur erinnert: Es wird nichts verändert – aber durch Weglassen entsteht ein völlig falscher Eindruck. Ich will mir aber selber eine Meinung bilden. Dazu muß ich informiert werden. Diesen Auftrag hat die ARD.
Ich und wahrscheinlich die meisten hier, wissen, daß Putin kein lupenreiner Demokrat ist und Rußland kein Hort der Menschenrechte. Darum geht es hier aber überhaupt nicht.
Ich erzähle mal einen schon recht alten Witz:
Chrustchow und Kennedy vereinbaren ein 100m-Rennen. Kennedy gewinnt mit riesigem Abstand. Die Meldung in der DDR-Presse “Chrustchow wird glorreicher Zweiter – Kennedy landet auf dem vorletzten Platz”
Nicht falsch – aber eben doch nicht richtig. Ebenso wie das ARD-Interview.
786: Steffen Am 3. September 2008 um 14:55 Uhr Demokratie lebt von der korrekten und wahrheitsgemäßen Berichterstattung! Vielen Lesern ist ein im März verfasster offener Brief von Michail S. Gorbatschow sicher entgangen? Er war ja auch nun an die deutschen Journalisten gerichtet. Aber er sagt einiges aus.
Zitat:
Gerichtet „An meine Freunde, die deutschen Journalisten“ versucht Gorbatschow mehr Sachlichkeit und Verständnis einzufordern.
Seit einigen Jahren habe ich zunehmend Kontakt zu den deutschen Medien, insbesondere im Zusammenhang mit dem Vorsitz im Petersburger Dialog, den ich neben Lothar de Maiziére innehabe. Selbstverständlich galt und gilt mein Interesse zunächst einmal Berichten über das, was in Russland geschieht.
Dies ist immer wieder Thema für mich in zahlreichen Interviews, Pressekonferenzen und öffentlichen Veranstaltungen. So zum Bespiel bei der Verleihung des Doktor-Haas-Preises letztes Jahr in Berlin.
Worüber habe ich da gesprochen?
Darüber, dass Fragen und Unverständnis entstehen, wenn man sieht, was in Deutschland über Russland geschrieben wird und wie es geschrieben wird.
Nicht von ungefähr habe ich das wie hervorgehoben. Denn die Fakten, die Anlass zur Kritik bieten, stammen ja oft aus der Realität oder werden aus russischen Zeitungen übernommen. Übrigens treten russische Zeitungen zuweilen sogar kritischer auf als die ausländischen.
Beim aufmerksamen Blick auf die Flut von Veröffentlichungen in Deutschland wird man jedoch schwer den Eindruck wieder los, als ob man es mit einer gezielten Kampagne zu tun hat, als ob alle aus einer einzigen Quelle schöpften, die eine Handvoll Thesen enthält (in Russland gebe es keine Demokratie; die Meinungsfreiheit werde unterdrückt; eine arglistige Energiepolitik werde durchgesetzt; die Machthaber drifteten immer weiter in Richtung Diktatur ab – und so weiter und so fort.)
Zitat Ende
über die einseitige und verfälschte Darstellung des Kaukausus-Konfliktes in deutschen Medien habe ich am 24. August an die “Frankfurter Rundschau” einen Brief geschrieben. Der wurde leider nicht veröffentlicht. Ich finde, er passt sehr gut zu der Situation, welche wir diese Tage so intensiv diskutieren.
“Zum Kaukasuskonflikt:
Der Westen sitzt auf der Kutsche der Vergangenheit und hat als Last auch seine alte Komplexe und Gespenste wie „böses Russland“ und „kalter Krieg“ draufgepackt und wundert sich dabei, warum er nicht weiter kommt. Um vorwärts zu kommen, das heißt auch Entwicklung, muss man sich vom Schrott befreien und eigene Fehler und Ängste verarbeiten und analysieren.
Helfen dabei können und müssen Medien und Literatur. Was haben wir denn in den letzten Wochen beobachten müssen? Endlich lesen wir fast nach 3 Wochen, dass doch der Saakaschwili Süd-Ossetien angegriffen hat und nicht umgekehrt Russland Georgien. Ich will dazu mehr sagen, ich meine, dass die Medien einen Krieg uns, den Lesern und Zuschauern, erklärt haben, um unsere Gehirne zu besetzen. Hier in deutschen Zeitungen und Zeitschriften konnte man keine alternativen und objektiven Berichte zu diesem Konflikt lesen. Das heißt, dass man uns alle für dumm hält und was noch schlimmer ist, bewusst mit falschen, nicht geprüften Informationen beliefert. In Händen von Provokateuren und Lügner sind Medien eine schreckliche und tödliche Waffe, weil zerstört dabei werden die Seelen und Köpfe der Menschen.
Um objektiv zu berichten, haben die deutschen Korrespondenten in Moskau genug Zeit gehabt, sich informativ vorzubereiten. Russland hat mindestens die letzten 4 Monate, auch im UN-Sicherheitsrat vergeblich berichtet, dass Georgien mit Hilfe und unter Aufsehen von Nato ein Krieg gegen Süd-Ossetien und Abchasien vorbereitet, Stützpunkte um diese Gebiete einrichtet und Waffen in Unmengen bekommt. So viel Waffen, wie Nato Georgien geliefert hat, Vieles davon auch umsonst, braucht man nicht für den Frieden. Das haben wir doch jetzt alle gesehen. Und Frau Merkel verspricht noch unverantwortlich den Nato-Beitritt und neue Aufrüstung Georgien zu. Hat sie denn uns, Ihre Mitbürger, gefragt!? Meine Stimme hat diese Frau für immer verloren. Ich hoffe, nicht nur meine. Ich schäme mich für Frau Merkel, für unverantwortliche Politiker in Deutschland und Europa. Die USA tun mir nur leid: Dessen Talfahrt hat schon längst angefangen. Ich will aber nicht mit.
PS
Zum Tschetschenienkrieg, was auch Frau Merkel in Moskau erwähnt hat:
Es war kein Unabhängigkeitskrieg der Tschetschenen. Man konnte es „alternativ“ als ein Angriffskrieg der Alkaida mit Unterstützung von USA (oder umgekehrt?) auf Russlands Territorium und Einflussgebiet in wirtschaftlich und politisch schwachen Jahren unter Elzin nennen. Frau Merkel muss doch das auch wissen, oder? Wir Leser finden schon uns selber zurecht.”
nochmals zu ihrer erinnerung wie man zensur beschreibt:
Zensur (censura) ist ein Verfahren eines Staates, einer einflussreichen Organisation oder eines Systemträgers, um durch Medien oder im persönlichen Informationsverkehr (etwa per Briefpost) vermittelte Inhalte zu kontrollieren, unerwünschte beziehungsweise Gesetzen zuwiderlaufende Inhalte zu unterdrücken und somit dafür zu sorgen, dass nur erwünschte Inhalte veröffentlicht oder ausgetauscht werden.
…Zensur…
nichts anderes haben sie getan, auch wenn sie sich jetzt gerne auf den Fall einer redaktionelle Fassung zurückziehen möchten.
es ist mindergesagt eine unverschämtheit, das sie jetzt auch noch den vielen autoren auf ihren bericht unterstellen sie wären zu dumm das nicht zu erkennen.
sie sollten sich ein wenig mehr in demut über, lieber herr roth…
mfg
markus schindler
789: Niko Am 3. September 2008 um 15:22 Uhr Sehr geehrter Herr Roth,
aus dem vollständigen Interview habe ich entnehmen können das Sie selbst in Russland leben. Daher habe ich einerseits Verständnis wenn sie Sie sich nicht unbedingt zu den Putin Fans zählen, jedoch dürfen Sie nicht vergessen was ihr Auftrag ist, nämlich neutrale Berichterstattung. Im dem von Ihnen mit Herrn Putin geführten Interview vermisse ich persönlich jegliche Neutralität. Das ist für mich ersichtlich alleine schon aus Ihrer Körpersprache und selbst wenn man diese außer Acht lässt, aus der gewählten Art der Fragestellung. Für mich persönlich, ist das schon Propaganda, egal ob Sie diese bewusst oder unbewusst, bedingt durch Ihre persönliche Einstellung, zum Vorschein kam. Darum ist der Vorwurf der Zensur nicht weit hergeholt. Selbstverständlich haben Sie das Recht eine gekürzte Fassung des Interviews herauszubringen, jedoch spielt DAS was man kürzt eine wesentliche Rolle dabei ob man dadurch Gefahr läuft sich dem Vorwurf der Zensur auszusetzen.
Nun, sicherlich ist Herr Putin kein Engel, kann man meines Erachtens in so einer Stellung wie seine auch nicht sein. Das was in Tschetschenien ablief ist durchaus verachtenswert. Vergessen Sie aber nicht das George Bush und Co. ebenso keine Engeln sind. Denken Sie nur an Guantanamo und an den illegalen Irak Krieg der auf Lügen basiert. Und denken Sie an die durch Deutsche Soldaten getöteten Zivilisten im Afganistan. Krieg und Gewalt ist im Vollen Umfang zu verurteilen. Ich finde es sehr bedenklich wenn sich selbst auf einer Seite der Gewalt stellt. Gewalt und Folter bleibt immer Gewalt und Folter und die derjenige der sie selbst ausübt, unterstützt oder wiederwillig billigt (USA-Guantanamo, EU-Geheimgefängnisse, Entführungsflüge), hat nicht über andere zu urteilen die Gewalt und Folter ebenfalls anwenden (Russland z.B).
Wenn man diese Art der Berichterstattung näher anschaut, muss man sich nicht wundern wenn die Menschen sich massenweise über Zensur beschweren und alternative Medien zur Informationsbeschaffung heranziehen.
Dieser hier diskutierte Vorgang ist nur einer von vielen Vorgängen, die nicht “so” bekannt wurden. Wir können mit Fug und Recht davon ausgehen, dass es eine wahrheitsgemäße Berichterstattung durch unsere Medien nicht gibt und noch nie gegeben hat. Allenfalls Halbwahrheiten – und das sind auch Lügen.
Das alles erinnert mich an die DDR.
Unser derzeitiges System liegt auf dem gleichen Level und hat somit die gleiche Zukunft vor sich.
Es ist nicht zu erwarten und wäre auch nicht im Sinne unserer Politiker, dass unsere Medien bei derartigem Bekanntwerden ihrer Manipulationen und Fälschungen plötzlich als geläutert hervorgehen würden. Das System bleibt sich treu.
Mit anderen Worten, der Betrug geht weiter.
792: Zack Am 3. September 2008 um 15:47 Uhr @727: Margarita Fotiadis
Am 3. September 2008 um 10:13 Uhr
vielen Dank an Frau Fotiadis für diesen Hinweis
und vielen Dank an das dlfradio
Vor dem Hintergrund, dass ich das ganze hier von Beginn an mit jeden einzelnen Beitrag aufmerksam verfolgt habe (dies kann man jedem neu hinzu gekommenen nur empfehlen, verschlägt mit dieses Interview mit ihnen Herr Roth schon fast die Sprache …
Wissen sie was, ich denke das ganze muss Konsequenzen haben, und von daher nun unabhängig gerichtlich geprüft werden.
- es ist wirklich nicht zu fassen was sie sich und die verantwortlichen von ARD erlauben -
gerne die gewünschten Links…und ein bisschen Erklärungstext dazu. Nochmals, es handelt sich bei der jetzigen Russland-Geschichte nicht um einen Einzelfall – die deutschen Medien haben schon lange ihre Objektivität verloren, jedenfalls diejenigen, die sowas jemals besessen haben:
Zitat:
“ARD hat noch mehr Asche übers Haupt kippen müssen:
AF, 1.9.2008 — Der stellvertretende Intendant des Norddeutschen Rundfunks, Dr. Arno Beyer, hat uns mit Schreiben vom 29. August 2008 darüber informiert, daß die Redaktion von tagesschau.de unserer Aufforderung nachgekommen ist, auf ihrer website öffentlich darauf hinzuweisen, daß der iranische Präsident von ‘tagesschau.de’ falsch zitiert worden ist. Sie hat daraufhin die Meldung “Von der Landkarte tilgen – Irans Präsident fordert Vernichtung Israels” vom 26. Oktober 2005 [1] mit einem entsprechenden Hinweis versehen.
‘tagesschau.de’ hatte in einem Schreiben mit Datum vom 26.5.2008 zwar eingestanden, die Äußerung des iranischen Präsidenten falsch wiedergegeben zu haben, hatte sich aber strikt geweigert, den Fehler öffentlich richtigzustellen (”Da alle namhaften deutsch- und englischsprachigen Agenturen den iranischen Präsidenten damals mit der Formulierung zitiert haben, ‘Israel müsse von der Landkarte getilgt werden’, ist diese – offenbar fehlerhafte Übersetzung – auch in die Berichterstattung von ARD-aktuell und von tagesschau.de eingeflossen… Eine Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht ist nicht erkennbar. Es gibt aus unserer Sicht daher überhaupt keinen Grund für eine öffentliche Entschuldigung oder Richtigstellung.”) Diese Haltung mußte ‘tagesschau.de’ aufgeben. Sie erklärt jetzt öffentlich:
“In eigener Sache: Der iranische Präsident Ahmadinedschad hat nicht wörtlich die ‘Tilgung Israels von der Landkarte’ gefordert. Nach der Übersetzung des Sprachendienstes des Deutschen Bundestages sagte Ahmadinedschad: ‘Das Regime, das Jerusalem besetzt hält, muss aus den Annalen der Geschichte getilgt werden.’ [2] Hierauf hat auch Irans Außenminister hingewiesen [3]. Ahmadinedschad hat mittlerweile – vermutlich auf innenpolitischen Druck – erklärt, dass der Iran keine Pläne habe, Israel anzugreifen.”
Es folgt in der Erklärung von ‘tagesschau.de’ dann noch ein Satz, der den Sachverhalt der Zitatverfälschung offenbar relativieren soll: “Dennoch lässt der iranische Präsident bis heute kaum eine Gelegenheit aus, seine feindselige Einstellung gegenüber Israel, den Juden und der Regierung in Jerusalem deutlich zu machen (z.B. am 03.06.2008 in Rom): Die Regierung in Jerusalem sei ein fabriziertes Regime, das bald verschwinden werde. [4]” Dazu ist anzumerken: der iranische Präsident ist gewiß kein Freund der israelischen Politik – wie sollte er auch, wenn diese sich über Völker- und Menschenrecht hinwegsetzt – aber eine “feindselige Einstellung” gegenüber Juden kann keineswegs als erwiesen angesehen werden. Insbesondere ist die Äußerung vom 3.6.2008 dafür kein Beleg. Sie deckt sich weitgehend mit der Äußerung vom 26.10.2005 in ihrer korrekten Wiedergabe und ist damit eher eine Bestätigung des Sachverhalts als die beabsichtigte Relativierung.
Mit besten Grüßen
Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann”
794: Stefan Lüdcke Am 3. September 2008 um 16:02 Uhr An alle in diesem Blog die den Kritikern von Herrn Roth Russlandfreundlichkeit oder gar einen russischen Akzent unterstellen:
Es tut mir leid aber Sie haben nicht verstanden worum es in diesem Blog geht!
Es wird immer wieder so getan als wenn die Empörung in diesem Blog eine Sympatie für Putin ist.
ABER ES GEHT UM FOLGENDES:
Nicht was Putin gesagt hat, welche Polemik welche Hetze er betrieben hat ist Thema dieses Blogs(darüber soll sich jeder seine Meinung bilden) nein es geht darum, dass in inhaltverfälschender Form die Aussagen von Herrn Putin gekürzt wurden.
Herr Roth: Ich verstehe Ihre Dreistigkeit nicht. Sie müssen uns alle echt für Volltrottel halten!
Ihre Ausrede im Deutschlandfunk ist schlechter als die meiner 12-jährigen Tochter wenn sie was zerbrochen hat.
Es ist doch eine Frechheit zu behaupten die sie hätten von Anfang an das gesamte Interview zeigen wollen. DAS GLAUBT IHNEN HIER KEINER. Das heisst nachdem sie versucht haben die Meinung der Deutschen durch Manipulation des Interviews zu beeinflussen LÜGEN sie uns dreist ins Gesicht!
OHNE DIESEN BLOG WÜRDEN HEUTE NOCH ALLE GLAUBEN IN DER ARD UM 20.15 DAS VOLLE INTERVIEW GESEHEN ZU HABEN.
Das ist ein FAKT.
Sie drücken sich clever um die Schlüsselfrage warum sich die Leute hier so aufregen.
Warum wurde in der Ankündigung ihres Interviews davon gesprochen: das komplette Interview nach der Tagesschau. Selbst 2 Tage nach der Ausstrahlung als hier im Blog schon 300-400 Leute geschimpft hatten, stand auf der homepage der ARD noch der Link zum ganzen Interview im WORTLAUT.
Wenn Sie wirklich von Anfang an das komplette Interview zeigen wollten, warum keine Rede davon in der Ankündigung, im Internet? Wieviele Tage brauchen sie den nun um sich eine Ausrede auf diese Frage einfallen zu lassen?
Es geht hier überhaupt nicht um Putin und den Krieg in Georgien es geht um unsere Freiheit zu erfahren was der eine und der andere dazu sagt.
Es tut mir leid aber folgende Spekulation muss ich noch anstellen. Ich denke mal sie arbeiten schon vor für Ihren neuen Job. Damit sie in USA jemand vors Mikro kriegen müssen Sie jetzt noch schnell beweisen, dass sie ein Freunder Amerikaner sind. Ich freue mich schon auf Ihr erstes Interview in den USA. Das werde ich mir dann vornehmen und eine journalistisch handwerklich auf Zeit optimierte Version zu erstellen. Das wird ein Spass.
Sie hätten sich viel Ärger erspart und den Menschen nicht den Glauben an die Demokratie genommen, wenn bei der Ankündigung des Interviews von Ausschnitten die Rede gewesen wäre. Am Samstag und Sonntag hätten Sie noch die Chance gehabt dies als versehentlich einzuräumen, nur nach Ihren Kommentaren und dem blog hier ist es dafür zu spät.
Jetzt glaubt Ihnen keiner mehr.
ihre Berichterstattung über Russland finde ich sehr einseitig. Ihr Verständnis von Kritik beschränkt sich darauf der russischen Administration Vorwürfe zu machen. Eine kritische Berichterstattung umfasst aber mehr. Ich möchte umfassend informiert werden, dies schließt sowohl positive als auch negative Kritik an den russischen Verhältnissen ein.
Mit freundlichen Grüßen
Schreiber
796: student Am 3. September 2008 um 16:14 Uhr wenn man die zensur (das weglassen ganzer passagen und einzelner wörter), des interviews betrachtet, so stellt sich die frage, was haben sie uns noch verheimlicht?
ich erninnere mich an die ersten aufnahmen aus gori.
das bild zeigte zhinvali, die stimme dazu sagete gori.
bilder, auf denen ein mann seinen “toten” bruder in den händen hält, stellte sich als montage von seitens reuters heraus.
man spricht von einer bombardierung der marktplatzes in gori, einer schlimmen verwüstung, doch neuere aufzeichnungen aus der stadt, zeigen etwas anderes. (nur leider hat man in deutschen medien diese neueren bilder nicht gezeigt)
diese meldungen und noch weitere wurden auch auf den ÖR verbreitet. es macht den anschein, dass man die quellen nicht sonderlich überprüft oder es schlicht “vergessen” hat
wer sich eine meinung von beiden parteien machen will, der kann sie sich nur aus dem internet holen. obwohl das mittlerweile auch schwerer wird, man beachtet die ganzen toten seiten die nur noch im google cache existieren.
Hier ein lustiger Ausschnitt aus eine Interview des Deutschlandfunks mit Thomas Roth zum Thema Manipulation.
Klein: Hat sich denn der WDR tatsächlich aufgrund des Zuschauerdrucks erst entschieden, das Interview dann in ganzer Länge zu senden?
Roth: Nein. Es war von Anfang an geplant, von uns jedenfalls, dass wir das Interview in ganzer Länge senden. Es war noch nicht klar, welcher Sender da zugreift. Der Westdeutsche Rundfunk hat sich entschlossen, wie gesagt so weit ich weiß auch der Bayerische Rundfunk, und das ist ja schon mal eine ganze Menge.
Klein: Aber erstaunlich war für manchen, dass die gesamte Fassung dann früh morgens um 6:20 Uhr im WDR-Fernsehen, also im dritten Programm lief. Wie kam es zu der Entscheidung? Es wäre ja auch denkbar gewesen, das bei Phönix oder auch im Ersten Deutschen Fernsehen laufen zu lassen.
Roth: Da überfragen Sie mich. Im Korrespondentenbüro entscheidet man solche Dinge nicht, sondern das entscheiden die jeweiligen Programmplanungen in den jeweiligen Landesrundfunkanstalten. Das ist bei uns so, wie es bei Ihnen auch der Fall ist. Mein Interesse ist natürlich immer, an möglichst prominenter Stelle im Programm zu sein. Das ist uns an diesem Freitag ja auch gelungen, wie ich finde. Aber es sind natürlich noch mehr Interessen, die ein solches Fernsehprogramm bestreiten. Da laufen Spielfilme, die nicht billig sind, Zuschauererwartungen. Da sind viele Dinge langfristig angekündigt. Die Zuschauer warten darauf. Insofern sind das sicherlich alles Kriterien, die die Programmplanung dann in dem Falle auch beeinflussen.
798: Amon Am 3. September 2008 um 16:28 Uhr Ich hätte nicht Gedacht dass es so schlecht um die Demokratie in Deutschland steht – aber das was die ARD macht, ist massive Manipulation des Zuschaueres.. sowas kannte ich bisher nur von totalitären Regimes!
Zu Bedenken gilt auch, dass dieser (unverschämte) Fall nur den Eisberg der ganzen Verblödungs-Maschinerie darstellt..
Die so hoch geschätzen Werte des Westens sind nichts mehr Wert – traurig aber wahr.
nach dem Lesen des Interviews im deutschen Rundfunk, habe ich das Gefühl, dass Sie in Moskau gar nicht wissen, die die deutsche Presse hier berichtet und immer noch glauben, es wäre alles richtig gelaufen. Ihre Beschreibung des journalistischen Auswahlprozesses ist korrekt, anders geht es nicht. Vielmehr deuten ihre Aussagen an, das die Verantwortung überwiegend in deutschland bei der ARD-Redaktion zu suchen ist. (Meine vorhin genannte Kritik an unfähigen deutschen Journalisten, die sich kaum noch selbstständig im Krisengebiet bewegen dürfen bleibt bestehen. Von Gori aus können sie keine fundierten Berichte senden, geschweige denn sich selbst eine Meinung davon machen, was passiert ist!)
Und jetzt liebes ARD,
kommen wir zu den Vorwürfen gegen ihr Vorgehen bei diesem Interview.
-”Wetten, dass..?” kann man ohne Probleme überziehen. Ein so wichtiges Interview muss gekürzt werden. Wenn Sie die Prioritäten nach möglichen Einschaltquoten setzen, dann sollten in der Tat alle Blogger die GEZ-Gebühren einstellen. Denn diese sollen sie von Einschaltquoten unabhängig machen, um qualitative Programme zu bieten.
- Das Vorgehen bei der Erstausstrahlung war eindeutig manipulativ! Sie haben nicht erwähnt, dass es sich um eine gekürzte Version handelt. Im Gegenteil sie haben den Anschein erweckt, dass die erste Ausstrahlung das vollständige Interview ist.
- Die Veröffentlichung auf der Homepage ist genauso manipulativ gewesen. Auch da haben sie wieder den Anschein erweckt, es wäre das vollständige Interview gewesen. Jeder Zuschauer, der über die Länge des Interviews im Fernsehen irritiert war, konnte sich anschließend auf ihrer Homepage davon überzeugen, dass dieses Interview “tatsächlich” nur so “kurz” war. Es gibt hier keine Begründung, wieso sie nicht sofort den vollständigen Wortlaut veröffentlichen konnten. Denn diesen vollständigen Wortlaut hatten bereits alle Redaktionen der großen Printmedien in Deutschland (Spiegel, Welt,…..)
- Die Kürzungen des Interviews und der Schnitt desselben ist höchst anrüchig. Dieser Fakt ist für jeden offensichtlich. Um diesen Umstand, der wie sie sagen aus programmtechnischen Gründen erfolgte, aus dem Weg zu räumen, hätten sie von anfang an daran interessiert sein müssen, das Interview in voller Länge auszugestrahlen. Sie hätten demnach schon in der Tageschausendung deutlich angemerkt, dass es aus programmtechnischen Gründen nur eine gekürzte Version ist und eine vollständige Version in kürze folgen würde oder auf der Homepage einzusehen ist. Dies alles erfolgte nicht.
- Hinzu kommen die bedrückenden Umstände, dass einige Vorwürfe Putins, die von ihnen rausgeschnitten wurden, stimmen. Ihre Sendeanstalt, berichtete am ersten Tag leider nicht aus Zchinwali. (Nur zur Erinnerung:Zu Kriegsbeginn im Irak waren alle westlichen Medien vor Ort und berichteten nahezu live vom Geschehen). Hier zeigte ihre Sendeanstalt ständig nur die zwei brennenden Häuser in Gori. Haben sie etwa von den Umständen dort nichts gewusst?
- Nach diesen ganzen Vorwürfen hier im Blog, haben Sie sich kurzfristig entschieden das vollständige Interview nachzuliefern. Das geht eindeutig aus ihren Stellungnahmen hervor. Es war vorher nicht geplant, sonst hätten sie es viel früher angemerkt. Sie sagten, aber erst am Montag, dass das Interview am Dienstag um 6.20 Uhr gesendet wird. Ich erinnere sie noch einmal, dass das gekürzte Interview am Freitag ausgestrahlt wurde, mit Hinblick auf den EU-Gipfel am Montag. In anbetracht der ganzen Tatsachen, ist diese Nachlieferung unzureichend. Hinzu kommt, dass auch die vollständige Abschrift des Interviews erst am Nachmittag am Dienstag folgte.
- Sie übergehen mit ihrer Berichterstattung des letzten Monats viele bedeutende Stellen bis heute, einige davon nannte ich schon: Erster Beschuss in Zchinwalli, Aumaß der Katastrophe in Zchinwali, unversehrte Innenstadt Goris, Vorträge in der UN, ukrainische Vorgänge um Sewastopol, Zustimmung des ukrainischen Parlaments für die Unabhängigkeit Abchasiens und Südossetiens, der drohende Zusammenbruch der Regierungskoalition in der Ukraine….und vieles mehr..
Das alles zusammen lässt eindeutig den Eindruck entstehen, dass ihre Sendeanstalt einseitig und parteiisch im letzten Monat berichtet. Diese Vorgänge ihrer Sendeanstalt zehren sehr an der Glaubwürdigkeit unserer Pressefreiheit. Zu diesen Punkten erwarte ich und viele Blogger hier eine Stellungnahme von ihnen.
Wenn dieser Vorgang damit zu tun hat, dass die notwendige Kompetenz nicht mehr vorhanden ist. Ich erinnere dabei an mehrfache Fahnenpanne während der EM. Dann verlange ich zurecht, dass sie sich vom Kaukasusthema abwenden sollten und über den Vogelpark Walsrode berichten sollten. Eine diesen Fragen ausweichende Stellungnahme, bedeutet in der Tat, das die nötigen Kompetenzen nicht mehr vorhanden sind.
aber auch totalitär ist ein Begriff, der von hiesigen Medien stammt und über Jahre hinweg aufgebaut wurde… was bitte ist totalitär und wer bestimmt das? Warum ist die westliche Welt demokratisch und die meist östliche nicht? Warum ist das, was wir unter Demokratie verstehen, das, was andere Kulturen nachexerzieren müssen?
Dieser Blog möchte die vielfältigen und vorwiegend kritischen Zuschauerreaktionen auf das gekürzte Interview mit dem russischen Ministerrpräsidenten Putin zum Kaukasus-Konflikt archivieren.
Stand: 8.9.08, 13:00
Am 2. September 2008 um 23:33 Uhr Seht geehrter Roth, sehr geehrte ARD, ZDF und ähnliche..
Die Berichte von Georgien, Berichte von China haben nur eins gezeigt: “Man sieht z.B. den Dorn im Auge eines anderen Menschen, dem man helfen will, nicht aber den Balken im eigenen Auge”. Kalte Krieg, Imperialismus, englisch sprächender vor eigenen Leuten Präsident Saakashvili, in Live Reportagen falsche Übersetzung (die nur dijenige verstehen, die Sprache sprechen), mehrere Tag furchtbare Meldung, dass die Georgier hungern in Gori – und nur ein kleine Reportage am Ende dieser Tage, dass wohl die sauberen Straßen und volle Laden mit Essen, “demokratische” Baltische Staaten, die neuen Vorbilder von “Demokratie” mit Ihrem “Wohlstand” (wenn sehr große Teil Bevölkerung von Lettland längst in Irland eigene Partei, Schuhlen zu gründen versucht, weil so gut und wohl, wie Sie in diesen Tag Berichten (was hat das nur mit Georien Krise zu tun), in eigenem Lande geht) die Besserwisser für ganze Alte Europa, “Musterregionen der USA”, die in eigenem Land “Genozid Betreiben”, wo Freiheit längst im Jahr 1991 geblieben ist, “Die Richtigen Esten” habt ihr auch gezeigt. (Der Ausdruck “Richtige Esten” wurde wörtlich von Nachricht entnommen). Haben Sie jetz andere Bürger der Estland jetzt als unrichtig abgeschtempelt? Ich habe bestimmt was falsch verstanden…Was hat das mit Georgien zu tun? Ein Kaffee in Estland, mit “Richtigen Esten”? (Bei Besuch von Frau Merkel, Reportage)
Warum zeigen Sie immer nur eine Seite, die euch passt,wenn Sie Vorbild der Demokratie sind? Warum teilen Sie die Menschen, die wegen Sowjetische Geschichte, einen Georgie, der in Russland lebt, einen Lette, der zu 50% “Okkupant” (vom Wort:Okkupatzion) und zu 50 %”Nazionalist” laut heutige Politik in “demokratischen” Lettland ist, eine Oma Ukrainerin, die lettische Enkel hat, aber ein LETTISCHES “Nichtbürger Pass” hat in einem EU LAND….das sind nur paar Stichworte, die ich in einem Zusammenhang mit Georgien in Nachrichten festgestellt habe und erweitert mit ritorischen Fragen..
Es gibt viele Meinungen, viel unrecht geschieht, und Eure Aufgabe ist (1. Kanal, Nachrichten) Fakten darszustellen. Es ist ihre Verpflichtung, demokratischen Idealen zu dienen, um nicht Mitten drin in der Vergangenheit zu leben, aber Lehre aus der Vergangenheit für die Zukunft nehmen, um es besser zu machen. Macht bitte einfach Euren JOB, so wie jeder Arzt, jede Lehrerin, jeder Polizist in diesem Land…Je besser Ihr das macht, desto weniger wird zur keine unnötige unwiederkehrende Eskalation führen.
Aber momentan, seid Ihr nicht besser entweder als China, oder als Rußland.. in Entwicklung..nur welche Richtung?
..Man sieht den Dorn im Auge eines anderen Menschen, dem man helfen will, nicht aber den Balken im eigenen Auge sehen..
Für die Rechtschreibung möchte ich mich Entschuldigen bei den Lesern, daran wird noch gearbeitet
Mit besten Wünschen
Bürger der “demokratischen” EU Staates Lettland, ausgewandert nach Deutschland wg. “genozide Politik” in Lettland, der friedlich gegen Beteiligung, Einsatz von Soldaten der Baltischen Staaten in IRAK, in GEORGIEN und unverantwortliche Handeln der Baltischen Staaten in Weltkrisen auftritt
Am 2. September 2008 um 23:57 Uhr Sehr geehrter Herr Roth,
Vielen Dank fuer Ihren journalistischen Einsatz und das sehr professionelle Interview mit Russlands Ministerpraesident. Ich habe die Langfassung des Interviews gelesen, (die von auf http://www.tagesschau.de fuer jedermann frei zugaenglich ist) und kann mich Beitrag 1 von Herrn Beisswenger nur anschliessen.
Mit grossem Respekt stehe ich Ihrer sorgfaeltigen Wortwahl und aeussersten Zurueckhaltung gegenueber, wenn ich bedenke, dass Sie selbst waehrend der russischen Bombardierung georgischer Gebiete am Ort des Geschehens waren wobei westliche Journalisten (vor laufender Kamera) z.T. von russischen Soldaten mit der Waffe bedroht und attackiert wurden und in Gori sogar einem gezielten russischen Angriff zum Opfer gefallen sind. An diesen Tatsachen laesst sich wie ich meine schon gut erkennen, wer in dieser Krise eigentlich eine wirklich objektive oder auch nur von Russland unabhaengige Berichterstattung zu verhindern versucht.
Durch Ihr mit grosser Besonnenheit gefuehrtes Interview haben Sie, wie ich finde, Ministerpraesident Putin dazu gebracht, durch alle Propaganda und Polemik hindurch auch einen Teil seiner wirklichen Ansichten und Absichten preis zu geben.
Bei aller wohl zurecht gelegter Erklärung Putins ueber den Einmarsch russischer Truppen in Georgien und die Bombardierung des Landes geht meiner Ansicht nach aus seiner Art der Argumentation klar hervor, dass Russlands Fuehrung Suedossetien und Abchasien doch eher benutzt als beschuetzt.
Warum die staendigen Vergleiche mit anderen Krisenregionen wie Irak oder Serbien? Wie kan man den allen Ernstes das eigene Handeln damit rechtfertigen wollen, man tue jetzt einfach genau das, was die Welt inclusive Russlands bei anderen Staaten niemals haette tolerieren sollen? Damit unterstreicht Putin doch nur, dass das eigene Vorgehen im Grunde unrechtmaessig ist.
Anstatt zu beweisen, dass Russland ein verlaesslicher Partner fuer Europa sein kann, versucht der Kreml zu zeigen, dass er sich ebenso wie Washington in der Lage ist, sich ueber internationales Recht hinweg zu setzen. Mit einer solchen Verhaltensweise schafft man kein Vertrauen und ich kann nur hoffen, dass die internationale Empörung ueber Russlands Vorgehen in Georgien nicht schon bald in ein leises unwilliges Murmeln übergeht.
Am 3. September 2008 um 01:00 Uhr Gute Nacht Herr Roth,
wie soll es sich erklären, dass man unter dem Zeitdruck einzelne Wörter und Satzzüge rausgeschnitten hat z.B. diese:
vielleicht; wie sie selbst sagten; die diese verbrecherische Aktion durchgeführt hatte. Dabei hat man nur 5 sekunden Sendezeit gespart. Unter dem Zeitdruck macht man so was bestimmt nicht. Da sollte schon die Richtlinie vorgegeben sein.
“W.Putin: Was meinen Sie, wer hat den Krieg begonnen?
T.Roth: Der letzte Auslöser war der georgische Angriff auf Zchinwali
W.Putin: Der französische Aussenminister war in Nordossetien und hat sich mit Flüchtlingen getroffen. Die Augenzeugen berichten, dass die georgischen Streitkräfte mit Panzern Frauen und Kinder überfahren haben, die Leute in die Häuser getrieben und lebendig verbrannt haben. Georgische Soldaten haben, als sie nach Zchinwali kamen, – so im vorbeigehen Granaten in die Keller und Bunker geworfen, wo Frauen und Kinder sich versteckt hatten. Wie kann man so etwas anders nennen als Genozid?”
Herr Roth, ist diese Information unwichtig???
Aber die Zeit für Kommentare auf die Vermutungen des französischen Außenminister´s hat man gelassen. Das hat jetzt mit dem Konflikt kaum was zu tun.
Also, vergleicht man volle und gekürzte Fassung des Interview´s, dann kann nur von der Zensur die Rede sein.
Oder Herr Roth, mit welchen Worten lässt sich erklären, dass die Banane rot ist? Für Juornalisten von heute muss bestimmt machbar sein.
Am 3. September 2008 um 01:11 Uhr Also ich fand das Interview gut. Ich finde auch die Lösung richtig, zur Prime Time eine Zusammenfassung zu zeigen und am Rande das gesamte Material zu veröffentlichen.
Den Eindruck einiger Blogger, dass “kriegsentscheidende” Informationen aus der Kurzversion herausgeschnitten wurden, teile ich nicht. Die entsprechenden Behauptungen behandeln in der Regel einzelne Aspekte oder bleiben diffus. Eine Verschwörung erscheint mir nicht hinreichend begründet.
Vielen Dank für dieses Interview, bitte mehr davon!
Am 3. September 2008 um 01:38 Uhr Hallo, wenn ich das hier alles so lese, werde ich richtig traurig.
Was soll ich meinen Kindern sagen, wenn die im Fernsehen zufällig, was selten vorkommt, Berichterstattungen und nachrichten sehen. Ich verbiete ihen schon größtenteils Sendungen die von Gewalt und Demütigungen handeln. Ist es nun an der Zeit auch Nachrichtensendungen nicht mehr zu schauen weil vieles “erlogen und erstunken” (sorry für meine Wortwahl) ist ?
Auch die “Stellungnahmen” der Verantwortlichen bzw. Mitverantwortlichen sind so etwas von arogant, es ist nicht zu fassen !! Haben diese Herrschaften keine Kinder und keine Angst um deren Leben, wenn sie schon so arogant sind und ihre eigene Zukunft ignorieren, sollten sie mal lieber an diese denken und mit ihrer Überheblichkeit, Lügereien endlich Aufhören und “Stellung” zu ihren “Fehrfehlungen” beziehen, und das in der Öffentlichkeit. Ansonsten kann es bald wieder so weit sein, wo Menschen wie ich und meine Kinder auf die Strasse gehne und rufen “WIR SIND DAS VOLK”.
An die Internetspetziealisten hier: Ich habe bei Wikipedia einmal unter Zensur geschaut, leider keinerlei Eintrag für die BRD gefunden. Nur DDR und Algerien. Was mich verwundert hat und in mir die Fragen aufkommen lässt, gibt es bei uns kein Zensur, war dies keine Zensur, oder wurde dort auch schon Einträge zensiert, oder interessiert das niemanden. Leider habe ich keinerlei Ahnung wie man dort etwas veröffenlichen kann. Ich bin der Meinung das dieser Vorfall eine Nennung für unser Nachwelt “Wert” ist, und nicht nach 10 Tagen verschwindet.
Also ihr lieben, hoffen wir das es auch in den Medien noch Menschen geben wird die offen und aufrichtig ihre Arbeit tun und zu ihren Kindern und Kindeskindern sagen können, ich habe diese Machenschaften wiedersprochen.
Denn Kriege fangen immer mit Lügen und Hetzkampanien an !
traurig, traurig,traurig
ein deutsche Mutter mit 2 kleinen Kindern die Angst um deren Zukunft hat
Am 3. September 2008 um 02:08 Uhr Vielleciht sollte man mal über diese Zitate nachdenken, liebe ARD-Redaktion.
„Ein Land, das Medien hat, braucht keine Zensur.“ (Peter Hacks)
„Zensur ist Mord an der bürgerlichen Meinungs- und Informationsfreiheit.“ (Ludwig Feuerbach)
Am 3. September 2008 um 02:11 Uhr Sehr geehrter Herr Roth,
wie ich gerade feststellte, ist das Interview in der Langfassung inzwischen auf der ARD-Internetseite als Video abrufbar und der Text des (O-Ton) kompletten Interviews ist ebenfalls ins Netz gestellt. Danke für diesen überfälligen Schritt, zu dem sich Ihre Sendeanstalt entschlossen hat nach der von Ihnen sicher vollkommen unerwarteten Flut von mehrheitlich aufgebrachten Blogeinträgen. Anderes, etwa eine Talkrunde zum Thema “Medien- und Meinungspluralismus am Beispiel des Putin-Interviews” mit Persönlichkeiten unterschiedlichster Provenienz, wäre großartig und eine wohltuende Neuheit im ÖRF, vielleicht ja eine Anregung??
Lassen Sie mich zwei Bemerkungen hinzufügen, die mir am Herzen liegen:
1. Einem Menschen, sei er auch Journalist, der nur durch Glück vor wenigen Tagen dem Bombentod durch russische Kampfflugzeuge entronnen ist, muss dies in den Knochen stecken – dafür ist er ein Mensch. Jeder fühlende Mensch wird hierfür Verständnis haben. Schlussfolgerungen hieraus will ich Ihnen persönlich und anderen überlassen, dies ist jetzt nicht mein Thema.
2. All die Blogbeiträge, ihre Autoren, sie zeigen doch nur die Spitze eines Eisberges: Halten Sie und wir alle uns doch einmal vor Augen, auf was es uns in “unserem” Deutschland hinweist:
- auf ein erschreckend großes Defizit an unabhängiger, freier journalistischer Rede;
- auf ein lähmendes und vielfach ignoriertes Vakuum dort, wo es viele Stimmen gibt und je nach Perspektive ganz unterschiedliche “Wahrheiten”;
- auf die Notwendigkeit von Ohren und Augen und den Willen, diese unvoreingenommen zu gebrauchen;
- auf viel blindes Vertrauen, das sich ent-täuscht fühlt;
- auf Menschen, die aufwachen und beginnen, Sakrosanktes infrage zu stellen.
- auf andere, die sich bereits längst in die innere Emigration verabschiedet haben, weil ihre Stimmen kein Gehör finden, bzw. sich in der deutschen “öffentlichen Meinung” nirgends aufgehoben oder reflektiert sehen….
Ich wünschte mir ein rasches Erwachen. Nur dort wo du ernst genommen wirst, kannst du dich auch zuhause fühlen. Dies ist ein legitimer Anspruch. Auch davon handelt dieser Blog.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit, lieber Herr Roth.
Mit freundlichen Grüßen
M.A.G. Fischer
Am 3. September 2008 um 02:53 Uhr Sehr geehrte Redaktion,
der vollständige Wortlaut auf ihrer Homepage ist in Ordnung. Auch der vollständige Wortlaut muss natürlich redaktionell überarbeitet werden. Aber es bleibt anzumerken, das die erste gekürzte Fassung selektiv und einseitig ausgewählt wurde und keinem journalistischen Anspruch standhält. Schon gar nicht einem der freien Presse.
Erst als der Blogerdruck anstieg, haben Sie oder die Redaktion entschlossen, doch das ganze Interview zu zeigen. Ich unterstelle ihnen ganz direkt, dass diese zweite Sondersendung so nicht geplant war. Und das ihre Aussage “natürlich liegt es in unserem journalistischen Interesse” damit auch nicht wahrheitsgemäß ist.
Das vollständige Interview dann am frühsten Morgen zu senden und dann auch kaum anzukündigen, lässt die Sache weiterhin anrüchig bleiben. Die einzelnen, die hier dieses Vorgehen auch noch loben, sind Kandidaten, wie sie diese sich zurecht bilden wollen. Sie haben gar kein Interesse die andere Seite zu hören. Die Meinungen sind schon abgepackt. Eine Debatte über solches Vorgehen, soll trotz dieser massenhaften Kritik hinter verschlossen Türen im Chat stattfinden. Auf der großen Medienbühne ist für solche Anrüchigkeiten kein Platz, da gibt es heute nur abgpacktes. Die Debattenkultur haben wir in Deutschland auch überwunden. Die Masse darf eben nicht mehr öffentlich nachdenken und kritisieren. Ich würde sie in Zukunft bitten, nicht mehr das Wort der Pressefreiheit in den Mund zu nehmen, versuchen sie einfach ihre Arbeit wertneutral zu erledigen. Wenn sie das aber nicht schaffen sollten, dann lassen sie einfach die Hände von solch heißen Themen, wie dem Kaukasus. Beschränken Sie sich einfach auf leichtere Themen, wo man nicht soviel falsch machen kann, wie z.B. “Leben und Pflegen im Vogelpark Walsrode”
Nach diesen groben Fehlentscheidungen der Interviewveröffentlichung, ist das eher ihre Wellenlänge. Lassen sie blos die Finger von Themen wie “Kommt jetzt der Kalte Krieg”. Sie machen ehh alles falsch, weil zuviele Schranken im Kopf und zu wenig Wissen vorhanden sind. Wie sollen sie denn auch wertneutral berichten, wenn sie in jedem Krisengebiet von “Beschützer” begleitet werden und nicht von ihrer Seite weiche dürfen. Deswegen waren sie auch nicht in Zchinwali, sondern haben sich in einem Wohnblock versteckt. Gerade, weil es heute kaum journalisten gibt, die sich die Finger dreckig machen würden, gehen diese Leute auch keiner Sache auf den Grund. Was kann man schon von einem Wohnblock aus sehen, naja zumindest, dass tatsächlich Krieg ist. Die Meldung hätte auch gereicht ist wertneutral, da können sie auch nichts falsch machen…”Es ist Krieg im Kaukasus Punkt!” Wenn Sie ein richtiger Journalist werden wollen, dann sprechen sie mal mit Peter Scholl-Latour darüber, wie das geht.
Mit meiner Kritik meine ich nicht unbedingt Herrn Roth, sondern Denjenigen, der für das ganze hier verantwortlich ist.
Am 3. September 2008 um 03:49 Uhr [Zitat] :# 704: Markus H.
Am 3. September 2008 um 01:11 Uhr
Also ich fand das Interview gut. Ich finde auch die Lösung richtig, zur Prime Time eine Zusammenfassung zu zeigen und am Rande das gesamte Material zu veröffentlichen. [/Zitat]
Dieser Beitrag ist ein Kennzeichen dafür, dass sich in unserem Leben Dinge vermischen. Nach einem gewissen Zeitabstand werden Zeitfolgen und daraus resultierende Ergebnisse nicht mehr erkannt. Das unvollständige “Nachgeschiebe” des Materials der ARD entstand auf Grund von Druck der Öffentlichkeit, sprich dieses Blogs.
Das vollständige Material war einzusehen auf ARD-fremden Seiten im Netz.
Auch das ist wichtig, zu berücksichtigen, um Manipulation zu verhindern.
Dream
Am 3. September 2008 um 04:16 Uhr man kann gewiss geteilter meinung darüber sein, ob die berichterstattung der ard über den georgien-konflikt richtig war. ich selbst bin damit ebenfalls nicht vollkommen einverstanden.
aber: thomas roth war eben nur in gori, was soll der mann denn machen? sich zerreissen? sein kollege stuchlik war in zchinwali, hat darüber eindrückliche reportagen gemacht. was wollen sie denn noch? …
ich teile den unmut darüber, dass nicht angekündigt wurde, wie stark das interview gekürzt wurde. journalistische praxis hin oder her, in diesem fall wäre es richtig und wichtig gewesen. ebenso wäre es richtig gewesen, das gesamte interview sofort im internet bereitzustellen.
nun aber tut die ard das. prima. richtig. die ard zensiert offenbar auch die blogeinträge nicht, ansonsten stünde hier nämlich fast gar nichts…
die eigentliche frage, die sich hier stellt ist doch die, ob internet tatsächlich eine art gegenöffentlichkeit sein kann. was ich aber in blogs, z. b. spiegelfechter et. al. lesen kann, ist nichts, aber auch gar nichts weiter, als das das gegeiferer hier anstandslos zitiert wird. hat mal einer von denen bei der ard auch nur angerufen? ich denke nicht. frage: was hat das mit wahrhaftigkeit zu tun?
verschwörungstheorien haben die schöne eigenschaft, dass sie nicht zu widerlegen sind. die ard kann da machen was sie will, sie, und damit meine ich sie, verehrte geiferer, haben immer recht und zitieren sich solange gegenseitig, bis auch die allerletzte lüge wahrheit wird. sie schämen sich nicht mal, orwell zu bemühen – und wenn ihr tun nicht so widerlich wäre, dann wäre es fast schon wieder lustig.
was sie tun: mit ihren zynischen verschwörungstheorien diskreditieren sie die blog-gemeinde insgesamt. eine gute idee wird einmal mehr im keim erstickt, weil sie, verehrte geiferer, diese gute idee benutzen um die ganz große verschwörung aufzudecken… orwell hat schon ganz recht, nur braucht es keinen staatsapparat zur gleichschaltung. das schafften sie schon prima ganz allein, hätten sie das sagen. haben sie aber nicht. gott sei dank!
lieber thomas roth, haben sie vielen dank für ihren mut. und liebe ard, haben sie vielen dank dafür, das ganze interview ins netz zu stellen. transparenter geht es nicht.
m. maihofer
Am 3. September 2008 um 05:07 Uhr @ die Vorredner
Kritik an der Vorgehensweise soll geäußert werden und der soll auch nachgegangen werden, das ist keine Frage.
Und ich bin ebenfalls keineswegs mit allem einverstanden, was passiert im Haus der ARD und des NDR.
Nur kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß jetzt bei einem verschärften innenpolitischen Richtungs-Streit um die Grundzüge der deutschen Politik im Inneren und nach Außen die großen Medien der Presse und des TV sehr stark kampagnenartig unter Druck gesetzt werden sollen.
Ich will aber keinem der Kommentatoren hier etwas unterstellen.
Zur Kenntnisnahme aber:
In meinem e-mail Account fand ich einmal zwei Rundschreiben mit Boykottaufrufen im Schneeballsystem in einem anderen Sektor, dem Energiesektor.
Zitat hier nur auszugsweise:
………………………………….
Der Benzinpreis
Ich sende diese Mail an etwa 30 Personen.
Wenn es jede dieser Personen an 10 weitere
schickt, erreichen wir schon 300.
Diese 300 senden es an 3.000 Leute…
Die nächste Sendung wird
3 Millionen erreichen usw. …
Verstehen Sie, was ich meine?
………………………………………..
(zitiert aus “Benzinpreis.pdf”)
Das Ganze hatte mich dann doch sehr nachdenklich gemacht.
Am 3. September 2008 um 05:10 Uhr Ein sehr schwieriges Interview, Journalisten sind nicht fehlerfrei und die meisten Menschen haben noch nicht unter derartigem Zeitdruck gearbeitet. Es ist schwer Fehler genau zu analysieren, daher bin ich sehr froh, dass wir in Deutschland die Rundfunk-Gebühren haben, die zumindest einige Medien wie tagesschau.de sehr glaubhaft machen; weil diese sehr viel weniger von wirtschaftlichen und politischen Interessen abhängen.
Gruß Burgy Zapp
Am 3. September 2008 um 08:05 Uhr Es ist doch ein Witz, wenn man 10 Minuten zusätzliche Sendezeit für ein Interview von 1.Std mit einem Staatspräsidenten in einem europäischen Konflikt bereit hält. Die Rede von Obama (einem Präsidentschaftsbewerber) wurde zur besten Sendezeit, live, in voller Länge ausgestrahlt. Es ginge doch, liebe ARD, aktuelle politische Berichterstattung angemessen in das Programm einzubinden (Wozu gibt es eigentlich Phoenix?).
Und das Argument, ob die ARD angebliche Kriegspropaganda von Putin senden sollte halte ich für einen noch größeren Witz. Wenn uns -den Bürgern- die Verantwortlichen der Sender nicht mehr zutrauen dies richtig einzuordnen, dann ist doch etwas ganz gewaltig schiefgelaufen mit dem Öffentlich-rechtlichen Fernsehen.
Ob Herr Roth, der unter dem direkten Eindruck von Kriegshandlungen stand, der richtige Mann für dieses Interview zu diesem Zeitpunkt war sollte man auch reflektieren.
Am 3. September 2008 um 08:38 Uhr Putin hat es beeits in der ersten Sätzen dem Roth ans Revers geheftet: “Und im Gegenteil, ich möchte es nochmal betonen: Wenn Staaten ihre eigene nationale Interessen vernachlässigen, um außenpolitische Interessen anderer Staaten zu bedienen, dann wird die Autorität dieser Länder unabhängig davon, wie sie das auch erklären mögen, nach und nach sinken.”
Wo er recht hat, hat er recht.
Und die Autorität dieses Korrespondenten (und möglicherweise der Sender (Zdf/Ard)) wird ebenfalls sinken, wenn er seine journalistischen Interessen, seine journalistische Arbeit vernachlässigt, um außenpolitische Interessen anderer Staaten zu bedienen.
Wer so einen Umfug macht, wie von T.Roth für unsere Gez Gelder vorzelebriert, sollte dafür auch die fällige Quittung bekommen. Es ist eine Dreistigkeit seinem Job und Auftrag so liederlich nachzukommen, dass es nach Kalibern wie Scholl-Latour schreit. Dieser ungläubige Thomas scheint von Eitelkeit geplagt, da er sich durch das Korrigieren wichtiger Passagen auch noch für sein Faux-pas schämt: “Ich selbst nicht – ich bin Journalist.” – auf die Frage Putins: “Sie haben doch die Unabhängigkeit Kosovos anerkannt. Ja oder Nein?” – Gemeint war der Westen, und T.Roth fhlte sich als ein Teil dessen angesprochen, wand sich jedoch in eine juristisch Begriffsklauberei, da dort seine Ehre nicht sein kann, den Staat Kosovo anerkannt zu haben.
Am 3. September 2008 um 08:47 Uhr Nach wie Vor eine Frechheit von einzelnen hier die die Tragweite der Auslassung wichtiger Passagen aus dem Interview mit dem Ministerpräsidenten vor dem deutschen Volk als ui-ui-kann-ja-mal-passieren, oder sogar als journalistische Meisterleistung darzustellen versuchen.
An alle die die mit dem Holzhammer Verschwörungstheorie kommen. Gehen Sie in Ihr stilles Kämmerchen und kontemplieren Sie die Masse der Einträge und vorallem deren Inhalt. Eine Lüge wird NICHT wahrer je länger man sie wiederholt. Im Gegenteil eine breite Masse Volk wird sich Bewußter Je länger man sie belügt.
Das ist ein Blowback für die ard sondergleichen. Kein Spindoctor oder Angestellter, Verblendedert, Systemtreuer kann diese Schmach vor Doktoren, Polizisten, Müttern, Vätern, Anwälten, Studenten und Mir rechtfertigen. Das Vertrauen ist verspielt.
Mathias Eimann
Am 3. September 2008 um 08:56 Uhr Das Putin-Interview macht deutlich, Saakaschwilli hat eindeutig einen Angriffskrieg führen lassen. Will die EU weiter einen Kriegstreiber unterstützen?
Soll er noch mit deutschen Steuergeldern belohnt werden?
Die ukrainische Regierungskoalition ist heute auseinander gebrochen.
siehe:
de.rian.ru/postsowjetischen/20080903/116501281.html
Hier bahnt sich ein nächstes Debakel für die EU-Politik an.
Berichten Sie bitte darüber ausgewogen und objektiv.
Am 3. September 2008 um 09:01 Uhr @711: beobachter
Neu im Internet? Es scheint so, denn sonst würden Sie Kettenbriefe und Spam als alltägliche Begleiterscheinung, des Internets, hier nicht in die Diskussion einbringen, deren Fokus auf einem anderen Schwerpunkt liegt.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier ein Nebenkriegsschauplatz eröffnet werden soll…
…so wie unter
“@710: erstaunt” das Motto “haut den Blogger und diskrediert die Szene pauschal”
Auch wenn es schwer fällt liebe Mitdiskutanten: geht darauf nicht weiter ein und bleibt beim Thema.
Wir alle wissen, dass ohne Euch das Thema wahrscheinlich erfolgreich unter dem Teppich liegen würde…
Am 3. September 2008 um 09:04 Uhr Wie viele andere bin auch ich sehr erbost und enttäuscht, was die ARD da veranstaltet hat. Ein Interview mit Putin hätte um 20.15 in voller Länge ausgestrahlt werden müssen. Das ich gestern zufällig morgens vor der Arbeit die letzten fünf Minuten des vollständigen Interviews im WDR gesehen, empfand ich als die allerletzte Beleidigung des Zuschauers. Wer strahlt so ein Interview morgens um 6.20 ohne Ankündigung auf dem dritten Kanal aus? Wofür zahle ich GEZ-Gebühren? Und wie will die ARD diesen Vertrauensverlust und dieses Desaster wieder wettmachen?
Am 3. September 2008 um 09:08 Uhr … Ich kann es nicht fassen, wie schnell hier der Spieß umgedreht wurde. Nun ist der Herr Roth auch noch der Held des Tages, nachdem sein Interview (von ihm, von anderen?) manipuliert worden war! Nicht gekürzt, wie hier manche “Anwälte” zu behaupten versuchen, sondern eben manipuliert! Denn es wurden Tatsachen verschwiegen, die die ganze Angelegenheit in einem ganz anderen Licht erscheinen ließen! Wenn Sie meinen, anders geht es nicht – bei Kürzungen geht Informationen verloren, dann möchten ich mal darauf antworten: nicht in dieser Sache, wo Blut fließt und ein neuer Kalter Krieg auszubrechen droht!
… Enttäuschend auch die allgemeinde Berichterstattung. Russland sei die neue “Achse des Bösen”. Der Präsident besucht kleine Kinder am 1. September, der Premierminister geht auf Tigerjagd. Sehr “anspruchsvoll”! Wurde der ARD von RTL oder SAt1 aufgekauft? Oder CNN?
Am 3. September 2008 um 09:17 Uhr Ich denke, Herrn Roth ist kein Vorwurf zu machen, er hat in eingeschränktem Rahmen umso gründlichere Arbeit geleistet, das Interview ist in der Tat sehr gut, die schnelle Sendung der Kurzfassung war auch gut, schade ist eben nur, dass die Redaktion die Vollversion so lange zurückhielt. Es blieben wichtige Informationen in der Versenkung, da schließe ich mich den anderen Kommentatoren an. Es wurde ja wirklich so getan, als sei die Kurzfassung das ganze Interview, das gefiel auch mir nicht. Vielen Dank, dass das Ganze jetzt doch hier bei der ARD im Netz zur Verfügung steht, endlich! Ich bleibe jedoch bei der Auffassung, dass sie auch im deutschen Fernsehen – zu einer vernünftigen Zeit – gesendet werden sollte. Das würde dann auch die große Ankündigung (des dann letztlich ziemlich kleinen Ausschnitts) eher rechtfertigen. Eine Talkrunde muss nicht sein, wäre aber in der Tat sehr interessant, ich würde sie mir ansehen.
@ erstaunt :
Es hat mindestens einer der Kommentatoren in diesem Blog mehrfach bei der ARD angerufen (gegen Anfang hat es einer geschrieben,ich kann es so schnell jetzt nicht finden.)
@ Peter:
Zitat: “Vogelpark Walsrode” – vielleicht möchten ja Sie selbst mal darüber berichten? Ich hätte gern ein Interview mit einem Kasuar, und zwar sowohl die übersetzte Vollversion als auch das Original, im Internet und im Fernsehen. Kurzfassung vorab am selben Tag.
I put my foot down, so shall it be – this is the land of the free!
Groucho
Am 3. September 2008 um 09:19 Uhr Wie schon in einem früheren Beitrag erwähnt, wurde die Zensur des Putin-Interviews in der ARD von einem Leser der Nachdenkseiten (Nachdenkseiten.de, 1.9.2008) als „Manipulation des Monats“ vorgeschlagen.
Wolfgang Müller erwähnt dabei einen Aspekt des Interviews, der hier noch nicht zur Sprache kam:
„Die Körpersprache des Interviewers Roth ist eindeutig: Herr Putin, Sie können sagen, was Sie wollen, Sie sind der Schuldige!“
Das erinnert mich an das diesjährige Sommerinterview der Herrn Deppendorf und Wagner mit Oscar Lafontaine, zu sehen unter
http://www.tagesschau.de/multi…..60818.html
Neben allen inhaltlichen Aspekten des Interviews (Analysen dazu auf Nachdenkseiten.de vom 12.8.2008, Hinweise des Tages, Punkt 11) fällt auch hier die Körpersprache der Interviewer auf: da sind keine unabhängigen Journalisten, die einen Politiker kritisch befragen, sondern Agitatoren, die ihren Hass nur schwer unter Kontrolle halten können, den Interviewten diffamieren anstatt sich mit seinen Argumenten inhaltlich zu beschäftigen.
Es wäre an der Zeit, analog zum bekannten Hans-Joachim-Friedrich-Preis einen „Karl Eduard von Schnitzler-Preis“ zu stiften. In der ARD gibt es eine Reihe von verdienten Anwärtern …
Helmut Ruch
Am 3. September 2008 um 09:21 Uhr Grüß Gott
Daß die ARD Thomas Roths Interview mit Rußlands Ministerpräsidenten Wladimir Putin von 27 Minuten auf ganze zehn gekürz hatte, derweil man fünf volle Stunden über den amerikanischen Wahlkampf berichtete, war angesichts der weltpolitischen Bedeutung des Interviews für sich genommen schon eine Ungeheuerlichkeit, daß aber neben anderen wichtigen Aussagen Putins gerade die erste und die Grundlagen des Interview entscheidend bestimmende Gesprächspassage einfach getilgt wurde, ist Ausdruck einer knallharten Zensur, zugleich ein massiver Betrug am Gesprächspartner, eine ekelhafte Täuschung des Zusschauers und ein medienpolitischer Skandal, der deutlich macht, daß die ARD ihrem medialen Auftrag nicht nur nicht nachkommt, sondern ihm in häßlichster und geradezu konspirativer Weise zuwiderhandelt. Der Verantwortliche sollte zumindest abgemahnt, wenn nicht entlassen werden.
Am 3. September 2008 um 09:46 Uhr Seit Tagen verfolge ich diesen Blog und bin einigermaßen schockiert was hier an Meinungen, Theorien und teilweise wüsten Beschimpfungen geäußert wird.
Um eines klar zu stellen, Journalisten, je weiter man auf der Hirarchie nach unten steigt sind genauso subjektiv und fehlerhaft wie alle anderen Menschen auch. Das wird jeder wissen der auf einer Veranstaltung in seinem Heimatort war und davon hinterher in der Lokalpresse gelesen hat.
Doch kann ich an der angeblich so arg zensierten Fassung des Interviews nichts verwerfliches finden. Nach dem Lesen der kompletten Übersetzung finde ich sogar gut das viele Passagen gekürzt wurden, weil Putin genau das tat was die meisten der Blogger der ARD vorwerfen…nämlich Propaganda betreiben.
Schlimm ist das diese Propaganda und Tatsachenverdrehung nun auch noch gesendet worden ist! Dafür habe ich kein Verständnis, den einem Demagogen muss man nicht unnötig auch noch ein Forum zur Produktion geben.
Die Reaktionen hier reichen von russischer Nibelungentreue und patriotischem Geseier auf die tollen russischen Medien und ihren ach so lupenrein demokratischen Präsidenten…bis hin zu Beiträgen die den Titel “Die große Weltverschwörung” tragen könnten.
Viele hier scheinen auch nicht wahr haben zu wollen was nicht wahr sein darf. Denn in den Augen vieler linker Antiamerikanisten darf es eben nicht sein das der liebe russische Kuschelbär auf einmal sein hinter Platitüden und Propaganda lange verstecktes hässliches Gesicht gezeigt hat.
Das Interview mit Putin war keine Zensur, es war entlarvent!
Am 3. September 2008 um 09:59 Uhr ich habe es gerade von http://www.schnittberichte.com erfahren und bin entsetzt und sehe als einzige möglichkeit eine üerarbeitete und unzensierte ausstrahlung.
Am 3. September 2008 um 10:00 Uhr …um nochmal auf das heute früh verwendete böse B-Wort einzugehen (googlest du hier: “Deshalb wird dieser Begriff abwertend auch in politischen Diskussionen und Polemiken über Industrieländer wie beispielsweise die Schweiz, Deutschland, Frankreich, Österreich oder Italien verwendet, wenn man ähnliche Praktiken (die teilweise verdeckt oder beschönigt werden) unterstellt oder anprangert”.
Es kann und darf in unserer Gesellschaft nicht sein, dass uns jemand vorschreibt, was wir wissen dürfen und was nicht. Altersbeschränkungen machen Sinn, aber nicht in der politischen Diskussion!
Wir als (Gesamt-)Deutsche dürfen uns nicht einlullen lassen. Das hatten wir in unserer Geschichte schon mehrfach. Das ist auch das, was der amerikanische Freund noch nicht verstanden hat. Hier kann er ausnahmsweise mal von uns lernen.
In der Hoffnung nicht gegen die “Kommentarrichtlinien” verstoßen zu haben: MfG Stefan Thaens
Am 3. September 2008 um 10:09 Uhr zu 711:
ich glaube, es geht in diesem Blog nicht mal so sehr um westliche unbd östliche Politik und welches denn nun wirklich unsere demokratischen Errungenschaften sind oder nicht. Wenn das Interview in vollem Umfang gesendet worden wäre und Herr Roth es dann mit seiner ureigensten Meinung kommentiert hätte, wäre es für mich okay, ich kann mir dann selbst meine Meinung bilden.
Aber so hat das nichts mit Objektivität der Information zu tun. Auch gestern wurde über Opfer im heutejournal sehr sehr einseitig berichtet…was bitte soll das!!!
Am 3. September 2008 um 10:13 Uhr Lieber Herr Roth,
heute morgen erfuhr ich aus dem Deutschlandfunk, dass Sie wieder ein Interview mit Herrn Putin geführt haben. Daraufhin habe ich es mir angesehen und war furchtbar enttäuscht. Es fällt mir dabei auf, dass gerade bei wichtigen Interviews Effekte und Einschaltquoten die inhaltliche und politische Zweckbindung dieser Programmteile überlagern. Für mich ist das, was Sie da geboten haben, eine Art zahnloser Kampfhundjournalismus. Zahnlos, weil Sie mit großer offensiver Geste beginnen und sich im Verlauf des Interviews von Putin einlullen lassen, obwohl Ihre metasprachliche Kommunikationshaltung im ersten Teil des Interviews ironische Abfälligkeit zum Ausdruck bringt, sich aber im späteren Verlauf in eine Art zaghaft bewundernder Zustimmung verwandelt. Sicherlich werden Sie sich das Interview noch mehrmals ansehen und bestimmt auch auf den emotional-psychologischen Subtext achten, der verrät, dass dieses Interview nicht nur der Informationsabsicht dient, sondern ganz andere Aspekte befriedigen soll, wie in etwa Ihre persönliche Profilierung und die Ihres Heimatsenders. Klar ist dabei auch, dass eine Hand die andere wäscht. In der Position sind Sie offenbar, dass Sie mit Putin Hände waschen dürfen. Die lange Zeit, die Sie in Russland verbracht haben, scheint deshalb weder ihrem journalistischen Ethos noch ihrem Handwerk gut zu tun. Ähnliche Symptome sind bei Ihrer Vorgängerin Gabriele Krone-Schmalz zu beobachten, allerdings sind Sie noch nicht soweit, dass Sie expressis verbis für Russland Partei ergreifen. Dass Herr Putin – wie seinerzeit Stalin – auch nur gefilterte, interessengefärbte Informationen erhält, ist richtig beobachtet und für das russische System elementar. Und da es ja kein wahres Leben im falschen geben kann, frage ich mich: Wie können Sie glauben, von so jemandem, in einem solchen System, jemals etwas Wahres erfahren zu können? Genau das macht das Ganze so unglaubwürdig, eben zu dem, was die antike Rhetorik als “uneigentliche Rede” charakterisiert. Schade, dass Sie sich für so etwas hergeben. Aber der Karriere schadet es gewiss nicht. Nein, nicht weiter so, Herr Roth!
Am 3. September 2008 um 10:14 Uhr Habe gerade Deutschlandfunk gehört, übrigens auf diesem Blog abrufbar.
Herr Roth, entweder sind Sie nicht fähig die Blogger zu verstehen, oder leben Sie außerhalb der grauen Bürgerwelt. In dem Deutschlandfunk erwähnten Sie den Zeitdruck, Sie wundern sich, was das Volk von Ihnen eigentlich will, denn Sie sind Journalist den intellektuellen Vorsprung haben und genießen. Die Volksmasse, die sowieso so ein schwieriges Thema wie Kaukasus nicht versteht und sich das eigene Bild nicht machen darf.
Im Endeffekt (Deutschlandfunk), alles was falsch gelaufen ist, sind schuld die Anderen, o pardon , da ist doch Nichts schief gelaufen, es ist so, wie es sein sollte!.
Ojej ojej o jej
Am 3. September 2008 um 10:17 Uhr PROPAGANDAKARTELL & II WELTKRIEG
Sehr geehrter Herr Roth,
Ihre Interview war keine Sternstunde des freien Journalismus.
Sie bestehen darauf die Informationen filtern zu dürfen und sie (besser gesagt Ihre Auftraggeber) massen sich an zu wissen, welche Informationen an das Volk, das sie finanziert, weiter gegeben werden dürften. Einige von den Beiträgen äussern sich kritisch bzw. sehr kritisch über Ihre Auswahl, dabei zeigen sie häufig, welche entfernte Passage sie so sehr in dem Auszug vermissen. Es gibt auch natürlich einige, die Sie loben.
Das lässt so mancher zweifeln, ob der Begriff “freie Medien” überhaupt an die Medien in Deutschland anwendbar ist. Wir wurden seit Jahren eingelullt, dass wir freie Medien haben, besonders ist die Freiheit bei den privaten Medien gewährleistet (sic!). Egal wie abenteuerlich ist die Verbindung zwischen “frei” und “privat”, so was wurde den Menschen in die Köpfe auch von ARD eingehämmert.
Jetzt stellen manche fest, dass das Filtern der Informationen bei einem s.g. öffentlich-rechtlichen Sender (also von der Bevölkerung selbst finanzierten) nicht ganz nachvollziehbar ist, siehe z.B. PROPAGANDAKARTELL http://blog.tagesschau.de/?p=1…..ment-31958 . Eine fortschreitende Mimikry zwischen den Privaten und Öffentlich-rechtlichen ist auch nicht zu übersehen.
Ich würde erwarten, dass manche sich von der Illusion der “freien Medien” endlich für immer verabschiedet, der Begriff gehört zu der gleichen absurden Sorte wie:
“friedenserhaltende Einsätze des Militärs”
“Befriedung”, die den anderen Begriff “Pazifizierung” aus dem II Weltkrieg ersetzt hat und der ursprünglich die Zerstörung der Häuser der zivilen Bevölkerung bedeutet.
So sind wir an den II Weltkrieg gekommen.
Ich möchte gern Sie und die ARD-Redaktion daran erinnern, dass ausgerechnet am 69-ten Jahrestags des deutschen Überfalls auf Polen, der der Beginn des II Weltkrieges markiert, haben sich die Vertreter der EU getroffen, um über den Kaukasuskonflikt zu befinden. Über einen Konflikt, der mit den deutsch-israelischen M85 Streubomben ausgefochten wurde. Der Einsatz der Streubomben ist international geahndet. 1 Sept., der Termin wurde sehr schick gewählt.
Aber kurz.
Am 1 September 1939, und nicht am 11 September, hat der II WELTKRIEG begonnen, der über 50 Mio. Menschenleben kosten sollte, die Zahl ist aber nur eine Schätzung. Dieses Ereignis fand ARD und das sämtliche PROPAGANDAKARTELL für nicht genug wichtig, um die Bevölkerung darauf hinzuweisen, das ist besonders bedenklich, wenn die Jugend praktisch KEINE Ahnung von dem Ereignis hat. Es wird sicher manche freuen, der II WK hat nicht begonnen, sie sollen sich bei dem PROPAGANDAKARTELL bedanken. Etwa ähnlich hat man auch in den Medien den Jahrestag von Hiroshima gewürdigt.
Die Aussage von Hr. Spor http://blog.tagesschau.de/?p=1…..ment-32025 macht mich nachdenklich, Sie auch ? Die Bildung eines PROPAGANDAKARTELLS ist schon sehr weit fortgeschritten, wie weit ich das erkennen kann.
Am 3. September 2008 um 10:20 Uhr Bin auch sehr schockiert . Wenn ARD bei Ministerpresident so massiv fälscht ….
Was soll mann den Kindern erzählen ?
Das wir in BRD Politische Zensur haben ?
Und sind wir jetz auf Russische TV angewissen ?
Am 3. September 2008 um 10:29 Uhr @723:
“Schlimm ist das diese Propaganda und Tatsachenverdrehung nun auch noch gesendet worden ist! Dafür habe ich kein Verständnis, den einem Demagogen muss man nicht unnötig auch noch ein Forum zur Produktion geben.”
Sie wären wohl auch dagegen, dass die Massaker im Sudan, die chinesischen Funktionäre, oder Rassen- oder Religions-Fanatiker im Fernsehen zu zeigen, um Ihnen keine Plattform zu bieten. Eine Demokratie muss Meinungsvielfalt aushalten.
Sie haben ein Schwarz-Weiß-Denken, von dem mancher “Antiamerikaner” nur träumen kann.
Am 3. September 2008 um 10:31 Uhr @Norbert
Ich glaube, Sie verstehen nicht worum es geht. Es geht hier nicht darum, ob die Russen gut oder böse, Putin ein Kuschelbär oder ein Demagoge ist. Es geht um eine eindeutig tendenziöse Berichterstattung, die Züge einer Zensur tragen. Gerade wir als Land, das die Pressefreiheit verteidigen will, sollten nicht mit erhobenem Zeigefinger durch die Welt reisen und uns selbst solche Entgleisungen leisten.
Ich habe mal Ihr Posting Nr. 723 in ARD-Manier gekürzt. Vielleicht begreifen Sie dann, worum es geht.
Gekürztes Posting 723
“Seit Tagen verfolge ich diesen Blog und bin einigermaßen schockiert. Um eines klar zu stellen, Journalisten, je weiter man auf der Hirarchie nach unten steigt sind genauso subjektiv und fehlerhaft wie alle anderen Menschen auch. Schlimm ist das diese Propaganda und Tatsachenverdrehung nun auch noch gesendet worden ist! Dafür habe ich kein Verständnis, den einem Demagogen muss man nicht unnötig auch noch ein Forum zur Produktion geben.”
Am 3. September 2008 um 10:32 Uhr @723: Norbert “…Schlimm ist das diese Propaganda und Tatsachenverdrehung nun auch noch gesendet worden ist! Dafür habe ich kein Verständnis, den einem Demagogen muss man nicht unnötig auch noch ein Forum zur Produktion geben…”
Sie meinen sicher den Auftritt Saakaschwilis bei Maybrit Illner im ZDF…
…kopfschüttel.
An diesem Beispiel zeigt sich in aller Deutlichkeit das Messen mit zweierlei Augenmass.
Üble Propaganda?
Richtig! – Folgende Darstellung war in einer Zeitung zu lesen:
“…Damit war der junge, agile Amerika-Fan Saakaschwili in vielerlei Beziehung ein faszinierender Gegenpart zu dem alten, erfahrenen, russischen Diplomaten, den sich Illner als Sprachrohr Moskaus ins Studio geholt hatte…”
Noch Fragen?
Am 3. September 2008 um 10:34 Uhr @723 Norbert: wenn die (angebliche) Propaganda Putins so “entlarvend” war, wie Sie schreiben, warum zeigte sie die ARD nicht von Anfang an, sondern erst auf Druck der Blogger?!
Am 3. September 2008 um 10:36 Uhr …Re: [727] Sehr geehrte Frau Fotiadis, auch wenn sich Ihre Meinung deutlich von meiner unterscheidet: es geht in diesem Blog weniger um den Inhalt des Interviews als vielmehr um den völlig illegitimen Versuch, das durch Weglassen zu verschweigen, was der “deutsche Lümmel” nicht hören oder sehen sollte. Ob Herr Roth Herrn Putin mag oder ob Herr Putin uns im Interview möglicherweise einen “russischen Bären” aufgebunden hat: sei’s drum. Jeder hat das Recht, sich eine eigene Meinung zu BILD en. Dafür zahlen wir GEZ. Dafür leben wir in einer freiheitlich orientierten Gesellschaft. Wenn wir solche Machenschaften durchgehen ließen, wird aus unserer Demokratie eine Demokratur…
MfG Stefan Thaens
Am 3. September 2008 um 10:43 Uhr ..RE: [729]: ElBong: …sehr gut! Dieser Zusammenhang war bei mir vor lauter Ärger untergegangen. Nicht nur 01.09.38 sondern auch der komplette Jahrgang 1984 müssen in diesen größeren Zusammenhang gebracht werden. Nicht nur, dass man uns durchsichtiger als Glas haben will: parallel dazu nebelt man uns ein. Woher nehmen wir die peinliche Arroganz, den Chinesen etwas von Pressefreiheit erzählen zu wollen? Mein Unbehagen wächst stündlich…
MfG Stefan Thaens
Am 3. September 2008 um 10:44 Uhr Sehr geehrter Herr Roth!
Sehr geehrte ARD Redaktion!
Vergeblich wartete ich am vergangenen Wochenende (31.08.2008) auf Interview-Übertragung im Ersten (oder ZDF) des deutschen Fernsehens, dabei habe ich im Russischen Fernsehen “WESTI”-Nachrichtensender das Interview in voller Version gesehen. Meine Enttäuschung wegen nicht Übertragung auf Ihrem Kanal war groß. Dazu noch gekürzte Version auf ARD-Website ein Tag später…
Im Allgemeinen bekam ich Eindruck, dass die Wahrheit über Agression Georgiens und gesetzwidriges Verhalten seines Presidenten Saakaschwili, über Unterstützung seines Regimes durch US-Regierung, überMassenvernichtung kleines ossetischen Volkes durch einseitige Darstellung des kaukasischen Konfliktes in deutschen Medien die deutsche Bevölkerung nicht erreichen kann.
Aber “besser spät als nie”, das Interview wurde gestern veröffentlicht, aber schade, dass Sie eine so ungünstige Uhrzeit, 6:20, für WDR Sendung angeboten haben. Ich habe sie, leider, verpasst, da nur ARD und ZDF meine Hauptsendungen während Frühstücken sind…
In Hoffnung, dass die Zeit alles heilt und die Wahrheit den Menschen die Augen öffnet…
mfg
Larissa Timpel, Fulda
Deutsche Bürgering russischer Herkunft .
Am 3. September 2008 um 10:46 Uhr Die Zensur des Interviews ist ein Armutszeugnis für die öffentlich-rechtlichen Medien!
Allein die Tatsache, dass dieses Interview in Hinsicht auf ein Verhindern der negativen Darstellung der Vereinigten Staaten und deren Einfluss auf die Georgienkrise umstrukturiert und gekürzt wurde, ist ein Eingriff in die objektive Meinungsbildung innerhalb eines demokratischen Systems und fördert die Beeinflussung der öffentlichen Meinung zum Nachteil Russlands.
Genau DAS versteht man unter dem Begriff Proppaganda!
Als wäre DAS nicht schon genug, wird diese Zensur von einem im staatlichen Auftrag handelden Sender (ARD) vorgenommen.
ARD = Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland
Mit dem Lesen des kompletten Interviews geht ein uneinschätzbarer Vertrauensverlust einher. Es ist nicht abzusehen, wo die Presse ohne das Internet angekommen wäre. Es handelt sich bei dem (Internet) um die letzte “freie” Informationsstruktur, die sicherlich für den Kampf um Meinungen missbraucht wird, aber wenigstens genauso für den Kampf um die Wahrheit einsteht.
Im Nachhinein ist nicht verwunderlich, warum die olympischen Spiele im Land der Zensur stattfanden. Dort wird eben diese eine verbleibende Institution Internet bereits zensiert. Diesen Schritt haben die hiesigen Organe (zum Glück) verschlafen.
Das “Anprangern” der Zensur innerhalb der öffentlich-rechtlichen Medien ist mehr als fragwürdig, wenn nicht sogar scheinheilig, da nach dem aktuellen Fall keine Möglichkeit besteht, eine Einschätzung vergangener und bereits erfolgter Zensur vorzunehmen.
Hinzu kommt, dass ein Einfluss des Staates zur Förderung der Zensur durch die GEZ-Gebühren nicht mehr abgestritten werden kann.
Warum wurde eigentlich die Begrenzung der GEZ-Gebühren (auf Grundlage von Rechtfertigung zum Sendeprogramm) aufgehoben? Um weiter spottbillige Daily-Soaps aus Südamerika zu finanzieren, die bereits seit Jahren laufen? Oder Sportveranstaltungen zu übertragen, die auch schon die letzten Male in den öffentlich-rechtlichen Medien gesendet wurden?
Als Mitarbeiter eines WH-Unternehmens weiß ich auch sehr gut, dass eine Internetpräsens, selbst mit Medienbibliothek für die Ewigkeit, nicht solche Unmengen von Geld verschlingt!
Die Existenz der öffentlich-rechtlichen Medien sollte in diesen Zusammenhängen dringend überdacht werden.
Zum Abschluss einen Dank an Russland für die Veröffentlichung des kompletten Interviews, ein großartiger Schachzug!! ^_^
Am 3. September 2008 um 10:47 Uhr Danke ARD,dass ihr immer wisst was rausgeschnitten werden soll und was nicht,danke dass ihr immer wisst was der Wahrheit entpsricht und was nicht,danke, auf euch ist immer Verlaß,alles was ihr rausschneidet kann ja nur politische Propaganda sein,(warum wohl die erste Frage vom Herrn Roth rausgeschnitten wurde? Muss warscheinlich auch Propaganda sein!).Warum wohl die Frage nach der Pressefreiheit in Russland, die Gegenfrage von Putin “warum es in den USA Todestrafe gibt?”(ist ja auch nicht unbedingt demokratisch) auch rausgeschnitten wurde.Ich will Putin nicht als einen lupenreinen Demokraten darstellen,aber das was rausgeschnitten wurde macht mich wirklich nachdenklich.
Die die es anders finden,sollten sich nicht “nur” die verschiedenen Videos anschauen,sondern sich erkundigen wie das ganze von Anfang ablief…angefangen damit,dass “NICHT” gesagt wurde,dass das Interview vollständig war.Und die Tatsache,dass es nur dank diesem Blog und vielen anderen im Internet überhaupt zu einer Gesamtaustrahlung kam…(die ja immer noch nicht ganz ist)
Am 3. September 2008 um 10:50 Uhr Aus der Stellungnahme von Herr Roth folgt, dass so eine Manipulation (Entschuldigung, “redaktionelle Fassung”) etwas ganz N_O_R_M_A_L_E_S ist. Sie fand also immer statt, und es wird auch in der Zukunft so sein. Einfach Klasse!
Am 3. September 2008 um 10:52 Uhr Hoffnung naht! Wenn es dieser Blog in den Deutschlandfunk geschafft hat, hat er das Zeug dazu, auch in die ARD und ins ZDF zu gelangen. Hoffentlich zur PrimeTime oder besser nicht in neudeutsch sondern in deutsch: zur besten Sendezeit! Tagesschau oder Tagesthemen wären geeignete Formate!
MfG Stefan Thaens (mailto: stefan.thaens@fidom.de?subject=ARD-Blog-Roth-Putin-Interview)
Am 3. September 2008 um 10:58 Uhr Macht euch bewußt, dass es bei allen Medien (Rundfunk, Presse) so zugeht.
Macht euch auch bewußt, dass dies für die Berichterstattung auf alle USA-unabhängigen Staaten zutrifft.
Und vergeßt nicht, dass es auch in Bezug auf die Innenpolitik so abläuft. Ihr wißt ja: “Merkel ist der beliebteste Politiker”
Unser Land ist besetzt.
Am 3. September 2008 um 10:58 Uhr @norbert : hier ist doch keiner Antiamerikanist oder links nur weil eine offensichtlich falsche Darstellung, die man auch Manipulation oder Zensur nennen könnte, herauskitzelt was die Leute über die Presse und deren Freiheit zu sagen was sie sagen in Frage stellt.
Ich will nur keinen Krieg – das ist weder links noch antiamerikanisch, das ist menschlich – allen die da mit Ihren Holzhämmern kommen kann ich nur entgegen lächeln.
Putin ist fragwürdig – das heißt würdig zu hinterfragen, nur das kann ich nicht wenn ich nicht alle seine Worte höre. Auch die Fragestellung und Körpersprache roths ist fragwürdig, und ich tue das.
Hier scheints eher eine Verschwörungstheorie zu geben das die Blogeinträge gefälscht sind so scheints mir bei einigen Kommentatoren, schonmal darüber nachgedacht.
Am 3. September 2008 um 11:03 Uhr …RE: [711]: beobachter: Von der Sache her nichts gegen einzuwenden. Ich gebe jedoch zu bedenken, dass dieser Blog erst dann zur Ruhe kommen sollte, wenn die ARD den Vorgang öffentlich aufgearbeitet hat. Das schuldet sie in erster Linie sich selbst und ihrer Glaubwürdigkeit. Ich hatte in einem früheren Kommentar(-versuch) das Wort “B_____republik” verwendet und wurde entweder versehentlich gelöscht oder zensiert. Gut, dass es diesen Blog gibt! Und andere natürlich auch
MfG Stefan Thaens
Am 3. September 2008 um 11:07 Uhr Ich habe das Gefühl, Europa (besser gesagt NATO) versucht Russland davon abzuhalten, denselben Fehler wie im Falle Kosovo zu begehen.
Dies konnte man den mehrerer Gesprächsrunden entnehmen, die auch im Ersten ausgestrahlt wurden. Denn jedesmal wenn das Thema zum Vorschein zu kommen schien, wurde das Gespräch vom Moderator gekonnt umgeleitet. Im schlimmsten Falle hieß es “Wir wollen hier nicht über die Vergangenheit reden, man solle sich auf die jetzige Situation im Kaukasus konzentrieren”.
Und was die ganzen Theorien über ein Propaganda seitens Russlands gesagt wurde… Da sage ich nur, man forsche nach, wer den Krieg angefangen hat (Artilleriebeschuss seitens Georgiens auf die südossetische Stadt Zchinwali in der Nacht von 7.8 aus den 8.8). Und dann gleich am 8.8 der Auftritt des georgieschen Präsidenten und dessen Aussage man greife Georgien an…
Manchmal ist besser als die Berichterstattung beider Seiten zu sehen. Aber hier wird es eindeutig einseitig wie auch im Übersee berichtet.
Nur dass hier wie auch drüben Pannen in der Berichterstattung gibt, die die’verbotene ‘ Information durchsickern lassen.
Um sich einen erweitertet Blick und nicht zu Propagandazwecken empfehle auf http://www. spiegelfechter.de unter dem Begriff psychologishe Kriegsführung den Artikel und das Viedomaterial zu sehen.
MfG Eugen
Am 3. September 2008 um 11:08 Uhr Herr Roth, wann entschuldigen sie sich endlich bei den Zusaschauern!! Ihre Aussage im Deutschlandfunk verdret wieder die Tatsachen! Ist es mit journalistischer freiheit und Zeitdruck zu erklären, dass sie einzelne Wörter rausschneiden und keinerlei Hinweise darauf machen, dass das Interview nicht vollständig war? Gestehen Sie wenigstens den letzten Fehler ein!
MfG
Am 3. September 2008 um 11:29 Uhr Herr Roth sollte sich seiner Verantwortung bewusst werden und die Konsequenzen begreifen. Sein Ruf als Journalist ist mehr als nur hinüber.
Die ARD sollte Schadensbegrenzung betreiben und Herrn Roth den Rücktritt nahelegen.
Das Interview im Deutschlandfunk war als Reaktion auf die hiesiegen Tumulte eine reine Beleidigung und substanzlose Ausrede gegenüber den Kunden (GEZ = Dienstleistungsgebühr) der öffentlich-rechtlichen Medien.
Am 3. September 2008 um 11:35 Uhr Pressemeldung von Heute in einer dt. Tageszeitung:
Brüssel(ddp)
Nach dem EU Sondergipfel mit seiner deutlichen Verurteilung Russlands mehren sich die Stimmen, auch Georgien gegenüber weniger nachsichtig zu sein. Der luxemburgische Außenminister Lean Asselborn, mahnte, die Kritik an der Kaukasus-Krise dürfte sich nicht ausschließlich auf Russland konzentrieren. So sei auf militärischem Gebiet die ganze Wahrheit noch nicht ans Licht gekommen, betonte Asselborn.
Unterdessen wurden von georgischer Seite mögliche Kriegsrechtverletzungen eingeräumt. Die georgische Vize-Außenministerin Nino Kalandaze teilte mit, dass das georgische Militär in Südossetien Streubomben verwendet habe…
Zitat Ende
Saubere Freunde haben sich unsere westlichen Politiker da angelacht!
Hier gibt es doch für die Berichterstatter der ARD eine ganze Menge Arbeit um die Sache völlig aufzuklären. Also an die Arbeit meine Damen und Herren Journalisten und nicht vergessen…
Unsere Demokratie lebt von der korrekten und wahrheitsgemäßen Berichterstattung! Wenn wir Vorbilder sein sollen, dann nur durch investigativen, der Wahrheit verpflichteten, Journalismus und nicht durch manipulativen!
Am 3. September 2008 um 11:39 Uhr Sehr geehrte Damen und Herren der oeffentlichen und zwangsweise durch GEZ-bezahlte Medien!
Ich will es kurz machen!
Wenn ich so sehe, was konkret aus der Rede weggeschnitten wurde, dann komme ich NICHT umhin, von Zensur zu sprechen – mit der Absicht, die Zuhoerer zu manipulieren!
Leider ueberrascht mich das ueberhaupt NICHT mehr, da ich seit Jahren NICHTS anderes mehr erwarte!
Erfreulich dabei ist, dass immer mehr Deutsche ebenfalls sehen, dass es sich um Zensur handelt! Ich hoffe nur, dass sie sich nicht erneut – so wie damals – gegen Russland aufhetzen lassen!
Am 3. September 2008 um 11:41 Uhr mit einer entschuldigung ist das nicht gut zu machen! aber ich gebe ihnen ein herzliches “dankeschön”.
für das aufwecken und kritischere denken in unserer bevölkerung! besten dank also für diesen masseneffekt auf uns. wen interviewen sie als nächsten? bin gespannt….(und habe ein absolut kritisches auge auf sie und ard geworfen!)
Am 3. September 2008 um 11:42 Uhr Die gefährlichsten Unwahrheiten sind Wahrheiten, mäßig entstellt.
Georg Christoph Lichtenberg
Nach diesem Motto verfahren die “Neuen Deutschen Einheitsmedien” seit Jahren, warum die unmäßige Entstellung des Putin-Interviews nicht wirklich überrascht. Geschichtsverfälschung vor laufender Kamera ist die Devise der “freien” Bertelsmann-Medien, einschließlich der am gleichen Tropf hängenden so genannten “Öffentlich- Rechtlichen”.
Am 3. September 2008 um 11:45 Uhr Sehr entlarvend war ja der Kommentar des Moderators hier im Blog. Von wegen die haben einen anderen Fokus…
Ach, und welchen Fokus hat Herr Roth/die ARD?
Warum haben sie überhaupt einen Fokus?
Das Fokussieren sollten sie gefälligst den Zuschauerinnen und Zuschauern überlassen!
Oder sind wir hier in Russland?
Am 3. September 2008 um 12:03 Uhr Könnte es sein das Herr Roth das extra gemacht hat um die Leute darauf aufmerksam zu machen das die Presse heute überall zensiert wird ?
Am 3. September 2008 um 12:12 Uhr Zur Kriterienauswahl für die Kurzfassung sagte Herr Roth im DLF:
http://www.tageschau.de/multim…..24612.html
“…nach den üblichen Kriterien… …was ist an diesem Abend journalistisch neu, was die Zuschauer interessieren könnte und was verzerrt insgesamt nicht den Inhalt des Interviews…
.
.
.
…wir haben uns darauf konzentriert, was nachrichtlich das Wichtigste sein könnte…”
Schaut man sich die Kurzfassung an (Länge 8:46min), so vergehen am Anfang lange 23 sec. bevor das Gespräch beginnt, man sieht wie die Gesprächsteilnehmer den Raum betreten und wie das Mikrofon angesteckt wird; alles sehr ausführlich…
…ja, ich bin mir sicher, dass diese inhaltlose Szene für den Zuschauer sehr wichtig war.
Im Anschluss hatte die erste Zwischenfrage Putins ganz zu Beginn des Interviews, in der die georgische Aggression bei Kriegsbeginn zur Sprache kommt, natürlich keinen Platz mehr…
…schon klar, das verstehe ich NATÜRLICH.
Es fällt doch auf, dass dieser Punkt gerne vermieden wird; auf allen Sendern und Zeitungen.
Dies wiederum kann ich -um es mit den Worten Herrn Roths zu sagen- nur schwer nachvollziehen.
Am 3. September 2008 um 12:19 Uhr Das erinnert alles an die letzten Herzschläge der inzwischen untergegangenen DDR. Auch da wurde bis zuletzt von den Medien auf Teufel komm raus staatsnah gesendet – sprich sehr oft gelogen und verbogen und falls die wachsamen Bürger dies feststellten, kamen von der sanften Abwiegelung über das komplette Negieren bis zu Drohung und offener Gewalt fast alles zum Einsatz. Spannend bleibt die Frage in genau welcher Phase sich die Bundesrepublik aktuell befindet.
Am 3. September 2008 um 12:29 Uhr …geht doch: Am Donnerstag, 4. September, von 13 bis 14 Uhr ist Thomas Roth, ARD-Korrespondent in Moskau, zu Gast im tagesschau-Chat. Thema: das Putin-Interview im Ersten.
MfG Stefan Thaens
Am 3. September 2008 um 12:31 Uhr Hey Leute,
Herr Roth und die ÖR sind doch nur die Spitze des Eisberges,
unsere “Pressefreiheit” ist doch schonlange unter der Erde.
Die Hintermänner und Frau sind wichtig.
Habe gestern einige Mail`s an einige “Volksvertreter” im Bundestag geschickt und auf den Blog aufmerksam gemacht, bisher keine Antwort.
Die haben wichtigeres zu tun, unsere Steuergelder Herrn Saakaschwili zusammen zustellen.
Ein Schelm der Böses denkt.
Hoffe das ich die Kommentarrichtlinen eingehalten habe.
Am 3. September 2008 um 12:32 Uhr Sehr geehrter Herr Roth,
Ärgert es sie nicht, dass ihr hervorragendes Interview im russichen Fernsehen in voller Länge ausgestrahlt wurde – während es im deutschen TV nur nachts auf WDR in voller Länge läuft? Seriöse Sendepolitik über ein so wichtiges Thema sieht anders aus!
In einigen Momenten merkt man, dass sie nicht verstanden haben, wie sehr Europa zum Spielball Amerikas geworden ist. Europa steht reflexhaft zur Politik der USA, und gegen Russland. Das ist historisch vielleicht erklärbar. Aber spätestens seit dem Einmarsch in den Irak völlig überholt. Dort hat Amerika unter massiven Lügen europäische Staaten in dieses Land “gelockt”.
Dieser Völkerrechtsbruch aus Lüge war ein Fanal, woraus Europa dringend lernen sollte. Es geht nicht darum, eventueller russicher Propaganda anheimzufallen. Aber wir sollten uns im klaren sein: die USA vertreten auch handfeste Interessen, die auch mit gezielter Berichterstattung und geheimen Aktivitäten durchgesetzt werden. Machen wir uns über den Lobbyismus von Öl- und Waffen-Firmen nichts vor.
Angela Merkels Zusage an Georgien, über eine NATO-Mitgliedschaft zu verhandeln, erinnerte mich sehr stark an den Ausbruch des letzten Irak-Krieges, als sie, damals noch in der Opposition, strikt zu Amerika stehen wollte. Und den Lügen Amerikas blind traute.
Es gibt Propaganda von beiden Seiten. Europa steht dazwischen und sollte die Wahrheit und einen eignen Weg finden.
Am 3. September 2008 um 12:34 Uhr 606
Entschuldigung: Thomas Roth hat das Interview eigenhändig geschnitten – also nix mit Schlitzohr!
Man müsste eine Unterschriften- oder Email-Aktion starten, um die ARD zu einer Stellungsnahme zu zwingen!
Am 3. September 2008 um 12:38 Uhr Ich bin tief erschüttert. Was ich schon lange befürchtete,hat sich nun bestätigt.Die Medien bezw. der Chef, der sie leitet,hat alle Macht in der Hand.Er kann die Meinung bilden,die ihm passt.Das sieht man an diesem Interview und auch bei den Berichten vor Wahlen.So wurde auch Schröder abgewählt.
Am 3. September 2008 um 12:39 Uhr …jetzt weiß ich’s: Das einseitige Kürzen war Herrn Roths hinterlistiger Plan, über diesen Umweg doch noch das gesamte, ungekürzte Interview ins erste deutsche Fernsehen zu bekommen. Anders führte da für Ihn kein Weg an der einseitig aufgepeitschten Journaille vorbei. Glückwunsch Herr Roth: geschickt eingefädelt
MfG Stefan Thaens
Am 3. September 2008 um 12:44 Uhr Lob auf die neue Medienlandschaft !?
Viele haben schon alles Erwähnenswerte geschrieben und mir bleibt weiterhin die Hoffnung, dass urteilfähige (allseits informierte) Menschen eben diese Urteilsfähigkeit unter Beweis stellen und Korrekturen an “Fehl- und Falschinformationen “erzwingen”.
Wir haben das Ergebnis, wie in diesem Fall, nicht den “öffentlichen” Medien zu verdanken, aber er beweist, dass ein, wenn auch konträrer, Dialog für beide Seiten nützlich ist.
Liebe Kommentatoren, aber gerade weil dieser schöne Zufall öffentlichen Medien lernen lässt und sich diese kein zweites Mal auf die Begleitung andere Medien bei Intwerviews einlassen werden,
(Zitat MA Roth: “Ich habe zugelassen, dass das Interview durch mehrere russische Sender begleitet wird und nach einer vereinbarten Sperrfrist (20:00 Uhr Ortszeit) nach eigener Entscheidung veröffentlicht werden kann. Die russischen Sender haben das in sehr unterschiedlichen Längen getan (von 5 bis zu rund 40 Minuten). Einige haben nur das aus ihrer Sicht Wichtigste veröffentlicht. Verpflichtet waren sie nur zur Quellenangabe: ein Interview der ARD, Erstes Deutsches Fernsehen. Nur zum Verständnis: Hätte die ARD Interesse daran gehabt, irgendetwas nicht zu veröffentlichen, hätten wir uns gar nicht erst auf solche Bedingungen eingelassen. Also nichts durcheinander bringen! )
sollten wir, egal aus welchem Interesse, wach(sam) bleiben. Auch beim Konsum der öffentlich rechtlichen Sender bis nach 23:00 Uhr, denn dann gibt es auch dort ein Stück Wahrheit zu sehen.
Werter Herr Roth, letztendlich noch Kompliment an Sie, indem Sie sich bei den Blockern bedanken. Ich hoffe er war ehrlich, denn die werden Sie und ihre Kollegen auch weiterhin begleiten, ihrer journalistischen Pflicht nachzukommen.
MfG Ullrich E.
PS Der Glaubwürdigkeit ihres Senders zuliebe: Seien sie dankbar für diesen “Fehler” und erhebn sie ihn zur NORM.
Am 3. September 2008 um 12:45 Uhr Seit Tagen verfolge ich mit großer Spannung dieses Blog, auf den ich zufällig geraten bin durch meine Kritik am letzten “Presseclub”.
Unter @235 habe ich schon angedeutet, daß ich nicht so recht verstehe, worauf Herr Roth und die Altvorderen in der ARD eigentlich warten bzw.hoffen : daß sich die Diskussion hier totläuft, wenn man die Zeit aussitzt…frei nach großen Vorbildern? Daß es einzelnen (bestellten?) Gegenstimmen gelingt, die Diskussion zu kippen, in dem sie ablenken, von dem, um das es wirklich geht? Es geht doch gar nicht um den Fakt der Kürzung, Herr Roth…sondern darum, wie und was gekürzt wurde…und von einem Sender, der permanent auf andere Länder zeigt und Pressefreiheit einfordert…unlängst in unerträglicher Weise auf China und seit Jahren auf Russland. Sieht so etwa die Pressefreiheit ala’ ARD aus, Herr Roth? Glauben Sie denn wirklich, daß sich der Zorn und die Empörung über diese,( wie Sie selbst zugeben) gängige Praxis sich durch Ihre, in meinen Augen unsäglich arrogante Formulierung…selbstverständlich ist unser jounalistisches Interesse, das ganze Interview zu veröffentlichen…am Di, 2. 9. um 6:20 im WRD!!!…Wir machen das sehr gerne und freuen uns, wenn wir das große Interesse damit zufriedenstellen können…beschwichtigen läßt? Ich jedenfalls fühle mich regelrecht beleidigt und auf dei “Schippe” genommen…nie hätte ich eine so hilflose Reaktion Ihrerseits und der ARD für möglich gehalten…wie “ab gehoben” sind Sie denn?!! An der DDR-Führung hat man das immer bemändelt, daß sie sich zu weit vom Volk entfernt hat und was passiert heut??
Wie gesagt, ich versteh nicht so ganz, worauf Sie warten… “Schwerter zu Pfugscharen” hat auch mal klein angefangen und endete in dem Ruf: Wir sind das Volk!! Sollten Sie das etwa unterschätzt haben? Dazu möchte ich meine Mutter , eine sehr einfache Frau, zitieren…jeder blamiert sich, so gut er kann!
Erika aus Leipzig
P.S. Ich hab allerdings auch kein Rezept, wie die ARD da wieder rauskommen kann…sicher wird es ein Bauernopfer geben… Thomas Roth…mitnichten! Viel zu wertvoll , der Mann !
Am 3. September 2008 um 12:47 Uhr @753
Sie können das Recht haben… Stimme ich zu..
Da Herr Roth wuste, dass alles in RUS-TV in voller Länge ausgestrahlt wird..
Am 3. September 2008 um 12:49 Uhr im Grunde lenkt das doch alles vom kern ab: Saakashvilly hat einen unrechtmässigen Angriffskrieg geführt, berechnend, mit Unterstützung der USA. Und unserer Unterstützung, da wir den USA hörig sind. Zur Belohnung darf der deutsche Steuerzahler Georgien wieder aufbauen und muss sich hineinziehen lassen in eine westliche Antistimmung gegen Russland.
Am 3. September 2008 um 12:52 Uhr Sehr geehrte Damen und Herrn ,
Nur die Lüge braucht zum Schutz ein Gesetz .
Wahrheit steht auf eigenen Beinen .
in diesen Sinne einfach abschalten . vielen Dank an alle Blocker hier mal .
Am 3. September 2008 um 12:54 Uhr @ 758
1) von welchem hervorragen Interview sprichst du? doch nicht von dem, in dem der Interviewer herablassend provokativ unterstellend und unwahrheiten aufstellte? alleine seine körpersprache sagte mehr als 1000 worte.
2)und wie Herr Roth verstanden hat dass Europa Spielball der USA ist. Er ist ja Teil dieses Systems.
Generell muss ich sagen: wenn man erst einmal begreift dass neutrale berichterstattung gar nicht GEWÜNSCHT ist, dann weiss man warum es hier so zugeht
Am 3. September 2008 um 12:55 Uhr Heute morgen habe ich Thomas Roth im Deutschlandfunk so verstanden, dass das mit der 10-Minuten-Version und der nachgeschobenen Vollversion alles geplant war.
Soso. Warum steht dann davon nichts im Blogeintrag? Das hätte man man doch so schön ankündigen können. Nene, das wurde einfach verbaselt, weil man als Reporter alter Schule einfach nicht daran gedacht, hat, dass das was in Russland gesendet wird, heutzutage Minuten später weltweit via Internet zu sehen ist. Früher hätte sich das versendet, aber diese Zeiten sind vorbei.
Aber das ist jetzt auch bei der ARD angekommen.
Am 3. September 2008 um 12:56 Uhr zu 756 “Am Donnerstag, 4. September, von 13 bis 14 Uhr ist Thomas Roth, ARD-Korrespondent in Moskau, zu Gast im Tagesschau-Chat. Thema: das Putin-Interview im Ersten.”
Meiner Meinung nach bringt es nicht viel. Wie viele Leute haben gekürztes Interview angeschaut? – Millionen. Und wie viel haben im Internet die volle Version gesehen? Rechnen wir noch dazu die Leute, die um 6.20 auf WDR volle Interview angeschaut. nur Tausende.
ARD muss öffentlich sich vor die Millionen Zuschauer entschuldigen und Interview in volle Version Abends um 20 Uhr, wo die meisten Leute schon zu Hause sind, zu wiederholen.
Am 3. September 2008 um 13:37 Uhr “Selbstverständlich ist unser jounalistisches Interesse, das ganze Interview zu veröffentlichen”, welch ein Hohn!
Andererseits hat der Skandal das Gute an sich, dass wir nun wissen welche Art von Filter dem Staatsfernsehen verordnet wurden.
Am 3. September 2008 um 13:41 Uhr Heute morgen sagte Herr Roth in einem Interview, dass der Deutschlandfunk mit ihm führte: “Es war beabsichtigt, dass das Interview mit Putin nachträglich in voller Länge von der ARD gesendet wird” Das lasse ich einfach mal so stehen.
Am 3. September 2008 um 13:42 Uhr Hier die Mitschrift des Deutschlandfunk-Interviews mit Herrn Roth zu dieser Sache.
http://www.dradio.de/dlf/sendu…..lf/841448/
“Roth: Nein. Es war von Anfang an geplant, von uns jedenfalls, dass wir das Interview in ganzer Länge senden. Es war noch nicht klar, welcher Sender da zugreift. ”
“Klein: Nach welchen Kriterien, Herr Roth, haben Sie die Kurzfassung, diese 10 Minuten aus dem lдngeren Interview ausgewählt?
Roth: Nach den üblichen Kriterien, indem man sagt: was ist an diesem Abend das journalistisch Interessante? Was ist das journalistisch Neue, was die Zuschauer interessieren kцnnte, und was verzerrt insgesamt nicht den Inhalt des Interviews? Da waren viele Stellen drin, die wir an dem Abend leider nicht senden konnten.”
Ja nee, is klar Herr Roth… Die erste Aussage glaube ich rundweg nicht, die zweite ist entlarvend.
Am 3. September 2008 um 13:44 Uhr Das, was hier gerade in diesem Blog und generell im Internet bezüglich des Georgienkonfliktes geschieht ist ein Novum in der Geschichte:
Zum ersten Mal können Menschen von überall auf der Welt in echtzeit die Meinungen aller direkt beteiligten ungekürzt und umnzensiert einsehen.
Wir sehen, was Russland wirklcih denkt, und was es auf seinen Sendern verbreitet. Wir sehen, was CNN permanent verbreitet, und wie sehr dies von der US-Politk beeinflusst ist.
Wäre ein Irak Krieg unter diesen Vorraussetzungen noch möglich? Nein, denn das erste was im Krieg BISHER starb war die Wahrheit. Dies ist nun dank internet nicht mehr möglich.
Ich hoffe die ARD findet schnell eine neue, glaubwürdige Rolle, andernfalls endet sie wie CNN als ein Fernsehsender, von dem jeder weis, das er tendenziös und propagandistisch ist.
Am 3. September 2008 um 13:49 Uhr Es ist und bleibt erstaunlich … bei vielen Blogeinträgen kann man den russsischen Akzent ja schon “rauslesen”, geschweige denn eine Parteilichkeit. Die Leute schimpfen über Herrn Roth, obwohl er seinen Job gut gemacht hat. Ok, die Fragen an Herrn Putin waren durchaus offensiv. Aber Herr Putin hat sie zu seinen medialen Gunsten genutzt – und viele Blogger hier scheinen ihm zu glauben.
Denken Sie mal an die russischen Medien. Die sind vom Staat beeinflusst und nicht unsere hier. Ich zahle gerne GEZ Gebühr für die Informationen aus ARD und ich fühle mich frei und gut informiert. Das würde mir in Russland nicht so gehen. Denkt mal drüber nach!
Und “nebenbei” in diesem Konflikt gibt es wohl keine “Guten” oder “Bösen”, denn deeskalierend hat hier keiner gewirkt – und das wäre wohl jetzt am wichtigsten.
Am 3. September 2008 um 13:53 Uhr Betr. 707: M.A.G. Fischer am 3. September 2008 um 02:11 Uhr
“Einem Menschen, sei er auch Journalist, der nur durch Glück vor wenigen Tagen dem Bombentod durch russische Kampfflugzeuge entronnen ist, muss dies in den Knochen stecken …”
Lieber M.A.G. Fischer, bitte nicht allzu viel Mitgefühl – es gibt Anlaß, Herrn Roth auch das nicht zu glauben (siehe dazu andere Blogeinträge). Denken Sie doch mal an die Szene, als man Saakaschwili und angeblich auch Kouchner vor einem nicht erwiesenen russischen Hubschrauberangriff in Sicherheit gebracht hat – was für ein Fake! Wirklich schön dramatisch zubereitet für die westliche Nachrichtenküche. Trotzdem mies gespielt.
Betr. 721: Helmut Ruch am 3. September 2008 um 09:19 Uhr
“… kein unabhängiger Journalist, der einen Politiker kritisch befragt, sondern Agitator, der seinen Hass nur schwer unter Kontrolle halten kann, den Interviewten diffamiert anstatt sich mit seinen Argumenten inhaltlich zu beschäftigen.”
Lieber Herr Ruch, Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen! Herr Roth sollte wirklich nicht mehr interviewen und berichten dürfen. Selbst CNN hat eine kritische aber seriöse Interviewführung abliefern können. Übrigens war es vermutlich nicht oder nicht nur Hass bei Herrn Roth, sondern Subordination und Karrieregeilheit – er will doch nächstes Jahr in NY arbeiten.
Am 3. September 2008 um 13:56 Uhr 756 an 769: irgendwie wird das meiner Meinung nach so oder so ähnlich kommen: Hauptsendezeit und anschließend die üblichen Verdächtigen voller Betroffenheit. Mir wird schon bei der bloßen Vorstellung dieser Heuchelei übel. Gespannt bin ich nur darauf, zu erfahren, wer und von wem als vermeintlicher “Hintermann” in den Vordergrund geschoben werden wird (Stichwort: Bauernopfer)…
MfG Stefan Thaens
Am 3. September 2008 um 14:16 Uhr Von Einsehen keine Spur.
Wenn man über die tagesschau-Seite >Ausland>Konflikt am Kaukasus reinkommt, findet man nach wie vor das gekürzte und verfälschte Interview an erster Stelle. Dies ist somit die einzig legitime Version, die der deutsche Medienkonsument zu erhalten hat. “Informationsauftrag” der öffentlich-rechtlichen Sender? – Wohl eher gezielte Desinformation, nach den Auftraggebern sollte man Herrn Roth im Chat mal explizit fragen. Allen Bloggern empfehle ich, an dem Thema dranzubleiben. Erst vorgestern musste die ARD zugeben, Achmedinedschads Äußerungen (”wipe off the map”) falsch übersetzt wiedergegeben zu haben. Das war mühsame Arbeit, aber die bürokratischen Institutionen (z.B. Presserat) müssen diesen Eingaben nachgehen. Dort kann man sie festnageln, mit ihren eigenen Lügen.
Am 3. September 2008 um 14:17 Uhr Also meiner Meinung nach war der Fehler von Herrn Roth, nicht gesagt zu haben, dass man das Interview nciht auf 10 minuten kuerzen kann, ohne dass etwas immanent wichtiges verlorengeht, (das ergibt sich aus der Langfassung, zudem hat Herr Roth im Deutschlandfunk selbst gesagt, er haette gerne weniger wegkuerzen muessen), er hat es aber dennoch versucht und dabei kam natuerlich nichts Zufriedenstellendes heraus.
DAS fuehrte dann dazu dass in der wichtigsten Nachrichtensendung im deutschen Fernsehen ein Interview gesendet wurde, dem wichtige Teile fehlten, Putin hat seine gesamte Sichtweise dargelegt, wenn man nur einen Teil davon kennt, wird das Bild was man sich von der Lage macht unvollstaendig bzw fehlerhaft, aber genau dazu fuehrte diese gekuerzte Fassung, die auch noch in den Tagesthemen gesendet wurde, wenn dann bekannt wird, dass in dieser Sendung, die vielen bei ihrer Meinungsbildung extrem wichtig ist bei solch wichtigen Themen solche Fehler passieren, fuehlt sich der Zuschauer (um es wie Herr Putin etwas umgangssprachlich zu sagen) verarscht, gerade in Zeiten in denen Hobbyjournalisten oder jene, die es schon immer wussten (davon tummeln sich hier im Blog ja nicht wenige) die Langfasung wesentlich schneller praesentieren koennen als in der ARD, kommt dann auch der Verdacht auf, das sei bewusst geschehen.
Nun gut, abgesehen von der Verschwoerungstheorie, die sich auch hier im Blog schon herauslesen laesst, ist das Thema bewusste Mainpulation fuer mich erledigt, es bleibt aber das Problem, dass in den Tagesthemen Informationen unvollstaendig wiedergegeben wurden, natuerlich wird es nie vollstaendig sein koennen, aber im diesen speziellen Fall waere es imho besser gewesen nur auf den Sendeplatz der Langfassung zu verweisen, vielleicht mit einer kurzen Inhaltsangabe a la “Putin sieht sich im Recht”, denn dieses Interview ist als ganzes sehr wichtig, es hat keine weniger wichtigen Teile, und erst recht keine, die den Zuschauer nicht interessieren, das gesamte Interview ging um Georgien, wie gesagt, ich halte es fuer unmoeglich, daran etwas zu kuerzen ohne etwas Wichtiges zu verlieren – jetzt, nachdem ich beide Versionen gesehen habe, zwei Naechte darueber geschlafen… wie es Herrn Roth und anderen Verantwortlichen zu den fraglichen Zeitpunkten erging kann ich allerdings nur mutmaßen.
Was bleibt ist die Erkenntnis, dass es auch im oeffentlich rechtlichen Fernsehen, im speziellen bei den Tagesthemen, auch nach Quote geht, nicht nach dem Informationsgehalt – und diese ist nicht gerade neu.
Am 3. September 2008 um 14:27 Uhr @773
Herr Klos,
Leider ist das ein bisschen zu naiv gedacht. Auch 2003 gab es schon Blogger und das Internet und nicht nur 2003 die ganze Kriegsanbahnung begann ja schon eher. Die Lügen wurden im Internet weitgehend bereits im Vorfeld entlarvt. In den europäischen Medien wurde nur dank Schröders Wahlkampf wenigstens ein Teil davon aufs Tablett gebracht. In Amerika gar nichts. Den Krieg hat’s trotzdem gegeben und unser “Hosenanzug” hätte am Liebsten mitgemacht. Und heute ist trotz Bekanntsein der Lüge als Kriegsgrund Totenstille zur Rolle der USA. Berichtet wird nur noch über die Anschläge, die dafür sorgen, dass Amerika auch ja schön lange dort unten bleiben muss (solange das Öl nicht versiegt)
Aber als kleiner Tipp für alle Enttäuschten der ÖR Medien:
Ent-Täuschung ist besser als ein Weiter-Täuschen!
Am 3. September 2008 um 14:28 Uhr Der Beitrag 774 spiegelt wohl den Zustand der deutschen Gesellschaft wider. Bzw. den Zustand, der erwünscht ist. Und Millionen von Deutschen wissen immer noch nicht, was Putin eientlich gesagt hat. Aber eins ist ihnen klar: die junge “Demokratie” wurde angegriffen von einem “imperialistischen” Staat.
Ich finde, der ARD schuldet seinen Zuschauern etwas, nämlich dass das Interview in voller Länge und zu einer günstigen Sendezeit gezeigt wird. Damit man die Zuversicht, gut informiert zu sein, auch mal kritisch betrachtet werden könnte…
Aber ich zahle ja keine GEZ-Gebühren in Russland. Und die Nachrichten im staatlichen russischen Fernsehen sehe ich mir auch nicht an. Es gibt hier jede Menge andere Kanäle, wo auch andere Gesichtspunkte, wenn oft auch kritisch, aber dennoch gezeigt werden. Davon hat Herr Felix (Beitrag 774) aber bestimmt nichts gewusst. Und das ist auch der “Pressefreiheit”, mit der der Herr ja “zufrieden” ist, zu verdanken…
Am 3. September 2008 um 14:31 Uhr an 774 Felix
“Denken Sie mal an die russischen Medien. Die sind vom Staat beeinflusst und nicht unsere hier.”
ja, ja. Das sag einer, der nie in Russland war und pro-amerikanischen Märchen auf ARD und ZDF glaubt. Die Leute hier mit “russichen Akzent” können die Nachrichten in mindesten 3 Sprachen verstehen (Ru, De, En). Können Sie sich auf Ru informieren. Also wer hat Nachteile?
“Das würde mir in Russland nicht so gehen.”
genau! In Russland gibt’s deutlich mehr Nachrichten Sendungen als in Deutschland.
Und die laufen nicht 5 bis 10 Minuten. Sondern 30-40 Minuten. Und es wird nicht nur über Hurrikan in USA berichtet, sondern auch über wichtige politische Ereignisse 
Am 3. September 2008 um 14:36 Uhr @ 771, Felix:
Es geht weder darum, ob Putin jemandem gefällt noch darum ob seine Positionen mit denen anderer Menschen übereinstimmen.
Es geht einfach um eine objektive Berichterstattung und davon kann nach dem Vergleich der gekürzten Version mit der Langfassung keine Rede sein.
Ich hatte es an anderer Stelle schon gesagt, eine komplette Ausstrahlung des Interviews und eine danach auch investigative Auseinandersetzung mit Putins Aussagen, das ist völlig in Ordnung, niemand muss Putin nach dem Munde reden.
Am 3. September 2008 um 14:37 Uhr @777
Hast du Links dafür? Das wäre ja ein Skandal, da die Hetzpropaganda ja bis heute auf den angeblichen Äußerungen aufbaut.
Es ist ein Trauerspiel
Am 3. September 2008 um 14:44 Uhr … Ach so… Und noch zur Info von Herrn Felix (Beitrag 774). Der Sender EURONEWS sendet rund um die Uhr und landesweit in Russland. Zumindest in Moskau und in dem Kaff hinterm Ural, in dem meine Mutter wohnt, ist das der Fall… Deswegen bin ich der Meinung, dass ich besser informiert bin als Sie…
Am 3. September 2008 um 14:50 Uhr @Felix #774
Auch du scheinst nicht verstanden zu haben, dass es hier NICHT darum geht, ob Rußland oder Georgien gut oder böse ist. Hier geht es um verzerrte Berichterstattung, die an Zensur erinnert: Es wird nichts verändert – aber durch Weglassen entsteht ein völlig falscher Eindruck. Ich will mir aber selber eine Meinung bilden. Dazu muß ich informiert werden. Diesen Auftrag hat die ARD.
Ich und wahrscheinlich die meisten hier, wissen, daß Putin kein lupenreiner Demokrat ist und Rußland kein Hort der Menschenrechte. Darum geht es hier aber überhaupt nicht.
Ich erzähle mal einen schon recht alten Witz:
Chrustchow und Kennedy vereinbaren ein 100m-Rennen. Kennedy gewinnt mit riesigem Abstand. Die Meldung in der DDR-Presse “Chrustchow wird glorreicher Zweiter – Kennedy landet auf dem vorletzten Platz”
Nicht falsch – aber eben doch nicht richtig. Ebenso wie das ARD-Interview.
Am 3. September 2008 um 14:55 Uhr Demokratie lebt von der korrekten und wahrheitsgemäßen Berichterstattung! Vielen Lesern ist ein im März verfasster offener Brief von Michail S. Gorbatschow sicher entgangen? Er war ja auch nun an die deutschen Journalisten gerichtet. Aber er sagt einiges aus.
Zitat:
Gerichtet „An meine Freunde, die deutschen Journalisten“ versucht Gorbatschow mehr Sachlichkeit und Verständnis einzufordern.
Seit einigen Jahren habe ich zunehmend Kontakt zu den deutschen Medien, insbesondere im Zusammenhang mit dem Vorsitz im Petersburger Dialog, den ich neben Lothar de Maiziére innehabe. Selbstverständlich galt und gilt mein Interesse zunächst einmal Berichten über das, was in Russland geschieht.
Dies ist immer wieder Thema für mich in zahlreichen Interviews, Pressekonferenzen und öffentlichen Veranstaltungen. So zum Bespiel bei der Verleihung des Doktor-Haas-Preises letztes Jahr in Berlin.
Worüber habe ich da gesprochen?
Darüber, dass Fragen und Unverständnis entstehen, wenn man sieht, was in Deutschland über Russland geschrieben wird und wie es geschrieben wird.
Nicht von ungefähr habe ich das wie hervorgehoben. Denn die Fakten, die Anlass zur Kritik bieten, stammen ja oft aus der Realität oder werden aus russischen Zeitungen übernommen. Übrigens treten russische Zeitungen zuweilen sogar kritischer auf als die ausländischen.
Beim aufmerksamen Blick auf die Flut von Veröffentlichungen in Deutschland wird man jedoch schwer den Eindruck wieder los, als ob man es mit einer gezielten Kampagne zu tun hat, als ob alle aus einer einzigen Quelle schöpften, die eine Handvoll Thesen enthält (in Russland gebe es keine Demokratie; die Meinungsfreiheit werde unterdrückt; eine arglistige Energiepolitik werde durchgesetzt; die Machthaber drifteten immer weiter in Richtung Diktatur ab – und so weiter und so fort.)
Zitat Ende
Noch Fragen?
Am 3. September 2008 um 14:58 Uhr Sehr geehrte Leser, sehr geehrter Herr Roth,
über die einseitige und verfälschte Darstellung des Kaukausus-Konfliktes in deutschen Medien habe ich am 24. August an die “Frankfurter Rundschau” einen Brief geschrieben. Der wurde leider nicht veröffentlicht. Ich finde, er passt sehr gut zu der Situation, welche wir diese Tage so intensiv diskutieren.
“Zum Kaukasuskonflikt:
Der Westen sitzt auf der Kutsche der Vergangenheit und hat als Last auch seine alte Komplexe und Gespenste wie „böses Russland“ und „kalter Krieg“ draufgepackt und wundert sich dabei, warum er nicht weiter kommt. Um vorwärts zu kommen, das heißt auch Entwicklung, muss man sich vom Schrott befreien und eigene Fehler und Ängste verarbeiten und analysieren.
Helfen dabei können und müssen Medien und Literatur. Was haben wir denn in den letzten Wochen beobachten müssen? Endlich lesen wir fast nach 3 Wochen, dass doch der Saakaschwili Süd-Ossetien angegriffen hat und nicht umgekehrt Russland Georgien. Ich will dazu mehr sagen, ich meine, dass die Medien einen Krieg uns, den Lesern und Zuschauern, erklärt haben, um unsere Gehirne zu besetzen. Hier in deutschen Zeitungen und Zeitschriften konnte man keine alternativen und objektiven Berichte zu diesem Konflikt lesen. Das heißt, dass man uns alle für dumm hält und was noch schlimmer ist, bewusst mit falschen, nicht geprüften Informationen beliefert. In Händen von Provokateuren und Lügner sind Medien eine schreckliche und tödliche Waffe, weil zerstört dabei werden die Seelen und Köpfe der Menschen.
Um objektiv zu berichten, haben die deutschen Korrespondenten in Moskau genug Zeit gehabt, sich informativ vorzubereiten. Russland hat mindestens die letzten 4 Monate, auch im UN-Sicherheitsrat vergeblich berichtet, dass Georgien mit Hilfe und unter Aufsehen von Nato ein Krieg gegen Süd-Ossetien und Abchasien vorbereitet, Stützpunkte um diese Gebiete einrichtet und Waffen in Unmengen bekommt. So viel Waffen, wie Nato Georgien geliefert hat, Vieles davon auch umsonst, braucht man nicht für den Frieden. Das haben wir doch jetzt alle gesehen. Und Frau Merkel verspricht noch unverantwortlich den Nato-Beitritt und neue Aufrüstung Georgien zu. Hat sie denn uns, Ihre Mitbürger, gefragt!? Meine Stimme hat diese Frau für immer verloren. Ich hoffe, nicht nur meine. Ich schäme mich für Frau Merkel, für unverantwortliche Politiker in Deutschland und Europa. Die USA tun mir nur leid: Dessen Talfahrt hat schon längst angefangen. Ich will aber nicht mit.
PS
Zum Tschetschenienkrieg, was auch Frau Merkel in Moskau erwähnt hat:
Es war kein Unabhängigkeitskrieg der Tschetschenen. Man konnte es „alternativ“ als ein Angriffskrieg der Alkaida mit Unterstützung von USA (oder umgekehrt?) auf Russlands Territorium und Einflussgebiet in wirtschaftlich und politisch schwachen Jahren unter Elzin nennen. Frau Merkel muss doch das auch wissen, oder? Wir Leser finden schon uns selber zurecht.”
Mit freundlichen Grüßen
NKo
Am 3. September 2008 um 15:03 Uhr sehr geehrter herr roth,
nochmals zu ihrer erinnerung wie man zensur beschreibt:
Zensur (censura) ist ein Verfahren eines Staates, einer einflussreichen Organisation oder eines Systemträgers, um durch Medien oder im persönlichen Informationsverkehr (etwa per Briefpost) vermittelte Inhalte zu kontrollieren, unerwünschte beziehungsweise Gesetzen zuwiderlaufende Inhalte zu unterdrücken und somit dafür zu sorgen, dass nur erwünschte Inhalte veröffentlicht oder ausgetauscht werden.
…Zensur…
nichts anderes haben sie getan, auch wenn sie sich jetzt gerne auf den Fall einer redaktionelle Fassung zurückziehen möchten.
es ist mindergesagt eine unverschämtheit, das sie jetzt auch noch den vielen autoren auf ihren bericht unterstellen sie wären zu dumm das nicht zu erkennen.
sie sollten sich ein wenig mehr in demut über, lieber herr roth…
mfg
markus schindler
Am 3. September 2008 um 15:22 Uhr Sehr geehrter Herr Roth,
aus dem vollständigen Interview habe ich entnehmen können das Sie selbst in Russland leben. Daher habe ich einerseits Verständnis wenn sie Sie sich nicht unbedingt zu den Putin Fans zählen, jedoch dürfen Sie nicht vergessen was ihr Auftrag ist, nämlich neutrale Berichterstattung. Im dem von Ihnen mit Herrn Putin geführten Interview vermisse ich persönlich jegliche Neutralität. Das ist für mich ersichtlich alleine schon aus Ihrer Körpersprache und selbst wenn man diese außer Acht lässt, aus der gewählten Art der Fragestellung. Für mich persönlich, ist das schon Propaganda, egal ob Sie diese bewusst oder unbewusst, bedingt durch Ihre persönliche Einstellung, zum Vorschein kam. Darum ist der Vorwurf der Zensur nicht weit hergeholt. Selbstverständlich haben Sie das Recht eine gekürzte Fassung des Interviews herauszubringen, jedoch spielt DAS was man kürzt eine wesentliche Rolle dabei ob man dadurch Gefahr läuft sich dem Vorwurf der Zensur auszusetzen.
Nun, sicherlich ist Herr Putin kein Engel, kann man meines Erachtens in so einer Stellung wie seine auch nicht sein. Das was in Tschetschenien ablief ist durchaus verachtenswert. Vergessen Sie aber nicht das George Bush und Co. ebenso keine Engeln sind. Denken Sie nur an Guantanamo und an den illegalen Irak Krieg der auf Lügen basiert. Und denken Sie an die durch Deutsche Soldaten getöteten Zivilisten im Afganistan. Krieg und Gewalt ist im Vollen Umfang zu verurteilen. Ich finde es sehr bedenklich wenn sich selbst auf einer Seite der Gewalt stellt. Gewalt und Folter bleibt immer Gewalt und Folter und die derjenige der sie selbst ausübt, unterstützt oder wiederwillig billigt (USA-Guantanamo, EU-Geheimgefängnisse, Entführungsflüge), hat nicht über andere zu urteilen die Gewalt und Folter ebenfalls anwenden (Russland z.B).
Wenn man diese Art der Berichterstattung näher anschaut, muss man sich nicht wundern wenn die Menschen sich massenweise über Zensur beschweren und alternative Medien zur Informationsbeschaffung heranziehen.
Am 3. September 2008 um 15:30 Uhr Ein Hinweis:
Jetzt wird schon international über das Propagandakartell in Deutschland berichtet: liveleak.com/view?i=0ef_1220427445
Und eine Frage:
Wer hat den Link zu dem Eingeständnis der Anstaltten, dass auch die Übersetzung des iranischen Präsidenten verfälscht wurde?
Am 3. September 2008 um 15:35 Uhr @779
@780
möchte euere Beiträge unterstreichen,- so ist es.
Dieser hier diskutierte Vorgang ist nur einer von vielen Vorgängen, die nicht “so” bekannt wurden. Wir können mit Fug und Recht davon ausgehen, dass es eine wahrheitsgemäße Berichterstattung durch unsere Medien nicht gibt und noch nie gegeben hat. Allenfalls Halbwahrheiten – und das sind auch Lügen.
Das alles erinnert mich an die DDR.
Unser derzeitiges System liegt auf dem gleichen Level und hat somit die gleiche Zukunft vor sich.
Es ist nicht zu erwarten und wäre auch nicht im Sinne unserer Politiker, dass unsere Medien bei derartigem Bekanntwerden ihrer Manipulationen und Fälschungen plötzlich als geläutert hervorgehen würden. Das System bleibt sich treu.
Mit anderen Worten, der Betrug geht weiter.
Am 3. September 2008 um 15:47 Uhr @727: Margarita Fotiadis
Am 3. September 2008 um 10:13 Uhr
vielen Dank an Frau Fotiadis für diesen Hinweis
und vielen Dank an das dlfradio
wer möchte kann das Interview mit Hr. Roth hier nachhören:
http://ondemand-mp3.dradio.de/…..4b832c.mp3
oder hier nachlesen:
http://www.dradio.de/dlf/sendu…..lf/841448/
Vor dem Hintergrund, dass ich das ganze hier von Beginn an mit jeden einzelnen Beitrag aufmerksam verfolgt habe (dies kann man jedem neu hinzu gekommenen nur empfehlen, verschlägt mit dieses Interview mit ihnen Herr Roth schon fast die Sprache …
Wissen sie was, ich denke das ganze muss Konsequenzen haben, und von daher nun unabhängig gerichtlich geprüft werden.
- es ist wirklich nicht zu fassen was sie sich und die verantwortlichen von ARD erlauben -
MfG
Am 3. September 2008 um 15:56 Uhr @783
gerne die gewünschten Links…und ein bisschen Erklärungstext dazu. Nochmals, es handelt sich bei der jetzigen Russland-Geschichte nicht um einen Einzelfall – die deutschen Medien haben schon lange ihre Objektivität verloren, jedenfalls diejenigen, die sowas jemals besessen haben:
Zitat:
“ARD hat noch mehr Asche übers Haupt kippen müssen:
AF, 1.9.2008 — Der stellvertretende Intendant des Norddeutschen Rundfunks, Dr. Arno Beyer, hat uns mit Schreiben vom 29. August 2008 darüber informiert, daß die Redaktion von tagesschau.de unserer Aufforderung nachgekommen ist, auf ihrer website öffentlich darauf hinzuweisen, daß der iranische Präsident von ‘tagesschau.de’ falsch zitiert worden ist. Sie hat daraufhin die Meldung “Von der Landkarte tilgen – Irans Präsident fordert Vernichtung Israels” vom 26. Oktober 2005 [1] mit einem entsprechenden Hinweis versehen.
‘tagesschau.de’ hatte in einem Schreiben mit Datum vom 26.5.2008 zwar eingestanden, die Äußerung des iranischen Präsidenten falsch wiedergegeben zu haben, hatte sich aber strikt geweigert, den Fehler öffentlich richtigzustellen (”Da alle namhaften deutsch- und englischsprachigen Agenturen den iranischen Präsidenten damals mit der Formulierung zitiert haben, ‘Israel müsse von der Landkarte getilgt werden’, ist diese – offenbar fehlerhafte Übersetzung – auch in die Berichterstattung von ARD-aktuell und von tagesschau.de eingeflossen… Eine Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht ist nicht erkennbar. Es gibt aus unserer Sicht daher überhaupt keinen Grund für eine öffentliche Entschuldigung oder Richtigstellung.”) Diese Haltung mußte ‘tagesschau.de’ aufgeben. Sie erklärt jetzt öffentlich:
“In eigener Sache: Der iranische Präsident Ahmadinedschad hat nicht wörtlich die ‘Tilgung Israels von der Landkarte’ gefordert. Nach der Übersetzung des Sprachendienstes des Deutschen Bundestages sagte Ahmadinedschad: ‘Das Regime, das Jerusalem besetzt hält, muss aus den Annalen der Geschichte getilgt werden.’ [2] Hierauf hat auch Irans Außenminister hingewiesen [3]. Ahmadinedschad hat mittlerweile – vermutlich auf innenpolitischen Druck – erklärt, dass der Iran keine Pläne habe, Israel anzugreifen.”
Es folgt in der Erklärung von ‘tagesschau.de’ dann noch ein Satz, der den Sachverhalt der Zitatverfälschung offenbar relativieren soll: “Dennoch lässt der iranische Präsident bis heute kaum eine Gelegenheit aus, seine feindselige Einstellung gegenüber Israel, den Juden und der Regierung in Jerusalem deutlich zu machen (z.B. am 03.06.2008 in Rom): Die Regierung in Jerusalem sei ein fabriziertes Regime, das bald verschwinden werde. [4]” Dazu ist anzumerken: der iranische Präsident ist gewiß kein Freund der israelischen Politik – wie sollte er auch, wenn diese sich über Völker- und Menschenrecht hinwegsetzt – aber eine “feindselige Einstellung” gegenüber Juden kann keineswegs als erwiesen angesehen werden. Insbesondere ist die Äußerung vom 3.6.2008 dafür kein Beleg. Sie deckt sich weitgehend mit der Äußerung vom 26.10.2005 in ihrer korrekten Wiedergabe und ist damit eher eine Bestätigung des Sachverhalts als die beabsichtigte Relativierung.
[1] http://www.tagesschau.de/ausla…..54160.html
[2] http://www.bpb.de/themen/MK6BD…..chads.html
[3] http://www.tagesschau.de/ausla…..32576.html
[4] http://www.tagesschau.de/multi…..27676.html
Mit besten Grüßen
Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann”
Am 3. September 2008 um 16:02 Uhr An alle in diesem Blog die den Kritikern von Herrn Roth Russlandfreundlichkeit oder gar einen russischen Akzent unterstellen:
Es tut mir leid aber Sie haben nicht verstanden worum es in diesem Blog geht!
Es wird immer wieder so getan als wenn die Empörung in diesem Blog eine Sympatie für Putin ist.
ABER ES GEHT UM FOLGENDES:
Nicht was Putin gesagt hat, welche Polemik welche Hetze er betrieben hat ist Thema dieses Blogs(darüber soll sich jeder seine Meinung bilden) nein es geht darum, dass in inhaltverfälschender Form die Aussagen von Herrn Putin gekürzt wurden.
Herr Roth: Ich verstehe Ihre Dreistigkeit nicht. Sie müssen uns alle echt für Volltrottel halten!
Ihre Ausrede im Deutschlandfunk ist schlechter als die meiner 12-jährigen Tochter wenn sie was zerbrochen hat.
Es ist doch eine Frechheit zu behaupten die sie hätten von Anfang an das gesamte Interview zeigen wollen. DAS GLAUBT IHNEN HIER KEINER. Das heisst nachdem sie versucht haben die Meinung der Deutschen durch Manipulation des Interviews zu beeinflussen LÜGEN sie uns dreist ins Gesicht!
OHNE DIESEN BLOG WÜRDEN HEUTE NOCH ALLE GLAUBEN IN DER ARD UM 20.15 DAS VOLLE INTERVIEW GESEHEN ZU HABEN.
Das ist ein FAKT.
Sie drücken sich clever um die Schlüsselfrage warum sich die Leute hier so aufregen.
Warum wurde in der Ankündigung ihres Interviews davon gesprochen: das komplette Interview nach der Tagesschau. Selbst 2 Tage nach der Ausstrahlung als hier im Blog schon 300-400 Leute geschimpft hatten, stand auf der homepage der ARD noch der Link zum ganzen Interview im WORTLAUT.
Wenn Sie wirklich von Anfang an das komplette Interview zeigen wollten, warum keine Rede davon in der Ankündigung, im Internet? Wieviele Tage brauchen sie den nun um sich eine Ausrede auf diese Frage einfallen zu lassen?
Es geht hier überhaupt nicht um Putin und den Krieg in Georgien es geht um unsere Freiheit zu erfahren was der eine und der andere dazu sagt.
Es tut mir leid aber folgende Spekulation muss ich noch anstellen. Ich denke mal sie arbeiten schon vor für Ihren neuen Job. Damit sie in USA jemand vors Mikro kriegen müssen Sie jetzt noch schnell beweisen, dass sie ein Freunder Amerikaner sind. Ich freue mich schon auf Ihr erstes Interview in den USA. Das werde ich mir dann vornehmen und eine journalistisch handwerklich auf Zeit optimierte Version zu erstellen. Das wird ein Spass.
Sie hätten sich viel Ärger erspart und den Menschen nicht den Glauben an die Demokratie genommen, wenn bei der Ankündigung des Interviews von Ausschnitten die Rede gewesen wäre. Am Samstag und Sonntag hätten Sie noch die Chance gehabt dies als versehentlich einzuräumen, nur nach Ihren Kommentaren und dem blog hier ist es dafür zu spät.
Jetzt glaubt Ihnen keiner mehr.
Am 3. September 2008 um 16:05 Uhr Sehr geehrter Herr Roth,
ihre Berichterstattung über Russland finde ich sehr einseitig. Ihr Verständnis von Kritik beschränkt sich darauf der russischen Administration Vorwürfe zu machen. Eine kritische Berichterstattung umfasst aber mehr. Ich möchte umfassend informiert werden, dies schließt sowohl positive als auch negative Kritik an den russischen Verhältnissen ein.
Mit freundlichen Grüßen
Schreiber
Am 3. September 2008 um 16:14 Uhr wenn man die zensur (das weglassen ganzer passagen und einzelner wörter), des interviews betrachtet, so stellt sich die frage, was haben sie uns noch verheimlicht?
ich erninnere mich an die ersten aufnahmen aus gori.
das bild zeigte zhinvali, die stimme dazu sagete gori.
bilder, auf denen ein mann seinen “toten” bruder in den händen hält, stellte sich als montage von seitens reuters heraus.
man spricht von einer bombardierung der marktplatzes in gori, einer schlimmen verwüstung, doch neuere aufzeichnungen aus der stadt, zeigen etwas anderes. (nur leider hat man in deutschen medien diese neueren bilder nicht gezeigt)
diese meldungen und noch weitere wurden auch auf den ÖR verbreitet. es macht den anschein, dass man die quellen nicht sonderlich überprüft oder es schlicht “vergessen” hat
wer sich eine meinung von beiden parteien machen will, der kann sie sich nur aus dem internet holen. obwohl das mittlerweile auch schwerer wird, man beachtet die ganzen toten seiten die nur noch im google cache existieren.
Am 3. September 2008 um 16:27 Uhr Och, das war alles gaaanz anders!
Hier ein lustiger Ausschnitt aus eine Interview des Deutschlandfunks mit Thomas Roth zum Thema Manipulation.
Klein: Hat sich denn der WDR tatsächlich aufgrund des Zuschauerdrucks erst entschieden, das Interview dann in ganzer Länge zu senden?
Roth: Nein. Es war von Anfang an geplant, von uns jedenfalls, dass wir das Interview in ganzer Länge senden. Es war noch nicht klar, welcher Sender da zugreift. Der Westdeutsche Rundfunk hat sich entschlossen, wie gesagt so weit ich weiß auch der Bayerische Rundfunk, und das ist ja schon mal eine ganze Menge.
Klein: Aber erstaunlich war für manchen, dass die gesamte Fassung dann früh morgens um 6:20 Uhr im WDR-Fernsehen, also im dritten Programm lief. Wie kam es zu der Entscheidung? Es wäre ja auch denkbar gewesen, das bei Phönix oder auch im Ersten Deutschen Fernsehen laufen zu lassen.
Roth: Da überfragen Sie mich. Im Korrespondentenbüro entscheidet man solche Dinge nicht, sondern das entscheiden die jeweiligen Programmplanungen in den jeweiligen Landesrundfunkanstalten. Das ist bei uns so, wie es bei Ihnen auch der Fall ist. Mein Interesse ist natürlich immer, an möglichst prominenter Stelle im Programm zu sein. Das ist uns an diesem Freitag ja auch gelungen, wie ich finde. Aber es sind natürlich noch mehr Interessen, die ein solches Fernsehprogramm bestreiten. Da laufen Spielfilme, die nicht billig sind, Zuschauererwartungen. Da sind viele Dinge langfristig angekündigt. Die Zuschauer warten darauf. Insofern sind das sicherlich alles Kriterien, die die Programmplanung dann in dem Falle auch beeinflussen.
Hier das (hoffentlich) ganze Interview: http://www.dradio.de/dlf/sendu…..lf/841448/
Am 3. September 2008 um 16:28 Uhr Ich hätte nicht Gedacht dass es so schlecht um die Demokratie in Deutschland steht – aber das was die ARD macht, ist massive Manipulation des Zuschaueres.. sowas kannte ich bisher nur von totalitären Regimes!
Zu Bedenken gilt auch, dass dieser (unverschämte) Fall nur den Eisberg der ganzen Verblödungs-Maschinerie darstellt..
Die so hoch geschätzen Werte des Westens sind nichts mehr Wert – traurig aber wahr.
Am 3. September 2008 um 16:35 Uhr Lieber Herr Roth,
nach dem Lesen des Interviews im deutschen Rundfunk, habe ich das Gefühl, dass Sie in Moskau gar nicht wissen, die die deutsche Presse hier berichtet und immer noch glauben, es wäre alles richtig gelaufen. Ihre Beschreibung des journalistischen Auswahlprozesses ist korrekt, anders geht es nicht. Vielmehr deuten ihre Aussagen an, das die Verantwortung überwiegend in deutschland bei der ARD-Redaktion zu suchen ist. (Meine vorhin genannte Kritik an unfähigen deutschen Journalisten, die sich kaum noch selbstständig im Krisengebiet bewegen dürfen bleibt bestehen. Von Gori aus können sie keine fundierten Berichte senden, geschweige denn sich selbst eine Meinung davon machen, was passiert ist!)
Und jetzt liebes ARD,
kommen wir zu den Vorwürfen gegen ihr Vorgehen bei diesem Interview.
-”Wetten, dass..?” kann man ohne Probleme überziehen. Ein so wichtiges Interview muss gekürzt werden. Wenn Sie die Prioritäten nach möglichen Einschaltquoten setzen, dann sollten in der Tat alle Blogger die GEZ-Gebühren einstellen. Denn diese sollen sie von Einschaltquoten unabhängig machen, um qualitative Programme zu bieten.
- Das Vorgehen bei der Erstausstrahlung war eindeutig manipulativ! Sie haben nicht erwähnt, dass es sich um eine gekürzte Version handelt. Im Gegenteil sie haben den Anschein erweckt, dass die erste Ausstrahlung das vollständige Interview ist.
- Die Veröffentlichung auf der Homepage ist genauso manipulativ gewesen. Auch da haben sie wieder den Anschein erweckt, es wäre das vollständige Interview gewesen. Jeder Zuschauer, der über die Länge des Interviews im Fernsehen irritiert war, konnte sich anschließend auf ihrer Homepage davon überzeugen, dass dieses Interview “tatsächlich” nur so “kurz” war. Es gibt hier keine Begründung, wieso sie nicht sofort den vollständigen Wortlaut veröffentlichen konnten. Denn diesen vollständigen Wortlaut hatten bereits alle Redaktionen der großen Printmedien in Deutschland (Spiegel, Welt,…..)
- Die Kürzungen des Interviews und der Schnitt desselben ist höchst anrüchig. Dieser Fakt ist für jeden offensichtlich. Um diesen Umstand, der wie sie sagen aus programmtechnischen Gründen erfolgte, aus dem Weg zu räumen, hätten sie von anfang an daran interessiert sein müssen, das Interview in voller Länge auszugestrahlen. Sie hätten demnach schon in der Tageschausendung deutlich angemerkt, dass es aus programmtechnischen Gründen nur eine gekürzte Version ist und eine vollständige Version in kürze folgen würde oder auf der Homepage einzusehen ist. Dies alles erfolgte nicht.
- Hinzu kommen die bedrückenden Umstände, dass einige Vorwürfe Putins, die von ihnen rausgeschnitten wurden, stimmen. Ihre Sendeanstalt, berichtete am ersten Tag leider nicht aus Zchinwali. (Nur zur Erinnerung:Zu Kriegsbeginn im Irak waren alle westlichen Medien vor Ort und berichteten nahezu live vom Geschehen). Hier zeigte ihre Sendeanstalt ständig nur die zwei brennenden Häuser in Gori. Haben sie etwa von den Umständen dort nichts gewusst?
- Nach diesen ganzen Vorwürfen hier im Blog, haben Sie sich kurzfristig entschieden das vollständige Interview nachzuliefern. Das geht eindeutig aus ihren Stellungnahmen hervor. Es war vorher nicht geplant, sonst hätten sie es viel früher angemerkt. Sie sagten, aber erst am Montag, dass das Interview am Dienstag um 6.20 Uhr gesendet wird. Ich erinnere sie noch einmal, dass das gekürzte Interview am Freitag ausgestrahlt wurde, mit Hinblick auf den EU-Gipfel am Montag. In anbetracht der ganzen Tatsachen, ist diese Nachlieferung unzureichend. Hinzu kommt, dass auch die vollständige Abschrift des Interviews erst am Nachmittag am Dienstag folgte.
- Sie übergehen mit ihrer Berichterstattung des letzten Monats viele bedeutende Stellen bis heute, einige davon nannte ich schon: Erster Beschuss in Zchinwalli, Aumaß der Katastrophe in Zchinwali, unversehrte Innenstadt Goris, Vorträge in der UN, ukrainische Vorgänge um Sewastopol, Zustimmung des ukrainischen Parlaments für die Unabhängigkeit Abchasiens und Südossetiens, der drohende Zusammenbruch der Regierungskoalition in der Ukraine….und vieles mehr..
Das alles zusammen lässt eindeutig den Eindruck entstehen, dass ihre Sendeanstalt einseitig und parteiisch im letzten Monat berichtet. Diese Vorgänge ihrer Sendeanstalt zehren sehr an der Glaubwürdigkeit unserer Pressefreiheit. Zu diesen Punkten erwarte ich und viele Blogger hier eine Stellungnahme von ihnen.
Wenn dieser Vorgang damit zu tun hat, dass die notwendige Kompetenz nicht mehr vorhanden ist. Ich erinnere dabei an mehrfache Fahnenpanne während der EM. Dann verlange ich zurecht, dass sie sich vom Kaukasusthema abwenden sollten und über den Vogelpark Walsrode berichten sollten. Eine diesen Fragen ausweichende Stellungnahme, bedeutet in der Tat, das die nötigen Kompetenzen nicht mehr vorhanden sind.
Am 3. September 2008 um 16:43 Uhr @798 Amon
aber auch totalitär ist ein Begriff, der von hiesigen Medien stammt und über Jahre hinweg aufgebaut wurde… was bitte ist totalitär und wer bestimmt das? Warum ist die westliche Welt demokratisch und die meist östliche nicht? Warum ist das, was wir unter Demokratie verstehen, das, was andere Kulturen nachexerzieren müssen?